18 Jahre alt, kann bei Eltern nicht wohnen, wohin?

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6 Antworten

obwohl die sagen, dass man dort nur hilfe bekommt, wenn man auch für Jobs eingesetzt werden kann

Nööö .. sagen die nicht, den Verfügbarkeit ist und war noch nieeine Anspruchsvoraussetzung für Alg2.

Da Schüler-BAföG ohnehin nur in Ausnahmefällen gewährt wird - soetwas wie Härtefälle gibt es m.W. dort nicht -, sollte dein erster Gang zum Jobcenter führen.

Hier stellst du ganz einfach einen Antrag, wobei die Stellungsnahme des Jugendamtes elementar wichtig ist.

Wegen möglicher Unterhaltszahlungen brauchst du dir keine Gedanken machen, da diese Angelegenheit auch ganz übers Jobcenter laufewn kann und die sich mit deinen Eltern abmühen.

Worauf du achten solltest, ist die wahrheitsgemäße Aussage, dass du mit deinem Freund keine Bedarfsgemeinschaft bildest, er dich also nicht finanziell unterstützen will und wird.

Und das Jobcenter wird mich nicht fragen warum ich Schüler Bafög nicht bekomme bzw warum ich es nicht beantragt habe ?

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@craziiehThing

Möglicherweise.
Oft sind die Konstellationen aber so klar, dass ein Sachbearbeiter, der sich im BAföG-Recht etwas auskennt, gut abschätzen kann, ob Chancen auf BAföG bestehen.
Kann also tatsächlich sein, dass man dich auffordert, Antrag zu stellen, oder eben auch nicht ...

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" [...] den Verfügbarkeit ist und war noch nieeine Anspruchsvoraussetzung für Alg2 [...]"

Diese Aussage ist falsch!

Evtl. setzt Du Alg2 (SGBII) gleich mit Hilfe zum Lebensunterhalt (SGBXII)?

Aber auch für Hilfe zum Lebensunterhalt sind in diesem Fall die Bedingungen evtl nich nicht erfüllt.

Auch Deine Aussage zur Bedarfgemeinschaft ist so nicht richtig: Es handelt sich um jeden Fall um eine Bedarfgemeinschaft, solange nicht absolut glaubhaft ist, dass es sich um eine reine WG handelt!

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@Margotier

Diese Aussage ist falsch!

Einfach mal die abschließenden Anspruchsvoraussetzungen des § 7 SGB II lesen; siehst du da irgendwo das Wort "verfügbar" oder "Verfügbarkeit".
Dann drüber nachdenken, warum auch Mütter in Erziehungszeit, die offenkundig nicht verfügbar sind, Alg2-Anspruch haben.

DU VERWECHSELST ALG2 mit ARBEITSLOSENGELD.

Es handelt sich um jeden Fall um eine Bedarfgemeinschaft, solange nicht absolut glaubhaft ist, dass es sich um eine reine WG handelt!

Im ersten Jahr des Zusammenlebens handelt es sich dann um eine BG, wenn das JOBCENTER eine BG NACHWEISEN kann.
Das Zusammenwohnen alleine konstituiert niemals eine BG; dazu muss der Einstandswille kommen, der sich an den in § 7 Abs. 3 und 3a SGB II angeführten Punkten ableiten lässt.
Generell gesteht die Rechtsprechung einem Paar ein Jahr des Zusammenlebens wie ein Ehepaar - und nicht wie eine WG - zu, solange die das Finanzielle getrennt halten und kein Kind involviert ist, da davon ausgegangen wird, dass im ersten Jahr die Bindung noch nicht groß genug ist.

Merke: IM ERSTEN JAHR HAT DAS JOBCENTER DIE BG NACHZUWEISEN, AB DEM ZWEITEN JAHR DER ANTRAGSTELLER, DASS GGF. KEINE VORLIEGT.

.. abgesehen davon hasse ich es, von Leuten verschlimmbessert zu werden, die sich in der Materie OFFENKUNDIG keine Ahnung haben.

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@VirtualSelf

SGB II behandelt die Grundsicherung für Arbeitssuchende, die Fragestellerin ist nicht arbeitssuchend, sie ist Schülerin.

Sollte sie BaFög erhalten, gehört sie nicht zum leistungsberechtigen Personenkreis für ALG 2!

