10jähriger kann sich schwer von der Mutter lösen, warum?

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  • vorweg, habe 3 Kinder (13, 22, 25) und auch 3 mehr als 5 bis 20 Jahre jüngere Geschwister) und mache Projekte für besonders begabte Kinder im Vor- und Grundschulalter auf natwisstechn. Gebiet -also bissel Erfahrungen, was Kinder angeht
  • lese mit Erstaunen vom sogenannten Tyrannen erziehen, was absoluter Schwachsinn ist (wird in Büchern proklamiert -jedes Kind kann...lernen, Supernanny, Lehrer(!!) ... -welcher Erwachse bitteschön geht punkt 19.00 Uhr auf die Minute ins Bett, isst punkt auf die Minute.... (selbst Säuglinge hat man früher, damit es keine Tyrannen werden, manchmal stundenlang schreien lassen und erst punkt nach genau 4 Stunden gefüttert -wir Erwachsenen verlangen von unseren Kindern oft mehr als von uns selber, ein Glück, dass die Toleranzschwellen der Kinder so flexibel sind

-zu dem Thema: alte Sachen nicht abgeben hat ggf. folgenden Hintergrund: benutzte Sachen verändern durch ihren Gebrauch manche Eigenschaften -sie werden weicher, man weiss, dass sie nicht drücken, sie "riechen" vertraut (Hormone) bilden eine "Identität" bzw. vielleicht auch ein "Revier" und sie sammeln Erinnerungen, manchmal haben sie ab einer bestimmten Zeit gewisse "Zippelecken" welche die neuen Sachen nicht haben, die Kinder aber für eine ganz spezielle tiefe Entspannung benötigen -in diesem Fall sollte man das sogar als Gabe sehen!! vielleicht hilft es, wenn die Mutter einen beiseitig akzeptierten Kuschelgegenstand besorgt (am besten selbergemacht (kleines Federkissen aus Nickistoff, Tuch,... mit "Muttifaktor", der überall dabei sein darf und dessen Zustand, auch wenn er der Mutter später vielleicht peinlich sein sollte, akzeptiert wird)

  • was die Probleme mit dem Loslassen betrifft: da der Junge geistig ja gut "aufgestellt" ist, kann man ja mit ihm über diese Sache reden -vielleicht weiss er ja, warum er so reagiert, man kann ihm auch eklären, wie die Mutter sich fühlt und vielleicht kann man ja ein kleines Ritual einführen,

  • wenn der Junge mit der Mutter nicht darüber reden kann/möchte -vielleicht kann ja der Vater so "unter Kumpels" ohne!! zu sagen, ein Mann hat keine Angst

  • Ursache kann ggf. auch sein, dass die Mutter ihren Sohn vielleicht früher zu schnell, ohne Übergang irgendwo eingewöhnen musste (Kindergarten, Schule,...) und er in der neuen Umgebung alleine nicht zurecht kam, vielleicht sogar nicht gemocht wurde (gemobbt) und jetzt immer erst sicher gehen möchte, dass diesbezüglich alles o.k. ist, dann kann ja die Mutter gehen
  • was die Schule diesbezüglich meint ist völlig uninteressant, wir brauchen keinen genormten Einheitsmenschen!, auch wenn das für die Lehrer natürlich wesentlich einfacher ist, außerdem bekommt man als Elternteil so (wenn man sein Kind begleitet) auch mehr über die Abläufe in der Schule mit und das ist manchen Lehrern unangenehm (aus welchen Gründen auch immer)
  • manche Kinder entwickeln sich nicht gleichmäßig, sie sind z.B. was schulische Leistungen betrifft ihren Altersgenossen weit voraus, aber was die Trennung von der Mutter betrifft eben etwas langsamer und 10 J. ist meines Erachtens zwar nicht alltäglich, aber auch noch nicht so absurd, dass man ... (zum Thema ungleiche Entwicklung bei Bedarf ausführlicher,...)
  • manchmal kommt der Umschwung schneller als man denkt, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder alleine meist wesentlich besser wissen als die Erwachsenen, was gut ist (habe auch einen Sohn, der mit zwei fragte "Mutti warum rostet Edelstahl nicht?" aber in die Schule musste ich ihn bis zur 4. Klasse bringen und mit dem Wechsel auf das Gymnasium war das von heute auf morgen passe), vielleicht langweilt er sich ja auch oft und sieht so den immerhin möglichen Ausweg zu gehen, wenn die Mutter noch da ist?!
  • naja auch die Trennung der Eltern kann ein Grund sein -in dem Fall ist vielleicht eine Beratung doch angebracht, oder vielleicht auch eine Kinder/Jungengruppe von gleich betroffenen Kindern/Jungen

