☕️ Guten Morgen am Mittwoch, liebe Freunde der GuGuMo! Was ist euch schon mal so richtig Dummes passiert?

37 Antworten

Guten Morgen allerseits,

es sind mir schon wirklich viele dumme und peinliche Sachen im Leben passiert.

So hatte man mich mal versehentlich in Peking im Lokus der Verbotenen Stadt eingesperrt, was eine größere Suchaktion auslöste oder Graf Lambsdorff verwechselte mich mit dem früheren Oberbürgermeister von Köln und schleppte mich mit in die Ehrenloge, wo ich gar nicht wusste, wie mir geschah. Das waren nur zwei solcher Highlights in meinem Leben.

Aber solche Peinlichkeiten begannen schon in frühester Kindheit und weil heute mein letzter Tag bei GF sein wird, öffne ich vielleicht zur Freude einiger Leser hier mein kleines Archiv der Lebenserinnerungen mit der peinlichen Geschichte meiner 1.Heiligen Kommunion:

Nachdem meine Taufe schon unter einem unglücklichen Stern gestanden hatte, setzten sich bei meiner ersten Heiligen Kommunion meine persönlichen Probleme mit den Sakramenten nahtlos fort.

Das war früher ein langer Tag, der schon damit begann, dass man 12 Stunden vor der Kommunion nichts mehr essen durfte. Ich musste daher unzufrieden Kohldampf schieben, bevor es überhaupt richtig losging mit diesem großartigen Familienfest, das traditionell am Weißen Sonntag, also am Sonntag nach Ostern stattfand.

Um 7.30 Uhr betrat ich die Kirche mit schwarzem Anzug, Lackschuhen, einem dezenten Sträußchen am Revers und natürlich mit einem frommen Gesicht. Alles lief wunderbar und ich freute mich nach dem ganzen Brimborium in der Kirche mit hängenden Magen auf das Frühstück, bei dem schon die gesamte Verwandtschaft das Haus bevölkerte. Neben mir am Tisch natürlich ganz stolz meine Patentante Franziska. Hilfsbereit wollte sie mir was Gutes tun und bot sich an mir ein Brötchen zu machen. Wunderbar, aber dann traf ich mit dem von mir geliebten Gekochten Schinken die völlig falsche Wahl, denn diesen breiten Fettrand mochte ich als Kind schon nicht ausstehen. Meine Mutter wusste das natürlich und entfernte diesen glibberigen weißen Ekelrand sonst für mich, nur ausgerechnet nicht an diesem meinem Festtag, wo ich mich zur Freude der Eltern auch noch tadellos benehmen sollte. 

Meine leise Intervention wurde von Onkel Georg gleich mit den Worten übergangen: „Das ist doch das Beste daran überhaupt!“ Diese Meinung teilte ich nun ganz und gar nicht und half mir in meinem kindlichen Ekel auch nicht weiter. Würg...

So blieb mir keine andere Wahl als kurz vor dem Erbrechen stehend, beherzt abzubeißen, den Glibberspeck komplett in den Mund zu saugen, um gleich einen Hustenanfall vorzutäuschen und alles unter den Tisch zu spucken. Unglücklicherweise gleich auf die eleganten weißen Schuhe meine Patentante, was diese zwar mit Missfallen degoutierte, aber noch ganz in meinem Sinne als äußerst unglückliches Missgeschick wertete. 

Nach dem Frühstück ging es an das Öffnen der Geschenke und die waren aus der Nachbarschaft unglaublich kindgerecht...

Nach dem Auspacken besaß ich tatsächlich ein ganzes Sammelsurium von Sammeltassen, mit dem ich zeitlebens nichts anzufangen wusste und obendrein noch jeden Menge Silberbesteck, aber aus den verschiedensten Stilrichtungen, also auch nicht wirklich zu gebrauchen und dennoch musste ich mich bei allen Schenkenden artig bedanken. 

Warum schenkt man so etwas einem 9jährigen Knaben? Das frage ich mich heute noch.

Das Highlight war dann die Übergabe der goldenen Uhr von meiner Patentante. 

