18 Jähriger stirbt bei Vollnarkose, angst vor eigener OP mit Vollnarkose?

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8 Antworten

Ich bin in meinem Leben schon bestimmt 20 Mal operiert worden und lebe noch. Fast immer in Vollnarkose. Wenn ich bei Dr. Google meine Beschwerden eingebe, bekomme ich zur Antwort, ich müßte schon tot sein.

So tragisch der erwähnte Fall auch ist, und auch, wenn man nicht alle Risiken ausschließen kann, aber willst Di jetzt immer auf der rechten Straßenseite gehen, weil die Leute, die links gehen, eher angefahren werden? Man kann sich beim Treppensteigen das Genick brechen, deshalb benutzt Du trotzdem weiterhin eine Treppe oder nicht?

Mach Dich mal nicht verrückt, laß Dir die Tablette geben. Anfang März wurde ich operiert und bekam ein paar Tropfen. Ich habe noch nicht einmal gemerkt, daß man mich aus dem Zimmer geschoben hat. Der Streß, den Du jetzt hast und Dir selbst machst, schadet Dir mehr als die Narkose.

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Kommentar von Barbdoc
02.06.2016, 18:26

Da hast du die Straßenseite verwechselt. Der Spruch heißt: "Links gehen, Gefahr sehen."

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Der Änasthesist ist der absolute Fachmann für Allgemeinanästhesien (Vollnarkosen), er ist Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin und beschäftigt sich täglich damit, zudem hat er durch seine Tätigkeit im Krankenhaus sehr viel Erfahrung. Bei Operationen im Krankenhaus ist zusätzlich noch eine Fachpflegekraft für Anästhesie und Intensivmedizin anwesend. Die Gefahr von schwerwiegenden Komplikationen ist in deinem Alter äußerst gering und falls doch, kann sofort entsprechend eingegriffen werden. Du musst also keine Angst vor der Operation haben, bei den 18 jährigen haben viele ungünstige Umstände eine Rolle gespielt und das ist eine absolute Ausnahme, außerdem war der Vorfall außerhalb eines Krankenhauses, somit standen nicht die idealen intensivmedizinischen Möglichkeiten zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperfunktionen zur Verfügung. 

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Um deine Panik etwas zu mildern, solltest du dir darüber bewusst sein, dass dir grundsätzlich überall etwas zustossen kann, auch ohne OP und Narkose. Wenn du ein wenig schaust, dann wirst du feststellen, dass 18jährige auch so z.B. bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen können. Ich sag dazu immer: "Auf dem OPTisch kann dich wenigstens kein Auto überfahren." Im Endeffekt ist die OP mit der Vollnarkose auch nicht gefährlicher wie manche Alltagsrisiken, über die du dir keine Gedanken machst.

Um auf den konkreten Fall einzugehen: Soweit man weiß, hatte der Betroffene einen unbekannten Herzfehler. Dazu dauerte die Operation ziemlich lange, zog sich über einige Stunden, bevor es zum Zwischenfall kam. Eine Nasenoperation wie die deine wird sicher etwas kürzer ausfallen. Wenn du dein persönliches Risiko nach diesem Fall reduzieren willst, kannst du ja ein EKG machen lassen, um dich zu beruhigen.

Entscheidend für die Narkose wäre jedoch die Untersuchung davor. Hier kommt es auch darauf an, dass die Intubationsbedingungen, also die anatomischen Voraussetzungen für das Einführen des Beatmungsschlauches gut geklärt sind. Du kannst dich ja im Vorfeld der OP noch mit Anästhesisten darüber unterhalten und dir das nochmal erläutern lassen. Bei Interesse geb ich dir auch noch gerne persönlich ein paar Tips dazu.

Deine Erkältung dürfte sich bis in 14 Tagen dann erledigt haben, so dass du dir darüber keine Gedanken mehr machen musst. Ist das deine erste Narkose?

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Ganz offen:

keine Narkose ist ohne Risiko. Es kommt immer wieder vor, dass es gerade durch die Narkose zu Komplikationen kommt - diese sind selten, sogar sehr selten - aber nicht mit Sicherheit auszuschließen.

Aus diesem Grunde sollte man sich gut überlegen, ob eine Narkose bzw. der entsprechende Eingriff notwendig ist.

Wenn Du Dich weiter absichern möchtest, würde ich am ehesten eine Untersuchung beim Kardiologen empfehlen (die aber wohl privat zu zahlen wäre).

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Hier ein paar hilfreiche Worte:

Der Anästhesist ist der absolute Fachmann, was Narkosen angeht. Wenn er sagt, dass es keine nenenswerten Risiken gibt, dann stimmt das auch.

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Habe noch zu erwähnen das ich vor der OP vom Arzt nach Aufklärung vom anästhesist eine Beruhigungstablette nehmen werde.

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Kommentar von Deichgoettin
02.06.2016, 16:16

Dann nimm sie, wenn Du solche Angst hast.

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Wenns hilft: Dein Hausarzt hat davon weit weniger Ahnung als dein Anästhesist. Komplikationen sind sehr selten, und bei dem 18jährigen lief sehr vieles schief, das war keine normale OP.

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