20% Kinderarmut wird das die AFD zukünftig stärken?

18 Antworten

In letzter Konsequenz erzeugt Armut soziale Spannungen und Verwerfungen.
Die Quittung für die Agenda 2010 der SPD und der Austerität der CDU erhielten die Parteien bei der Bundestagswahl.
Ohne diese Politik gäbe es die AfD nicht.

Gelingt es den Politikern nicht Armut zu verhindern, respektive die bereits erzeugte Armut zu überwinden, werden sie sicher 2021 eine Belohnung durch die Wähler nicht erwarten können.

Der verträumte Ansatz über die Bildung greift zu kurz.
Mit der Agenda 2010 der SPD wurden die Bildungsinvestitiionen auf das Niveau von 1960 gekürzt.
Eine komplette Schülergeneration wurde bereits benachteiligt.
Selbst wenn man nun umegehend mehr in Bildung investieren würde, bis eine messbare Wirkung eintreten würde, wäre breits eine weitere Schülergeneration vergangen.

Stellt man auf das Ergebnis der AfD ab, so gilt, dass der Geist die Flasche bereits verlassen hat.
Das sind die Geister die man gerufen hat und nun nicht mehr loswird.
Frei nach Goethe "Der Zauberlehrling".

20% Kinderarmut wird das die AFD zukünftig stärken?

Das hängt von der Intelligenz der Wähler ab. Kinderarmut ist beispielsweise besonders dort zu finden, wo sich Alleinerziehende durch den Alltag quälen.   

Doch zu Alleinerziehenden, und das sind zu 87 Prozent Frauen, sagt die AfD nur: "Tja, dann müssen sie sich halt einen Mann suchen." Im Programm liest sich das dann so:   

Wir wenden uns entschieden gegen Versuche von Organisationen,
Medien und Politik, Einelternfamilien als fortschrittlichen oder gar erstrebenswerten Lebensentwurf zu propagieren. Der Staat sollte stattdessen das Zusammenleben von Vater, Mutter und Kindern durch finanzielle und andere Hilfen in Krisensituationen stärken.

Quelle: AfD Grundsatzprogramm 2017, Punkt 6.6

Ich glaube nicht, dass den Alleinerziehenden damit geholfen ist; oder dass es Alleinerziehende besonders motiviert, eine Partei zu wählen, die ihnen lediglich den eigenen Lebenswandel als "falsch" vorhält.    

... allerdings sind wir hier bei "Intelligenz" angelangt. Natürlich ist es denkbar, dass diese Leute entweder das Programm der AfD nicht lesen oder nicht verstehen. Und dann ist denkbar, dass sie diese Partei wählen.    

Die Wähleranalyse spricht eine eindeutige Sprache und sagt aus, dass die Taktik gut funktioniert.

Minderbemittelte (sozial, finanziell, geistig) werden stark und mutig, wenn sie auf andere Hilfsbedürftige herumtrampeln können. Vor 4 Jahren waren es die €-Griechen, jetzt sind es Flüchtlinge. Die werden für die Misere verantwortlich gemacht und mit der Angst vor weiteren Verlusten fängt man gezielt Stimmen.

Sollte das Flüchtlingsproblem gelöst werden, wird man einen anderen Buhmann suchen müssen, um die Taktik fortzusetzen.

Die sinnvollste Lösung, Vermögen besser von oben nach unten zu verteilen, widerspricht den Interessen der AfDler und ihrer Sponsoren. Doch gerade da könnte man gegenüber Merkel & Co. echte Punkte machen.

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@schmerberg

Sollte das Flüchtlingsproblem gelöst werden, wird man einen anderen Buhmann suchen müssen, um die Taktik fortzusetzen.

Das Flüchtlingsproblem wird nicht gelöst werden, weil es auf diesem Weg nicht zu lösen ist.

Noch nicht einmal die europäische Mauer (FRONTEX) samt des europäischen Wassergrabens um die "Burg Europa" könnte derartiges verhindern, wie die us-amerikanische Mauer eindrucksvoll beweist. 

Das Flüchtlingsproblem ist also ein Problem, das sich noch auf Jahrzehnte hervorragend ausschlachten und zum Zwecke des Terrorisierens der eigenen Bevölkerung benutzen lassen kann.

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UNABHÄNGIG davon, und hier bin ich wieder bei dir, wird man aber im Zuge von angepeilten, anstehenden bzw. kommenden Regierungsbeteiligungen daran arbeiten, die Schichten der Bevölkerung weiter zu segregieren. 

Denn die zahllosen innenpolitischen Probleme - und damit meine ich sowohl "deutsche Probleme", als auch "europäische Probleme" - werden von der "Anti-Flüchtlings-Propaganda" nur zeitweise überdeckt werden können. Und Machterhalt; bzw. bei der AfD erst mal Machtgewinn; steht im Zentrum aller Bemühungen. 

