Warum gibt es so wenige Moscheen in Deutschland?

18 Antworten

Hei, Agasta, in Deutschland gibt es im Vergleich zur islamischen Einwohnerzahl sehr viele Moscheen, oft aber nur sehr kleine von auße Kirchen kaum erkennbare in Nebensträßchen, Hinterhöfen und so. Es ist ja so, dass die Moscheen nicht nach Glaubensrichtung, sondern an Landsmannschaften orientiert sind.

Ich will nicht Moscheen gegen Kirchen aufrechnen. Aber ich kann dir sagen, dass ich zwischen Istanbul und Tarsus keine einzige gesehen habe. Warum auch sollte es christliche Kirchen dort geben, wenn es keinen einzigen Christen in der Region gibt? In Diyabarkir ist eine, in Mardin, in Antakya -  du kannst die Kirchen der Türkei an zwei Händen abzählen, glaube ich. Und so. Grüße!

In manchen muslimischen Ländern sind Kirchen sogar verboten. Im Vergleich zu diesen Ländern gibt es also erstaunlich viele Moscheen.

Aber mal davon abgesehen: Muslime machen hier in Deutschland nur einen kleinen Bevölkerungsteil aus. Auf einen Muslim kommen etwa 12 Christen. Also ist es doch kein Wunder, dass es "halb soviel Moscheen wie Kirchen" gibt - und ich bezweifle, dass es überhaupt so viele sind, wenn man nicht nur katholische Kirchen, sondern auch evangelische, christlich.orthodoxe, evangelisch-methodistische, ... Kirchen mitzählt.

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Fazit: Ich finde es eher beschämend, dass Kirchen in manchen Ländern verboten sind, als dass es in  Deutschland im Verhältnis zu den Muslimen scheinbar sehr viele Moscheen gibt. Freundlich formuliert.

Weil der Islam in Westeuropa keine Wurzeln und keine Tradition hat. Er wurde erst in den 1970er Jahren mit den muslimischen Gastarbeitern vom Balkan und aus der Türkei (bzw. in die südeuropäischen Ländern aus Nordafrika) importiert.

Da der (konservative) Islam Andersgläubige - vor allem Christen - und die angestammte, gewachsene westeuropäische Kultur rigoros ablehnt und abwertet, wird es in Zukunft wohl ziemlich heiß hergehen, wenn immer mehr Muslime nach Europa drängen.

Das hat teilweise damit zu tun, dass muslimische Einwanderer anfangs nur vorübergehend in Deutschland wohnen wollten und nach einigen Jahren harter Arbeit wieder zurück zu ihrer Familie wollten. Aber später gefiel es ihnen so gut, dass sie die Familie nach Deutschland holten. Zudem waren Muslime bis in die 80er sehr schlecht organisiert. Die Politik sah es demzufolge auch nicht als Aufgabe sich um muslimische Belange zu kümmern.

Moscheen entstanden mit der Zeit zahlreiche, wenn auch meist nur in Hinterhöfen oder unscheinbaren Gebäuden. Und diese gibt es immer noch. Wer eine richtige Moschee bauen will, die auch wie eine aussieht, braucht Zeit, Geld, einen Verein, potenzielle Unterstützer und Mitglieder. So etwas geht nicht von heute auf morgen.

Das Bauen von Kirchen, Moscheen, Tempeln usw. ist Aufgabe der jeweiligen Glaubensgemeinschaften. In Deutschland gibt es im Verhältnis zur Anzahl der Moslems eher wenig Moscheen, weil die Moslems erst seit wenigen Jahren bis höchstens Jahrzehnten in Deutschland sind. In manchen islamischen Ländern wie z. B. Ägypten gibt es christliche Kirchen, weil es dort seit jeher eine christliche Bevölkerung gibt. In anderen islamischen Ländern ist es hingegen verboten, christliche Kirchen zu bauen.

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