10 Tage am Stück arbeiten. Legal oder Schwachsinn?

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6 Antworten

Es ist durchaus erlaubt 10 Tage am Stück zu arbeiten. Es gibt sogar Schichtmodelle in denen man 19 Tage ohne Pause arbeiten kann.

Was aber nicht geht ist dass der AG Deine Mutter regelmäßig zu so vielen Stunden einteilt, wenn sie einen Teilzeitvertrag hat.

Überstunden können im Rahmen des Direktionsrechts angeordnet werden wenn diese im Arbeitsvertrag vereinbart sind. Außerdem können Überstunden/Mehrstunden gearbeitet werden wenn ein Betriebs-/Personalrat diesen zugestimmt hat.

Das ist aber kein Freibrief für den AG. Teilzeitkräfte haben bekundet, dass sie mit reduzierter Stundenzahl arbeiten wollen. In Ausnahmefällen können sie selbstverständlich zu Mehrstunden verpflichtet sein aber nicht zur dauerhaften Ableistung derselben.

Unvorhergesehene Notfälle kann es immer geben und da sind Überstunden/Mehrstunden durchaus erlaubt. Sie dienen aber nicht dazu fehlendes Personal dauerhaft zu ersetzen.

Schau auch mal hier:

www.arbeitsrecht.de/rat-vom-experten/ueberstunden/ueberstunden.php

Selbstverständlich kann/sollte man sich bei der Gewerkschaft mal erkundigen und/oder auch mal den Betriebs-/Personalrat aufsuchen (falls vorhanden) der die zu leistenden Überstunden genehmigen muss.

Also es ist schon legal 10 Tage hintereinander ohne freie Tage dazwischen zu arbeiten. Was nicht geht ist Überstunden zu fordern, wenn das im Vertrag nicht geregelt ist.

Also sie kann 10 Tage am Stück arbeiten, aber sobald sie ihre Stundenzahl erreicht hat, dann halt den restlichen Monat gar nicht mehr. Überstunden sind eine freiwillige Leistung des Arbeitnehmers.

Leider ist es in sozialen Einrichtungen oft so, dass Überstunden ohne Ende angehäuft werden, die nie abgebaut werden und gelegentlich sogar verfallen. Der Grund ist oft, dass es einen Personalschlüssel gibt, aber oft einige Mitarbeiter fehlen. Menschen, die in sozialen Bereichen arbeiten, tendieren oft dazu ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie Überstunden ablehnen, weil sie denken, dass sie ihre Kollegen hängen lassen oder es dann auf Kosten der Bewohner des Altersheimes geht. Dabei müsste der Betreiber ein schlechtes Gewissen haben, weil er nicht die benötigte Menge an Personal einstellt. Wenn man einen Angestellten "einspart" sind das halt gleich ein paar tausend Euro mehr Gewinn pro Jahr.

Wenn man einen Angestellten "einspart" sind das halt gleich ein paar tausend Euro mehr Gewinn pro Jahr.

Dazu muss das Unternehmen aber erst mal Gewinn machen. Gerade im sozialen Bereich ist es aber leider oftmals so, dass einfach kein Geld für mehr Personal da ist, dann kommt es leider zu dieser für beide seiten unbefriedigenden Situation.

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10 Tage am Stück arbeiten ist tatsächlich zulässig.

Siehe ArbZG

§ 11 Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung

10 Tage am Stück arbeiten ist tatsächlich zulässig.

Siehe ArbZG


§ 11 Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung


(1) Mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen beschäftigungsfrei bleiben.

(2) Für die Beschäftigung an Sonn- und Feiertagen gelten die §§ 3 bis 8
entsprechend, jedoch dürfen durch die Arbeitszeit an Sonn- und
Feiertagen die in den §§ 3, 6 Abs. 2, §§ 7 und 21a Abs. 4 bestimmten
Höchstarbeitszeiten und Ausgleichszeiträume nicht überschritten werden.
(3) Werden Arbeitnehmer an einem Sonntag beschäftigt, müssen sie einen
Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag
einschließenden Zeitraums von zwei Wochen zu gewähren ist. Werden
Arbeitnehmer an einem auf einen Werktag fallenden Feiertag beschäftigt,
müssen sie einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den
Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von acht Wochen zu gewähren
ist.


(4) Die Sonn- oder Feiertagsruhe des § 9 oder der Ersatzruhetag des
Absatzes 3 ist den Arbeitnehmern unmittelbar in Verbindung mit einer
Ruhezeit nach § 5 zu gewähren, soweit dem technische oder
arbeitsorganisatorische Gründe nicht entgegenstehen. 

Was die Überstunden angeht wäre ein Blick in den Arbeitsvertrag von Nöten. Allerdings wird der Arbeitgeber in aller Regel wohl eher ein Problem damit haben in dem hohen Rahmen Überstunden anzuordnen.

Die Frage ist ob deine Mutter da jetzt ein Fass aufmachen will und ob es sie stört, wenn es gegen ihren Willen ist dann kann sie dagegen durchaus vorgehen.

Vielleicht hilft das hier weiter:

http://komnet.nrw.de/ccnxtg/frame/ccnxtg/danz?lid=DE&did=4493

Persönlich würde ich aber eher zu einem Arbeitsplatzwechsel raten. Denn erfahrungsgemäß passt "man" sich schlechten Arbeitsbedingungen entweder an (und geht evtl. daran "kaputt") oder meutert dagegen, was einem zumeist "schlechte Karten" bei der Geschäftsführung einbringt u. ggf. sogar Kollegen, die deshalb um *ihren* Arbeitsplatz fürchten gegen einen auf (denn oft herrscht in solchen Betrieben ein regelrechtes "Angstklima", bei dem zusätzlich zu den schlechten Arbeitsbedingungen gezielt die Angst der Mitarbeiter um den Job geschürt wird).

ja. Aber spätestens nach 10 Tagen müssen 2 Tage Frei gewährt werden. 

Die Höchstarbeitszeit pro Woche inklusive Überstunden beträgt 48 Stunden. Die Höchstarbeitszeit pro Tag liegt bei 10 Stunden in Ausnahmefällen 12,5 Stunden.

Wenn die werte nicht überschritten werden und die Stunden Bezahlt oder später per Freizeit ausgeglichen werden ist das ok.

Also 20 Stunden in der Woche ist denke ich normal.
Mal davon abgesehenndass Schulkinder 36 Stunden in der Woche unterricht haben.
Aber mehr zu Arbeiten als im Vertrag steht ist rechtswidrig.
Nur wenn deine Mutter zu wenig leistet oder einfach garnichts macht

Die 20 std (halbtags) sind ja nicht das Problem, sondern vorallem die 6-7 Tage Woche und die über 100% Überstunden

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1 tag in der woche freizeit sollte drin sein :| und 100% überstunden gehen garnicht. geht damit zum anwalt und verklagt diesen typ.

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@Gerrit2013

Das mehr zu arbeiten als im Vertrag steht rechtswidrig sei ist Unsinn. Damit wäre jede einzelne Überstunde die ein Arbeitnehmer ableistet rechtswidrig.

Zu den 10 Tagen am Stück arbeiten gibt das Arbeitszeitgesetz die nötige Info. 10 Tage am Stück sind durchaus zulässig...

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