20 % Überlebenschance = wirkliche 20 %

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10 Antworten

Hallo Isall09!

Zunächst mal: Das tut mir sehr leid und ich drücke Deinem Opa beide Daumen!

Weißt Du, es ist noch gar nicht soo lange her, da hätten die Ärzte einfach gesagt: "Es sieht nicht so gut aus aber wir wollen das Beste hoffen"...

In der heutigen Zeit wird alles ganz "wissenschaftlich" ausgedrückt, was nicht unbedingt von Vorteil ist...^^

Aber selbst 20% sind eben 20%! Einem jungen Freund von mir haben sie vor zwei Jahren gesagt, er würde ganz sicher das Jahresende nicht mehr erleben, inzwischen ist er wieder topfit! Es kommt auf den Lebenswillen an, glaube ich, zumindest macht der eine Menge aus!

Mach' Dir keine falschen Hoffnungen aber gebe die Hoffnung nicht auf! Und wenn Dein Opa so weit weg lebt, hast Du die Nachricht bestimmt über Dritte bekommen und nicht direkt mit dem Arzt gesprochen. Vielleicht solltest Du das versuchen: Den behandelnden Arzt direkt ans Telefon bekommen!

Ich wünsche Euch Glück!

Liebe Grüße vom Beutelkind

Isall09 21.08.2012, 22:22

Er wurde noch letzte Nacht operiert, der behandelnde Arzt sagte, die Operation sei gut verlaufen, für die Zukunft kann er aber keine Prognose nennen. Er liegt weiterhin im Koma, hat aber zumindest einmal kurz seine Hand bewegt.

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Beutelkind 24.08.2012, 20:49
@Isall09

Das klingt doch gut! Kannst Du ihn vielleicht - besuchen?! ...Lieben Dank für den Stern Isall09!

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Eine Prozentzahl kann in so einem Fall nur eine subjektive Schätzung des Arztes sein. Grundsätzlich gilt bei Komapatienten: ALLES ist möglich, - wie Norbert ja sehr eindrucksvoll in seinem Kommentar beschrieben hat.

Deshalb gib die Hoffnung nicht auf und wenn du ihn nicht besuchen kannst, dann könnte ihm ja vielleicht mal jemand ein Telefon ans Ohr halten damit er -möglicherweise- deine Stimme hören kann !? Das geht natürlich erst wenn sich sein Zustand einigermaßen stabilisiert hat, könnte ihm dann aber guttun und somit helfen.

Vor einiger Zeit habe ich einen Bericht gehört (kurz danach auch eine Fortbildung zu dem Thema gemacht) wo es hieß, dass schätzungsweise jeder dritte oder vierte Koma-Patient bei vollem Bewußtsein ist, also alles mitkriegt was in seiner Umgebung vorgeht und nur nicht in der Lage ist, sich zu äußern. Das wurde auch von denen bestätigt, die wieder wach geworden sind. Es lässt sich aber niemals voraussehen ob und wann ein Komapatient wieder aufwacht.

Ob und wie weit dein Opa eine Chance hat, wieder gesund zu werden hängt nat. vor allem von seinen inneren Verletzungen und von seiner Kondition ab - wenn er im Alter noch so fit war auf einen Baum zu klettern scheint er ja sehr rüstig zu sein - wenn er außerdem sehr schnell behandelt wurde ist das ebenfalls positiv. Leider kannst du im Moment erstmal nur abwarten :/.

Alles Gute deinem Opa und dir !!!

Die Ärzte sind in ihren Prognosen schon ziemlich realistisch - aber Wunder können sie nicht vollbringen.

Als meine Tochter im Koma lag, sagte mir der Arzt, dass sie das nicht überleben würde. Und er hatte damit leider recht. Ich fand das damals sehr brutal. Aber dennoch wahrscheinlich besser, als wenn falsche Hoffnungne geweckt worden wären.

Und 20 % sind gar nicht mal soooo schlecht.

Ich denke mal, dass Ärtze verpflichtet sind, den angehörigen die Wahrheit zu sagen.

FloBaRM 20.08.2012, 21:17

Sie sind dazu verpflichtet, ein Leben solange zu erhalten wie möglich.

Die einzigsten Menschen die Lügen dürfen, sind Ärzte und Sanitäter. Gemäß nach dem Motto, es wird alles gut werden.

