10 Gebote vom judentum und christentum

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Die beste Seite ist die von 2.Mose 20 und 5.Mo 5. Das ist in der Thora und in der Bibel gleich. Einzig und allein die Kath. Kirche hat die 10 Gebote verändert, im Kathechismus, so sagt es auch der Vatikan, doch selbst in der kath. Bibel sind die Gebote gleich. Das Alte Testament ist die Thora der Juden. Es ist identisch.

Das Alte Testament der christlichen Bibel ist auch die Heilige Schrift der Juden. Deshalb ist es am sinnvollsten, die 10 Gebote direkt in 2. Moses 20 nachzuschlagen: http://www.bibleserver.com/text/SLT/2.Mose20

Dass du von der Zählweise einiger Internetseiten verwirrt bist, kann ich mir gut vorstellen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es unterschiedliche Zählweisen bei den 10 Geboten gibt.

Die katholische Kirche zählt das Bilderverbot nicht zu den 10 Geboten. Deshalb ist die Reihenfolge der 10 Gebote in der katholischen Kirche folgende (wobei man diese Aufzählung auch in Martin Luthers kleinem Katechismus findet):

  1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
  2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren (nicht missbrauchen).
  3. Du sollst den Tag des Herrn heiligen.
  4. Du sollst Vater und Mutter ehren.
  5. Du sollst nicht töten (genauer: nicht morden).
  6. Du sollst nicht ehebrechen.
  7. Du sollst nicht stehlen.
  8. Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen (nicht lügen).
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.

Eine andere Zählung ergibt sich dort, wo das Bilderverbot - "Du sollst dir kein Bildnis machen" - als zweites Gebot aufgeführt wird, so in der anglikanischen, reformierten und orthodoxen Tradition. Dort werden dann "neuntes" und "zehntes" Gebot als ein Gebot verstanden, was durchaus sinnvoll erscheint:

  1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
  2. Du sollst dir kein Bildnis von Gott machen.
  3. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren (nicht missbrauchen).
  4. Du sollst den Tag des Herrn heiligen.
  5. Du sollst Vater und Mutter ehren.
  6. Du sollst nicht töten (genauer: nicht morden).
  7. Du sollst nicht ehebrechen.
  8. Du sollst nicht stehlen.
  9. Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen (nicht lügen).
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau und Gut.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass es unterschiedliche Zählweisen bei den 10 Geboten gibt.

Es gibt noch eine dritte:

  1. Ich bin der Herr, dein Gott.

  2. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

  3. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren (nicht missbrauchen).

... und so weiter wie bei Reformierten, Orthodoxen und denn meisten Freikirchlern. Wo die übereinstimmen (also ab 3. Gebot) rede ich gerne von biblischer Zählung, denn:

9) Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.

ist nach 2.Ms 20 aber

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. 

(Lu 84)

Das mit der Frau steht so in 5.Ms 5 - für mich ein Beweis, dass die beiden Gebote zum Begehren nur ein einziges Gebot sind (ob die Frau oder das Haus zuerst genannt wird, ist dann weniger wichtig).

Ob die christliche Zählung, die mit 2.Ms 20,3 anfängt, oder die jüdische Zählung, die schon in V.2 das erste "Wort"sieht, besser ist, möge jeder Leser für sich entscheiden.

PS: Bist du dir bei den Orthodoxen sicher? Die haben ja den Verstoß gegen das 2. Gebot (Bilderverbot) noch massiver als die Katholiken - da hätte ich doch glatt angenommen, dass die die katholische Zählung haben, wo das kein eigenes Gebot ist?

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Warum gehst du nicht einfach zur Quelle : die Bibel . Da liest du die Geschichte wie es dazu kam . Für die Christen gelten die selben 10 Gebote .

Die 10 Gebote stehen in der Bibel, da gibt es zwei Stellen: 2.Ms 20 und 5.Ms 5.

Hier 2.Mose 20 (mit drei Zählungen der Gebote, von mir eingesetzt):

1 Dann gab Gott dem Volk seine Gebote. Er sagte: 2 [J1] »Ich bin der Herr, dein Gott! Ich habe dich aus Ägypten herausgeführt, ich habe dich aus der Sklaverei befreit.

