16 Jahre alter Sohn kauft was für 115€ im Internet und kann nicht zahlen. HILFE

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12 Antworten

Solche Geschäfte sind schwebend unwirksam, d. h. sie werden erst mit Eurer Zustimmung wirksam

"Der Vertragsabschluss durch einen Minderjährigen ist bis zur Genehmigung durch den gesetzlichen Vertreter (meistens Eltern) unwirksam (§ 108 Abs. 1 BGB)."

http://de.wikipedia.org/wiki/Unwirksamkeit

Ich würde die Karte einfach zurückschicken mitdem Hinweis, dass Dein Sohn nicht volljährig ist.

Anzeige? Das weiß ich nicht, ob das möglich ist.

Vielen Dank. Du hast mir echt weiter geholfen.

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Mein Sohn ist 16 Jahre alt und hat sich am Samstag etwas für 115€ im Internet gekauft ohne das wir es erlaubt haben.

Der Vertrag ist schwebend unwirksam.

Ich konnte das Inkassounternehmen überzeugen das ich eine Woche später zahlen kann.

Du musst nichts bezahlen. Es liegt kein Vertrag vor, der einen Zahlungsanspruch begründen würde. Schick die Karte per Einschreiben zurück und erkläre dein Nicht-Einverständnis zum Vertragsschluss.

Was soll ich machen?

Was ich gesagt habe. Sollen Sie ihn doch anzeigen, ob sich ein Staatsanwalt findet, der dies verfolgt wird sich zeigen. Den Nachweis zu führen ist nicht immer ganz einfach.

So um 15 Uhr ruf das Inkasso von der Firma an und meinte das wir bis Freitag zahlen sollen da das Konzert Samstag ist. Das Problem ist das wir kein Geld haben. Ich konnte das Inkassounternehmen überzeugen das ich eine Woche später zahlen kann.

"Das" könnte man aber als Genehmigung des Geschäfts verstehen (= nachträgliche Zustimmung zu dem schwebend unwirksamen Geschäft)

das nächste mal - ganz klar sagen, das wollen wir nicht und haben es dem Teenie auch nicht erlaubt un werden es auch nicht erlauben und Ware sofort (!) zurück ....

Okay aber ich versuche es jetzt trotzdem mal.

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Ersten, auf einen Inkassoanruf erstmal garnicht Reagieren! Die können dich nicht Anzeigen schon garnicht wegen Betrug (da hier keiner vorliegt). Dies kann generell nur der Zuständige Anwalt und davor muss erst eine Mahnung ausgeschrieben werden! In der Mahnung muss der sachverhalt klar dargelegt werden und eine Frist (meist 5-7 Tage) bis zur Zahlungstätigung genannt werden.

Bezüglich der Rechtsfähigkeit des geschäftes kommt es stark darauf an, wie viel dein Sohnemann an Taschengeld bekommt

BGB § 110 Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.

Bekommt er einigermaßen viel Geld sollte er dazu berechtigt sein.

Zudem stellt sich hier auch die Frage wie alt der Sohn ist da manche Konzerte auch um eine gewisse Uhrzeit stattfinden und der Veranstalter hier ggf. die Karte hätte gar nicht verkaufen dürfen?!? Sollte dein Sohn dort allerdings ein Falsches alter angegeben haben sieht es da schlecht aus für ihn.

Setze dich direkt mit dem Ticketshop in Verbindung und sage du schickst die Karte zurück (dazu hast du auch das Recht!) §§ 346 BGB Rücktritt Widerruf und Ruckgaberecht bei Verbraucherverträgen

Insbesondere hier § 355BGB

Lass dir nicht vor den Kofer Ka... und wehre dich! Den eine Androhung einer Anzeige kann man machen muss man aber nicht und gefallen lassen würde ich mir dass gleich 2 mal nicht. Zudem hast du kein Schreiben mit Zahlungsaufforderung bekommen und keine Mahnung und bevor die nicht angekommen ist vom Ticketshop können die dir generell gleich 2 mal nichts!

Ich hoffe ich konnte dir ein bsichen Helfen

Au weia.

Dies kann generell nur der Zuständige Anwalt und davor muss erst eine Mahnung ausgeschrieben werden!

Jeder kann jeden anzeigen. Das hat mit Anwälten absolut nichts zu tun. Die Mahnung hat mit der Anzeige nichts zu tun und umgekehrt. Das sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe (Zivilrecht vs. Strafrecht).

In der Mahnung muss der Sachverhalt klar dargelegt werden und eine Frist (meist 5-7 Tage) bis zur Zahlungstätigung genannt werden.

Fristen in einer Mahnung zu stellen ist sicherlich sinnvoll. Aber was genau soll denn die Darstellung des genauen Sachverhalts sein? Was soll das bringen?

