1985 traf der saarländische Ministerpräs. Oskar Lafontaine den gebürtigen Saarländer Erich Honecker. Führte das Treffen unter Landsleuten zu einem Durchbruch?

4 Antworten

Bei Honecker konnte man anschaulich sehen, das die Herkunft und die Sozialisation eines Menschen nicht ausblendbar ist. Heimat ist für jeden wichtig. Honecker fragte vorher den westdeutschen DKP-Chef Herbert Mies, ob er sich trauen sollte, seine Schwester im Saarland zu besuchen. Er machte ihm Mut und sagte ja. Die Verbundenheit der Saarländer konnte man auf dem Bildschirm sehen und spüren. Auch deshalb, weil das Saarland eine wechselvolle Geschichte hatte, erst gehörte es zu Frankreich, dann zu Deutschland. Später brüskierte Honecker die UdSSR ganz offen und auch seine eigenen Politbüromitglieder in der SED, als er in einem Schreiben an Kanzler Helmut Schmidt nicht vom Volk der DDR und der BRD, sondern erstmals seit 1945 vom "deutschen Volk" schrieb, das gemeinsam vor der Atombombe geschützt werden muß, denn die Großmächte USA und UdSSR planten mit ihren Pershing 2 und SS 20 offen die Vernichtung Deutschlands.

Das war ein sehr mutiger Schritt Honeckers, er schlug ein wie eine Bombe, brüskierte Gorbatschow und zeigte der KPdSU, das man Honecker nunmehr mißtrauen mußte aus Sicht Gorbatschows. Honecker hat man das aber 1990 nicht mehr zu Gute gehalten. Honecker hat faktisch damit Hochverrat an der DDR begangen und seine Ideale als Kommunist der deutschen Nation geopfert, denn die DDR hatte durch Volksentscheid den sozialistsichen Aufbau beschlossen und 1968 die eigene Staatsbürgerschaft der DDR eingeführt, die er nun ignorierte.

Nein. Nur wirtschaftlich half es Saarland ein Bisschen. Politisch ist es nur ein Gedankenspiel geblieben.

Bei WEM ? Honny hat max. heimlich ins Bett geheult , wenn Margot geschlafen hat !

Landsleute ?!?!?! Old Erich kommt zwar aus dem Saarland, aber hat nix unternommen, um legal andere "Ossies" Auch mal in den Genuss kommen zu lassen, ihre Heimat wieder zu sehen !!! (War nur als Rentner möglich)

Viele Leute reden immer vom "rechten Ostdeutschland", aber warum erwähnt niemand den Hauptgrund?

Der Hauptgrund ist, dass Frauen in Ostdeutschland fehlen und viele einsame Männer sich dadurch radikalisieren.

 Ich werde Chemnitz als Beispiel nehmen, um zu zeigen, wie dramatisch die Situation tatsächlich ist. Der Grund, warum in Ostdeutschland viel mehr junge Männer "rechts" sind, liegt nicht an der Vergangenheit, sondern an der Gegenwart. Es fehlen überall Frauen. 

- Der Anteil von ausländischen Männern in der Altersgruppe 18 bis 29 Jahre lag in Chemnitz 2008 bei 4,2 Prozent.

- Heute sind es 28,1 Prozent. Also mehr als jeder vierte Mann in der Altersgruppe 18-29 Jahre in Chemnitz ist Ausländer. In der Gesamtbevölkerung sind es nur 8% Ausländer.

- Die Zahl junger ausländischer Männer hat sich versechsfacht.

- Im selben Zeitraum (2008–2018) ging die Zahl der deutschen Frauen in der Altersgruppe 18-29 Jahre um 31 Prozent zurück – was auch die Zahl der Geburten in den nächsten Jahren drücken wird.

- Mehr als jeder vierte Chemnitzer ist 65 Jahre oder älter.

https://www.bild.de/regional/chemnitz/chemnitz-news/zahl-seit-2008-versechsfacht-jeder-vierte-junge-mann-in-chemnitz-ist-auslaender-57472700.bild.html

In ganz Ostdeutschland fehlen Frauen. Auf ungefähr 10 Männer folgen ungefähr 8 Frauen. Dazu kommt noch, dass fast alle Flüchtlinge männlich sind. Das führt dazu, dass sich die einsamen Männer noch weiter radikalisieren, weil noch mehr Konkurrenz entsteht. Das Probleme sitzt viel tiefer, als die "Ausländer klauen uns die Frauen", wo sich viele immer drüber lustig machen.

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