Vielen Dank für deinen ausführlichen Text.Ich werde einiges daraus mitnehmen und nochmal mit der Mutter darüber reden.

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Wenn sich ein ein Junge mit 10 wie ein Zweijähriger benimmt, dann kann man schon mal auf die Idee kommen, dass da ein tyrannisches Verhalten gefördert wird. Und eine andere Meinung als "absoluter Schwachsinn " zu bezeichnen hat leider auch etwas tyrannisches.

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Zwillinge heist ja nicht automatisch, dass beide Kinder miteinander vergleichbar wären, denn auch Zwillinge unterscheiden sich im Character und Verhalten voneinander.

Mögliche Ursachen könnten sein:

  • das der Junge die Trennung seiner Eltern völlig anders empfunden hat als sein Bruder und erst jetzt wo er etwas älter ist sich wirklich einen Kopf darum macht.
  • das die Mutter nach der Trennung beide Söhne extrem "behütet" hat und sich erst jetzt zeigt, dass der Junge, wo die Mutter evtl. ein paar Gänge zurückschaltet extreme Angst entwickelt, dass die Mutter ihn auch eines Tages verlassen könnte (Verlustängste)
  • sich die ersten Veränderungen ergeben in Richtung Pubertät. Ein evtl. Interesse am "anderen" Geschlecht überträgt er auf seine Mutter, da er sich bei ihr immer geborgen gefühlt hat.
  • Evtl. ist auch etwas im Umfeld vorgefallen in einer eigentlich normalen vertrauten Umgebung, und er will seiner Mutter deutlich machen, dass er Angst hat, dass ihm erneut etwas Schlechtes widerfährt in einer ihm eigentlich wohlbekannten Umgebung?

Letztlich sind das alles nur Spekulationen. Ich selbst würde mit meinem Sohn mal ein Gespräch führen und ihn selbst fragen, warum er sich so verhält. Mit 10 Jahren ist der Junge doch grundsätzlich alt genug seine Meinung zu sagen.

Es gibt viele Ursachen für so ein Verhalten! Sind ja schon mehrere Antworten bzgl Erziehung, etc. Wenn Du aber sagst, daran liegt es nicht...kann ich aus der Entfernung so jetzt natürlich auch nicht beuurteilen. Es könnte sein, dass er auf ganz anderer Linie Sorgen oder Probleme hat. Das könnte alles Mögliche sein. In der Schule, mit Freunden, Verwandten, etc. Und dann gibt es Kinder, die es wirklich niemandem erzählen. Das ist auf Dauer dann natürlich eine enorme Belastung für das Kind. Und das Kind entwickelt gewisse "Angewohnheiten" die auf die Eltern und das Umwelt eigenartig wirken. Meistens geben diese Sachen dem Kind aber Sicherheit und ein vertrautes Gefühl...Grundsätzlich denke ich aber, dass man immer erst mal die Offensichtlichen Gründe (Erziehung, Ängste, etc) die das Verhalten haben könnte-hinterfragen sollte. Denn häufig liegt die Ursache in den alltäglichen Dingen

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Mit freundlichen Grüßen.

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