1monatige Nachversicherung bis zum Dualen Studium?

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1 Antwort

Du bist nachversichert, ob Du zahlst oder nicht.

Das heisst aber nciht, dass dadurch die Zahlungsverpflichtung entfiele. Es heisst nur: Du bist auch versichert, wenn Du gesetzwidrigerweise nicht zahlst.

Wenn Du nicht zahlst, entsteht einfach eine Beitragsschuld, da Versicherungszwang in Deutschlan seit 2007 besteht.

Schulden aus GKV-Beiträgen verzinsen sich mit 5 Prozent pro Monat (!) Es laufen also schnell irre Schuldenberge aus einer eigentlich lächerlich kleinen Summe auf.

Wenn man in keiner Arbeit und auch in keinem Studium ist, kann und soltle man ALG beantragen. ALGI oder ALGII, je nachdem, welchen Anspruch man hat. Dann wird auch die KV vom Sozialleistungsträger bezahlt.

Erst mal danke für die Antwort. Hilft mir erstmal auf jeden Fall weiter doch gleichzeitig wirft es auch wieder mehr fragen auf.

D.h. also wenn ich diesen Monat nicht zahle, wird die Krankenkasse irgendwann an meine Türe klopfen und den Beitrag einklagen?

Ok, sprich ich gehe morgen direkt zur Arbeitsagentur meines Vertrauens und melde mich arbeitssuchend obwohl ich nicht die Absicht habe den Monat zu arbeiten? "Bescheiß" ich den Staat da nicht ein wenig? Oder reicht es einfach schon wenn ich als arbeitssuchend vermerkt bin, dachte nämlich das wird nochmalig geprüft & ich habe ja schon einen weiteren Vertrag mit meinem Unternehmen, jedoch eben erst für Oktober..

Alles sehr sehr verwirrend für Neulinge wie mich, trotzdem VIELEN VIELEN DANK :)

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@sylvieneedshelp

Nein, es reicht nicht, arbeitsuchend vermerkt zu sein. Du musst einen leistungsantrag stellen, denn natürlich ist auch die KV eine Sozialleistung. Sie kostet ja schliesslich Geld!

Wieso "bescheisst" Du den Staat denn, wenn Du arbeitslos bist? Dafür sind die Arbeitslosenversicherung bzw. das SGB II doch da?

Ob Du arbeiten willst, ist relativ bedeutungslos. Wenn die sich mal wieder albernerweise Arbeit machen wollen, lassen sie Dich Bewerbungen schrieben, für einen Monat ;-)

Was ich aber nicht glaube. Der Monat ist ja viel zu kurz, als dass da was passieren könnte. Und jeder AG würde sich doch eh nur kringelig lachen, wenn Du ihm dann eine bewerbung schreibst für vielleicht noch eine Woche potentieller Arbeit.

Ob Du überhaupt was bekommen würdest, hängt natürlich auch vom Vermögen ab, das Du (vielleicht) hast.

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@Vielfragerich

Also ich kann nur nochmal sagen : 1000 Dank

Hab bei mir im Umfeld niemanden der sich damit nur ansatzweise auskennt und war, bevor ich arbeiten gegangen bin, über meine Mutter (Beamtin) privatversichert. ( Also auch nix mit Familienversicherung :( ) Verstehe auch nicht wirklich ,dass 1 Tag so viel ausmacht, sprich hätte ich zum 1.09. gekündigt, wäre ich normal weiter versichert gewesen. Puuuh...

Das " bescheißen" war auf arbeitssuchend melden und gar nicht wollen bezogen. Hätte ja auch noch länger in dem Unternehmen arbeiten können, nur wollte ich noch ein bisschen Freizeit haben um vor dem Studium nochmal Luft zu holen.

Was empfiehlst du persönlich mir denn jetzt, wenn ich fragen darf? Selbstbetrag zahlen, sich arbeitssuchend melden und Leistungsantrag stellen oder einfach einen Monat ohne KV? Letzte Variante ist zwar sehr risikoreich aber 140€ wären für mich schon gut Geld, da ich wie gesagt bis November keine Einkünfte mehr habe.

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@sylvieneedshelp

Hi

Wenn Du selbst gekündigt hast, wäre das für ALG ein Nachteil, da Deine "Hilfsbedürftigkeit" dann als selbst herbei geführt gelten würde.

Das kann Dir aber relativ egal sein, wenn es Dir nur um die KV geht. Der auszuzahlende Beitrag würde zwar gemindert werden (30- 100 Prozent des Regelbedarfs, je nach Alter, im ALGII), aber Wohnkosten und KV würden auf jeden Fall noch übernommen werden.

Der Monat ohne KV geht, wie gesagt, nicht. Du wirst von der letzten KV, wo Du versichert warst, eine Rechnung erhalten. Wenn Du sie nicht zahlst, werden einfach nur Schulden auflaufen. Davon kommen kannst Du nicht.

Darum auf jeden Fall Antrag auf ALG stellen. Bevor die jetzige Arbeit endet, solltest Du Dich bei der Agentur schon arbeitslos melden. Dabei kannst Du auch gleich den Antrag aufs ALG stellen. Wenn sie Dir sagen, dass für Dich kein ALGI in Frage kommt, weil Du die Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllst (1 Jahr versicherungspflichtige Beschäftigung), stellst Du parallel ausserdem einen Antrag auf ALG II beim Jobcenter.

Den Antrag auf ALG I und II findest Du schon fertig zum Download bei www.arbeitsagentur.de. Füll den Antrag aus, mach eine Kopie davon, nimm ihn mit zum jeweiligen Amt, gib ihn ab und lass Dir die Kopie abstempeln (Beweis für die Antragstellung!)

Wenn es zu einem Beratungsgespräch bei einem Vermittler kommt, zeig ihm gleich den neuen Arbeitsvertrag, damit er weiss, dass er sich das ganze Druck- und Schikanierszenario bei Dir sparen kann. Und: unterschreib nichts! Vor allem keine sog. "Eingliederungsvereinbarung".

Viel Glück!

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