! Hilfe! Unser Hund macht Terror wenn niemand da ist?

8 Antworten


Alleine bleiben Teil 1.)



Zum Alleinsein: dein Hund leidet unter Trennungsstress. Ohne gut
aufgebautes Trainings,wird das nichts. Was du brauchst ist eine Kamera
die man mit dem Smartphone verknüpfen kann, (kosten 40-50 Euro) und eine
zuverlässigen Hundesitter der euch begleitet während der

Trainingsmonate.



Gute sitter findest du bei Leinentausch.de dort werden die sitter
bewertet,und du kannst Kennenlern Spaziergänge vereinbaren. Kannst dich
austauschen und siehst ob der oder die sitterin was für dich und deine
Fellnase ist. Ich würde auf langwierige Hunderfahrung achten und wo ein
Zweithund vorhanden ist der schon fertig erzogen ist.



Meine sitterin war eine ruhige Alter Dame die einen Schäferhund Opa
hat,der sehr souverän war und meinen ignoriert und geduldet hat. Mein
hibbeliger Aussie hat sich so viel nach dem Hunde Opa gerichtet und auch
viel Ruhe abgeschaut.



Kamera deshalb das du rechtzeitig zurück kommst bevor der Hund in den stress Modus kommt.



Erst haben wir zuhause die räumliche Trennung geübt,heißt einen Raum auswählen und eine Ruhe Zone schaffen. Decke Hundebett



Zusätzlich empfehle ich dir ein "konditionierte Entspannungssignal" aufzubauen.



Infos hier :



Bin kurz in einen anderen Raum ,dann wieder zurück und gelobt ohne
Leckerlie. Nicht zu überschwänglich loben sonst pusht das den Hund
schnell wieder hoch. Angefangen mit Sekunden und dann minütlich
gesteigert. Erst mit offener Tür wo er mich sehen konnte,später
angelehnt dann komplett geschlossen.



Wenn du mal bei 10-15 min angekommen bist,und angelehnter Tür, übt man
so lange bis man bei ca.30 min ist. Klappt das viele Wochen ,so kann man
mal die Tür schließen. Da kommt die Kamera ins Spiel , wenn räumliche
Trennung mit geschlossener Tür super geht. Kann man das minütlich
steigern in dem man das Haus verlässt. Wichtig Hund beobachten mit der
Kamera und dem Handy .



Bis die räumliche Trennung saß haben wir 5 fast 6 Monate gebraucht nochmals knapp 3 fürs außer Haus gehen.



Das nervt und ist super Zeit aufwendig aber einmal richtig trainiert ist
das kein Thema. Wichtig zum Alleinsein Training. Die Haustür sowie
"außer Haus geh Rituale" sollten trainiert werden ,das der Hund damit
nichts schlimmes verbindet.



Oftmals fängt schon da der Trennungsstress an.



Heißt mehrmals



•die Jacke anziehen



•Straßenschuhe an und mal auf die Couch setzen ,oder rum laufen oder
staubsaugen oder sonst was (Straßenschuhe sollten sauber sein 😊👍🏻😝)



•Schlüssel klappern lassen, auf und zu schließen



•Haustür auf und zu machen



Das musst du nicht lange machen ,wenige Minuten täglich reichen da
völlig aus. Wichtig auch wenn der Hund dich beobachtet,nicht anschauen
oder mit ihm reden.



Als sei es das normalste der Welt ,das du jetzt den Schlüssel klappern
lässt,oder die Schuhe anziehst oder deine dicke Jacke anziehst. Die
Handtasche nimmst usw.



So nimmst du schon eine Menge Druck vom Hund weg.



"und ich merke dass sie weiss dass sie etwas verbockt hat... sie geht sofort zurück in den Korb und bleibt da dann auch."



Und nein dein Hund weiß nicht was er verbockt hat. Der sieht nur das du stinkt sauer warst.



Versetze dich mal in die Lage deines Hundes. Versuche Hündisch zu denken
und zu verstehen. Hunde sind rudeltiere,nun sieht deine Fellnase,mein
ach so geliebter Mensch geht gleich aus dem Haus. Der Stress beginnt
meist schon ,bei den "außer Haus geh Ritualen"



Der Hund entwickelt schon Stress Hormone. Nun seid ihr weg,und der Hund
versucht euch kläglich hinterher zu bellen. Er ruft euch "hey Menschen
kommt zurück,ich bin ohne Schutz und vollkommen ohne Führung und
Sicherheit"



So in etwa versucht der Hund damit umzugehen. Er sieht dich durch die
Tür laufen,oftmals kratzen die Hunde dort wo der Mensch raus ist. Alles
nur um seine Menschen erreichen zu wollen. 😢



Selbst Nachbarn bestätigen und das der Hund permanent bellt. Das
zerstören von Sachen ist Stress richtig purer Stress,das hat nichts mit
Langeweile zutun oder unterforderung. Dein Hund versucht den Stress ,den
er er hat durchs Alleinsein zu kompensieren.



Hunde entwickeln Stressabbauende Strategien,und das ist nun mal in eurem
Fall bellen,oder sogar noch andere Sachen wie Stress pinkeln,Sachen
kaputt machen...



