2 Injektor defekt, 300 km dannach ausgetauscht, war es schlimm für Motor( Kolben)?

3 Antworten

Hallo

Injektoren sind Verschleissteile deren Verschleiss/Fehlfunktion wird eigentlich Konstruktiv berücksichtigt aber es gibt noch ein Restrisko vor allem wenn die Besitzer lange mit defekten Teilen weiterfahren. Eher riskant und meist unbeachtet sind abschmelzende Glühstifte.

"Abtropfender" Diesel ist für denn Kolben kein Problem es gibt je nach Kolbenform die Möglichkeit von Dieselnestbildung mit länger Nachbrennphase aber das setzt dann zügig denn Russfilter zu und der Motor geht in die Russverbrennung oder Notlauflösung. Der Diesel tropft ja nur wenn der Motor läuft bzw die Restdruckmenge nach dem abstellen hoch genug ist und das geht zum grossen Teil in die Leckleitung. Und selbst wenn man Diesel auf einen Alukolben tropfen lässt dauert das Jahre bis die Tropfen den Kolben "angegriffen" haben. Der Kolben istz ja für hohe Drücke bei Verbrennungstemperatur ausgelegt dagegen sind Dieseltropfen aus maximal 10cm Höhe abfallend nicht mal ein Streicheln. Ungünstig ist wenn defekte injektoren einen Dieselstrahl mit über 500 Bar auf den Kolben schiessen, woanderst ist das eine Industrieanwendung zum zuschneiden von Stahlblechen. Sprioch da frisst der dsienstrahl eine Nut in denn Kolben bzw schiesst evtl auch denn Kolbenboden durch dann hat man meist wenige Sekunden später einen massiven Motorschaden mit viel Aluminiumbrössel.

Das Problem von unverbanntem Diesel ist die Ölverdünnung in der Kolbenringzone bzw vom gesamten Motoröl. Diesel hat aber Notschmiereigenschaften ist also nicht so kritisch wie Benzin. Aber Dieselmotore haben nach 1990 immer "fragilerere" Kurbeltriebe bekommen also schmallere Lagerbreiten und kleinere Zapfendurchmesser. Das erhöht die Leistung, senkt denn Verbauch, die Emissionswerte und das Motorgewicht aber erfordert extrem hohe Ölqualitäten bzw erlaubt keine Ölverdünnung. Es gibt jede Menge Dieselmotore auch von Premiummarken aus Süddeutschland die ab 200-300000km trotz Langstrecke bei optimaler Pflege/Wartung Öldruckprobleme in der Lagergasse bekommen und neue Lagerschalen brauchen. Bei ungewarteten Kurzstreckenautos kommt das schon ab 100000km. Gut die Werkstätten kennen das Problem und machen denn Job im "Halbschlaf" und meist ist dann eh ein Tauschmotor angesagt weil die Zylinderköpfe auch nicht ewig halten und es immer weniger Mechaniker gibt die das können bzw dürfen.

Wenn der Injektor demontiert ist kann man durch das Loch denn Brennraum Boreskopieren/befunden. Wenn die Kompression OK ist und der Brennraumbefund im Üblichen der Laufleistung ist gibt es keinen Grund für weitere Arbeiten und selbet wenn der Kolben eine "Blankstelle" hat und die Zylinderwände riefig sind ist es schwer zu rechtfertigen deswegen denn Motor zu überholen oder einen Tauschmotor zu verbauen vor allem werden die meisten Kunden deswegen Zeter und Mordio lostretten mit Zweitmeinung und/oder Unabhängigen Gutachter. Dann steht alle vor dem Motor und begutachten das selbe Problem und kommen zu dem Ergebnis das es "Ansichtssache" ist und man erst durch zerlegen und Messen auf Facktenentscheidungen kommen kann bzw abklären kann wer das denn bezahlen darf/muss.