Hinsichtlich des Taschengeldes hast du durchaus etwas wichtiges angesprochen. Wobei es darauf ankommt, was er hat. Da er das Geld nicht hatte, kann auch nichts wirksam sein.

§§ 346 BGB Rücktritt Widerruf und Ruckgaberecht bei Verbraucherverträgen

Nein. Das Widerrufsrecht ist bei einigen speziellen Verträgen ausgeschlossen. Lies bitte §312b BGB Absatz 3, Ziffer 6. Diese Schiene ist also Grund verkehrt. Ein Konzert ist eine Dienstleistung der Freizeitgestaltung zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt.

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Da er 16 ist, ist dieser Vertrag schwebend unwirksam und bei Verweigerung der Eltern unwirksam, das heißt also, dass man nicht bezahlen braucht, ABER die Entwickler ihre Ware zurückbekommen ( ob kaputt oder funktionsfähig sei dahingestellt).

Zivilrechtlich schwebend unwirksam... und mit deinem Widerruf komplett unwirksam. Was den Betrug angeht: Hat er evt. ein falsches Geburtsdatum angegeben (wenn abgefragt)? Hier könnte es unter Umständen strafrechtlich ein Betrug da stellen. Realistisch gesehen muss man allerdings sagen das die Staatsanwaltschaft sich sowiso nicht für so fälle interessiert und in den meisten Fällen die abschmettert... selbst wenn es so wäre.

Beim Einmalfall ist das definitiv kein Betrug. Da fehlt der Vorsatz. Das einfache falschangeben eines Geburtsdatums sagt noch gar nichts. Wenn das öfter passiert, sieht das allerdings völlig anders aus. Dann greifen die Ausreden nicht mehr.

Vielleicht hat der Sohnemann auch kurz vorm Geburtstag gestanden und gehofft, entsprechende Geldgeschenke zu erhalten von der Verwandtschaft, am Ende waren es doch nur Klamotten? Vielleicht hat er, wie Jugendliche gerne mal spinnen, eine Einkommensquelle ausgemacht, die geplatzt ist? Das wären alles Dinge, die eher auf fehlendes kaufmännisches Verständnis deuten und genau deswegen ist, wie du richtig sagst, der Nachweis extrem schwer und es oft im Einzelfall nicht interessant, zu ermitteln.

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@mepeisen

den Betrug sehe ich hier eher im umgehen einer Altersgrenze durch bewusst falsche Angaben (wenn man z.B. erst ab 18 bestellen darf), weniger den Eingehungsbetrug in der form das er nicht zahlen wollte. Das mit dem erhofften Geldsegen kann ich so übrigends leider bestätigen, mit der Begründung wurden mir auch schon Strafanträge abgelehnt (ich bestell mir demnächst auch nen Porsche mit lauter extras und gebe später an ich bin davon ausgegangen im Lotto zu gewinnen).

Letztendlich bin ich aber der Meinung der Sohn würde es am besten lernen wenn die Mutter sich mit dem Ticketversender einigen würde auf eine Ratenzahlung und der Sohn es abarbeiten oder x Monate aufs Taschengeld verzichten darf.

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also hingegen den gut gemeinten antworten meiner vorschreiber folgendes:

ich hoffe für dich, dass dein telefonat mit der inkassofirma nicht aufgezeichnet wurde (das machen die im normalfall - ist eig. rechtswidrig, und sie müssten dich darüber im vorfeld fragen, ob du das willst, oder nicht)

sollte eine ev. aufzeichnung bestehen, könnte sie ev. bei streitigkeiten zugelassen werden.

ist nur blöd, dass du dem inkassobüro überhaupt irgendein zugeständnis gemacht hast, aber ich hoffe / wünsche euch, dass ihr da ohne weitere probleme herauskommt.

ach ja, unbedingt sofort stornieren und die karten zurücksenden (wurde ja bereits mehrmals dazu aufgefodert) - denn wenn nicht sofort storniert wird, fallen natürlich die stornokosten an, da sie die karten icht wieder verkaufen können!!!!

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Die haben es nicht aufgezeichnet.

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Ohne die Erlaubnis des Gesprächspartners sind Telefonmitschnitte nicht erlaubt - ja nicht einmal das Mithören einer anderen Person.

Solche illegalen Mitschnitte dürfen gar nicht vor Gericht zugelassen werden.

Selbst erlaubte Tonaufnahmen haben in der Beziehung meist keine Beweiskraft.

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@Eichbaum1963

immer abhängig vom jeweiligem problem - werden für die urteilsfindung - obwohl "illegal" - immer öfters "angehört" (viell. nicht "zugelassen")

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@macgun

Nein. Nur entlastend werden sie zugelassen, aber nicht als belastender Beweis.

