Sperre länger als 12 Wochen bei ALG 1

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7 Antworten

Die ARGE lässt sich mit Nachzahlungen gerne Zeit. Ich glaube die Hoffen erst mal drauf, dass du den Beschiss nicht bemerkst und froh bist, dass du überhaupt was bekommst. Deine Freundin soll zur ARGE gehen (den Brief auf jeden Fall mitnehmen!) und die an die Nachzahlung erinnern. Sie soll aber auf jeden Fall alle Unterlagen die sie hat mitbringen und denen davon nichts überlassen, wenn dann nur zum kopieren! Und wenn die da eine Aussage macht, die schriftlich festgehalten wird, soll sie sich auch davon eine Kopie geben lassen, sonst heißt es nachher sie wäre nie da gewesen. Von der Arge musst du dir alles durch Kopien und Stempel belegen lassen sonst ziehst da ganz schnell den Kürzeren.

Es geht natürlich noch weiter :(

Während dessen bekam si ja immer Arbeitsvorschläge von beiden Trägern, jetzt wusste sie nie auf welche sie sich bewerben muss (zumal die für Ihre Situation sowieso unzumutbar gewesen sind. dann dachte sie, da sie ja eigentlich ALG 1 bezieherin ist müsste sie sich auf die Vorschläge von denen nur bewerben, Pustekuchen (sowas entsteht, wenn man nicht aufgeklärt wird und man keine Fragen beantwortet bekommt)!!! Dann hat die Arge sie aufgefordert diese nach zu reichen, hat sie getan (innerhalb der Frist)...die Folge.....Sanktion wieder für 2 Wochen 100 %. Mittlerweile, war natürlich der Gerichtsvollzieher schon da, weil sie nichts mehr bezahlen kann und die Mieten kratzt sie sich seit 4 Monaten von Freunden und Familie zusammen!! Und der Kindergarten kann auch schon nicht mehr bezahlt werden!!!

Ist das rechtens?

Das mit der Sanktion beim Alg II ist richtig, die gibt es wenns beim Alg eine gibt. So ist das gesetzlich geregelt leider. Normalerweise ist eine Sanktion aber nicht eine Sperre von Wochen sondern eine Kürzung der Leistungen. Wegen der Nachzahlung unbedingt vorsprechen und ggf. Widerspruch einlegen!

Ist ja schon alles erledigt, Wiedersprüche ohne Ende...immer wieder abgelehnt, den Bescheid denen unter die Nase gehalten, dat interessiert die garnich!!! Der Anwalt is ja auch eingeschaltet (auch wegen der Kündigung, Rechtlich war sie wohl begründet moralisch nich vertretbar) da passiert leider aber nichts, nun hat sie gedroht an die Öffentlichkeit zu gehen...aber ob das was bringt???? Und es ist echt schlimm, sie hat noch genau eine Leberwurst, ein brot, 2 Packungen Milch und eine Milchschnitte im Kühlschrank!!!Kein Scherz!!!

Du schreibst: "...hat eine Kündigung erhalten (fristlos, zwar unbegründet aber egal, andere Sache)...). Nein, das ist NICHT egal.

Wenn sie eine unbegründete fristlose Kündigung erhalten hat, dann soll sie vor dem Arbeitsgericht klagen.

Selbst wenn die fristlose Kündigung begründet wurde, soll sie klagen! Die Chancen stehen gut, dass sie noch ein oder zwei weitere Monatslöhne sowie eine Abfindung erhält.

Bei einer unbegründeten fristlosen Kündigung gibt es auch keine Sperre beim Leistungsbezug.

Hier ist also ganz dringend dazu zu raten, dass deine Bekannte so rasch wie möglich einen Fachanwalt für Arbeitsrecht aufsucht, um in dieser Angelegenheit Klarheit zu schaffen und ihre Rechte zu vertreten. Sollte sie kein Geld für einen RA haben, soll sie zum Amtsgericht gehen und sich dort einen Beratungsschein ausstellen lassen.

Für weitere Hilfe bzw. nützliche Tips wäre ich echt dankbar!!!

Sie soll sich mal beim Abteilungsleiter melden und eine Beschwerde einreichen.

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