Ne der Hund macht das was für ihn richtig ist ,und zwar jetzt und zu diesem Zeitpunkt,um mit der Situation fertig zu werden.



Hier ein sehr informativer Artikel ,was Stress bei Hundes auslösen kann.










Alleine bleiben Teil 2.)

Betrifft zwar euch jetzt nicht,aber auch ein guter Beitrag zum Thema Alleinsein und das die Hunde plötzlich unsauber werden.

Ich kann dir mal zeigen wie der Trainingsplan aussah während wir das
Alleinsein trainiert haben. Ist aber schon 2 Jahre her. Musste erstmal
mein Büchlein raus suchen (siehe Foto)

Schritt 1.) Ruhezone schaffen,der Hund muss zuverlässig auf seiner Decke
bleiben,bis das nicht sitzt brauchst du garnicht anfangen,mit dem
Alleinsein Training.  Und das ist nervig den Hund 20-30 x immer und
immer wieder auf seinen Platz zu schicken. Kannst auch die
Hauptmahlzeiten dem Hund auf seinen Platz geben. So macht er positive
Verknüpfungen. Wenn es Futter oder Knochen oder etwas zu knabbern
gibt,ausschließlich auf seiner Decke. 

Schritt. 2.) wichtig die Ruhezone,da hat niemand aber wirklich niemand
etwas zu suchen,der Hund wird nicht gelockt,oder bespaßt oder genervt. 

sowie dein Hund die Decke als Ruhe Zone akzeptiert hat kommt das Sicht
und hörzeichen dazu. Musik brauchte ich nicht, aber ich habe sein Tuch
mit etwas Lavendelöl betreufelt (1-2 Tropfen) und habe es ihn auf sein
Hundebett gelegt.

Schritt 3.) jetzt fängst du die räumliche Trennung an mit Ignorierzeit. 

Schritt 4.) Trennung anderer Raum offene Tür und Sicht zu dir und Ignorierzeit

Schritt 5.) Trennung anderer Raum angelehnte Tür und Ignorierzeit 

Schritt 6.) Trennung anderer Raum geschlossene Tür und Kamera aufstellen

Schritt 7.) außer Haus gehen bei geschlossener Tür

Sollte ein schritt mal nicht mehr so funktionieren ,weil der Hund
plötzlich von der Decke aufsteht oder dir hinterher läuft ,musst du
wieder etwas zurück gehen. 

Deckentraining nochmal etwas festigen. 

Bei uns sieht es mitlerweile so aus,wenn ich das Haus verlasse. 

Hund wird auf die Decke geschickt,ich lege sein Tuch (das mit
Lavendelöl) daneben und gebe sein Entspannungssignal. Egal ob ich zum
Wäsche aufhängen gehe,zum einkaufen oder mal zur Nachbarin runter zum
Kaffee zu trinken oder eben ihn für viele Stunden alleine lasse. 

Er bleibt 90% davon auf seiner Decke. Hab ich über die Kamera beobachtet
und er pennt tief und fest. Es ist nicht schlimm,wenn er aufsteht
während ich nicht da bin,er soll auch mal was trinken gehen in die Küche
oder mag vielleicht auch mal auf den kühlen Parkett Boden liegen. Aber
er entspannt und ist brav und artig. Nie hat er gebellt oder Sachen
kaputt gemacht. 

Er kommt nicht einmal zur Tür ,wenn ich heim komme,weil ihn das Tür
aufschließen  nicht die Bohne interessiert. Durch Das Training der
"Außer Haus geh Rituale" 

Das ist super Zeit aufwenig, kostenintensiv 

3 Monate Hundesitterin fast täglich sind kosten intensiv und die Geduld die man mit bringen muss.

1

Ohne viel Zeit für ein ausreichendes Training wird das leider wohl nichts werden.

Der Hund braucht Zeit, um sich an die geänderte Wohnsituation zu gewöhnen. Erst dann wird er wieder die Sicherheit erlangen, die er braucht, um ruhig alleine bleiben zu können.

Bekommt er diese Zeit nicht, wird sich seine Angst und damit die Jaulerei manifestieren - die Nachbarn werden sich freuen!

Da bleibt nur, sich die Zeit zu nehmen, damit der Hund die Sicherheit wieder erlangt. Bedeutet: Urlaub nehmen oder Arbeitszeiten umlegen.

Hunde sind nun mal nicht programmierbar und funktionieren leider auch nicht, wie man es gerne möchte. Einen "Aus-Knopf" haben sie leider auch nicht.

Und mit solchen Problemen muss man als Hundehalter leider rechnen und dafür immer einen Plan B in der Hinterhand haben. Es kann ja immer auch zu anderen Problemsituationen kommen, in denen der Hund ganztätig betreut werden muss (z.B. nach einer OP etc.). Auch da muss man das irgendwie hinbekommen.

Gutes Gelingen

Daniela

Konnte er es da wo ihr vorher gelebt habt?

Manche Hunde lernen es nur orts bezogen und müssen es an einem neuen Ort erst neu lernen und zwar mit ganz viel Ruhe und Geduld.

Wenn ihr keine Zeit habt dem Hund das langsam wie am Anfang beizubringen solltet ihr über einen Hundesitter nachdenken.

Denn nicht nur die Nachbarn leiden sondern auch euer hund.

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