Du Deiner Anmerkung zu ALG2 in Elternzeit: mal ganz einfach ausgedrückt ist man im Elternzeit ja im Prinzip genauso Arbeitnehmer/arbeitssuchend wie als wenn man die Elternzeit aus einem Beschäftigungsverhältnis heraus nimmt.

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@Margotier

SGB II behandelt die Grundsicherung für Arbeitssuchende, die Fragestellerin ist nicht arbeitssuchend, sie ist Schülerin.

Es ist vollkommen irrelevant, wie das Sozialgesetzbuch überschrieben ist, denn selbstredend enthält das SGB II auch Leistungen für Säuglinge (z.B. Sozialgeld), welche zweifellos nicht arbeitssuchend sind.

Sollte sie BaFög erhalten, gehört sie nicht zum leistungsberechtigen Personenkreis für ALG 2!

Super!
DAS bestreitet ja auch niemand.
Wenn sie BAföG-berechtigt dem Grunde nach ist, wird Alg2 nur in Ausnahmefällen möglich sein (§ 7 Abs. 6 SGB II regelt's u.a.) solche Ausnahmefälle.
Das ENTSCHEIDENDE ist: Schüler-BAföG gibt es - anders als früher - nur unter sehr restriktiven Voraussetzungen; d.h. möglicherweise - oder wahrscheinlich - ist sie nicht dem Grunde nach BAföG-fähig .. und damit greift der Leistunhsausschluss des § 7 Abs. 5 SGB II nicht. Auch hier gilt: Paragraphen lesen .. und keine sekundären schlechten Quellen.

Du Deiner Anmerkung zu ALG2 in Elternzeit: mal ganz einfach ausgedrückt ist man im Elternzeit ja im Prinzip genauso Arbeitnehmer/arbeitssuchend wie als wenn man die Elternzeit aus einem Beschäftigungsverhältnis heraus nimmt.

Ein solches abstruse Gedankenkonstrukt kennt das SGB II nicht: es spricht von erwebsfähig ... und das hat mit arbeitssuchend oder arbeitslos nichts zu tun.
Einfach mal das Gesetz lesen ... und darüber nachdenken, wie vollbeschäftigte Arbeitnehmer, an ihre Aufstockung kommen ... und nun sagt nicht, die suchen aber eine andere Arbeit ...

man, man, man ... wenn man sich schon Pseudo-Wissen zusammengoogelt, sollte man auch richtige Quellen finden können.

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@VirtualSelf

Ist das Bundesausbildungsförderungsgesetz eine richtige Quelle?

"(1) Ausbildungsförderung wird geleistet für den Besuch von

  1. weiterführenden allgemein bildenden Schulen und Berufsfachschulen, einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung, ab Klasse 10 sowie von Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, wenn der Auszubildende die Voraussetzungen des Absatzes 1a erfüllt,

(1a) Für den Besuch der in Absatz 1 Nr. 1 bezeichneten Ausbildungsstätten wird Ausbildungsförderung nur geleistet, wenn der Auszubildende nicht bei seinen Eltern wohnt und

1 von der Wohnung der Eltern aus eine entsprechende zumutbare Ausbildungsstätte nicht erreichbar ist, 2 einen eigenen Haushalt führt und verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft verbunden ist oder war, 3 einen eigenen Haushalt führt und mit mindestens einem Kind zusammenlebt.

Die Bundesregierung kann durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, dass über Satz 1 hinaus Ausbildungsförderung für den Besuch der in Absatz 1 Nr. 1 bezeichneten Ausbildungsstätten auch in Fällen geleistet wird, in denen die Verweisung des Auszubildenden auf die Wohnung der Eltern aus schwerwiegenden sozialen Gründen unzumutbar ist. "

Die Fragestellerin ist nach ihren Angaben ca. 3 Monate, bevor sie 18 wurde, zu ihrem Freund gezogen und sie schreibt "Ich habe ein Bescheid vom Jugendamt, dass ich aufgrund meiner Situation nicht bei den Eltern leben kann".

Also: mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Anspruch auf BaFög und somit nicht auf ALG II

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@Margotier

Ich muss mich mal selber kommentieren, hatte vergessen zu ergänzen, dass es in meinem engeren sozialen Umfeld einen ähnlichen Fall gibt:

19jähriger Gymnasiast (NRW G9) lebt in eigener Wohnung selben Ort wie seine Eltern.

