1.Abmahnung

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5 Antworten

Du kannst einer Abmahnung zwar widersprechen, da solltest Du aber den Widerspruch gut begründen können. Unterschreiben musst Du nichts und wenn, solltest Du nicht unterschreiben, dass Du die Abmahnung anerkennst oder gar einverstanden bist, Du kannst den Erhalt derselben bestätigen (das kannst Du selbst dazuschreiben).

Früher war man der Ansicht, dass Abmahnungen nach zwei bis drei Jahren auf Antrag des AN aus der Personalakte entfernt werden müssen. Nach neuerer Rechtsprechung ist das aber nicht mehr so einfach. Das BAG erschwert AN die Entfernung einer Abmahnung aus der Personalakte wegen Zeitablaufs durchzusetzen. Urteil vom 19.7.2012, 2 AZR 782/11.

Daher kann man m.E. generell nicht mehr davon ausgehen, dass sich Abmahnungen nach zwei bis drei Jahren erledigt haben.

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Nightstick 20.03.2014, 23:50

... zusätzlich unter dem Aspekt der Schwere der darin enthaltenen Vorwürfe, die wiederum Einfluss auf die Verwendbarkeit bei einer ggf. folgenden Kündigung haben.

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Eine Abmahnung verbleibt, wenn keine weiteren Vorkommnisse in dieser Richtung vorliegen, 2 Jahre in der Personalakte und muss dann entfernt werden.

Natürlich kannst du gegen eine Abmahnung vorgehen. Das macht jedoch nur Sinn, wenn die Abmahnung zu Unrecht ausgesprochen wurde.

Die Abmahnung brauchst du nicht zu unterschreiben. Sie ist auch ohne deine Unterschrift gültig. Der Arbeitgeber muss lediglich den Zugang nachweisen können.

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Eine Unterschrift ist nicht notwendig.

Du kannst eine Gegendarstellung schreiben die in die Akte aufgenommen werden muß oder auch dagegen klagen. Beides würde ich nicht empfehlen.

Wenn der abgemahnte Fehler nicht wiederholt wird kann die Abmahnung nicht gegen Dich verwendet werden. Ist die Abmahnung zu Unrecht erfolgt und im Wiederholungsfall eine verhaltensbedingt Kündigung ausgesprochen kann immer noch gegen die Abmahnung vorgegangen werden.

Die Abmahnung ist solange gültig wie sie sich in der Personalakte befindet. In der Regel nach 2 Jahren kann eine Löschung beantragt werden.

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du musst sie auch nicht unterschreiben. Höchstens die <Kenntnisnahme.

Nach ca. 3 Jahren ohne Vorkommnissse kannst du den Arbeitgeber auffordern, die Abmahnung aus der Akte zu entfernen.

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Musso und Interessierter haben schon fast alles gesagt.

Es kommt darauf an, was dir deine Arbeitsstelle bedeutet. Du hast nicht gesagt, was der Grund für die Abmahnung ist. Am besten wendest du dich an die Arbeitnehmervertretung, Betriebsrat oder Personalrat. Wenn du auch nur einen Hauch von Ungerechtigkeit verspürst, muss du vor dem Arbeitsgericht diese höchstwahrscheinlich ungerechte Abmahnung weg-klagen. Die helfen dir dabei. Du kannst auch direkt zum Arbeitsgericht gehen und dich dort kompetent beraten lassen. So eine Angelegenheit belastet stets das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Du siehst die Sache mit deinen Augen und bist eingeschüchtert. Lass dich unbedingt beraten!

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