2 LAN Ports am PC?

5 Antworten

ich habe ein paar Fragen, die sicher viele von euch beantworten können. Momentan habe ich ein Mainboard mit einem Netzwerkanschluss. Sehr gerne würde ich noch eine extra Netzwerkkarte einbauen

Ist machbar ,kommt auf die Steckslots an wie viele du auf dem Mainboard hast.

Nun stellt sich mir die Frage, ob die Netzwerkkarte den Netzwerkanschluss auf dem Mainboard deaktivieren würde (wie die Anschlüsse auf einem Mainboard, wenn man eine Grafikkarte einbaut) oder ob der Netzwerkanschluss weiter funktionieren würde.

Ist Abhängig vom Mainbaord welches du hast. Nachfragen beim Hersteller im Support ,verschafft Klarheit.Normalerweise sind die On Board Lösungen direkt mit den Lanes des Chipsatzes verbunden .Das bedeutet das selbst bei Nutzung mehrer Netzwerkkarten im PC System keine Beeinträchtigung zu erwarten ist.

Es gibt Mainboards wo es aber dann Deaktivert wird sobald eine andere Nic eingesetzt wird. Daher Mail an den Support vom Hersteller deines "Brettes"

Nun kommt es zu meiner besonderen Situation. Momentan habe ich meinen PC mit DLAN zum Router verbunden. Dadurch ist nur eine Downloadgeschwindigkeit von circa 65mb/s möglich. Wenn ich aber meinen WLAN-Repeater per LAN an meinen PC anschließe, komme ich auf 100mb/s. (WLAN Repeater hat einen RJ45 Port) Da es aber immer noch WLAN ist, ist die Verbindung also nicht so konstant.

Kurzform. Lass DLAN weg ,ersetze die Verbindung durch ein Lan Kabel Cat6e oder 5e

Auch wenn es aufwendig ist zu verlegen. Ohne Probleme können die Leitungen bis zu 40 Meter Lang sein. Es gibt Repeather für Lan die können Strecken von bis zu 2000 Meter ermöglichen und sind da noch Kaskadierbar. Ich glaube nicht das du 10Km vom eigentlichen Router deinen PC aufgestellt hast :-) .

Alternativ ist auch möglich einen Konverter von Kupfer Kabel auf Glasfaser zu verwenden. Am Router kommt Kupferkalbel oder Coax an , geht vom Router auf dein Heimnetzwerk was auch Kupfer Kabel sein sollte. Dann kommt der Konverter der die Signale auf Glasfaser Konvertiert. Dann kannst Glasfaser bis zu 10 Km länge problemlos im Haus verllegen. Vorteil Galvantisch sind die Komponenten getrennt ,Glas leitet Strom nicht nur Lichtsignale.Größere Strecken zu Verbindung sind möglich ohne größere Probleme (abhängig von der Qualität der Glasfaser LWL auch genannt) bis zu 10Km am Stück.

Nun hätte ich die Idee, dass ich meinen PC über einen Anschluss per DLAN und den anderen gleichzeitig per LAN an meinen WLAN-Repeater verbinde. Das Gateway wäre ja bei beiden das gleiche. Nur wie würde der PC reagieren? Würde der PC bevorzugt die schnellere Leitung nutzen und bei einem "Ausfall" auf das DLAN switchen oder was würde passieren?

Kurzform --> Nein

Das TCP(IP Protokoll sieht vor das vor senden der daten eine art Token gesendet werden muss um zu Signalisieren das man aktivtäten machen möchte. Danach Handelt man üer soft Handshaking die Verbindungsleistung und Qualität aus. Erst danach setzt man die Punkte ein und kann so den Datenstrom generieren.

Je nach Qualität und Leistung nimmt der PC dann die Verbindung die am besten ist.

Es gibt Tools mit denen man das Konfigurieren kann wenn man mehr als nur eine Verbindung zum Internet nutzen möchte.

