! Wieder STRAFFÄLLIG, Wieder ABSCHIEBUNG...zum 2. MAL!

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Natürlich kann dir niemand sagen, wie das Verfahren ausgeht. Wenn man alllerdings bedenkt, dass er 2004 wegen einer geringeren Strafe ausgewiesen wurde, obwohl er damals noch verheiratet war, und obwohl es sein erstes Vergehen war, dann sieht es ganz danach aus, als ob es diesmal auch so kommt. Beim Verfahren wird das Kind und auch der Ausbildungsplatz berücksichtigt. Aber fast 7 Jahre sind schon richtig heftig, die Wahrscheinlichkeit ist gering. Er wird dann wahrscheinlich nach 2/3 seiner Strafe abgeschoben. Ich glaube nicht, dass die Verhandlung verschoben werden kann, denn wahrscheinlich wollen die über die Abschiebung entscheiden, bevor sie über die Lockerungen entscheiden, such dir ggf. einen anderen Anwalt.

Danach kann er ggf mit einem Visum zum Nachzug zum deutschen Kind oder Ehefrau (wenn ihr denn heiratet) wieder einreisen, macht euch aber auf eine längere Einreisesperre gefasst. Er wird nach Einreise auf jeden Fall die Reststrafe absitzen müssen.

Ja ich denke auch nicht, daß sie ihn hier behalten werden. Deshalb wahrscheinlich auch der kurzfristige Gerichtstermin, weil sie ja durch die Akteneinsicht der JVA nun mitbekommen haben, daß über Lockerungen nachgedacht wird. Aber können die denn auf die Verhandlung bestehen, wenn sein Anwalt gar nicht da ist??? Ich meine, wir können ja jetzt nicht deshalb einen anderen Anwalt nehmen. Unser kennt sich wenigstens perfekt mit der Sachlage aus und kämpft schon seit 2 Jahren. Wenn für die Abschiebung entschieden wird, kriegt er auch keine Lockerungen ne? Und was die Ausbildung betrifft...er kann sie ja gar nicht antreten, er hat doch gar keine AE! Wie ist es denn, wenn er hier bleiben darf? Kriegt er dann sofort die AE um bei Lockerungen oder OV arbeiten zu können? 2/3 hat er nächstes Jahr hinter sich, dann hoffe ich einfach nur das die STA ihn auch wirklich ausreisen lässt! Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, daß die STA ihn noch weiter hier erstmal drinne behält?

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@beebim7681

Also wenn er hierbleibt, wird er auf jeden Fall die Reststrafe absitzen müssen, ob mit Lockerungen oder ohne. Wenn verfügt wird, dass er nicht abgeschoben wird, dann kann er eine Aufenthaltserlaubnis beantragen zum Deutschen Kind. Dafür muss er aber nachweisen dass er entweder das Sorgerecht oder wenigstens häufigen Umgang hat. Auf jeden Fall muss da die Mutter mitspielen. Da ihr noch nicht verheiratet seid, geht eine AE zur Ehefrau nicht.

Normalerweise wird nach zwei dritteln der Strafe abgeschoben, kann aber auch schon früher. Möglicherweise wird er direkt nach der Verhandlung abgeschoben werden. Lockerungen wird es dann natürlich nicht geben.

Was den Anwalt angeht - ja, die Verhandlung kann gelegt werden, wann der Anwalt in Urlaub ist. Vielmehr hätte der Anwalt bei einer Vertretung von über zwei Jahren für eine so wichtige Verhandlung den Urlaub verschieben müssen. Es wird euch nichts anders übrig bleiben, als einen neuen zu suchen.

Also vom Gefühl her würde ich sagen, er wird noch vor Oktober abgeschoben werden und wird eine lebenslange Einreisesperre bekommen. WEnn diese befristet werden sollte (z.B. durch das Kind), so wird sie erst in ferner Zukunft befristet, wenn überhaupt. Bei einer Gesamtstrafe von fast 10 Jahren wird das Wohl der Allgemeinheit meist über das Wohl der Familie (Ehefrau, Kind) gestellt.

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@funnypooky

Na ja unser Anwalt war ja schon im Urlaub, bevor der Termin kam. Jetzt wurde erstmal um Terminverschiebung gebeten...mal schauen was da jetzt kommt. Da will wohl jemand die Akte noch vor dem Urlaub vom Tisch bekommen. Also ich höre zum ersten Mal, daß mitten in den Sommerferien ein Termin anberaumt wird. Ich habe heute von unserem Strafanwalt erfahren, daß auch wenn für eine Abschiebung entschieden wird, der STA ihn auf keinen Fall sofort gehen lassen wird. Er meinte, der STA wird natürlich erstmal dafür sorgen, daß er noch eine Weile drinne bleibt. Keine Ahnung inwieweit das stimmt. Das kann wahrscheinlich jetzt niemand genau sagen und was er noch meinte, ist, daß die JVA jetzt natürlich erstmal auf die Entscheidung des Verwaltungsgerichts warten wird, bevor sie überhaupt Lockerungen geben. Ach ist halt alles sehr kompliziert und verzwickt. Es bleibt uns nichts anderes übrig als abwarten, aber trotzdem tut es ganz gut mal darüber zu texten und Erfahrungen auszutauschen. Anwälte können sich ja auch mal täuschen. Und der RA meinte noch, auch wenn für eine Abschiebung entschieden werden sollte, kann er trotzdem Lockerungen bekommen. Da müsste man sich aber eine Genehmigung beim Verwaltungsgericht holen. Na ja mal schauen, wie sich alles entwickeln wird.