3 [J2/1] Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

4 [R2] Du sollst dir kein Gottesbild anfertigen. Mach dir überhaupt kein Abbild von irgendetwas im Himmel, auf der Erde oder im Meer. 5 Wirf dich nicht vor fremden Göttern nieder und diene ihnen nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein leidenschaftlich liebender Gott und erwarte auch von dir ungeteilte Liebe. Wenn sich jemand von mir abwendet, dann ziehe ich dafür noch seine Nachkommen zur Rechenschaft bis in die dritte und vierte Generation. 6 Wenn mich aber jemand liebt und meine Gebote befolgt, dann erweise ich auch noch seinen Nachkommen Liebe und Treue, und das über Tausende von Generationen hin.

7 [3/K2] Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird jeden bestrafen, der das tut.

8 [4/K3] Halte den Ruhetag in Ehren, den siebten Tag der Woche! Er ist ein heiliger Tag, der dem Herrn gehört. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Tätigkeiten verrichten; 10 aber der siebte Tag ist der Ruhetag des Herrn, deines Gottes. An diesem Tag sollst du nicht arbeiten, auch nicht dein Sohn oder deine Tochter, dein Sklave oder deine Sklavin, dein Vieh oder der Fremde, der bei dir lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer mit allem, was lebt, geschaffen. Am siebten Tag aber ruhte er. Deshalb hat er den siebten Tag der Woche gesegnet und zu einem heiligen Tag erklärt, der ihm gehört.

12 [5/K4] Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Dann wirst du lange in dem Land leben, das dir der Herr, dein Gott, gibt.

13 [6/K5] Du sollst nicht morden.

14 [7/K6] Du sollst nicht die Ehe brechen.

15 [8/K7] Du sollst nicht stehlen.

16 [9(K8] Du sollst nichts Unwahres über deinen Mitmenschen sagen.

17 [10/K9] Du sollst nicht versuchen, etwas an dich zu bringen, das deinem Mitmenschen gehört,

[K10] weder seine Frau noch seinen Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel noch irgendetwas anderes, das ihm gehört.«

Es gibt 3 Zählungen: jüdisch [J], reformiert (und die meisten Freikirchen) [R] und katholisch (und Lutheraner) [K], wenn zwei übereinstimmen, hab ich da keinen Buchstaben gesetzt. Also [5/K4] bedeutet, dass Juden und reformierte etc. Christen das als 5. Gebot, Katholiken (etc.) als 4. Gebot zählen, [R2] bedeutet, dass das die Reformierte (etc.) als 2. Gebot zählen, während es Juden und Katholiken (etc.) als teil des vorhergehenden 2. Wort bzw. 1. Gebot zählen (ach ja, bei den Juden heißt das "10 Worte", weil Nr. 1 ja kein Gebot ist).

Nachlesen kannst du das hier:

http://www.bibleserver.com/text/GNB/2.Mose20

Du kannst auf der Seite auch eine andere Übersetzung wählen oder die die Parallelstelle in 5.Mose 5 anschauen (und dann feststellen, dass nach katholischer Zählung es da im 9. Gebot nicht um den Besitz [bzw. wörtlich: Haus], sondern um die Frau des Nächsten geht).

Der leicht unterschiedliche Wortlaut an beiden Stellen, die drei verschiedenen Zählungen, Übersetzungsunterschiede oder auch "Kurzfassungen" der Gebote (ein Satz pro Gebot, auch bei den längeren) - das sollte die Unterschiede erklären, die dich verwirrt haben.

Hallo lottoluck,

ZEHN WORTE.