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leider schummeln sie an dieser Stelle nicht , die Ärzte. Ich drücke deinem Opa die Daumen , die Hoffnung stirbt zuletzt ! sagt man . Das solltest du auch tun, nicht die schlechtesten Dinge befürchten , lieber hoffen das er stark genug ist , das er wieder auf die Beine kommt. Alles gute dir und deinem Opa.

leider kann das auch der arzt nur schätzen, garantieren kann das niemand.

tut mir sehr leid für deinen opa, ich drücke die daumen, dass er es schafft. besuch ihn so oft du kannst und erzähl ihm einfach alles, was dir einfällt. mit sicherheit spürt er deine gesellschaft und das tut ihm gut.

Isall09 20.08.2012, 21:18

Er ist leider in einem anderen Land 1200 km von mir entfernt =(

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wenn der arzut das in einem solch ernsten fall sagt, dann sollte man hoffen das es auch stimmt. der wird dich nicht belügen!

viel glück =)

Ich drück deinem Opa die Daumen.

Norbert1960 20.08.2012, 21:52

• Hallo ... ein Koma ist für den Körper des Patienten von Vorteil, da alle "Aggregate" Organe runtergefahren werden, also auf absolutem Notbetrieb gehalten werden. Energiesparend, den Körper mit seinen Hauptfunktionen erhalten ...

Ich habe in meiner Komazeit sehr viel durchlebt, geträumt und etliche Wahrnehmungen gehabt. Oft und viel habe im Internet Berichte zu diesem Thema gesucht, aber nicht so wirklich was Passendes gefunden. Bei etlichen Tassen Kaffee, habe ich mal all´ diese Erfahrungen und Träume während meiner Zeit im Koma (Anfang Dez. 2007 - 15.Jan.2008) aufgeschrieben, bzw. bin noch dabei alles zu vervollständigen. Denn es ist schon merkwürdig - alle diese Träume und Wahrnehmungen kann ich heute noch, wie in einer "Videothek" abrufen. So realistisch, aber auch abgedreht, das war und ist schon richtig beunruhigend und unheimlich. Auch heute, wenn man davon jemanden erzählt, bekommt man immer wieder eine Gänsehaut.Wenn man sonst am Morgen, nach eine Nacht mit Träumen, wach wird.... ist das Geträumte meistens schon verflogen. Aber diese Träume und es waren sehr viele, sind immer noch unverändert im "Speicher" vorhanden. Nun würde mich natürlich interessieren, ob jemand auch irgendwelche Erfahrungen zu diesem Thema gemacht hat, oder davon berichten kann. Ich glaube und bin überzeugt, es ist bestimmt spannend, zu lesen wie andere Beteiligte, ob Patient, oder Angehörige das erlebt haben. Genaue Erzählungen der vielen Träume, würden hier zu weit führen, aber wer Interesse hat kann mich gerne mal hier oder per Mail anschreiben. norbert-grommisch (at) arcor(dot) de Über Antworten und ähnliche Dinge zu diesem Thema, würde ich mich sehr freuen, denn so eine richtige Plattform, habe ich da noch nicht gefunden. Träume und Wahrnehmungen in der Komazeit Teilweise bestimmt durch die hohen Dosierungen der Medikamente ausgelöst. Anfang Dezember 2007 bis 15. Januar 2008 (Noch nicht in chronologischer Reihenfolge) Auch kommen hier bei der Niederschrift, sind oft noch einzelne Details, welche dann auch sehr komplex, mit den verschiedenen Traumphasen in Verbindung stehen. Genau so sind einige Dinge in diesen Träumen, sehr eng miteinander verknüpft, oder ergänzen und erklären sich dann in späteren Träumen erst. Auch Gespräche mit Besuchern, welche mit einem „reglosen Körper“ versucht haben Kontakt aufzunehmen, haben einige Vorkommnisse in diesen Träumen erklären können Beginnen möchte ich mal mit einem kleinen Bericht, wie es überhaupt zu dieser Sache gekommen ist.Denn so kann man auch den Rest, meiner Meinung nach, besser verstehen und einen kleinen aber eindrucksvollen Blick in diesen Zustand „Koma“ gewinnen. Vielleicht erreiche ich auch Menschen, welche etwas Ähnliches in ihrem Leben erlebt haben und sich somit einige Erlebnisse, oder Träume erklären können. Wichtig aber auch für die Angehörigen, welche wissen sollen, dass Gespräche, wenn auch nur Monologe, so wichtig sind. Dieses kann ich aber nur für meine Situation erklären, denn wie es bei anderen Patienten ist und war, kann ich leider nicht berichten. Ich beginne im Oktober 2007, als ich wie jeder schon mal, einen Termin bei meiner Zahnärztin hatte, welche mit einer umfangreichen Behandlung, das Zahnproblem lösen konnte.Für den Notfall, gab sie mir 3 Tabletten mit, falls doch noch Schmerzen auftauchen sollten. Wie es dann auch kommen musste, kamen am Abend sehr starke Schmerzen und schon nach einer Tablette, welche ich dann nahm, waren sie fast weg und alles schien in Ordnung. Bis dann die nächste Zahnbehandlung am 1. Dezember 2007 folgte. Wieder das Gleiche und am Abend kamen dann ebenso Schmerzen, welche absolut unerträglich waren. Auch, wie schon 2 Monate vorher, nahm ich einer der Tabletten, spülte sie mit einem Glas Wasser herunter und verließ dann das Zimmer, um im Nachbarraum eine Tür zu schließen. Doch hierzu kam es erst nicht, da ich merkte, wie mir meine Luft und der Kreislauf zu schaffen machte. Ich kippte um und kann mich nicht mehr erinnern, wie es dann weiterging. Der herbeigerufene Notarzt, war laut Erzählungen, sehr schnell vor Ort und im Rettungswagen, wurden dann alle lebenserhaltenden Maßnahmen, vor der Haustür, eingeleitet. Nach der Stabilisierung zur Transportfähigkeit, welches ewig dauerte, wie man mir dann erzähte, wurde ich in die Intensivmedizinische Abteilung des Marienkrankenhauses in Ludwigshafen eingeliefert. Komplett verschlaucht (Luftröhrenschnitt) und verkabelt, konnte mich meine damalige Partnerin, dann in der Intensivstation, erstmalig am 2. Tag nach dem Vorfall besuchen. Sie berichtete mir nach der Zeit im Koma, über die Besuche ihrerseits. wo es auch, über die ganze Zeit, mehrere Versuche gab, mich daraus zu erwecken, was aber nicht funktioniert hat. Aus und durch diese intensiven späteren Gespräche, ließen sich etliche Traumsituationen lösen und erklären. Da meine Besucher den Versuch einer Kommunikation immer wieder erneut gestartet haben. Soweit mal hier aus Köln