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ich hoffe für dich, dass dein telefonat mit der inkassofirma nicht aufgezeichnet wurde (das machen die im normalfall - ist eig. rechtswidrig, und sie müssten dich darüber im vorfeld fragen, ob du das willst, oder nicht)

Das wäre vor keinem Gericht verwertbar dieses Aufzeichnung.

sollte eine ev. aufzeichnung bestehen, könnte sie ev. bei streitigkeiten zugelassen werden.

Nein.

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@Havege

ich weiß nicht wie es bei Inkassobüros ist, aber viele haben vor der Warteschleife texte wie "kann zu schulungszwecken aufgezeichnet werden, wenn sie dies nicht Wünschen geben Sie uns zu gesprächsbeginn einen hinweis". Tut man dies nicht könnte das schon als konkludentes Einverständniss zur Aufzeichung reichen (k.a. ob es dazu schon Urteile gibt).

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@Geheim0815

Diese Warteschleifentexte würde jeder Richter zerreißen, die sind zu allgemein gehalten. Außerdem muss der Aufnahme explizit zugestimmt und nicht umgekehrt, widersprochen werden.

Diese Bandansage dient später allenfalls der Einschüchterung des Schuldners durch das Inkassobüro.

Abgesehen davon, sollte man dort eh nie anrufen - immer alles schriftlich erledigen (und nie per Email) und möglichts nichts einräumen..

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sollte eine ev. aufzeichnung bestehen, könnte sie ev. bei streitigkeiten zugelassen werden.

Bei nicht vorliegendem Einverständnis des Angerufenen wird kein Richter diese zulassen.

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Dann widerspreche dem Vertrag und gut ist. Denn das Geschäft ist nichts Rechtskräftig ohne eure Einverständnis. Bis diese gegeben wird, ist der Vertrag schwebend unwirksam.

Bist du dir da ganz sicher? Das wäre echt schön wenn das so ist.

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@blogvlog

Er kann wegen Betruges angezeigt werden, weil er strafmündig ist. Und er wollte ja diesen Betrug, denn er weußte doch, daß ihr kein Geld habt.

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@WaldemarMoos

Quatsch, selbst wenn man der Ansicht folgt, dass eine Täuschung über die Zahlungsfähigkeit kein subjektives Element inne hat fehlt es am Vorsatz.

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@WaldemarMoos

Lass die Kirche im Dorf. Eingehungsbetrug ist nicht so schnell nachgewiesen.

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@WaldemarMoos

Er kann wegen Betruges angezeigt werden, weil er strafmündig ist. Und er wollte ja diesen Betrug, denn er weußte doch, daß ihr kein Geld habt.

Das muss man ihm erst mal nachweisen, also mal den Ball ein wenig flach halten mit deinen Straftaten !

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@Zahme13

Nein ist es nicht, aber rede dir nur ein dass dies so einfach wäre.

Nur der Umstand das kein Geld da war, reicht nicht aus den Vorsatz Schaden zu verursachen zu belegen.

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@Havege

Besser ausgedrückt, es reicht erst aus, wenn selbst ein normal dummer Mensch genau weiß, dass er das nie wird bezahlen können und wenn er ggf. weitere Umstände hinzuführt. Das kann beispielsweise eine absichtlich falsch angegebene Adresse sein. Das kann sein, dass man 20 Handyverträge auf einmal macht um sich am Verkauf der neu erworbenen Handys zu bereichern. usw.

Wie du richtig sagst, ist einfach der Umstand, mal nicht das Geld zu haben, noch lange kein Betrug, zumindest nicht im normalen Umfang, wo einem das Geld normalerweise zur Verfügung stünde :-)

Sonst wäre auch halb Deutschland im Knast.

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rechtsfähig ist hier das falsche wort. dieses geschäft ist schwebend unwirsam.

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@jasminromina

Erstens habe ich nirgends Rechtsfähig geschrieben (Was soll das sein?) Zweitens, lies doch bitte mal meine ganze Antwort. Die hat nur zwei Zeilen...

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Zieh deinem Sohn die Ohren lang und lasse ihn die Konsequenzen für sein Handeln tragen.

Ärger hat er natürlich bekommen aber das hilft uns aber auch nicht weiter.

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Zahlen. Oder du hast eine Anzeige wegen Betruges am Hals, denn mit 16 Jahren bist du strafmündig.

Das Problem ist das wir kein Geld haben sonst hätte ich es ihm schon gegeben.

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@kevin1905

Das ist noch nicht mal Halbwissen, das ist Nichtwissen :-) Und Panikmache :-)

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Er hat doch gewußt, daß ihr das Geld nicht habt. Also war im klar, daß er einen Betrug begeht. Nun muß er die Konsequenzen tragen. Hoffentlich lernt er daraus.

Blödsinn.

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Was habt ihr mit der Konzertkarte gemacht? Zurückgeschickt?

Die haben wir noch hier. Ich bin total sauer aber auch am ende.

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