1. Mose 31 nicht ganz verstanden (Christentum)?

Bitte stelle klare Fragen die andere auch verstehen..deine Frage ergibt keinen Sinn

Was soll dies mit dem Christentum zu tun haben?

Das sind Zeilen aus der Bibel...

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Bei wem du aber deinen Gott findest, der sterbe

Bezieht sich auf den Götzen den Rahel dem Laban geklaut hatte. Jakob wusste das ja nicht deshalb sagte er das. Doch zu seinem Glück, fand Laban den Götzen nicht bei ihr, weil sie sich auf ihn draufgesetzt hatte und meinte sie hätte ihre Tage und steht deshalb nicht auf.

Der Gott Abrahams und der Gott Nahors sei richter zwischen uns - der Gott ihres Vaters

Klingt als hätten sie bei zwei Göttern geschworen. Jakob eben bei dem Gott seines Vaters Isaak bzw Abraham, und Laban bei dem Gott seines Opas Nahor welcher ja der Bruder Abrahams war. Quasi bei einem Götzen. Deshalb steht in 1.mose 31,53 ja das Jakob bei dem Gott seines Vaters schwor.

Hoffe das hilft.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – 3 Jährige Bibelschulausbildung

In der MacArthur-Studienbibel steht zu 1. Mose 31,19:

"Hausgötzen. Wörtl. Teraphim (vgl. 2Kö 23,24; Hes 21,26). Diese Bildnisse oder Statuen verschiedener Größe stellten gewöhnlich nackte Göttinnen dar, bei denen die Geschlechtsmerkmale besonders betont waren. Der Besitzer versprach sich davon entweder besonderen Schutz, Gewährleistung der Erbschaftsrechte oder garantierte Fruchtbarkeit. Oder Rahels Besitz dieses Götzen sollte dazu dienen, dass nach Labans Tod Jakob zum Familienoberhaupt würde."

Und zu 1. Mose 31,53:

"Gott Nahors. Da Laban wahrscheinlich in synkretistischer Weise den Gott Abrahams mit dem Gott Nahors und Terachs gleichstellte, dem Gott seines Bruders und seines Vaters, sprach Jakob wiederum von dem Gott »den sein Vater Isaak fürchtete« und wies so auf den wahren Gott hin (V. 42), denn er konnte auf keinen Fall den synkretistischen Anspielungen Labans zustimmen."

Jetzt verstehe ich die Frage. Danke ...

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"Bei wem du aber deinen Gott findest, der sterbe"

Da geht es um einen Terafim, einer kleinen Figur, einem Haushaltsgötzen, den Rahel gestohlen hat (siehe Gen 31,19).

"Der Gott Abrahams und der Gott Nahors sei richter zwischen uns - der Gott ihres Vaters

Hier liegt eine extrem schwierig zu übersetzende Stelle vor, da mehrere Dinge unklar sind:
- Welcher Nahor ist gemeint? Der Großvater Abrahams oder der Großvater Labans?
Bei ersterem kann hier dann nur ein und derselbe Gott gemeint sein, bei zweiterem können zwei verschiedene Götter gemeint sein.
- In allen 3 Fällen wo hier das Wort „Gott“ steht, steht im hebräischen das Wort „elohim“, Gott im plural, was im AT nur dann einen einzelnen Gott bezeichnet, wenn es sich um JHWH, dem Gott Israels, handelt. Konsequenterweise muss man also sagen, entweder geht es um JHWH, oder man muss übersetzen „Der Gott Abrahams und die Götter Nahors“
- Um es noch komplizierter zu machen, steht auch das Wort „Richter“ im plural. Normalerweise wird, wenn das Pluralwort „elohim“ JHWH meint, das Wort wie ein singular behandelt. Also wenn „elohim sagt„ (Verb in 3.Person singular), dann ist JHWH gemeint, wenn aber „elohim sagen“ (Verb in 3.Person plural), dann sind es Götter. Nun stehen hier die Richter im plural, und das ergibt nur Sinn, wenn nicht JHWH gemeint ist, oder zumindest nicht er allein.
- Und weil noch nicht kompliziert genug, folgt: elohim ihrer (plural) Vaters (singular).

Es ist also ultra schwer daraus eine vernünftige Übersetzung zu bauen, ohne sich hier für einen Interpretationsweg zu entscheiden. Entweder übersetzt man:
“Der Gott Abrahams und die Götter Nahors seien Richter zwischen uns, die Götter all ihres Vaters.“
Oder wie sich zB die Lutherbibel entschieden hat: „Der Gott Abrahams und der Gott Nahors sei Richter zwischen uns – der Gott ihres Vaters!“

Es ist gut möglich, dass dort ursprünglich mal zwei verschiedene Götter gemeint waren und ein späterer hebräischer Redaktor diese Stelle minimalinvasiv überarbeitet hat, so dass sie hier kaum eindeutig zu verstehen wurde. Dann stellt sich als Übersetzer aber die Frage, ob man dem Redaktor folgt oder versucht eine Originalversion zu rekonstruieren.

alles sehr kompliziert. Und da gibt es doch viele, die meinen sie hätten die Bibel gelesen und alles verstanden.