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@Unsinkable2

Die US-Mauer ist noch eine fixe Idee, inzwischen umstritten, da die Wirksamkeit bezweifelt wird. Macht man ein Loch zu, platzt ein anderes auf und Flüchtlinge/Schlepper sind da extrem clever.

Mauern und kontrollierte Grenzen sind nie total dicht. Das hat nicht mal die DDR geschafft.

Beim Thema sinnvolle Bekämpfung der Fluchtursachen finde ich ausgerechnet bei den Linken ein paar sinnvolle Denkansätze, auch bei Richard David Precht. Der globalen Informationsgesellschaft bleibt nicht vorenthalten, dass es in Deutschland besser geht, als irgendwo. An den Kriegsursachen hat sogar Deutschland einen beachtlichen Anteil. Starke Grenzen bremsen nur den Zustrom, verhindern aber keine Fluchten. das Problem wird nur verschoben. Eine perfekte Lösung für Egoisten!

Zudem muss man mal ganz realistisch sehen, dass die vom Merkel vollmundig eingeleitete Katastrophe inzwischen einigermaßen reguliert wird. Da wurde schon enorm viel geschafft, wenn auch noch nicht endgültig gelöst.

Um 1990 hatten wir die "Russsenkatastrophe" und die Deutschrussen drohten und auszuplündern, zu schmarotzen und zu kriminalisieren. Inzwischen wurden sie zu braven AfD-Wählern. Bis 2021 wird der AfD auch mit den Moslems der Stoff ausgehen

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@schmerberg

Zudem muss man mal ganz realistisch sehen, dass die vom Merkel vollmundig eingeleitete Katastrophe inzwischen einigermaßen reguliert wird. 

Ist das so? In diesem Jahr sind mehr Menschen im Mittelmeer ertrunken, als jemals zuvor. Wenn wir also "Ertrinken" als "Regulierung" verstehen, dann magst du Recht haben.

Tatsächlich hat sich die Katastrophe nur verschoben. Sie findet nun in den Auffangländern (massive Steigerung der Gewaltverbrechen gegen Hilf- und Rechtlose) und auf dem Weg (Schlepperwege, Mittelmeer) statt.

Die tatsächliche "Regulierung" ist also nur eine örtliche Verschiebung des Problems

UND SIE DIENT NUR DEN SCHLEPPERN. Durch die "Schließung" offensichtlicher Routen steigen die Preise für den Menschenhandel ins Astronomische. Daran verdienen sich die Schlepper eine goldene Nase. Ich werde den Verdacht nicht los, dass so einige Schlepper insbesondere die AfD und die CSU in ihre Gebete einschließen.

Um 1990 hatten wir die "Russsenkatastrophe" und die Deutschrussen drohten und auszuplündern, zu schmarotzen und zu kriminalisieren. 

... und danach kamen die Polen, um uns unsere Jobs zu nehmen. 

Derartige "Feind-Propaganda" ist im konservativen Lager üblich und hat eine Jahrhunderte währende Tradition mit immer gleichem Erfolg. Sie ist schlicht, erreicht also simple Gemüter. Und sie lenkt von den eigentlichen Problemen lange genug ab, um die nächste Sau durchs Dorf treiben zu können.

Allerdings kumulieren die Probleme verschiedener Bereiche mit der Zeit. Insofern ist es wirklich nur noch eine Frage der Zeit, also nicht mehr des "Ob?", sondern nur noch des "Wann?", bis es sich - auf die eine oder andere Weise - radikalisiert.

"Schaden vom deutschen Volk abwenden"? ... das sehe ich nicht.
"Schaden verzögern und damit vergrößern" ... das sehe ich wohl.

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@Unsinkable2

Na, Moment mal. Mittelmeer ist nicht Merkelland, allenfalls ertrinkende Flüchtlinge in Nord-, Ostsee und Bodensee gehen auf ihr Konto. Da geht es nur über die europäische Schiene.

Das mit dem Schaden will ja die AfD im Untersuchungsausschuss und via Verfassungsklage feststellen lassen. Dazu muss erst mal der Schaden definiert und beziffert werden. Ich fürchte, das wird ein grandioser Reinfall für die AfD und wenn die AfD Schaden nimmt, ist bestenfalls 13 % des Volkes betroffen. So ganz ohne Schaden konnte bisher weltweit noch keiner regieren. Dennoch wird man sich an der Gesamtbilanz orientieren. Das Ergebnis war schon bei der Wahl sichtbar, aber keine Katastrophe.