Motoren halten nicht ewig, Motorenverschleiss ist normal und wird nicht von Gewährleistung oder Garantie gedeckt. Abnutzung ist der Normazustand bei einer Sache im Gebrauch.

Wenn der Injektor zerbrösselt und Bauteile im Brennraum gefallen sind kann man evtl. denn Herstsller des Injektors in die "Zange" nehmen aber nur wenn der eine Mangelware geliefert hat. Das Spiel habe ich jahrlang bei Daimler Schrempp Motoren mitgemacht und während Daimler immer erklärt hat das wäre das Problem von Bosch, Lucas oder Denso haben diese Firmen immer erklärt es wäre das Problem von Daimler. Bosch hat dann meist wenigstens neue Injektoren und anteilig Arbeitszeit übernommen aber Lucas oder Denso sind nun mal "arme" US Firmen dennen der End-Kunde scheissegal ist. Aber Bosch musste die letzten Jahre so profitabel werden wie die Konkurrenz also ist Bosch auch nicht mehr dass was es noch unter "Schwabenpower" (Merkle) war.

Als "Werkstatt" hätte ich bei dem Fall vermutlich gleich alle Injektoren erneuert auch wenn 90% der Autobesitzer der Meinung sind das wäre unnötig oder Abzocke, Aber lieber 1 mal Richtig als 2x halb. Vor allem kostet 2xHalb meist das doppelte von 1x Richtig. Aber die Halblösungen haben schon in denn 90ern die Hersteller selber durchgedrückt weil es langfristig besser ist bzw bei Daimler mal die Injektorenbestände so knapp waren das man gar nicht alle hätte erneuern können. Da gabs Taxler die haben jeden Monat einen anderen Injektor getauscht bekommen, da stand die Werks E Klasse meiner Schwägerin über 6 Monate neben der Werksreperatur Untertürkeim weil Daimler die Injektoren aus denn Werkswagen für Kundenfahrzeuge geschlachtet hat.

Hallo. Vielen Dank für deinen Antwort. Du kennst dich damit aus. :) Ja bei mir haben die Kompression geprüft und laut Meister "wie neu" und jetzt habe ich 2 neue Injektoren bekommen. Endoskopiert haben die nicht. Ich habe nur angst das bald Kolben durch ist weil ich mit defekte Injektoren gefahren bin. Dazu haben die mir auch AGR ventil erneuert. Laut Meister war sehr verkokt. Heißt jetzt das mein DPF bald zu geht weil ich mit defekte Injektoren und verkoktem AGR 300 km gefahren bin? Ich habe jetzt sehr viel Geld in meinem Benz investiert und habe große Angst dass noch was jetzt kaputt geht dann wäre das für mich finanz. Krach. Das Auto hat 180 tkm drauf...

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@Roki555

Plus ich hatte Klopfende Geräusch aus Motorraum dazu Leistungsverlust und trotzdem ich "IDIOT" 300 km gefahren bin. Daher habe ich mich wirklich gewündert als mir Meister sagte dass der Motor immer noch ok ist...

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@Roki555

Hallo

Daimler baut im Prinzip immer noch "solide" Motoren, es gibt immer noch jede Menge Russen, Afrikaner, Asiaten die einen Altbenz kaufen wenn auch Autos nach 1995 relativ schwer exportierbar sind weil zuviel Rost, zuviele Elektrikprobleme, zuviel Elektronic und zuviel billiges Plastik.

Eine Daimler Werkstatt hat Injektorprobleme täglich auf dem Hof stehen das heisst die kennen sich mit dem Problem und Folgeproblemen aus und die haben Werksunterstützung bzw Werksanweissung.

Wenn der Injektor komplett am Stück rauskommt ist auch nichts im Brennraum und wenn was drin ist wird es bei der Kompressionsprüfung rausgeschleudert.

