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1 Antwort

Dein Sohn hat eine Straftat begangen. Gegen ihn wird nun ein Strafverfahren eröffnet werden das mit einer Geldstrafe und dem Entzug der Fahrerlaubnis enden wird. Sollte die Fahrerlaubnis noch nicht vorläufig entzogen sein dann wird das in den nächsten Tagen auf richterlichen Beschluss geschehen.

In ca. 1-3 Monaten wird ihm dann ein Strafbefehl zugehen der etwa dieses Strafmaß enthalten wird:

  • Sperrfrist von mindestens 6 Monaten, eher aber 10-12
  • Geldstrafe von 25-40 Tagessätzen

Die Fahrerlaubnis kann dann 3 Monate vor Ablauf der Sperrfrist neu beantragt werden, eine MPU ist nicht zu befürchten.

Äußern sollte er sich zur Sache nicht, denn etwas das ihn entlasten kann wird er sehr wahrscheinlich nicht vorbringen können. Alles Andere geht nur nach hinten los. Über die Zuziehung eines Anwaltes kann man immer noch nachdenken wenn der Strafbefehl da ist.

wiseasanowl 15.12.2013, 06:06

Dein Sohn hat eine Straftat begangen.

...soll eine Straftat begangen haben.

Hier kann man nur dazu raten, unverzüglich einen Rechtsanwalt (im Idealfall mit Tätigkeitsschwerpunkt Verkehrs- und Strafrecht) zu konsultieren,

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Sevcil 15.12.2013, 07:49
@wiseasanowl

Danke für die Antwort. Ich gehe davon aus, dass Rechtschutz den RAe nicht übernimmt. Oder? Ist es ratsam, den RAe sofort zu konsultieren oder reicht es aus, wenn Strafbefehl offiziell vorliegt.

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Sevcil 15.12.2013, 08:03

Guten morgen Crack, vielen Dank für die Rückmeldung. Das hört sich nicht gut an..... Was wäre denn z.B. eine entlastende Stellungnahme? Er hat nirgends einen Eintrag, ist nie aufgefallen und ist absolut sauber. Allerdings an seinem Geburtstag, nachdem er vier große Bier und einen Jägermeister während der ganzen Zeit getrunken hat, Morgens gegen 4 Uhr ist das Ganze passiert. Sein Freund, der mit im Auto war, war überhaupt nicht mehr in der Lage zu fahren, mein Sohn fühlte sich sicher und ist deshalb gefahren. Sonst fährt er auch nie Auto, wenn er getrunken hat. Wir sind total rat- und hilflos. Das ist uns nie in der Art passiert. Wie hoch ist den der Tagessatz? Er hat derzeit bis Mitte Januar 2014 eine befristete Arbeitsstelle. Danach höchst wahrscheinlich arbeitslos. Würde diese Situation dabei berücksichtigt werden? Würde der Rechtschutz den RAe übernehmen? Oder muß mein Sohn diesen auch selbst zahlen? Vielen Dank vorab für die Antworten und schönen Sonntag

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Crack 15.12.2013, 10:16
@Sevcil

Was wäre denn z.B. eine entlastende Stellungnahme?

Ich bin kein Jurist. Aber was könnte man zur Entlastung vorbringen das eine Trunkenheitsfahrt rechtfertigen könnte? Mir fällt da nichts ein.

Wie hoch ist den der Tagessatz?

Der Tagessatz wird aus dem monatlich zur Verfügung stehenden Nettoeinkommen berechnet. Beispiel:

Verdienst von 1200€ geteilt durch 30 Tage/Monat macht einen Tagessatz von 40€.

Die Zukunftsaussichten werden leider nicht berücksichtigt. Dann könnte man nur eine Ratenzahlung vereinbaren.

Würde der Rechtschutz den RAe übernehmen?

Die zahlt wenn Verkehrsrechtsschutz eingeschlossen ist und die Tat fahrlässig begangen wurde und nicht vorsätzlich. Und genau das ist schon einmal ein Punkt der gegen eine unüberlegte Aussage Deines Sohnes spricht. Denn wenn er hier etwas Falsches sagt und man kann ihm Vorsatz nachweisen hat das zur Folge das das Strafmaß höher ausfallen wird und die Rechtsschutzversicherung nicht zahlt. Wenn Ihr also eine RS-Versicherung habt dann solltet Ihr bei dieser auch gleich wegen Kostendeckung anfragen und dann einen Anwalt beauftragen.

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