Diese deutsche Wiedergabe des hebräischen Ausdrucks ʽaßéreth haddevarím, der nur im Pentateuch vorkommt, bezeichnet die 10 grundlegenden Bestimmungen des Gesetzesbundes, allgemein die Zehn Gebote genannt (2Mo 34:28; 5Mo 4:13; 10:4). Diese einzigartigen Rechtsvorschriften werden auch als die „WORTE“ (5Mo 5:22) und „die Worte des Bundes“ bezeichnet (2Mo 34:28). Die Septuaginta (2Mo 34:28; 5Mo 10:4) sagt „déka [zehn] lógous [Worte]“; von diesen beiden Wörtern ist der Ausdruck „Dekalog“ hergeleitet. Ursprung der Tafeln. Die Zehn Worte wurden zuerst durch einen Engel Jehovas auf dem Berg Sinai mündlich kundgetan (2Mo 20:1; 31:18; 5Mo 5:22; 9:10; Apg 7:38, 53; siehe auch Gal 3:19; Heb 2:2). Danach bestieg Moses den Berg, um die Zehn Worte in schriftlicher Form — auf zwei Steintafeln geschrieben — sowie weitere Gebote und Anweisungen entgegenzunehmen. Weil Moses die lange Zeit von 40 Tagen auf dem Berg zubrachte, wurde das Volk ungeduldig und verfertigte ein gegossenes Kalb, um es anzubeten. Als Moses vom Berg herabstieg und sah, wie das Volk Götzendienst trieb, schleuderte er die Tafeln zu Boden, die „das Werk Gottes“ waren, nämlich die Tafeln, auf die die Zehn Worte geschrieben waren, und zerschlug sie (2Mo 24:12; 31:18 bis 32:19; 5Mo 9:8-17; vgl. Luk 11:20). Später sagte Jehova zu Moses: „Haue dir zwei Steintafeln wie die ersten, und ich will auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln erschienen, die du zerschlagen hast“ (2Mo 34:1-4). Und so empfing Moses, nachdem er nochmals 40 Tage auf dem Berg zugebracht hatte, die Zehn Worte ein zweites Mal. Die Tafeln bewahrte Moses in einer Lade aus Akazienholz auf (5Mo 10:1-5). Die beiden Tafeln wurden „Tafeln des Bundes“ genannt (5Mo 9:9, 11, 15). Offenbar hieß die mit Gold überzogene Lade, die Bezalel später anfertigte und in der die Tafeln dann aufbewahrt wurden, deshalb „Bundeslade“ (Jos 3:6, 11; 8:33; Ri 20:27; Heb 9:4). Die Zehn Worte nannte man auch „das Zeugnis“ (2Mo 25:16, 21; 40:20) und die „Tafeln des ZEUGNISSES“ (2Mo 31:18; 34:29), daher die Ausdrücke „Lade des Zeugnisses“ (2Mo 25:22; 4Mo 4:5) und auch „Stiftshütte des ZEUGNISSES“, d. i. das Zelt, in dem die Bundeslade untergebracht war (2Mo 38:21). Über die ersten beiden Tafeln wird berichtet, daß Jehova sie gemacht hatte und daß sie „von Gottes Finger“ beschrieben waren, womit offenbar Gottes Geist gemeint ist (2Mo 31:18; 5Mo 4:13; 5:22; 9:10). Auch die beiden Tafeln, die Moses aushieb, wurden von Jehova beschrieben. Der Befehl: „Schreibe dir diese Worte auf“, der gemäß 2. Mose 34:27 an Moses erging, bezog sich nicht auf die Zehn Worte, sondern, wie bei einer früheren Gelegenheit (2Mo 24:3, 4), auf die Niederschrift anderer Einzelheiten der Bundesbestimmungen. Das Fürwort „er“ in 2. Mose 34:28b, wo gesagt wird: „Und er schrieb dann auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte“, bezieht sich somit auf Jehova und nicht auf Moses. Das geht aus Vers 1 hervor. Später, als Moses die Israeliten an diese Begebenheiten erinnerte, erwähnte er ausdrücklich, daß Jehova ein zweites Mal Tafeln beschrieb (5Mo 10:1-4)

Quelle:

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/1200004367

Inhalt der Gebote. Die Einleitung zu den Zehn Worten bildet die eindeutige Erklärung in der ersten Person: „Ich bin Jehova, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe“ (2Mo 20:2). Sie zeigt nicht nur, wer zu wem spricht, sondern auch, warum der Dekalog damals ausschließlich den Israeliten gegeben wurde. Abraham hatte keine solchen Gebote empfangen (5Mo 5:2, 3). Das erste Gebot: „Du sollst keine anderen Götter wider mein Angesicht haben“ stellte Jehova an den ersten Platz (2Mo 20:3). Es betraf seine erhabene und einzigartige Stellung als Gott, der Allmächtige, als Höchster, als der oberste Souverän. Dieses Gebot ließ die Israeliten wissen, daß sie keine anderen Götter als Rivalen Jehovas haben sollten. Das zweite Gebot reihte sich folgerichtig an das erste an, denn es verbot den Götzendienst in jeder Form als eine Verletzung der Ehre Jehovas und der Würde seiner Person. ‘Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen noch eine Gestalt wie irgend etwas in den Himmeln, auf der Erde oder in den Wassern unter der Erde; du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen noch ihnen dienen.’ Dieses Verbot wird durch die Erklärung unterstrichen: „Denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert“ (2Mo 20:4-6). Das dritte Gebot, in richtiger und logischer Reihenfolge aufgeführt, lautete: „Du sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht in unwürdiger Weise gebrauchen“ (2Mo 20:7). Das ist im Einklang mit der Wichtigkeit, die dem Namen Jehovas überall in den Hebräischen Schriften zukommt (erscheint 6 973mal in NW; siehe JEHOVA [Wichtigkeit des Namens]). In den wenigen Versen der Zehn Worte (2Mo 20:2-17) erscheint der Name 8mal. Die Worte „nicht . . . gebrauchen“ haben den Sinn von „nicht aussprechen“ oder „nicht erheben (aufheben, tragen)“. Wer mit Gottes Namen in solch „unwürdiger Weise“ umgehen würde, würde diesen Namen „zur Falschheit“ erheben oder ihn „unnütz“ machen. Als die Israeliten, denen die Gunst erwiesen wurde, den Namen Jehovas zu tragen und seine Zeugen zu sein, abtrünnig wurden, gebrauchten und trugen sie den Namen Jehovas in unwürdiger Weise (Jes 43:10; Hes 36:20, 21). Das vierte Gebot lautete: „Des Sabbattages gedenkend, um ihn heiligzuhalten, sollst du sechs Tage Dienst leisten und all deine Arbeit tun. Aber der siebte Tag ist ein Sabbat für Jehova, deinen Gott. Du sollst keinerlei Arbeit tun, weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Sklave, noch deine Sklavin, noch dein Haustier, noch dein ansässiger Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist“ (2Mo 20:8-10). Dadurch, daß sie diesen Tag Jehova heiligten, konnten alle, auch die Sklaven und die Haustiere, ausruhen und sich erquicken. Der Sabbattag gab außerdem Gelegenheit, sich auf religiöse Dinge zu konzentrieren, ohne abgelenkt zu werden. Das fünfte Gebot: „Ehre deinen Vater und deine Mutter“ vermittelt sozusagen einen Übergang von den ersten vier Geboten, den Pflichten des Menschen gegenüber Gott, zu den übrigen Geboten, den Pflichten des Menschen gegenüber seinem Nächsten. Da die Eltern den Kindern gegenüber Gott vertreten, bekundet man durch das Halten des fünften Gebotes Ehrfurcht und Gehorsam sowohl gegenüber dem Schöpfer als auch gegenüber den Geschöpfen, die Gott mit Autorität bekleidet hat. Das war das einzige der Zehn Gebote, an das eine Verheißung geknüpft war: „Damit sich deine Tage als lang erweisen auf dem Erdboden, den Jehova, dein Gott, dir gibt“ (2Mo 20:12; 5Mo 5:16; Eph 6:2, 3). Die nächsten Gebote des Grundrechts waren kurz und knapp formuliert: das sechste: „Du sollst nicht morden“; das siebte: „Du sollst nicht ehebrechen“; das achte: „Du sollst nicht stehlen“ (2Mo 20:13-15). In dieser Reihenfolge werden diese Gebote im massoretischen Text aufgeführt — Gebote, die in einer der Größe der Vergehungen entsprechenden Reihenfolge stehen, d. h. vom schwerwiegendsten Vergehen gegen den Nächsten bis hin zum geringfügigsten. Es gibt griechische Handschriften (Codex Alexandrinus, Codex Ambrosianus), in denen die Reihenfolge lautet: ‘Mord, Diebstahl, Ehebruch’; bei Philo (De decalogo, XII, 51) ist sie: ‘Ehebruch, Mord, Diebstahl’; im Codex Vaticanus: ‘Ehebruch, Diebstahl, Mord’. Den Geboten gegen die Tatsünden folgt das Gebot gegen die Zungensünden. Es ist das neunte und lautet: „Du sollst nicht falsch zeugen als Zeuge gegen deinen Mitmenschen“ (2Mo 20:16). Das zehnte Gebot (2Mo 20:17) war einzigartig, denn es verbot Begehrlichkeit, d. h. unerlaubtes Verlangen nach dem, was ein anderer besitzt, einschließlich der Ehefrau. Kein menschlicher Gesetzgeber hat je ein solches Gesetz erlassen, ja es bestünde gar keine Möglichkeit, die Menschen zu zwingen, ein solches Gesetz zu halten. Durch das 10. Gebot erreichte Jehova jedoch, daß jeder einzelne ihm, der alle geheimen Gedanken des menschlichen Herzens sieht und kennt, rechenschaftspflichtig war (1Sa 16:7; Spr 21:2; Jer 17:10).

