2 Fragen zum Springreiten

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

1. Sie prägen sich nicht nur die Reihenfolge ein (falsch geritten führt sie zur Disqualifizierung) sondern auch wie der Boden ist (rutschig, hart...) wie gross der Abstand zwischen 2 Hindernissen ist (durch das Training kennen sie, wie gross ein Galoppsprung ihres Pferdes ist, können also einschätzen wie viele Galoppsprünge das Pferd braucht, bis es abspringt) - wenn sie den Abstand wissen, dann können sie das Pferd besser regulieren, also entweder stärker antreiben oder eben zurückhalten.... und sie sehen, ob es irgendwelche Unebenheiten im Boden gibt.

2. In freier Wildbahn springen Pferde, wenn sie es nicht anders können.... oder aber, aus übermut und Freude. Kleine Hindernisse sind kein Problem, wenn man es aus purem Spass macht und keinen Druck aufs Pferd ausübt, dann kann es dem Pferd auch Spass machen. Hohe Hürden, wie sie bei schweren Turnieren vorzufindn sind, sind NIE pferdegerecht!!! Denn solche hohen Sprünge wirken sich massiv auf die Gesundheit der Pferde aus: Sehnen- und Beinschäden, Wirbelsäulenschäden .....
Bedenke: ein Pferd wiegt etwa 600-700kg. Bei der Landung nach dem Sprung wirkt etwa das doppelte bis 3fache auf die Beine!!! Und Pferdebeine sind nun nicht gerade stämmig...

Auch gibt es gewisse "Methoden" um Pferde dazu zu bringen, höher zu springen: Die Beine werden mit Salben eingerieben, die absichtlich die Haut reizen. Sobald sie dann mit den Beinen die Stangen des Hindernisses berühren, verspüren sie starke Schmerzen - aus Angst vor dem Schmerz nehmen sie die Beine dann höher. NICHT weil es ihnen Spass macht! Weitere Methode bzw auch aufbauend auf die vorhergehende: Mit (Eisen) stangen gegen die Beine des Pferdes schlagen, wenn es springt! Wirkung ist die gleiche!

Fazit: Lockeres Springen über kleine Sprünge ist okay, solange das Pferd freiwillig mitmacht. Turniersport dagegen - nein!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von BlackRaven88
21.10.2012, 13:38

Danke fürs Sternchen!! :-)

0

Es wurde ja schon vor mir erwähnt:

es ist wirklich so, dass die Reiter sich den ungefähren Ablauf des Parcours einprägen und meistens auch die Abstände einprägen und wie sie die Hindernisse anreiten bzw. koordinieren müssen. Meistens wird nach dem Ablaufen des Parcours noch ein Mal Rücksprache mit dem Trainer/ der Trainerin gehalten um auf wichtige Einzelheiten und vielleicht den ein oder anderen Schwachpunkt einzugehen.

Außerdem um deine zweite Frag zu beantworten: das ist unterschiedlich. Vor allem aber hängt es sehr davon ab, wie die Besitzer ihre Pferde behandeln. Es gibt z.B. Pferde, bei denen sieht man, dass sie einfach keine Lust haben, es aber eigentlich super können und die werden auch super behandelt. Dann gibt es aber Pferde, bei denen man eindeutig merkt, wenn sie nur aus Angst vor der Peitsche oder Strafe durch ihren Reiter über die Hindernisse hinwegziehen. Was mir immer auffällt sind aber auch Pferde, die, wenn sie keinen Bock haben, legen den "Propellorschweif" auf. Ich denke, man weiß, was das ist und wenn nicht kann man es sich herleiten. Bei den größeren Pferdeshows und Turnieren werden die Pferde von klein auf auf den Turniersport "getrimmt", wobei ich es nicht immer unbedingt soooo furchtbar finde, wie es immer dargestellt wird. Aber in einzelnen Fällen gibt es natürlich ein paar ehrgeizige Züchter, Trainer, oder Reiter. Ist wie bei Kindern und ihren Eltern...

LG Sam

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also ich hab das immer gemacht, damit ich weiß wie ich die Hindernisse nehmen muss also von welcher Seite, in welcher Reihenfolge, wann ich ca abspringen muss... Und mein Pferd mochte es glaube ich weil er immer sofort hellhörig wurde wenn er Hindernisse gesehen hat :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
  1. Das mit. Den Schritten ist wegen den Galoppsprüngen, das man weiß wann man das Pferd halten muss u.s.w.
  2. Glaubst du das Pferd würde springen wenn's ihm keinen Spaß macht? Das vorher auspeitschen würde da überhaupt nichts bringen da Pferde ganz anders denken als Menschen Glg
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

eins.. um sich den ablauf einzuprägen zwei im gelände macht es spaß aber nich auf dem platz mit kurzen zügeln spitzen sporen und harten sprinpeitschen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Viox3
20.10.2012, 00:05

Hallo?! Nur weil ein paar Springreiter mit kurzen zügeln spitzen sporen und harten sprinpeitschen reiten, heißt das ja nicht, dass das alle machen! 1. Man muss sein Pferd in einer gewissen Versammlung reiten, sonst kommt man gaanz schnell mit den Gallopprüngen durcheinander, und damit ist keinem geholfen. Und wärend dem Sprung werden die Zügel ohnehin vorgegeben, dass das Pferd sich strecken kann! Außerdem dienen die Zügel (nicht nur beim Springen) dazu, dass das Pferd sich daran anlehnen kann, und so mit der Hinterhand aktiv untertritt. Lässt man sein Pferd nicht untertreten, kann es häufig zu Rückenproblemen kommen 2. Spitze Sporen gibt es eig nur im Westernreiten (und auch keine Spitzen, sondern halt so runde...), die "englischen" Sporen sind stumpf. Sporen dienen dazu, die triebende Hilfe des Beins zu verfeinern, weil das Pferd abstumpft, wenn es immer nur auf Schenkel geritten wird. 3.) Die Gerte (Peitschen sind die Dinger, die man zum longieren verwendet) wird scchonend eingesetzt, und kein normaler Mensch wird sein Pferd da halb tot prügeln. Meistens wird das Pferd auch nur angetippt!

Natürlich gibt es immer Idioten, die meinen, ihr Pferd auf Rollkur reiten zu müssen, und dabei das Pferd mit ihren Sporen aufspießen, aber man kann von den paar nicht auf alle Springreiter schließen! -.-

Bevor man was schreibt sollte man sich halt informieren!

0

Was möchtest Du wissen?