Woher ich das weiß:Beruf – Linux Administrator
Das TCP(IP Protokoll

Es gibt kein TCP/IP-Protokoll. Es gibt TCP und es gibt IP. TCP hat mit der Auswahl der Schnittstelle nichts zu tun, das ist die Sache von IP.

sieht vor das vor senden der daten eine art Token gesendet werden muss um zu Signalisieren das man aktivtäten machen möchte.

Kannst Du das genauer erläutern? Wo genau wird der Token wie eingesetzt? Welches Protokoll ist beteiligt? Was genau bewirkt der Token?

Danach Handelt man üer soft Handshaking die Verbindungsleistung und Qualität aus.

Welches Protokoll handelt die Verbindungsleistung aus? Welche Parameter werden hier berücksichtigt bzw. welche Messgrößen machen die "Verbindungsleistung" aus?

Erst danach setzt man die Punkte ein und kann so den Datenstrom generieren.

Welche Punkte werden wo eingesetzt?

Es gibt Tools mit denen man das Konfigurieren kann wenn man mehr als nur eine Verbindung zum Internet nutzen möchte.

Das wären z. B. welche Tools?

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Nun stellt sich mir die Frage, ob die Netzwerkkarte den Netzwerkanschluss auf dem Mainboard deaktivieren würde

Nein, da wird keine Netzwerkschnittstelle deaktiviert, Du kannst beide nutzen.

Nur wie würde der PC reagieren? Würde der PC bevorzugt die schnellere Leitung nutzen und bei einem "Ausfall" auf das DLAN switchen oder was würde passieren?

Der Rechner analysiert nicht die Verbindungen anhand des tatsächlichen Datendurchsatzes. Generell ist es so: Der Rechner hat für jede Schnittstelle eine Defaultroute (zum Gateway). Hat man z. B. eine LAN-Schnittstelle und eine WLAN-Schnittstelle, bekommt die WLAN-Schnittstelle eine höhere Metrik. Damit wird die LAN-Schnittstelle bevorzugt, die WLAN-Schnittstelle würde nur verwendet, wenn die LAN-Schnittstelle nicht aktiv ist (z. B. deaktiviert oder Stecker gezogen).

Nun hast Du aber zwei LAN-Schnittstellen. Wie das System hier die Metriken setzt, habe ich noch nie ausprobiert. Wenn sie unterschiedlich sind, wir die Schnittstelle mit der niedrigeren Metrik verwendet. Wenn sie gleich sind, wird zumindest in der Theorie eine Lastverteilung durchgeführt. Das dürfte aber suboptimal sein, weil beide LAN-Schnittstellen unterschiedliche Durchsatzraten haben und das Betriebssystem davon nichts weiß.

Die Schnittstellenmetrik kann man übrigens konfigurieren.

Spannende Frage. Ich würde es nicht machen, denn mir würden 65 Megabits im Download reichen. Da ist z.B. eine nette Spielezusammenstellung von 390 Gigbaytes aus dem Netz in 13 Stunden auf meiner Festplatte und fertig.

Ich fahr hier ein ähnliches Setup. WLAN-DSL-Router steht zwei Zimmer und eben durch zwei Wände getrennt von der Kiste hier. Ich habe einen älteren AVM Fritz!Repeater als "WLAN-Brücke" konfiguriert in meinem AVM WLAN Mesh. Der funkt mit der Fritz!Box und gibt dem Switch am LAN-Port die Verbindung zu verschiedenen Geräten. Ich habe konstant 100 Megabits im Download und 50 Megabits im Upload durchgängig. Vielleicht wäre das auch etwas für dich. Die neuen AVM Fritz!Repeater funken sogar noch deutlich besser als der olle 1750E.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Angeblich soll es möglich sein, zwei LAN Verbindungen zu "bündeln" und dadurch vielleicht auch eine höhere Geschwindigkeit zu erreichen. Ich hab da z.B. die Anleitung gefunden

https://de.wikihow.com/Zwei-Internetverbindungen-kombinieren

Hier ist noch eine längere Diskussion zu dem Thema

https://www.computerbase.de/forum/threads/2-internetverbindungen-gleichzeitig-nutzen.693551/

Aber wenn man nicht gerade ein Glasfaserkabel für sich allein hat oder völlig veraltete Netzwerkkarten hat, ist der Flaschenhals auch mit nur einer LAN- oder auch WLAN-Verbindung ohnehin die Leitung zum nächsten Knoten. Bei DLAN kann man Glück haben oder auch Pech, aber dann bringt ein weiteres DLAN nur dann was, wenn beide Verbindungen über getrennte Leitungen (verschiedene Sicherungen, am besten verschiedene Phasen) laufen.