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es handelt sich hier um den Hausgott von Laban. Laban war der Vater von Rahel und Lea. Als Jakob mit seinen beiden Frauen Rahel und Lea fortging, stahl Rahel den Hausgott ihres Vaters. Davon wusste Jakob nichts. Als Laban dem Jakob mit seinen zwei Frauen hinterhereilte und seinen Hausgott zurückforderte, sprach Jakob den von Dir zitierten Satz. Jedoch Laban fand den Hausgott nicht, weil Rahel diesen gut versteckt hatte. (Sie hatte sich draufgesetzt)

Ist zwar schon alles geklärt, aber vielleicht interessiert Dich folgendes Hintergrundwissen zu Deiner Frage aus „Einsichten II“, S. 1110:

>TERAPHIM(Tẹraphim).

Hausgötter oder -götzen (1Mo 31:30, 34).

Obwohl die Bezeichnung Teraphim eine Mehrzahlform ist, kann sie sich auch auf einen einzelnen Götzen beziehen. Mindestens einige dieser Götzen haben wohl die Größe und Form eines Menschen gehabt (1Sa 19:13, 16). Andere müssen so klein gewesen sein, daß sie in einen Frauensattelkorb gepaßt haben (1Mo 31:34).

Gelegentlich wurden die Teraphim zu Orakelzwecken gebraucht (Hes 21:21; Sach 10:2).

Archäologische Funde in Mesopotamien und in Nachbargebieten deuten darauf hin, daß der Besitz von Teraphimbildnissen ausschlaggebend dafür war, wer das Familienerbe erhalten sollte. Gemäß einer Tafel, die in Nuzi gefunden wurde, konnte der Besitz der Hausgötter einen Schwiegersohn unter gewissen Umständen dazu ermächtigen, vor Gericht zu gehen und Anspruch auf die Habe seines verstorbenen Schwiegervaters zu erheben (Ancient Near Eastern Texts, herausgegeben von J. B. Pritchard, 1974, S. 219, 220 und Fn. 51).

Vielleicht hatte Rahel das im Sinn, als sie meinte, daß sie berechtigt sei, die Teraphim an sich zu nehmen, weil ihr Vater gegenüber Jakob trügerisch gehandelt hatte. (Vgl. 1Mo 31:14-16.)

Die Wichtigkeit der Teraphim in bezug auf das Erbrecht würde auch erklären, warum Laban so sehr darauf bedacht war, sie wiederzubekommen, daß er seine Brüder mitnahm und Jakob über eine Entfernung von sieben Tagereisen nacheilte (1Mo 31:19-30).

Natürlich war es Jakob völlig unbekannt, was Rahel getan hatte (1Mo 31:32), und nichts deutet darauf hin, daß er je versucht hätte, das Erbe von Labans Söhnen mit Hilfe der Teraphim zu erlangen. Jakob hatte nichts mit Götzen zu tun. Die Teraphim wurden spätestens beseitigt, als Jakob alle fremdländischen Götter, die seine Hausgenossen ihm gaben, unter dem großen Baum, der nahe bei Sichem war, verbarg (1Mo 35:1-4).

In Israel dienten Teraphim sowohl zur Zeit der Richter als auch zur Zeit der Könige götzendienerischen Zwecken (Ri 17:5; 18:14, 17, 20; Hos 3:4). Es ist indessen unwahrscheinlich, daß die Teraphim in Israel beim Erben eine wichtige Rolle spielten, weil Gott seinem Volk die Anfertigung von Bildern ausdrücklich verboten hatte (2Mo 20:4).

Der Prophet Samuel stellte die Benutzung der Teraphim und die Benutzung unheimlicher Macht auf die gleiche Stufe und verglich beides mit vermessenem Vorandrängen (1Sa 15:23); auch zählten Teraphim zu den für den Götzendienst verwendeten Gegenständen, die der treue König Josia aus Juda und Jerusalem hinwegfegte (2Kö 23:24).

Deshalb läßt der Umstand, daß Michal, Davids Frau, ein Teraphimbild besaß, vermuten, daß ihr Herz Jehova gegenüber nicht ungeteilt war; ferner ist anzunehmen, daß David entweder nicht wußte, daß sie ein solches Bild besaß, oder daß er es duldete, weil sie die Tochter des Königs Saul war (1Sa 19:12, 13).<

Danke aber gehöre den Zeuge Jehovas nicht an sondern dem Christentum

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@FortyOne

Es gibt ca. 2000 Konfessionen, die sich christlich nennen. Welcher gehörst Du an? Und inwieweit hat das Auswirkungen auf meine Antwort?

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@OhNobody

hat keine auswirkungen :D Bin offiziell katholisch bin aber evangelisch getauft. Sehe mich als irgendwas zwischendrin

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@FortyOne

Danke . Wusstest Du, dass auch ZJ zum Christentum gehören?

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@FortyOne

Wenn du evangelisch getauft bist, dann bist du offiziell evangelisch. Es sei denn, du hast offiziell (per amtlichem Kirchenaustritt und -eintritt) deine Konfession gewechselt.

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@Zicke52

Ja das hat damals meine Mutter gemacht da sich meine Eltern getrennt haben und ich noch sehr jung war

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@OhNobody

Tut es für mich persönlich nicht 😅 Aber jeder wie er mag.

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