Das Verhältnis zu seinen Eltern ist zerüttet (alkoholkrank, Vater hat schon wegen Gewaltdelikten im Gefängnis gesessen...).

Dieser Jungendliche erhält definitiv BaFög, KEINE Leistungen nach SGB II

Hier greift §60 SGB III (Absatz 2 Nummer 4)

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@Margotier

Also: mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Anspruch auf BaFög und somit nicht auf ALG II

Da schauen wir uns doch mal die Voraussetzungen an:

Wohnt nicht bei Eltern: erfüllt
UND

Unzumutbarer Weg von Elternwohnung: fraglich
ODER
eigener Haushalt UND (eingetragene) Lebenspartnerschaft/Ehe: nicht erfüllt
ODER eigener Haushalt UND Kind: nicht erfüllt

Und hier das Ganze nochmal in übersichtlich:
http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/schueler-bafoeg.php

Wie kommst du also auf einen Anspruch?

"Ich habe ein Bescheid vom Jugendamt, dass ich aufgrund meiner Situation nicht bei den Eltern leben kann".

Für BAföG irrelevant, da das BAföG keinen solchen Härtefall kennt.

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@Margotier

Hier greift §60 SGB III (Absatz 2 Nummer 4)

Worum geht es hier?

Um BAB!!!!! .. nicht um BAföG ....

Sorry, aber du hast nicht die geringste Ahnung von dieser Materie, also lass lieber das schlechte Googeln sein.

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Deine Eltern sind doch während deiner Ausbildung erstmal für dich zuständig... Sie müssen also doch eigentlich für deine Kosten aufkommen (entweder dich bei ihnen wohnen lassen oder, wenn das nicht geht, zahlen). Kriegst du also zB dein Kindergeld überwiesen? Wenn deine Eltern sich da quer stellen, kannst du das mit so einem Bescheid bestimmt selbst in die Hand nehmen.

Ob du von deinen Eltern noch mehr verlangen kannst (sowas wie Wohngeld oder so...), weiß ich nicht. Aber dass der Staat für dein Leben "aufkommen soll", obwohl deine Eltern zuständig sind, erscheint mir nicht ganz logisch. Würde also eher denken, dass du bei deinen Eltern mehr Druck machen solltest. Oder vllt ist es ja doch machbar, dass du dich ein paar Stunden in der Woche irgendwo zB hinter die Kasse setzt :)

Hallo craziihThing,

schau mal hier:

http://www.hartz-iv.info/auszubildende-schueler-studenten.html

Demnach kein ALG2 (SGBII) und keine Regelleistungen nach SGBXII (Hilfe zum Lebensunterhalt), allerdings kommt unter Umständen das hier in Frage: "Leistungen zur Deckung der Unterkunftskosten sowie zur Deckung von Sonderbedarfen werden dagegen in Ausnahmefällen erbracht."

Liebe Grüße

Margotier

Starke Leistung, einen Text zu verlinken, der nicht nur falsch ist, sondern bei dem auch die Hälfte fehlt.

Erkläre bitte § 7 Abs. 6 SGB II in diesem Zusammenhang und was "Ausschluss dem Grunde nach bedeutet".

Man, man, man ...

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Publikation/pdf/Gesetzestext-07-SGB-II-Berechtigte.pdf

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@VirtualSelf

@VirtualSelf

Es ist toll, wenn sich Jmd in bestimmten Bereichen besonders gut auskennt. Aber bitte bedenke, dass das hier ein Ratgeber forum ist, wo Menschen nach Erfahrungswert (nicht immer 100% wissensstand) ratschläge geben.. nicht jeder hier ist beispielsweise Jurist oÄ!

Man kann also auch durchaus anders antworten und kommentieren.

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Deine eltern sind verpflichtet zur unterhaltszahlung solange du in ausbildung bist. wenn sie dazu nicht fähig sind, können sie sich unterstützung beim jugendamt holen! natürlich steht dir auch das kindergeld zu..

andere möglichkeiten gibt es hier normalerweise nicht, da es ja nicht üblich ist während der ausbildung anderswo zu wohnen als daheim.. und arbeitende eltern auch keine zahlungsprobleme haben sollten. wenn du per se nicht daheim wohnen kannst, dann ab zum jugendamt und situation klären!

Deine eltern sind verpflichtet zur unterhaltszahlung solange du in ausbildung bist. wenn sie dazu nicht fähig sind, können sie sich unterstützung beim jugendamt holen!

