16j muss in betreutes wohnen gegen seinen Willen?

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12 Antworten

Die Entscheidung liegt bei der Mutter und dem Jugendamt... das zunächst!

Die Frage stellt sich,- in welcher Funktion bzw. in welchem Zusammenhang " bist Du zu dem Jungen gekommen"?

Wenn Du im weitesten Sinne "Familie" bist,- Tante, Nichte whatever... kannst du Dich dem Jugendamt gegenüber anbieten: Die letztliche Entscheidung wird aber

>>  die Mutter treffen... und erst dann in Absprache mit dem Jugendamt

Ich will nicht mutmaßen und spekulieren,- aber hinter diesem Familienkonflikt könnte sich mehr verbergen als auf den ersten Blick ersichtlich: Und auch der junge Mann muss Entscheidungen mittreffen und -verantworten, die auch Auswirkungen auf zukünftige Familienmuster haben können: Darum reicht Betroffenheit alleine nicht aus, sondern braucht eine erstklassige Begleitung und Beratung: Und da kann der Schritt in ein selbstständiges Leben innerhalb einer betreuten Jugendwohngruppe der beste Schritt sein.

Auf jeden Fall sind manche Entscheidungen komplexer als manches Hilfsangebot, dass gerade zur  Stelle scheint.

Wenn also gar nichts hilft.. das Aufenthaltsbestimmungsrecht obliegt der Mutter... eventuell doch offen und gezielt mit der Mutter verhandeln: Und dabei die Mutter wertschätzen: erfahrungsgemäß wird es schwierig, wenn die Mutter glauben könnte Du ständest mit dem Sohn geschlossen ihr gegenüber und würdest gegen sie Flagge beziehen: Solche Koalitionen mag niemand gern: Also begründe das mit einem möglichen Entwicklungsfortschritt für den Jungen, eine "Auszeit" f.d Mutter (als Hilfsangebot um nach eibner gemeinsamen Auszeit wieder zusammen kommen zu können...) und zeige der Mutter gegenüber Verständnis... sonst wird es schwer

Ach ja... und solltest Du vielleicht selbst gerade so um die Volljährigkeit rum alt sein... wird es grundsätzlich schwer: Von einem Betreuer wird eine gewisse Lebenserfahrung gerne vorausgesetzt...  :-(

Sincerely, Norbert

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Kommentar von norbert9014
17.09.2016, 12:51

Hab gerade gelesen, dass Du die Mutter des Freundes bist... also "knapp über Volljährigkeit" ist wohl Geschichte

Ich sehe es nicht unbedingt als meine Pflicht an, erst ganze Antwortbäume zu erlesen, bis ich meine Antwort abgeben darf. Ich überfliege in der Regel die Antworten ohne Zusatzkommentare... um zu checken ob ich nicht sonst nur wiederholen würde, was andere schon 1,2,3 mal geschrieben haben. Manchmal lese ich später differenzierter nach... so wie hier :-)

Ungeachtet dessen: Ohne die Erlaubnis der Mutter (Aufenthaltsbestimmungsrecht) die das gewähren könnte, müsstest Du eine gewisse fachliche Qualifikation vorweisen, um vom Jugendamt berücksichtigt werden zu können

Das ist einfaches Rechtsverständnis: Die Sorgfaltspflicht verlangt gewisse Kriterien in der Entscheidung: Mann muss eben z.B. auch einen Führerschein machen um ein gewisses Gefährt (Moped, PKW, LKW...) auf unseren Straßen fahren zu dürfen: Es einfach zu können, selbst wenn man es kann... auch ohne FS reicht nicht aus... das Zeugnis muss vorgelegt werden (siehe junge Motorradfahrer in den internationalen Rängen, oder iunge Formel 1,2,3 Piloten usw... die minderjährig Spitzenpositionen erfahren... und sich hier zum begleiteten Fahren noch mit Mama und Papa auf dem Beifahrersitz begnügen müssen...)

MfG Norbert

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In welcher Beziehung steht ihr denn zu dem Jungen bzw. Mutter?

Wenn es "nur" freundschaftlich ist, wird es denke ich schwer. Die haben ja auch ihre Vorgaben. Eine Pflegefamilie muss sicher auch irgendwas nachweisen... auf der anderen Seite sollte der Junge Mann mit 16 Jahren ein gewisses Mitspracherecht haben.

Habt ihr mal mit dem Jugendamt gesprochen? Vielleicht auch nicht unbedingt mit dem SachbearbeiterIn sonder vielleicht auch mit dessen Vorgesetzten.

Im Zweifel würde ich mich von einem Anwalt beraten lassen.

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Kommentar von Angel1912
16.09.2016, 12:36

Die Familie hat schon  länger Hilfe vom Jugendamt. Ja leider bin ich nur die Mama von seinem besten freund. Ich komme leider gar nicht wirklich zu Wort da die Sachbearbeiterin sehr pro Mutter eingestellt ist. Ich verstehe nicht wie sie mir gegenüber zum Beispiel sagen konnte ich müsse für den jungen die Türen schließen da es sonst nicht möglich wäre diesem zu helfen da er weiss das es eine bessere Möglichkeit geben würde. Wie soll man das verstehen.  Ich möchte ja eigentlich nicht mit Anwalt Gericht und tam tam aber ich möchte den jungen jetzt nicht auch noch fallen lassen.

