2 Religionen?

27 Antworten

Sowohl das Christentum als auch der Islam betrachten die Hingabe an den Willen Gottes als Grundlage Ihres Glaubens:

Im "Vater unser." heißt es "Dein Wille geschehe"

Islam heißt übersetzt "Hingabe (Unterwerfung) unter den Willen Gottes"

Daher sind Christen per se auch Anhänger des Islam.

Jeder Gläubige trägt einzig und allein selber die Verantwortung dafür, dass sein Denken, sein Wollen und sein Handeln dem Willen Gottes in Einklang steht.

Es ist der Wille Gottes, dass alle Menschen nach dem Tode in den Zustand der Glückseligkeit eintreten, denn Gott ist die Liebe selbst.

Die Voraussetzung ist , dass jeder einzelne in seinem Leben diesen Einklang erreicht.

Dazu gibt Gott jedem Menschen, der sich mit der Liebe Gottes verbinden will Tag für Tag Gelegenheiten Ihm diese Liebe zu zeigen.

Dazu gehört vor Allem die Bereitschaft, die Welt aufzugeben und die Liebe in den Mittelpunkt zu stellen.

Die Verantwortung, ob sein Leben mit dem Willen Gottes in Einklang ist, trägt jeder Einzelne ganz persönlich - er kann sie nicht auf Propheten Gemeinden Pfarrer oder Mullahs abwälzen. Jeder der Menschen zu religiöser Unfreiheit bestimmt , stört die Beziehung und wird das im Jenseits selbst verantworten müssen.

Darüber hinaus ist sind die Religionen unbedeutende, weltliche Angelegenheiten, die eigentlich nicht der Rede wert sind.

Es ist der Wille Gottes dass

Klar kann man das. Seit es Religionen gibt, gibt es auch religiösen Synkretismus. Und das Christentum und der Islam liegen ja theologisch und entstehungsgeschichtlich relativ nah beieinander - lassen sich also eher leicht kombinieren.

Ich selbst kombiniere ein religiöses (für sich schon eklektisches) Hexentum mit Elementen des Buddhismus - und finde, das klappt ganz gut.

... und wie gesagt ist schon mein Hexentum eklektisch - das heißt, ich beziehe mich zum Beispiel auf Gottheiten aus verschiedenen Pantheons.

Natürlich wird es sicherlich viele Angehörige von Christentum und Islam geben, die sich beschweren, wenn Du beide Religionen zusammenbringst - und Du wirst Deine Position wohl zumindest am Anfang in Deinem Umfeld in beiden Glaubensgemeinschaften oft verteidigen müssen. Das ist eben kein sehr ausgetretener Pfad, den Du da beschreitest. Aber wenn Dein Gewissen Dich dazu ruft, sollte das Dein Weg sein.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das ist Vereinbarungssache, je nach dem wie du das ganze auslegst. Rein theoretisch kann es möglich sein, aber dann müsste man erstmal eine Praxis dafür schöpfen. Diese Religionen mögen die Einheit, eine Polykratie zwischen beiden ist wie eine Anarchie mit Hierarchie, ziemlich schwer zu vereinen.

Dadurch das wir Religionsfreiheit haben kannst du ausprobieren was du willst. Wenn du selbst damit glücklich wirst dann passts doch. Gänzlich egal was andere dazu sagen oder davon halten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Als Ehepaar ja. Als Einzelperson nein. Religionsgemeinschaften sind ja keine Parteien. Hier mal eine liberal politische Unterscheidungsbetrachtung:

Von traditionalistischen Randgruppen abgesehen, die dem Konzept des katholischen Staates bis heute nachtrauern, ist es für die katholische Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil selbstverständlich geworden, den Staat und seine säkulare Rechtsordnung anzuerkennen. Analoges gilt für den Protestantismus.
Im Islam und in seinen unterschiedlichen Spielformen sieht das Bild anders aus. Gewiss gibt es moderate Stimmen, die einen demokratiekompatiblen Islam vertreten. Mit der Etablierung von Instituten für islamische Theologie an den deutschen Universitäten ist die Hoffnung verbunden, diese Richtung in der Ausbildung von Imamen und Lehrkräften zu stärken. Aber es gibt auch gegenläufige Kräfte, die nicht zu unterschätzen sind.
Unter dem Begriff «politischer Islam» werden ideologische Spielformen des Islam anvisiert, die – offen oder verdeckt – Prinzipien des demokratischen Rechtsstaats unterwandern. Gerade Predigten durch Imame, die Bildungsangebote von Moschee-Vereinen sowie der islamische Religionsunterricht sind hier genauer in den Blick zu nehmen.

https://www.nzz.ch/feuilleton/politischer-islam-ein-saekularer-staat-braucht-alle-buerger-ld.1598251

Als Ehepaar ja. Als Einzelperson nein. 

Aha. Wenn ich also heirate, kann ich Christ und Moslem zugleich sein. Wenn nicht, dann nur eines von beiden.

Logik?!

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@ser999

Logik resultiert aus Denken. Als Ehepaar kann ein Teil jene Religion üben und der andere Teil eine andere. Klappt es jetzt?

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Ich sag mal so, rein ideologisch gesehen schließen sich beide Religionen gegenseitig aus. Von daher macht es weniger Sinn beiden Religionen anzugehören.

Was den Glauben anbelangt kann man natürlich an mehrere Götter oder Gestalten glauben. Wer will es einem verbieten?

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