10 tage nach dem tod meiner opa standesamtliche trauung?

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15 Antworten

Nein, an Deiner Stelle würde ich es nicht verschieben; es ist schon klar, dass Du traurig bist, aber Dein Opa war ja wohl kein junger Mensch mehr und dass das Leben irgendwann endet, ist ein natürlicher Vorgang, den wir alle akzeptieren müssen.

Geboren werden, heiraten, ein Kind bekommen, alt werden und sterben sind die großen Stationen im Leben - einer kommt und einer geht.

Für Deinen Opa war das Leben nun zu Ende - für Dich dagegen beginnt mit der Heirat ein neuer Lebensabschnitt; so schließt sich der Kreis des Lebens.

Das ist eigentlich etwas sehr Schönes und es tröstet, dass es immer wieder weiter geht und die Toten, um die man trauert, nimmt man dabei in Gedanken und im Herzen mit: Dein Opa würde sich sicher sehr freuen, wenn er bei Deiner Hochzeit noch dabei sein könnte und er fände es sicher nicht schön, wenn Du jetzt alles absagst - nimm ihn in Gedanken mit.


Mein Beileid! Für mich wäre es nicht so einfach meinen Hochzeitstag zu genießen,  wenn vor kurzem mein Opa gestorben wäre. Aber das musst du und deine Familie für euch entscheiden. Wenn du meinst es wäre falsch dann verschiebe die Hochzeit, trauere auf der Beerdigung. Ich denke es würde sonst eine andere Stimmung herrschen auf der Hochzeit und niemand wäre wirklich in Feierlaune. Aber wie gesagt: bespreche das mal mit deinem zukünftigen Mann, deiner Familie wie die das sehen. 

Warum solltest du deine Hochzeit verschieben, weil dein Opa gestorben ist?

Solche Erklärungen oder Begründungen empfinde ich persönlich immer als schräg und als Ausrede, weil man zu etwas keine Lust (mehr) hat.

"Du wir wollten ja zusammen in den Urlaub, aber......."; 

"Eigentlich wollten wir nächsten Monat zusammen ziehen, aber..."

Das Leben geht weiter und muss es auch. Dieses Gefühl kannst Du auch noch in einem halben Jahr haben, dann auch wieder warten und verschieben. Es ist Deine Entscheidung.

dandy100 29.06.2017, 11:12

sorry, aber das ist wirklich ein ganz schlimmer Satz, der noch nie jemandem geholfen hat, der traurig war:

Das Leben geht weiter

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Nein, dein Großvater hätte dir mit sicherheit nicht die Trauung verdorben wollen. Bei einer Hochzeit feiert man das leben, gedenke deinem Großvater evtl. mit einem bild in einen Rahmen welchen du an seinen Platz hintust und lass diesen leer. Es wird zwar eine andere Stimmung herrschen als unter normalen umständen aber du wirst dich dennoch amüsieren

Wenn du selbst psychisch nicht in der Lage bist, deine eigene Hochzeit zu genießen, weil dein Opa gestorben ist, dann musst du sie verschieben - aber warum? Der Tod steht am Ende jedes Lebens und ist so natürlich wie eine Geburt. Dein Opa würde nicht wollen, dass du deine Hochzeit verschiebst, um seinetwegen zu trauern.

Du kannst traurig sein, dass dein Opa nicht mehr da ist, aber wenn du dein eigenes Leben deswegen änderst, dient das weder dir noch deinem Opa und es würde viele Menschen verletzen - besonders deinen zukünftigen Mann und seine Familie, auch wenn sie Verständnis bekunden. 

Ich könnte mir vorstellen, dass es schwierig ist sämtliche Hochzeitsvorbereitungen mal eben 9 Tage vorher zu verschieben. Ich würde es nicht verschieben aber das bleibt deine Entscheidung und nicht die von Außenstehenden. Wir standen ja in keinem Verhältnis zu deinem Opa.

Ich bin mir sicher dein Opa hätte gewollt, dass du trotzdem heiratest.

Mein Beileid.

Aber: Leben und Tod gehören zusammen. Es ist gut und richtig, dass du traurig bist. Aber das Leben geht weiter. Dein Opa hätte sicher nicht gewollt, dass du deshalb auf deine Hochzeit verzichtest oder sie verschiebst.

Die Hochzeit hast du doch bestimmt groß vorbereitet -oder?

Kannst du eine Feier in einem kleineren Rahmen machen und eine große Feier später?

Nur der Gang aufs Standesamt ist doch total OK - ich würde das tun!

Kann mir einerseits vorstellen, dass Du deshalb ein "schlechtes" Gewissen hast, aber das ist doch eher unbegründet.

Dein Opa hat sich garantiert auch auf die Hochzeit gefreut, die er dann leider nciht mehr erleben durfte. 

Wenn Du jetzt die standesamtliche Hochzeit verschieben würdest, wird er ja auch nicht mehr lebendig... ;-)

An Deiner Stelle würde ich an dem Termin festhalten, außer halt Du fühlst Dich hier zu unwohl... 

dein opa hat sich doch sicher auch darauf gefreut. Mach es und denk an ihn

hängt von eurem verhältnis ab.. wenn es wirklich innig war und du jetzt wirklich sehr trauerst, ist es wohl besser, du wartest noch eine weile....

mein Beileid.

wie ich aus einer deiner anderen Fragen entnommen habe, war dein Opa sehr krank und schon in einem hohen Alter. Für ihn war es bestimmt eine Erlösung. 

Von daher würde ich die Hochzeit wie geplant durchführen und ihn an dem Tag besonders damit ehren. 

Herzliches Beileid. Meinst Du aber nicht, daß Dein Opa gewollt hätte, daß Du trotzdem heiratest?

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