Flüchtlinge unter Schaden zu verbuchen, das ist alleinige Spezialität der AfD. Da fürchte ich den schlimmeren Schaden, denn irgendwann zeigt der Hass Reaktionen. Dann werden sich die Betroffenen zusammenrotten und gegen die Verursacher antreten. Ich hoffe nur, dass der unvermeidliche Terror dann auch bei der richtigen Adresse ankommt.

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@schmerberg

Na, Moment mal. Mittelmeer ist nicht Merkelland, allenfalls ertrinkende Flüchtlinge in Nord-, Ostsee und Bodensee gehen auf ihr Konto.

Mittelmeer wird in dem Augenblick zu "Merkel-Land", in dem die Verantwortung dorthin verschoben wird. 

Beispielsweise wurden etliche Hilfsorganisationen, die Ertrinkende und auf dem Meer Ausgesetzte retten wollten, auch auf Druck und mit Duldung der deutschen Regierung daran gehindert.

Da geht es nur über die europäische Schiene.

Deutschland beherrscht Europa effektiver, als Hitler das jemals vermochte. Praktisch ALLES, was dich im politischen Europa umgibt, findet nur mit Duldung oder Zustimmung der Deutschen statt.

Das ist übrigens eines der Probleme, die auch die "Flüchtlings-Problematik" nicht "wegmachen" kann.

Flüchtlinge unter Schaden zu verbuchen, das ist alleinige Spezialität der AfD.

Das ist unwahr. Tatsächlich ist es eine Domäne der sozial Konservativen; also AfD, CSU, CDU, SPD und FDP ... sowie zunehmend auch der GRÜNEN.

Der Hintergrund ist die rein wirtschaftliche Betrachtung dieser Schicksale. Es geht in allen Betrachtungen nur darum, wie sehr sie schaden; und wie sehr sie nutzen. Ausschließlich finanziell. 

Ich fürchte, das wird ein grandioser Reinfall für die AfD

Es wird zweifellos ein Reinfall. Allerdings ist das durchaus ein akzeptabler Preis für die AfD. Denn es geht auch der AfD um Macht und Machtausbau.

Da fürchte ich den schlimmeren Schaden, denn irgendwann zeigt der Hass Reaktionen.

Naja, betrachten wir es mal völlig frei von Emotionen:

In einem brennenden Asylbewerber-Heim sterben vielleicht 20, vielleicht 100 Menschen. Im Mittelmeer sind dieses Jahr mehr als 6.000 Menschen gestorben. (Und das waren nur die "gezählten", also jene, von denen man wusste. Schlepperei setzt aber in gewisser Weise Heimlichkeit voraus, um effektiv zu sein.)

Man kann also eine ganze Menge Asylbewerberheime anzünden, bevor man annähernd so effektiv bei der Vernichtung von Menschenleben ist, wie CDU, CSU, FDP, SPD und zunehmend auch GRÜNE es längst sind.

Ja, es bestünde sogar ernst zu nehmende Hoffnung, dass beim 10. oder vielleicht auch erst beim 50. brennenden Asylbewerberheim mit jeweils Dutzenden Toten der großen Masse (immerhin rund 87 Prozent) der Kragen platzt ...

... und sie genauer hinschaut, wer denn die Verursacher der Katastrophe wirklich sind.

Das wird jedoch beim leisen Sterben auf den Fluchtrouten und im Mittelmeer nicht geschehen. Nicht einmal dann, wenn man im wohlverdienten Urlaub von einer angeschwemmten Kinderleiche gestört wird und den Reiseveranstalter notgedrungen auf Rückerstattung der Kosten zzgl. Schmerzensgeld verklagen muss, weil danach das Essen nicht mehr geschmeckt hat.

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Statistik kann alles beweisen .. man kann die Grenze was ist Armut und was nicht hoch setzen, und sagen wir das untere Drittel der Einkommensbezieher als "arm" definieren. 

Kinderarmut hört sich immer so böse an, wie kann die Gesellschaft sowas zulassen ? .. Aber wenn man Einzelfälle kennenlernt, dann sind das häufig durch Krankheit oder Sucht überfordertet Alleinerziehende .. mit mehr Geld ist da nicht getan, und mehr Kinder ins Heim ist auch keine Lösung. Es gibt da wie so oft keine einfache Lösung für komplizierte Probleme.

Übrigens ist der Anstieg der Kinderarmut in der Statistik der letzten Jahre durch die Flüchtlinge verursacht .. die leben nun mal nicht im Luxus, sondern von Sozialhilfe. Und damit fallen alle Kinder unter die Definition "Kinderarmut"

Wie man allenthalben aus AfD-Kreisen hört, leben die "Asylanten" in Saus und Braus und das Geld fehlt, um biodeutsche Kinder durchzufüttern.

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