2 Stunden Vollnarkose gefährlich?

8 Antworten

Hallo,

keine Angst vor der Narkose! Der Anästhesist beantwortet erstens noch alle deine Fragen und er ist während du operiert wirst, die ganze Zeit in deiner Nähe. Du wirst sorgfältigst überwacht, die Narkosemittel werden genau auf dich abgestimmt und dementsprechend dosiert. Wichtig dafür ist allerdings, dass du alle Fragen, die dir der Anästhesist stellt, bzw. die du auf dem Anästhesiebogen ausfüllt, wahrheitsgemäß beantwortest. Es werden dort auch Fragen nach Größe, Gewicht, Kaffeekonsum, Alkohol, Nikotin, sonstige Drogen, Medikamente (auch solche, die in der Apotheke ohne Verschreibung verkauft werden!!!) gestellt. Manche Leute sind dann so dumm, schämen sich und machen falsche Angaben. Dabei ist es dem Anästhesisten völlig egal, wie du dein Leben lebst. Er braucht diese Angaben, um die Narkosemittel richtig dosieren zu können und deine Kreislaufsituation richtig einschätzen zu können. Bekommt er da falsche Angaben und es kommt zu einem Zwischenfall, ist das Geschrei hinterher groß, nur ist man dann ganz allein selbst schuld, wenn etwas schief läuft. Wenn du aber alles ordnungsgemäß angibst, bist du auf der größtmöglich sicheren Seite.

Vor Nachwirkungen musst du dich bei dieser relativ kurzen Narkose auch nicht fürchten. Ich habe schon viele, sehr viel längere Narkose hinter mir und es gab kaum je Nachwirkungen. Auch bei meiner längsten, die über 9 Stunden dauerte, gab es keinerlei Probleme.

Du musst dir wirklich keine Sorgen machen! Lies bitte keine Schauergeschichten mehr im Internet, sondern geh entspannt und zuversichtlich an deine OP heran. Das ist die beste Voraussetzung für gutes Gelingen - neben einem ruhigen Händchen des Chirurgen! ;-)

Liebe Grüße und alles Gute

Lilly "Tanzistleben"

Da kann ich auch von professioneller Seite kaum etwas ergänzen. Man darf sicher nicht erwarten, dass es sich hinterher total super anfühlt, man kann schon mal ein bisschen durcheinander sein und sehr müde, aber wenn es gut gemacht ist, dauert diese Phase nicht lange und auch die Schmerzen durch die OP selbst haben die Kollegen im Aufwachraum meist auch schnell und gut im Griff. Insofern: Kopf hoch und keine Furcht.

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@DorktorNoth

Danke für das indirekte Lob! Die Müdigkeit danach und das bisschen "Benebeltsein", habe ich übrigens noch nie als belastend empfunden, sondern ganz angenehm, wenn man noch so vor sich hin dösen darf - ganz subjektiv aus meiner Sicht als Patient. ;-)

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Hallo!

Die Narkose ist heute relativ ungefährlich (statistisch gesehen). Eine örltiche Betäubung ist nicht wesentlich ungefährlicher.

Klar verstehe ich deine Angst. Aber Angst solltest du besiegen - zu der Narkose wird es wenige Alternativen geben. Und ich bin sicher, der Grund für die Narkose (Zahnklinik?) lässt sich auch nicht aussitzen.

Meine Kinder hatten als sie klein waren 4 und 6 Jahre alt, noch ca. 1h Halluzinationen nach der Narkose. Die waren aber harmlos, sie sprachen von Farben und Musik, und sie hatten keine Angst.

Alles Gute!

Vor den Op, wie Du schreibst, wird dir der Arzt sagen was gemacht wird. Es werden Dir auch Dokumenten ausgehändigt die Du ausfüllen musst z.B. über deine Patient Vorgeschichte (Krankheiten, Medikamenten, Lebensweise). Sei ehrlich dabei und verschweige Nichts.

Dazu gibt es Voruntersuchungen die dazu nötig sind um die Narkotisierung auf Dich ab zu stimmen und um zu prüfen ob Du fit genug bist.

Es ist kein Geheimnis dass jeden chirurgische Eingriff mit Risiken verbunden ist.

Aber, bei der heutige Stand des Wissens, ist es wirklich ein gorßes Pech wenn man Kurpfuscher zum Opfer fällt.

Anesthesiker sind dabei extrem vorsichtig und das ganze OP wird streng überwacht.

Mache Dir keine Sorgen. Kooperiert so gut Du kannst mit die Ärzte und es wird gut gehen.


Du meinst Anaesthesisten.

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@Barbdoc

Ja. Die Übersetzung ist mir nicht besser eingefallen. Danke für die Korrektur.

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