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@kdd1945

Andere Gliederung der Gebote. Die obige Einteilung der Zehn Worte aus 2. Mose 20:2-17 ist die natürliche. Es ist die gleiche wie bei Josephus, dem jüdischen Geschichtsschreiber des 1. Jahrhunderts u. Z. (Jüdische Altertümer, 3. Buch, Kap. 5, Abs. 5), und wie bei dem jüdischen Philosophen Philo, der ebenfalls im 1. Jahrhundert u. Z. gelebt hat (De decalogo, XII, 51). Andere jedoch, so auch Augustinus, faßten das Gebot gegen fremdländische Götter und das Gebot gegen die Anfertigung von Bildern als e i n Gebot zusammen (2Mo 20:3-6; 5Mo 5:7-10) und teilten dann, um doch 10 Gebote zu haben, Vers 17 von 2. Mose 20 (5Mo 5:21) in 2 Gebote: in ein neuntes gegen das Begehren der Frau des Nächsten und in ein zehntes gegen das Begehren des Hauses und der übrigen Besitztümer des Nächsten. Augustinus suchte seine theoretische Einteilung mit dem Wortlaut der späteren Parallelfassung des Dekalogs aus 5. Mose 5:6-21 zu stützen, wo in Vers 21 zwei verschiedene hebräische Verben gebraucht werden („Auch sollst du nicht . . . begehren [eine Form des hebr. Wortes chamádh]. Ebenso sollst du nicht selbstsüchtig . . . verlangen [eine Form des hebr. Wortes ʼawáh]“), und nicht mit dem früheren Text aus 2. Mose 20:17, wo zweimal ein und dasselbe Verb („begehren“) gebraucht wird. Es gibt noch weitere geringe Abweichungen im Wortlaut der beiden Fassungen der Zehn Gebote, wie sie in 2. Mose und in 5. Mose erscheinen, aber diese beeinträchtigen in keiner Weise den Gehalt oder den Sinn der Gebote. In der älteren Fassung werden die Zehn Worte im Stil der Gesetzesformulierung dargelegt, die spätere Wiederholung dagegen ist mehr in der Erzählform, denn bei dieser späteren Gelegenheit trug Moses Gottes Gebote lediglich zur Erinnerung vor. Die Zehn Worte werden noch an anderen Stellen in etwas abweichendem Wortlaut wiederholt, denn die Schreiber der Hebräischen und die der Christlichen Griechischen Schriften bezogen sich häufig in Verbindung mit anderen Unterweisungen darauf (2Mo 31:14; 34:14, 17, 21; 3Mo 19:3, 11, 12; 5Mo 4:15-19; 6:14, 15; Mat 5:27; 15:4; Luk 18:20; Rö 13:9; Eph 6:2, 3). Die Zehn Worte stammen von Gott und stellen deshalb ein vollkommenes geschriebenes Recht dar. Als ein „Gesetzeskundiger“ Jesus Christus fragte: „Lehrer, welches ist das größte Gebot im GESETZ?“, zitierte Jesus ein Gebot, das die ersten 4 (oder vielleicht sogar 5) der Zehn Gebote zusammenfaßte, indem er sprach: „Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.“ Die übrigen Gebote des Dekalogs faßte Jesus mit den wenigen Worten eines anderen Gebotes zusammen: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Mat 22:35-40; 5Mo 6:5; 3Mo 19:18). Christen vom Dekalog frei. Jesus wurde unter dem Gesetz geboren; er hielt es vollkommen und opferte schließlich sein Leben, um ein Lösegeld für die Menschheit zu beschaffen (Gal 4:4; 1Jo 2:2). Durch seinen Tod am Marterpfahl befreite er außerdem alle, die unter dem Gesetz (einschließlich der grundlegenden Zehn Worte oder Gebote) standen, indem er ‘an ihrer Statt ein Fluch wurde’. Durch seinen Tod wurde ‘die handschriftliche Urkunde ausgelöscht’, indem sie an den Marterpfahl genagelt wurde (Gal 3:13; Kol 2:13, 14). Ein Studium des Gesetzes einschließlich der Zehn Worte ist für Christen dennoch unerläßlich, denn es verrät Gottes Denkweise; außerdem hatte es „einen Schatten der künftigen guten Dinge“, es war ein Schatten der Wirklichkeit, die dem Christus gehört (Heb 10:1; Kol 2:17; Gal 6:2). Christen sind „nicht ohne Gesetz gegenüber Gott, sondern unter Gesetz gegenüber Christus“ (1Ko 9:21). Sie werden von diesem Gesetz aber nicht als Sünder verurteilt, denn durch die unverdiente Güte Gottes werden ihnen durch Christus ihre Vergehungen — eine Folge der Schwachheit ihres Fleisches — vergeben (Rö 3:23, 24).