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Wie das Betriebssystem diese Situation handhabt (das entscheidet ja, welches Datenpaket es über welche Netzwerkkarte sendet) kann ich Dir tatsächlich nicht im Detail sagen.

Der Ethernet-Port am Mainboard wird jedenfalls nicht deaktiviert, wenn Du eine Netzwerkkarte in den Rechner einbaust. Du kannst das tatsächlich beides gleichzeitig nutzen und so z. B. den Rechner zwischen zwei Netzwerken routen lassen.

Wie gesagt, wie sich das System verhalten wird, wenn der Rechner "Client" auf beiden Verbindungen ist, kann ich Dir leider nicht beantworten.

Windows Desktop-Versionen reagieren zumeist so, dass die erste erkannte Verbindung aktiv ist und die zweite völlig ignoriert wird.

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@Xandros0506

Gut zu wissen, dass das bei eingebauten Karten so ist. Mit USB-LAN-Buchsen hatte ich das Problem noch nie, da waren immer alle Anschlüsse verfügbar. Ebenso virtuelle Netzwerkkarten von VMWare oder VirtualBox (wobei die Treiber hier von Haus aus entsprechende Konfigurationen mitbringen dürften).

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@PWolff

Ist vielleicht ein wenig unglücklich formuliert.

Es sind alle Netzwerkanschlüsse verfügbar. Betrachtet man, wie Windows mehrere Netzwerkkarten behandelt (ohne Virtualisierung mit VMWare/Virtualbox etc.):
- sind die Netzwerkanschlüsse mit dem gleichen Netzwerk verbunden, wird für den Datenabruf aus dem lokalen Netzwerk oder dem Internet eine Karte bevorzugt und der Rest ignoriert.
- sind die Netzwerkanschlüsse mit unterschiedlichen Netzwerken verbunden, werden die Karten zum Abruf der Daten aus dem jeweiligen Netzwerk genutzt.

In beiden Fällen -> Für den Zugriff auf das Internet wird das Gateway der Karte mit der höchsten Metrik (siehe Beschreibung von franzhartwig) genutzt, alle weiteren Gateways sind irrelevant und werden erst bei Ausfall des primären Netzwerkes herangezogen.
Man kann in Windows-Desktop auch nicht die vorhandenen Karten zusammenschalten, um einen höheren Downstream aus dem Internet zu bekommen. NIC-Teaming/Port-Trunking funktioniert erst in Windows-Server.

Es macht also keinen Sinn, mehrere Netzwerkkarten in z.B. W10/W11 mit dem gleichen Netzwerk zu verbinden. Windows entscheidet sich eben für eine Karte und lässt alle weiteren einfach so ungenutzt mitlaufen. Das wird nicht dazu führen, dass die Leistungen aller Schnittstellen zusammengeschaltet oder ein Loadbalancing gemacht wird.

Wo es noch Sinn macht:
- Man betreibt auf dem Gerät mehrere Serverdienste, die auf verschiedene IPs reagieren sollen. Dabei werden dann aber Daten vom Rechner über andere Clients im Netzwerk angefordert und der Rechner antwortet dann auch über die jeweilige NIC mit der angesprochenen IP. (Also Testplattform; für Produktiveinsatz würde man auf Windows Server wechseln.)
- Auch bei virtuellen Maschinen liesse sich eine zusätzliche Karte an die VM durchreichen, ohne dass die vom Host selbst primär genutzte Karte mitverwendet werden müsste. Hier kann man dann auf NIC-Sharing verzichten.

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