Und das Jugendamt soll was machen? Hände schütteln? Eine Runde ausgeben?

andere möglichkeiten gibt es hier normalerweise nicht,

Aber hallo; normalerweise gibt es für solche Fälle Alg2 ... auch für Schüler.

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@VirtualSelf

Das Jugendamt hat hier die Aufgabe zu beraten und Möglichkeiten wie ALG2 beispielsweise zu nennen, es ist der direkte Ansprechpartner für junge Menschen während der Ausbildung. Im Gegensatz zu uns, kennt das Jugendamt die betreffende Situation ganz genau

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Hallo,

meines Wissens nach hast du das Recht auf Schüler BaFög. Alternativ kannst du auch zum Amt gehen und "Harz4 beantragen, da dein Freund ja nicht unterhaltspflichtig ist. Dies funktioniert aber nur mit der Bescheinigung vom Jugendamt; also mitnehmen!

Von amtlichen Unterlagen immer Kopien machen; die verlieren gerne was. Und immer alles benötigte zusammen abgeben.

Du solltest auch nicht so schnell aufgeben, die schieben die Verantwortung auch gerne mal von Amt zu Amt.

Gruß felix6695

  1. Schüler Bafög versuchen wenn nein dann
  2. mit dem Bescheid zum Jobcenter

Habe ich das richtig verstanden ? Und habe bereits Antrag gestellt auf Kindergeld unter meinen Namen.

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@craziiehThing

Ja hast du richtig verstanden.

Wenn Versuch 2. funktioniert werden deine Gelder die du dann erhalten wirst mit dem Kindergeld verrechnet.

Nur nicht einschüchtern lassen von denen. Nerv die solange bis du Gelder erhältst. Das ist dein Recht, da deine Eltern nicht zahlen können und du noch in Ausbildung (Schule) bist.

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Unterhaltspflichtig ist der Freund nicht, trotzdem existiert eine "Bedarfsgemeinschaft".

Was allgemein als Hartz V bezeichnet wird bekommt man eh nur, wenn man dem Arbeitmarkt zur Verfügung steht.

Es gibt allerdings auch noch die sogenannte "Hilfe zum Lebensunterhalt", aber auch hier gelten die Regeln für Bedarfsgemeinschaften und meines Wissens kommt sie auch nicht für Schüler in Frage.

Am wahrscheinlichsten ist da wohl tatsächlich ein Anspruch auf BaFög.

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@Margotier

Habe Hartz 4 extra in Anführungsstriche gesetzt, da man bloß den gleichen Satz an Geldern erhält. Die einzigste Bedingung ist, dass das Jugendamt zustimmt (in diesem Fall geschehen).

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Nein, du musst dir deinen Unterhalt von deinen Eltern holen.

Die haben nicht genug Geld.

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@craziiehThing

Woher weißt du das? Geh zum Jugendamt und lass dir bei der Berechnung deiner Ansprüche helfen, einklagen musst du den Unterhalt dann aber selbst.

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@MisterGeo

Weil mein Vater 1600€ verdient, meine Mutter Arbeitslos ist und ich noch einen Minderjährigen Bruder habe der in dem Haushalt aushalten muss bis er 18 ist. Wenn du das runter rechnest Pro person haben sie weniger als wenn sie Harz IV bekommen würden.

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@craziiehThing

Dann hat dein Vater allein ja schon genügend, um dir Unterhalt zu zahlen. Außerdem ist es deiner Mutter zuzumuten, arbeiten zu gehen.

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@MisterGeo

Darf ich fragen wie du darauf kommst ? 1600 davon hat er 1200 netto, 600 miete, 600 € für 3 Personen ist 200€ pro person, harz IV satz sind 380 € ...

LG Laura

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@MisterGeo

Außerdem ist es deiner Mutter zuzumuten, arbeiten zu gehen.

Das weißt du woher?

Dann hat dein Vater allein ja schon genügend, um dir Unterhalt zu zahlen.

... und unterhaltsrechtlich bohrst du anscheinend auch eher dünne Bretter ...

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@VirtualSelf

Soweit ich weiß trifft sie die gesteigerte Erwerbsobliegenheit, weil sie ihrem Kind gegenüber barunterhaltspflichtig ist. Aber wenn du es besser weißt, diskutier ich nicht.

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