2 Liebesgeschichten in einer "Trilogie" geht das?

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4 Antworten

Hey

Also ich finde in erster Linie solltest du dieses Buch schreiben, wie du es möchtest, und nicht je nachdem "ob es Gemecker gibt" oder nicht! Außerdem, wieso sollte es? In fast jeder Liebesgeschichte kommt ein Dritter(/eine Dritte) dazu, sonst hat das Ganze ja auch keine Spannung. Warum sollte es also jemanden stören? Du schreibst diese Geschichte ja nicht, um es ander recht zu machen, sondern um deine eigenen Vorstellung oder Gedanken aufzuschreiben, oder? Und schreib doch einfach mal drauf los und schau, wie es sich entwickelt, du musst ja nicht vorher festlegen, bis zu welcher Stelle was passiert. Vielleicht fällt dir ja beim Schreiben noch was ganz anderes ein, das du gut findest.

Lass dich doch einfach von deinem Gefühl leiten :)

Grüße

Du schreibst diese Geschichte ja nicht, um es ander recht zu machen, sondern um deine eigenen Vorstellung oder Gedanken aufzuschreiben, oder?

Das ist der Knackpunkt. Die meisten Menschen schreiben und möchten irgendwann auch gelesen werden. Will man in einem Genre wie "Romanzen" erfolgreich sein, muß man zumindest ein paar Spielregeln einhalten oder diese geschickt brechen (dazu muß man sie aber auch kennen!). Sonst vergrault man den Leser.

Will ich also ein Liebesdreieck konstruieren, muß ich dem Leser eine Chance geben, die potentiellen Partnerschaften selbst zu bewerten und ihn ein Stück weit in die Richtung dirigieren, in die das Ganze laufen soll. Die Bewertung sollte dabei zugunsten des Charakters ausfallen, der am Ende die Protagonistin bekommt. Natürlich kann der Leser auch gezielt irregeführt werden. Oder man kann ihm am Dilemma zweier gleichwertiger Partner zur Wahl teilhaben lassen, aber auch hier muß ihm früher oder später eine Hauch einer Vorahnung erlaubt werden, der gewählte Partner muß in irgendeiner Form besser zur Protagonistin passen. Geschieht das nicht, ist die Enttäuschung vorprogrammiert und der Leser für zukünftige Romane verloren. Das ist ein so hart umkämpfter Sektor, das kann sich kaum wer leisten.

Soll das alles nie gelesen werden, ist es völlig egal. Allerdings lernt ein junger Autor auch dann mehr, wenn er an ein paar funktionierenden Methoden festhält.

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Folgende Punkte fallen mir dazu ein:

  • Ja, zwei Liebesgeschichten mit einer Protagonistin sind machbar, aber dann sollten sich die Partner deutlich unterscheiden. Auch ein Konflikt der Protagonistin ist nötig.

  • Ich sehe keinen Grund, das Ganze auf 3 Bände zu verteilen, wenn es nicht eine im Vordergrund stehende Haupthandlung gibt, die die Dreiteilung fordert bzw. ermöglicht. Ich würde eher einen die Gesamthandlung überspannenden Handlungsbogen entwickeln. Dann nimmt der Leser dir auch den Partnerwechsel weniger krumm.

  • Ein Erwachsenenroman mit Schülern, das wird schwer. Optimistisch formuliert. Schule, Abschluß, Auslandsjahr, solche Sachen sind für Jugendliche interessant, die auf diese Zeit im Leben zusteuern. Erwachsene haben das entweder schon hinter sich und merken deutlich, wo der Autor phantasiert oder interessieren sich nicht (mehr) für die Thematik. Wenn du deine Protagonisten älter machst, wird das mit der Schule unglaubwürdig. Zudem gerätst du in die Patsche, weil du dann irgendwann über Lebenswelten schreiben müßtest, in denen du dich so gar nicht auskennst, z.B. Uni-Alltag (jedenfalls vermute ich aufgrund der Thematik, daß du noch Schülerin bist).

Hi, also du kannst schon zwei Liebesgeschichten mit der selben HAuptperson schreiben, dass ist überhaupt kein Problem.

Im dritten Teil könntest du ja irgendwie schreiben, dass es zu einer Situation kommt in der die beiden Typen sich treffen oder der aus Portugal wieder auftaucht und versucht sie zurück zu bekommen und sie sich dann entscheiden muss...

ICh hoffe ich konnte dir irgendwie helfen

Mach ruhig 3 Bücher daraus.

Im letzten Teil kannst du zm Beispiel von der Reise der beiden berichten, oder dass es zwischen ihnen nicht geklappt hat und sie alleine weiterreist, vielleicht die Reise mit einer Arbeit (Fotografie?) verbindet und neue Männer kennenlernt, aber sich nicht verlieben will, weil ihre Reise/Arbeit keine längerfristige Beziehung zulässt.

Dramaturgisch wäre es günstig am Ende des letzten Teils zurück zum Startort vom ersten Teil zu kommen, der Schule zum Beispiel. Dort könnte sie ihren ersten Freund wieder treffen, der vielleicht inzwischen an der Schule unterrichtet?

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