> unlogische "Aussehens-"Regeln in Firma?

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11 Antworten

Regeln über das äußere Erscheinungsbild von Angestellten basieren grundsätzlich nicht auf Logik, sondern werden mehr oder weniger willkürlich gesetzt.

Bei der Frage des Haarefärbens ist der Arbeitgeber möglicherweise noch gar nicht auf die Idee gekommen, dass Angestellte auch mit blauen oder rosa-grün karierten Haaren ankommen könnten, sondern hat sich nur relativ natürlich wirkende Farbtöne vorgestellt. Derartige Haarfärbungen wirken nicht unseriös, punkig oder asozial.

Wenn dann tatsächlich eine Auszubildende pink-türkis-gestreift ankäme, hätte der Chef möglicherweise doch etwas dagegen und würde verlangen, dass das Haar schwarz übergefärbt werden müsste.

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Zum Direktionsrecht oder Weisungsrecht von Arbeitgebern: "In vielen Banken zum Beispiel ist es üblich, dass Mitarbeitern offen sichtbare Tätowierungen und Piercings verboten werden. Auch an solche Weisungen müssen sich Mitarbeiter halten, solange Ihr Weisungsrecht nicht im Gegensatz zu bestehenden Regelungen steht."

Ähnlicher Ansicht ist: "Stichwort ist hier sicherlich das "Direktionsrecht" des AG. Wenn er nicht möchte dass eine Kundenberaterin bei ihm Piercings und pinke Haare hat, dann wird das Arbeitsgericht dem sicher folgen."

Oder aber: "Ein Beerdigungsunternehmen hatte eine Empfangssekrtärin entlassen, weil die sich weigerte, farblich gedeckte Kleidung zu tragen. Sie berief sich auf ihr Persönlichkeitsrecht sowie auf einen fehlenden Passus im Arbeitsvertrag. Das Arbeitsgericht meinte, die Kündigung sei rechtens."

Auch nicht schlecht: "Ausnahmsweise können danach der durch das grundrechtlich geschützte Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmerin garantierten freien Gestaltung ihres Äußeren und ihrer Kleidung Grenzen gesetzt werden, um dem berechtigten Interesse des Arbeitgebers nach einem einheitlichen Erscheinungsbild und den Erwartungen der Kundschaft Rechnung zu tragen (ErfK/ Preis aaO § 611 BGB Rn. 805; ErfK/ Dieterich aaO Art. 2 GG Rn. 88; LAG Hamm 22. Oktober 1991 - 13 TaBV 36/ 91 - LAGE § 611 BGB Direktionsrecht Nr. 11). Insbesondere kann der Arbeitgeber den "Stil des Hauses" vorgeben und grundsätzlich durch Einzelanweisungen die Arbeitsverhältnisse seiner Mitarbeiter ausgestalten."

Gruß aus Berlin, Gerd

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wie hier wieder keine einzige korrekte antwort dabei ist...

in der theorie ist das keineswegs grundsätzlich erlaubt. piercings zu verbieten ist ein eingriff in das recht zur freien entfaltung der persönlichkeit, und dafür braucht ein chef einen guten grund. der ist in bestimmten branchen gegeben, z.b. aus sicherheitsgründen (eine freundin von mir, die im pflegebereich arbeitet, musste eines ihrer piercings (jedoch nicht alle) wegen erhöhter verletzungsgefahr rausnehmen). auch bei bankern sind solche vorschriften zulässig (das hat mein professor in der arbeitsrecht-vorlesung damals explizit erwähnt). ich persönlich traue ja eher punkern als schlipsträgern, aber die meisten leute sehen das halt doch etwas anders. deshalb riskiert eine bank, die leute mit piercings (oder bunten haaren) einstellt, kunden zu verlieren. und deshalb überwiegen da die interessen des chefs und er darf solche sachen verbieten.

in anderen berufen stellen piercings (abgesehen von möglichen sicherheitsrisiken) kein problem dar, z.b. bei designern, ingenieuren, allen möglichen handwerkern, im sozialen bereich. dort hat ein arbeitgeber NICHT das recht, seinen arbeitnehmern das tragen von piercings zu verbieten.

soweit die theorie

in der praxis sind viele arbeitgeber aber kreativ genug, dass ihnen schon ein anderer grund für eine kündigung einfallen wird, wenn jemand plötzlich unerlaubterweise mit einem piercing auftaucht. zur not wird der arbeitnehmer eben rausgemobbt.

