120 Statt 100 Auf Der Autobahn als Fahranfänger Strafen?

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4 Antworten

Wurdest du geblitzt oder angehalten? Welche Höchstgeschwindigkeit war erlaubt? Hattest du das Gefühl oder hast du auf den Tacho geguckt?

Bußgelder und sonstige Auflagen entstehen nur, wenn man dir einen Geschwindigkeitsverstoß nachweist. Wegen der Höhe guckst du hier: http://www.bussgeldkataloge.de/index2.html

Hallo

Was droht Mir falls ja als Konsequenzen?

nur ein Verwarnungsgeld und keine Probezeitmaßnahmen

wenn 100km/h erlaubt waren, und du geschätzte 120km/h gefahren bist wird sowieso noch die Toleranz abgezogen.

dein Tacho geht ebenfalls ca. 3km/h vor.

du bist auf jeden Fall unter der magischen 21km/h-Grenze und somit gibt es auch keine Maßnahmen bezüglich deiner Probezeit

JotEs 07.06.2015, 21:10

Die Toleranz wird aber vom Messergebnis abgezogen, nicht von der vom Tacho abgelesenen Geschwindigkeit. Das Messergebnis aber kann aufgrund der jeder Messung innewohnenden Messungenauigkeiten auch höher ausfallen, als die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit (das ist auch der Grund für den Toleranzabzug). Daher kann man die Toleranz nicht einfach in voller Höhe von der abgelesenen Geschwindigkeit abziehen.

Ich stimme allerdings zu, dass, wenn man wie der Fragesteller 120 km/h vom Tacho abgelesen hat, es bei erlaubten 100 km/h aufgrund der Tachovoreilung nur zu einem Verwarnungsgeld und damit nicht zu Probezeitmaßnahmen kommen kann.

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Bei einem Führerschein auf Probe wird zusätzlich bestraft,wer einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße begeht. 

In Betracht kommen nur Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten,die mit einem Bußgeld von mindestens 40,- Euro geahndet wurden !

A-Verstöße sind: Unfallflucht, Nötigung, Vorfahrtsverletzung mit Gefährdung eines anderen, verbotenes Rechtsüberholen außerhalb geschlossener Ortschaften, Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit (hat mit Pkw ohne Anhänger oder Motorrad erst ab 21 km/h Auswirkungen auf die Probezeit), zu schnelles Fahren bei Unübersichtlichkeit, an Kreuzungen und Einmündungen oder bei schlechten Sicht- oder Wetterverhältnissen, zu dichtes Auffahren, "Geisterfahren" auf Autobahn oder Kraftfahrstraße, Rotlichtmißachtung, Fahren unter Alkoholeinfluß, Überholen im Überholverbot.

B-Verstöße sind: Unbefugte Benutzung eines Kraftfahrzeugs, Telefonieren mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung, Gefährdung oder Behinderung von Fußgängern oder Radfahrern beim Abbiegen, Gefährdung oder Behinderung von Personen in Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, Kennzeichenmißbrauch, ungenügendes Absichern eines liegengebliebenen Fahrzeuges mit Gefährdung anderer, verbotenes Parken auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen, Termin zur Hauptuntersuchung oder Abgasuntersuchung um mehr als 8 Monate überziehen, mit abgefahrenen Reifen fahren, Gefährdung oder Behinderung von Schulkindern an einem haltenden Schulbus

Wer einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße begeht und einen Führerschein auf Probe hat, wird zusätzlich zur Maßnahme aus dem Verwarnungsgeld- bzw. Bußgeldkatalog folgendermaßen bestraft:Beim ersten Mal verlängert sich die Probezeit um 2 Jahre. Ein Aufbauseminar (ASF = Aufbauseminar für Fahranfänger) wird angeordnet.Dieses Seminar muss an einer dafür zugelassenen Fahrschule absolviert werden. Es besteht aus einer Nachschulung von insgesamt 4 Sitzungen zu 135 Minuten.Zwischen der ersten und der zweiten Sitzung gibt es eine Fahrprobe von mindestens 30 Minuten Dauer.Diese Fahrprobe hat keinen Prüfungscharakter. Der Kurs wird in Gruppen von 6 bis 12 Teilnehmern abgehalten, die durch aktiven Erfahrungsaustausch und gemeinsame Analysen ihres Fahrverhaltenslernen sollen, wie sie Unfallrisiken künftig vermindern können. Eine durchgehende Teilnahme an allen Stunden ist Pflicht. Die Kosten betragen durchschnittlich 250 Euro, maximal etwa 400 Euro. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen, da die Seminare nicht durchgehend angeboten werden. Eine Fristüberschreitung wird als Weigerung angesehen und hat den Entzug der Fahrerlaubnis zur Folge. 

 Beim zweiten Mal (wieder ein A-Verstoß oder zwei B-Verstöße): Die Behörde empfiehlt die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung. 

Beim dritten Mal (ein A-Verstoß oder zwei B-Verstöße): Die Fahrerlaubnis wird entzogen, eine Neuerteilung ist frühestens nach drei Monaten möglich.Wird nach der Neuerteilung ein neuer A-Verstoß begangen, ist eine MPU fällig.


EAfireworks 07.06.2015, 15:13

Also es war ja nicht über 21 kmh, hat von daher keine Auswirkung auf die Probezeit.

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adk710 07.06.2015, 16:53

Die Quelle ist nicht mehr aktuell, seit mehr über einem Jahr liegt die Bußgeldgrenze bei 60 Euro.

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Waren auf der Autobahn nur 100km/h erlaubt und wurdest du erwischt?

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