1.Schriftliche Abmahnung, wann wird vom Arbeitgeber gekündigt?

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8 Antworten

Es gibt keinen Automatismus. Vor allem soll eine Abmahnng dazu führen, den Arbeitnehmer zu vertragsgerechtem Verhalten anzuhalten. Zweck ist nicht, eine Kündigung vorzubereiten.

Wird ein Vorfall abgemahnt, kann er nicht mehr Grund für eine Kündigung sein. Eine zweite Abmahnung kann also nicht gleichzeitig als Kündigung wirken oder neben der Kündigung bestehen.

Nur ein neuer Vertragsverstoß kann Grund für eine Kündigung sein. Und wenn es sich nicht um einen extrem schweren Verstoß handelt, kann der neue Vorfall nur Kündigungsgrund sein, wenn vorher bereits einschlägig abgemahnt war. Ist also wegen zu langsamer Arbeit abgemahnt worden, kann die Kündigung nicht darauf gestützt werden, dass eine Arbeitsunfähigkeit nicht rechtzeitig gemeldet wurde, da nicht ein wiederholter Verstoß gegen eine erfolgte Abmahnung vorliegt.

Und schließlich kommt es auch immer darauf an, ob die Abmahnung berechtigt war. Beruht die Terminüberschreitung auf Umständen, die gar nicht der Arbeitnehmer zu vertreten hat (Arbeitgeber liefert Material nicht rechtzeitig, Kunde bringt Infos nicht rechtzeitig), liegt auch kein Fehlverhalten des AN vor, das er abstellen könnte.

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Kommentar von bitmap
18.06.2008, 21:16

DH!

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Bei einer 2ten Abmahnung kann diese gleichzeitig die fritlose Kündigung sein! Dein Bekannter sollte sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Will ein Arbeitgeber aber Mitarbeiter reduzieren, fällt dem die kleinste Kleinigkeit auf! Dein Bekannter sollte jetzt streng nach Regeln arbeiten!

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Sobald er sich wieder etwas zuschulden kommen lässt. Das ist dann die 2. Abmahnung und gleichzeitig die fristlose Kündigung.

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Bleibt die Frage, ob die Abmahnung berechtigt war. Letztlich muss der Arbeitgeber vor Gericht beweisen, dass und welche Pflichtverletzungen der Arbeitnehmer begangen hat. Nicht fristgerecht erfüllte Arbeiten berechtigen nicht zwingend eine Abmahnung - vor allem dann nicht, wenn der Arbeitnehmer ggf. dermassen mit Arbeit "zugeschüttet" wurde, sodass er völlig überfordert war. Es gibt keine vorgeschriebene Anzahl von Abmahnungen, welche einer fristlosen Kündigung vorangegangen sein muss. Letztlich hängt das von der Schwere der Pflichtverletzung ab.

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Wenn die A. nicht berechtigt war, soll er unbedingt eine Gegendarstellung/Einspruch schreiben, die muss der AG mit in die Personalakte legen.

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bei der nächsten Abmahnung

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bei einer wiederholten abmahnung

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Kommentar von Indy72
18.06.2008, 20:01

Korrekt!

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Kommentar von Jana07
18.06.2008, 20:03

Danke für die Anworten. In welchem Zeitraum kann der Arbeitgeber wieder abmahnen? Mein Bekannter muss doch die Gelegenheit haben, sich zu bessern.

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also bei meiner firma (ein grosses unternehmen) heisst es kündigung nach der zweiten abmahnung

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