16 Jährige aus der Familie werfen?

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7 Antworten

Bis 2002 gab es in vielen Gegenden Westdeutschlands die Möglichkeit dass Eltern beim Jugendamt aufschlugen und da ihr Kind abgaben. Es wurde dann in ein kz-ähnliches Heim gesteckt. Da hieß es dann sechs Tage die Woche jeweils zwölf Stunden ohne Lohn arbeiten, durchaus körperlich gezüchtigt werden, sexuell misshandelt werden, unter wahrnehmungsverändernde Drogen gesetzt werden und so fort. Der Deutsche Bundestag hat diese Praxis beendet. 

Mittlerweile haben wir ein etwas besseres Recht an welches sich deutsche Jugendämter zu halten haben. Es wird auf Wikipedia unter dem Stichwort Jugendamt gut beschrieben. Die Links im Text sollten auch geöffnet werden. 

Nun ja.Deine Freundin steckt in einer schweren Trotzphase. So wie Du sie schilderst scheint ihr die Möglichkeit verwehrt worden zu sein als Kind angemessen ihr eigenes Ich zu entdecken. Das kommt vor, leider. Das Jugendamt wird also zunächst mal den einen oder anderen Besuch bei der Familie durchführen. Ob angekündigt oder nicht liegt im Ermessen der Fachmenschen. Wie es dann weiter geht hängt vom Einzelfall ab. 

Sonnenstern811 11.09.2016, 01:13

Ganz sicher, dass deine Darstellung im ersten Absatz stimmt? Ich kann es mir nicht vorstellen. Kinderarbeit usw. dann auch noch 12 Stunden am Tag. Hier ist nicht Nordkorea. Die dürfte wohl in Deutschland verboten sein, auch bis 2002.

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Natürlich nicht. Sowas albernes. Der Vater will ihr bestimmt nur drohen, aber für ihn würde das eher peinlich werden so beim Jugendamt vorzusprechen. Aber kann natürlich sein, dass das Jugendamt Vorschläge macht wie die Stimmung zu Hause wieder besser wird z.B. Familienhilfe etc.

Aber will deine Freundin denn nicht raus dort? Das scheint ja wirklich seltsam zu sein. Sie kann auch mit Hilfe des Jugendamtes eine eigene Wohnung mit Unterstüzung bekommen.

BelialDark 17.11.2015, 14:49

Sie meinte sie hätte gern ihre Ruhe und würde im Notfall zu ihrer Oma ziehen wenn ihr Vater sie rauswirft. Allerdings bezweifle ich das dass so einfach gehen wird. Sie möchte an ihrem Verhalten nichts ändern da sie gern rausgeht und nicht zeitiger Zuhause sein will,verstehe ich auch. Sie geht noch zur Schule,eigene Wohnung wird eher schwer oder?
Hab grad erfahren das sie nun auf dem Weg zum Jugendamt sind...

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VisiteurG2 17.11.2015, 14:53
@BelialDark

Kommt wie immer bei Ämtern auf den Sachbearbeiter an. Oberstes Ziel ist natürlich immer, dass die Familie zusammen bleibt. Mit 16 um 21h zu Hause zu sein ist völlig OK. Da soll sich die Freundin auch nicht einschränken lassen.

Wenn sie zu Hause raus möchte wäre es am Besten sie sucht sich unabhängige Beratung, die gibts sehr häufig auch speziell für junge Frauen und Mädchen in allen Städten und größeren Orten. Kann man aber auch beim Jugendamt erfragen.

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BelialDark 17.11.2015, 15:01
@VisiteurG2

Da ist aber das Problem das sie absolut null Bock auf irgendwelche Beratungsstellen oder sonstiges hat,sie will nur ihre Ruhe und ihr Ding machen. Ist ihre Aussage.

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VisiteurG2 17.11.2015, 15:14
@BelialDark

Das ist schade, aber auch verständlich. Natürlich will sie niemanden der ihr sagt was sie machen soll, es geht ja auch eher darum mal abzuklopfen, welche Möglichkeiten sie hat. Sie wäre nicht die erste 16-jährige mit eigener Wohnung und einem selbstbestimmten Leben. Aber ein bisschen Einsatz muss man dafür einfach zeigen.

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Es ist doch eine gute Möglichkeit mal die Situation auf neutralem Boden zu erläutern. Gute Idee.

was findest du denn an diesem grund lächerlich? das kind hat sich an die regeln ihrer familie zu halten und wenn die klare zeiten haben, wann kind wieder zu hause zu sein hat, dann hat sie dies zu befolgen. das ist doch ganz klar oder?

wenn sie sich also an keine vorgaben und regeln ihrer familie hält und diese die nase voll haben, dann ist das jugendamt die richtige adresse um ihr das klar zu machen. wenn das nichts hilft, dann kann der vater sie natürlich ins heim stecken.

Akka2323 18.11.2015, 08:32

Der Vater kann sie nicht ins Heim stecken, denn das muß ja auch jemand bezahlen. Da müssen schon sehr gewichtige Gründe vorliegen, damit das Jugendamt das tut.

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blumenkanne 18.11.2015, 12:01
@Akka2323

doch das kann er. indem er einfach sagt, das das maß voll ist und er nicht mehr willig ist für dieses kind in seinem haushalt zu sorgen. er gibt es einfach beim jugendamt in obhut. wie die finanzierung danach aussieht wird sich rausstellen. kann er das nicht zahlen, dann übernimmt die jugendhilfe die kosten. du kannst die eltern nicht zwingen sich mit so einem kind, das auf keine regel reagiert und macht was es will, sich weiter damit zu quälen. es sind in erster linie auch nur menschen und bei jedem ist die schwelle des erträglichen unterschiedlich.

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hertajess 18.11.2015, 18:45
@blumenkanne

blumenkanne, die Zeiten sind seit 2002 hier in Westdeutschland zum Glück endlich vorbei wo Eltern wegen Pflichtverweigerung die Gesellschaft in Haft nehmen konnten. Denn um Nichts Anderes handelt es sich hier wenn es nur darum geht dass sie so lange draußen bleiben will: Pflichtversäumnisse. Und zwar über einen sehr langen Zeitraum. Daran beißt keine Maus einen Faden ab. 

Heute hat das Jugendamt sich an andere Regeln zu halten. Ein Heim ist der allerletzte Ausweg und muss sehr gut begründet sein. Dann allerdings haben die Eltern für die Kosten aufzukommen. Auch wenn es bedeutet dass sie sich einen Nebenjob zu suchen haben. Schließlich haben sie im vorliegenden Fall 16 Jahre lang den weltweit dritthöchsten Förderbetrag von unseren Steuergeldern dafür bekommen ihrer Erziehungs- und FürsorgePFLICHT nachkommen zu können. 

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Ja klar! Wer nicht spurt, der fliegt halt raus.

Salut, nein, eigentlich dürfte der Vater das wegen diesem lächerlichen Grund nicht.

Dahika 17.11.2015, 17:50

wenn es nur der Grund ist. Das bezweifel ich jetzt mal einfach.

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smile142 17.11.2015, 21:07

Oh

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Wegen sowas eigentlich nicht.

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