Norbert

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Terezza 20.08.2012, 23:21
@Norbert1960

Sehr interessanter Kommentar - du hättest das als Antwort einstellen sollen, die erscheint dann bei den entsprechenden Suchwörtern auch bei Google. Deine Erfahrungen dürften viele Menschen interessieren.

Und man könnte dir DH`s geben, wenn es eine Antwort statt einem Kommentar wäre :) vielleicht kopierst du das Ganze nochmal und stellst es als Antwort ein.

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mishiko 21.08.2012, 01:06
@Norbert1960

lieber norbert!

die @terezza, hat vollkommen recht! von mir e.gedankenstern!und ein DH! LG von der mishiko'

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Beutelkind 21.08.2012, 18:12
@Norbert1960

Hallo Norbert!

Ein wirklich sehr beeindruckender Kommentar! Warum gründest Du nicht ein eigenes Forum und sammelst Berichte zu diesem Thema?! Ich könnte mir vorstellen, das Thema interessiert/betrifft einige Menschen!

Liebe Grüße vom Beutelkind!

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Beutelkind 21.08.2012, 18:15
@Terezza

Hallo Terezza!

Norbert hat zu diesem Thema schon einige gute Antworten gegeben - allerdings leider nicht immer Daumen dafür erhalten...

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also von 100 vom Baum gefallen Opas würden 20 überleben. Ich mag keine Statistiken, wenn´s um sowas geht. Drücke Deinem Opa die Daumen!

das ist meistens wirklich so aber warum klettert dein opa auf bäume?

Isall09 20.08.2012, 21:19

Äste stutzen?

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