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Kommentar von Angel1912
16.09.2016, 13:14

Punkt 1 habe ich nicht vor es zu erschweren ohne mich wäre er gar nicht zu dem Termin beim JA gegangen. Punkt 2 Ausserdem soll mir mal einer sagen wie man n 16 jährigen weinenden total aufgelösten jungen vor die Türe setzen soll. Mal ganz ehrlich es geht hier nicht um darum sich irgendwo einzumischen sondern um Hilfestellung weil man drumrum gebeten worden ist. 

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Ja natürlich, wenn die Erziehungsberechtigte nicht mehr mit ihm klar kommt ist das die einzige Konsequenz. Womit?  Mit recht.

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Grundsätzlich kann das Jugendamt erstmal die Unterbringung anordnen. Aber vielleicht kannst du ja gemeinsam mit dem Jungen -sofern er das möchte- beim Jugendamt vorsprechen, ob er nicht weiterhin bei euch leben kann, wenn die Möglichkeit besteht.

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Mein Sohn ist sein bester Freund. DEr junge ist sehr selbstständig er sorgt quasi für sich selbst. Ich wäre bereit mich von der pfegestelle vom JA überprüfen zu lassen und dann mit denen gemeinsam zu arbeiten. Warum er in das betreute wohnen soll kann ich nicht sagen da es nur immer wieder heisst von seiner Mutter das er das jetzt lernen muss. Ich bin nicht generell der Meinung das es etwas schlechtes ist aber eine Familie ist doch immer besser als ein Heim oder? Ich denke man demotiviert ihn doch jetzt völlig. Er ist im abschlussjahr es muss doch irgendwie möglich sein dem Kerl zu helfen

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Kommentar von Menuett
16.09.2016, 12:48

Hast Du Dich denn beim Jugendamt gemeldet?

Habt ihr ein Zimmer?

Dir ist klar, dass Du da finanziell alles aufdecken mußt?

Und dass Du bei einer Gesundheitsprüfung auch alles mitteilen mußt?

Übrigens - 95% der Fälle, wo ein Jugendlicher bei der Familie des besten Freundes einzieht, gehen schief.

Das ist nicht so ohne, deswegen wird das nicht gerne gemacht.

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Die Mutter hat das Sorgerecht und damit bestimmt sie, wo der Junge wohnt.
Auch wenn das Jugendamt es so sieht wie du, kann es nichts machen.
Der Elternwille ist entscheidend. Nur wenn der Mutter vom Familiengericht das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen wird, kann dann der Vormund anders bestimmen.

Auch beim betreuten Wohnen haben die Jugendlichen frei, zB Wochenende und Ferien, dann könnte er doch zu euch

Was sagt eigentlich der Junge, er hat auch ein Mitspracherecht

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Kommentar von Angel1912
16.09.2016, 13:03

Er möchte auf keinen Fall in dieses betreute wohnen.... 

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Kommentar von huldave
16.09.2016, 13:40

Dann soll er das ruhig und sachlich dem Jugendamt sagen und wenn möglich auch schriftlich. In wie weit das Einfluss in diesem Einzelfall hat, ist ohne genauere Kenntnis schwer zu sagen. Die Voraussetzung für die Unterbringung ist hier http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbviii/27.html

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Vermutlich nicht. Die Mutter, auch wenn sie überfordert ist, hat das Sorgerecht, sowie das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Ein Einzug in eine betreute WG ändert daran auch nichts.

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wenn die mutter nicht fähig ist, sich vernünftig um das kind zu kümmern, dann ist doch nach misslungener familienhilfe das betreute wohnen die beste chance für den jungen.

alternative wäre heim. aber ist das besser? wenn die km mit ihm nicht klar kommt, müssen sich andere kümmern. aus dem umfeld rausgenommen zu werden ist dabei in der regel die beste art und weise um ihn zu erziehen.

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Wenn die Mutter nicht will, dass der Junge bei euch ist, wird das kaum gehen.

Ein Anwalt vielleicht?

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Gegen seinen Willen sollte man das nicht tun.

Vlt. kannst Du mal mit der Leitung vom Jugendamt reden. Evt. da auch nicht allein hingehen. Und/oder die Schule einspannen?

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betreutes wohnen muss ja nicht schlecht sein? obwohl das viele denken?

die frage ist was braucht der jugenliche? ein bindung oder ist er reif für mehr selbständigkeit? in dem alter ist selbständigkeit wohl angesagt?

und mit bindung wird wohl die mütter eifersüchtig sein?

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Kommentar von Angel1912
16.09.2016, 12:31

Ich denke ein Kind braucht eine verlässliche bezugsperson die ihm zeigt wie es laufen kann. Ich denke es gibt bestimmt gutes was man in solchen Einrichtungen lernen kann aber in meinem Fall ist es in meinen Augen der verkehrte weg. Dieses Kind kennt keine  Bezug und jetzt einfach abschieben finde ich schrecklich. 

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Hast Du denn überhaupt eine Pflegeerlaubnis?

Klar, der Junge kann ein Zimmer im betreuten Wohnen bekommen.

Wenn er sich dann da nicht aufhält, wird das bald eingestellt.

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