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Klar darf der Arbeitgeber das.. Haare hat man schnell umgefärbt, aber ein Piercing ist auch immer ein Eingriff in den Körper und die meisten wollen (bzw. können in der Abheilphase) das Piercing nicht so einfach entfernen.. Ist halt blöd, aber mit sowas muss man leben können, wenn man in der Berufswelt noch nicht so viel erreicht hat um selbst abschätzen zu können, was ok ist und was nicht...

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Ja sie dürfen das Tragen von Piercings verbieten. Sie kann sich eins stechen lassen, muss aber den Stecker rausnehmen für die Arbeit. Was sie erlauben oder nicht ist deren Sache, auch wenn es für dich unlogisch erscheinen mag.

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Natürlich darf die Firma das, denn die Firma bestimmt, wie die Aussenwirkung ist. Gerade amerikanische Kpnzerne würden nie jemanden dulden der ein Pircing oder eine Tatoowierung an einer sichtbaren Stelle trägt. Auch in guten Hotels ist das Verboten. deshalb auch vorsicht, wenn junge Mesnchen im jugendlichen Leichtsinn einen Tunnel haben wollen......sorry, aber da muss sie durch, aber ich denke, es gibt schlimmeres

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Natürlich dürfen Sie das und ich würde auch die komischen Haarfarben verbieten sowas geht halt in bestimmten Branchen nicht. Deine Freundin kann froh sein wenn es nur sowas ist, gibt auch genügend Firmen wo man Arbeitskleidung tragen muss

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Kommt doch ganz Auf den Arbeitsplatz an.

Es verbietetet dir auch niemand in Jogginghose und Unterhemd auf Arbeit zu kommen, aber wenn man nicht gerade auf Probleme und endlose Diskussionen steht, lässt man das des Friedens willens weg, auch wenns subjektiv betrachtet der letzte Schwachsinn ist.

Arbeit ist für die meisten doch nur für die Erzielung von Einnahmen von Interesse, was bei mir zumindest möglichst harmonisch ablaufen sollte.

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Kommentar von alphonso
11.07.2013, 11:04

ich habe schon Praktikanten, die am ersten Tag in Jogginghose erschienen sind, wieder nach Hause geschickt!

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das Tragen von Schmuck kann ohne weiteres untersagt werden, da das auch Verletzungsgefahren mit sich bringen kann

In welcher Branche arbeitet sie denn?

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Bekleidungsvorschriften und Schmuck sind durchaus möglich, aber das steht auch im Ausbildungsvertrag oder der Betriebsvereinbarung.

Aber wenn bunte Haar erlaubt sind .... es gibt viele lustige Kombinationen, ich würde mal abstecken wollen wo die Schmerzgrenze der Vorturner liegt.

Ich würde als Kunde eine aussergewöhnlich Betreuerein in jedem Fall vorziehen, die hat wenigsten Selbstvertrauen und eine eigenen Meinung.

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Kommentar von Nordlicht1987
11.07.2013, 12:18

naja, ob man das so pauschal sagen kann? Es gibt sicher auch Menschen mit außergewöhnlichem Aussehen, die sich dahinter verstecken und eben nicht selbstbewußt sind.... wie überall - es gibt so'ne und solche :-)

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Klar darf eine Firma Regeln machen, man muss da ja nicht arbeiten.

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