199 Stunden durch übertariflichen Lohnzuschlag?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Was steht wörtlich diesbezüglich im Arbeitsvertrag?

Unter § 5 I. steht: Der Arbeitnehmer erhält monatlich den Tariflohn gem. Tarifgruppe 8 brutto €€€. Der Stundenlohn beträgt brutto €€€.

I.I. Der übertarifliche Lohnzuschlag beträgt €€€ als Abgeltung von monatlich 30 Überstunden.

0
@LilliGraf

Danke für den Wortlaut.

Grundsätzlich ist das zulässig.

Ein AN ist grundsätzlich nicht zu Überstunden verpflichtet, es sei denn wichtige betriebliche Belange machen das erforderlich (Treueprinzip) oder Notfälle treten ein. Die Interessen des AN sind dabei zu berücksichtigen. Durch solch eine Vereinbarung erklärt sich der AN aber von vorneherein bereit eine gewisse Anzahl von Überstunden, wenn nötig, abzuleisten. Dafür erhält er einen entsprechenden dauerhaften Zuschlag zum Gehalt auch wenn keine Überstunden anfallen

Dabei ist folgenes zu beachten:

Der Arbeitsvertrag enthält eine Überstundenpauschale, bei der mit dem monatlichen Entgelt eine bestimmte Anzahl von Überstunden bereits abgegolten ist. Hierdurch darf der Arbeitnehmer aber im Durchschnitt nicht schlechter gestellt werden, als dies mit einer Überstundenentlohnung der Fall wäre. Maßgeblich für den Durchschnitt ist hier im Zweifel ein Kalenderjahr.

Wurde eine solche Pauschale vereinbart, so sind Überstunden auf Anordnung hin zu leisten.

Die Pauschale wird indes auch dann fällig, wenn die Notwendigkeit von Überstunden weggefallen ist oder weniger Überstunden geleistet wurden.

Ein anderes gilt dann, wenn vereinbart wurde, daß die Pauschale seitens des Arbeitgebers jederzeit einseitig widerrufen werden kann und sodann einzelne Überstunden jeweils abgegolten werden.

Also: am Ende de Jahres sollte man die tatsächlich geleisteten Überstunden mit dem Stundensatz multiplizieren und mit der Summe der pauschal entrichteten Zuschläge abgleichen und die Differenz kann man entsprechend nachfordern.

0

Was möchtest Du wissen?