Borskopiern machen halt die peniblen Handwerker die sicher gehen wollen oder Motorsinstansetzer die auch genua Wissen was man da sieht und wie man das einschätzen kann/muss. Mechatroniker sind damit überfordert bzw sehen meist keinen Sinn in so einer Aktion, macht nur Probleme und schlaflose Nächte. Das ist ein "Bauerndiesel" der maximal 5000/min dreht und kein Hochleistungssportmotor der 10000/min dreht.

DPF und AGR sind Problemzonen aller Dieselmotore und funktioniern nur bei Langstrecke, regelmässigen Ölwechsel und gepflegtem Fahrstil bzw nur auf einem Rollenprüfstand. Die Injektoren waren wohl schon länger nicht mir OK, als Folge hat es die AGR zugesetzt bzw denn DPF zugesetzt. Normalerweise sind die Systeme "selbstreinigend" und wenn das nicht mehr tut wird bei Daimler das Bauteil erneuert und man hat dann wieder einige Monate Ruhe zumeist reicht es über die Gewährleistungsgrenze der Reperatur.

Bei AGR/DPF Zusetzung sollte eine Werkstatt die Ursache ermitteln also die Einspritzung prüfen aber das kostet Zeit/Geld und meistens ist das Probelm das die Kunden nur Kurzstrecke fahren und eine Langzeitölwechselinterval mit teuerem Langzeitöl verkauft bekommen. Damit gibt es dann alle 2 Jahre zum TÜV eine Inspektion. Das funktioniert super solange die Autos unter 5-7 Jahre alt sind aber ab 100000km macht sich der Verschleiss bemerkbar und man sollte auf Jahersölwechsel mit "billigerem" öl umsteigen. Aber das ist umstritten man muss nur mal ein paar KFZ Meister privat befragen was für Autos die fahren und welches Öl die da reinfüllen aber die sitzen auch meist an der "Quelle" da ist ein Ölwechsel kein Problem.

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@IXXIac

Danke nochmal für die Antwort. Kannst du mir jetzt kurz und knapp sagen: das AGR war verkokt, das Auto hat keine Leistung gehabt, klopfgeräusche aus Motorraum. Ich bin so 300 km gefahren bis in Werkstatt. In Werkstatt haben die auch festgestellt dass zwei Injektoren falsche Werte haben. Da ich so 300 km gefahren bin, war ich 100%sicher dass ich Motorschäden habe. Dann hat der Meister angerufen und sagte Problem war AGR und zwei Injektoren. Jetzt läuft das auto. Kompression ok. Alles wunderbar Kann sein dass noch was Kaputt ist oder bald kaputt wird was Werkstatt übersehen hat weil ich so 300 km gefahren bin.. danke im Voraus

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Das Problem, wovon Du gehört hast, betrifft mehr ältere Dieselmotoren mit Einspritzdüsen und da bewirkt es hauptsächlich eine intensive Russbildung.

Bei Injektoren kommt die Frage, Was genau an denen kaputt war. Eigentlich untypisch, während der Fahrt gleich Zwei gehabt zu haben. Bei Denen sind einige Fehlerbilder möglich und einige Folgeschäden. Darunter auch ein durchgebrannter Kolben denkbar, allerdings dürfte nun allenfalls der Kolben angegriffen sein. Wenn Kompression da war, ist nicht damit zu rechnen dass der Kolben in nächster Zeit vollends durchbrennt wenn der Fehler durch andere Injektoren behoben wurde.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo also Kolben dürfte jetzt leicht angegriffen sein ? oder wäre Kolben angegriffen gewesen wäre Kompression nicht da gewesen. Welche habe ich jetzt richtig verstanden? Danke dir :)

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@Roki555

P.S. ich weiß nicht was an Injektoren kaputt war aber ich hatte Leistungsverlust und starke Motorschütteln beim beschleunigen... ebenso klopf Geräusche aus Motorraum beim beschleunigen

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Hallo Roki555 !

Wenn Du nicht die ganze Strecke Vollgas gefahren bist, dürfte da nichts passiert sein!

Viele Grüße 👋

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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