1 Vornamen streichen lassen. mit hilfe des Psychologen

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3 Antworten

Mir ist keine Statistik bekannt, in der abgelehnte Fälle von Anträgen auf Vornamensänderungen abgelehnt wurden. Ob ein Antrag genehmigt oder abgelehnt wird, hängt oft vom jeweiligen Sachbearbeiter bei der Namensänderungsbehörde ab, wie eng er die Verwaltungsvorschriften auslegt. Mit einer guten Begründung hat man immer die Chance, zu seinem Recht zu kommen. Wird ein Antrag abgelehnt, kann man dagegen ein Rechtsmittel einlegen. Der Widerspruch wird dann von der nächsthöheren Behörde (Regierungspräsidium) geprüft. Bestätigt diese Behörde die Ablehnung ebenfalls, gibt es noch eine Klage beim Verwaltungsgericht. Es kommt also entscheidend darauf an, wie gut der Psychologe den Zwang zur Namensänderung untermauert.

Eine (zentrale) Statistik über alle stattgegebenen / abgelehnten Anträge auf Namensänderung gibt es meines Wissens nicht. Diese wäre auch ziemlich nutzlos, denn in jedem Einzelfall kommt es auf den individuell genannten -vom Gesetzgeber verlangten- objektiv wichtigen Grund für die gewünschte Namensänderung an. So unterschiedlich wir Menschen sind, so vielseitig sind auch die im Einzelfall genannten Gründe. On oder ob nicht ein Psychologe ein Gutachten dazu liefert ist ebenfalls m.E. nicht entscheidend; hier wird in der Entscheidung über die Namensänderung auch der Aspekt mit einfließen, ob jemand wegen der Proebleme mit seinem Namen...(!) in psychologischer Behandlung ist (oder war) oder ob eine Stellungnahme eines Psychologen eher als Gefälligkeitsbescheinigung herangezogen wird...

Aus der Sicht des Standesbeamten / Namensänderers: die Streichung eines Vornamens -wenn der/die Betroffene auch noch mindestens einen anderen Vornamen hat- dürfte chancenlos dastehen. Grund: nach deutschem Namensrecht gibt es keinen festgeschriebenen "Rufnamen" mehr. Das bedeutet, wenn mich mein bisheriger Rufnamen stört, nutze ich in Zukunft eben meinen anderen -bzw. einen meiner anderen- Vornamen als Rufnamen. Fertig. Eine Grundlage für eine öffentlich-rechtliche Namensänderung steckt hier nicht drin...

Also ich denke mal eine Statistik wird deinen Erfolg bei der Streichung eines Vornamens nicht erhöhen.

Aber ich denke mal wenn du durch den einen Namen psychische Nachteile hast, sei es in Form von Mobbing, blöden Kommentaren etc. und der Psychologe dir das bescheinigen kann, dann ist es durchaus wahrscheinlich das der Name gestrichen wird. Wenn dein Antrag beim ersten Mal nicht genehmigt wird, dann gebe nicht auf, sondern kämpfe weiter drum.

So viel von mir dazu...

lg, jakkily

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