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Ich habe das erlebt,erst abschiebung danach freiwilig ausreise,ich habe einen aufenhaltsstatus für immer verloren,ich werde nie wieder die xhance bekommen in deutschland zu leben,bin in Hamburg geb.hab auch mist gebaut jetzr binnich scgon 13jahre in Bosnien..tja so ist das man sollte nie die gastfreundschaft eines landes derart auf die probe stellen.ich hoffe nur das ich nicht für die ganzen schengen staaten ein Einreiseverbot habe,aber das werde ich mit der deutschen botschaft klären,dann weiss ich woran ich bin.ist schon hart in einem fremden land leben zu müssen,zum glück bin ich das 2mal freiwilillig ausgereist,hätte ich das nicht gemacht währe ich erneut abgeschoben.also schön an die gesetze halten dann hatt man eine chance in deutschland zu bleiben.ich bin selbst schuld das ist mir absolut klar.ich habe mich damit abgefunden,denn für mich wird es keine rückkehr mehr geben.zumiʼnest nicht nach deutsxhland.Australien währe cool,aber die haben sehr strenge einwanderungsgesetzte da kann man nicht so leicht eine aufenhaltsgenehmigung bekommen.

Gerade durch die Wiederholung seh ich da eher schwarz, aber in gewisser Weise ist das ja nicht ungerechtfertigt. Wer Mist baut muss mit den Konsequenzen leben können und wer mehrmals Mist baut sollte auch wissen, dass die Konsequenzen dementsprechend härter werden.

Klar wäre es gerechtfertigt, aber es geht natürlich auch um meine Zukunft und ich möchte einfach nur mal Meinungen dazu hören. Vielleicht gibt es jemanden, der so etwas ähnliches erlebt hat oder sich einfach nur sehr gut damit auskennt. Vielleicht gibt es ja Chancen.

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Wie lange dauert ein Befristungsverfahren des Einreiseverbots und ist die Ausländerbehörde meines Wohnortes zuständig oder die seines vorherigen Wohnsitzes?

Hallo liebe Gemeinschaft, 

Mein Mann wurde diesen Juli, zwei Tage vor unserem eigentlich geplanten Hochzeitstermin, ins Standesamt gelockt um mit mir zusammen einer getrennten Befragung zu "Ehehindernissen/Scheinehe" befragt zu werden. Als die Befragung vorüber war (ich war noch nicht ganz fertig) stürmten Zivilpolizisten herein und stürzten sich zu dritt auf ihn. Sie wiesen sich nicht als Polizisten aus und den Bescheid, der ihm 2 Sekunden davor auf den Tisch geknallt wurde, konnte weder er noch mein Trauzeuge lesen, der dabei war. Auch ich wurde in Handschellen gelegt und auf den Boden geschmissen. Am selben Tag saß er noch im Flieger. In den darauffolgenden zwei Monaten flog ich zweimal nach Marokko, beim zweiten Mal funktionierte es endlich mit der Hochzeit. Nun bin ich seit dem 7. September verheiratet, seit dem 11. September wieder hier und es ist noch nicht sehr viel passiert. Den Befristungsantrag (Befristung des Wiedereinreiseverbots) hatten wir über eine Anwältin an die Ausländerbehörde des Landkreis gestellt, der vor der Abschiebung für ihn zuständig war. Die wiederum sagten, sie seien nicht mehr für ihn zuständig. Unsere Anwältin ist da anderer Meinung. Bei dem ewigen Hin- und Her wurde aber eben noch gar nichts bearbeitet.

Was die Deutsche Botschaft in Rabat angeht wird es noch lustiger. Nachdem ich sie endlich nach langer Zeit erreicht habe (und das grenzt schon an ein Wunder) teilte mir ein Herr mit, mein Mann könne, solange er unter einem halben Jahr in Marokko sei jeden Tag vor 10 Uhr in der Botschaft vorbei kommen und ein Visum beantragen, ab einem halben Jahr Aufenthalt verlängere sich die Frist überhaupt einen Termin zu bekommen noch einmal um ein Jahr. Diese Information kam mir zwar sehr unglaubwürdig vor, aber ich dachte niemals ein Mitarbeiter der Botschaft würde so einen Blödsinn erzählen. Warum auch? Dennoch - die Anwältin sagte mir - leider viel zu spät - dass es sich dabei um eine falsche Information handelt und man nach wie vor Online Termine ausmachen müsse. Das heißt es sind wertvolle Monate verstrichen, in denen gar nichts passiert ist. Und jetzt wird mir von der Botschaft mitgeteilt man müsse mehrere Monate warten. Wir sind am Ende unserer Kräfte, diese Ohnmacht und Desinformation und das Abgeben der Verantwortung von jeder Stelle tut ihr übriges.

Nun - folgende Fragen:

Wie lange kann die Bearbeitung eines Befristungsantrags dauern und auf wie viele Monate wird in der Regel befristet? Haben seine guten Referenzen (ehrenamtliche Arbeit, nachgewiese gute Deutschkenntnisse und Integrationskurse) möglicherweise einen positiven Einfluss? Hat jemand Erfahrungen damit, wie lange es bis zu einem Termin in der deutschen Botschaft für ein Visum zur Familienzusammenführung dauern kann? Wie lange dauert es bis zum Erhalt des Visums? Stellt es ein Problem dar, dass ich Geringverdienerin bin (Friseurausbildung 3. Lehrjahr)? Was sind die nächsten Schritte (Krankenversicherung usw.)? Darf er gleich arbeiten?

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