Aus dem Bibellexikon der Zeugen Jehovas "Einsichten über die Heilige Schrift".

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@kdd1945

Der ausführliche und gut zusammengestellte Antwort. Danke, Kdd.

Hier noch eine kleine Ergänzung:

Die "Zehn Gebote" sind sozusagen die zehn Hauptgebote aus ca. 600 Geboten des "Gesetztes" das Jehova Gott Mose gab (im Folgenden nur als "Gesetz" bezeichnet)

Was nun die "Zehn Gebote" vom Christentum anbelang soll auf folgendes hingewiesen werden, was die Bibel dazu sagt, und das gilt auch für die zehn Gebote:

Galater 3:24 Folglich ist das GESETZ unser Erzieher geworden, der zu Christus führt, . . .

und dann?

Römer 10:4 Denn Christus ist das Ende des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.

Das "Gesetz" wurde durch das bessere Gesetz des Christus abgelöst.

Wie viele Gebote hat das?

Matthäus 22:37 Er sprach zu ihm: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.‘ 38 Dies ist das größte und erste Gebot. 39 Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ 40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze GESETZ und die PROPHETEN.“

Galater 6:2 . . .und so erfüllt das Gesetz des Christus. 

Wer die Ehe bricht, wer stiehlt, wer mordet bricht immer dieses Gebot.

Jakobus 2:10 10 Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. 11 Denn der, der gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen“, hat auch gesagt: „Du sollst nicht morden.“ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden.    Diese Gedanken zum "Christentum" wobei darauf hingewiesen werden muss, das Jeusus als Jude geboren wurde.

Somit ist Jesus Christus der "größte Jude, der je geboren wurde!"

Über ihn sagt die Bibel:

Offenbarung 5:5 Siehe! Der Löwe, der vom Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, hat gesiegt, . . .

und in diesem Sinne führt Jesus selber aus

Johannes 4:22 . .denn die Rettung ist aus den Juden. 

Das als Anregung sich mit diesen Dingen weiter zu beschäftigen.

LG

JensPeter

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