Oh, ja danke! Ganz toll, Tante Franziska! Mein Frust wuchs, steigerte sich aber ins Unermessliche, als der Patenonkel meiner Zwillingschwester Inge, die ja nun auch Kommunion hatte, ein neues, rotes Fahrrad in die Stube rollte. Mein Neid war so groß, dass ich hätte heulen können vor Wut. Sche;ß goldene Uhr. Was soll ich mit dem Schrott?

Bis Mittag war ich also kaum noch ansprechbar und zog dementsprechend eine Flappe, was von Tante Franziska verständnisvoll als Übelkeit von der ganzen Aufregung des Tages interpretiert wurde.  Bis zum Mittagessen hatte ich sowieso die strenge Auflage der Eltern, fest am Tisch sitzenzubleiben und ein andächtiges Gesicht zu machen, wie es sich für ein Kommunionkind mit vermeintlich kleinem Heiligenschein gehört.

Nachdem ich mit meiner Schwester zusammen das Tischgebet gesprochen hatte und alle Gäste das Mittagessen zu sich genommen hatte, das unter anderem aus den von mir gern genommenen Rouladen bestand, durfte ich dann endlich raus in den Hof. Den Frust aus dem Leib rennen war angesagt angesichts des roten Rädchens meiner Schwester.

Dann nahm das Unglück seinen Lauf: Im Überschwang meiner negativen Gefühle rutschte ich mit meinen glatten schwarzen Lackschühchen auf den nassen Betonplatten aus und kam übel zu Fall.  Aufs Knie gefallen war ich, sehr schmutzig und sah gar nicht mehr aus wie ein braves Kommunionkind. Nun, der Schmutz war von hilfreichen Händen mit Wasser leicht wieder vom Anzug gewischt, aber das Schlimmste war natürlich die klaffende Fünf in der Hose, die der Sturz neben einem blutenden und schmerzenden Knie verursacht hatte. Als mein Vater diese unerfreuliche Bescherung sah, interessierte ihn mein lädiertes Knie ausgesprochen wenig und ich stand seinem Gesicht nach zu urteilen am Rande einer leibkonstitutionsgemäßen Züchtigung. Nur die Anwesenheit der Festgäste ließ mich dieser Schmach entgehen und bewahrte mich vor einer sofortigen Exekution.

In der Folge war ich wieder dazu verdonnert bis zum Kaffee mit blödem Gesicht zwischen den Erwachsenen am Tisch zu sitzen. Wenn ich saß, sah man ja meine kaputte Hose nicht und mein Lieblingskuchen Schoko-Buttercreme mit aufgesetzten Schokoladenkaffeebohnen gab es auf Drängen meiner Patentante auch.  Den nahm ich gern und er beruhigte mein aufgebrachtes kindliches Gemüt.

Anschließend war Zeit für Familienfotos im Hof und auf der Treppe. Mal mit Eltern allein, dann mit den Omas, mit der Patentante oder allen Festgästen im fliegenden Wechsel. Alles wunderbar, aber ausgesprochen lästig ständig irgendwie von allen betatscht und in Positur gebracht zu werden. Fotograf war Patenonkel Matthias, der meiner Schwester das Fahrrad geschenkt hatte und auch sonst ganz lustig drauf war.

Als ich offensichtlich bei einem Foto mal wieder keine Mördergrube aus meinem Herzen machte und mir meine Widerborstigkeit anzusehen war, schnitt er mir eine Grimasse um mich aufzumuntern. Das zauberte mir natürlich ein Lachen aufs Gesicht und regte mich dazu an, auf allen weiteren Bildern auch Fratzen zu schneiden. Das gefiel mir ausgesprochen gut und war mein kleines Aufbegehren gegen dieses Fest, das eigentlich das meine war, mir aber so gar nicht gefiel.

Zur Andacht musste ich nachmittags natürlich auch noch in die Kirche und schon wurde mein fast vergessenes Hosenmissgeschick wieder präsent. „So kann man das Kind nicht schicken“, stellte meine Mutter trocken fest und zwang mich in die kurze Hose, die früher jedem Kommunionanzug beilag. Das wäre bei warmer Witterung auch weiter kein Problem gewesen, aber ausgerechnet bei unserer Kommunion herrschte kühles Aprilwetter vor und so zog ich als einziges Kind bei heftigem Schneefall mit kurzer Hose in die Kirche ein.

Diese Anzugsordnung warf natürlich bei der kleinbürgerlichen Dorfgemeinschaft unangenehme Fragen und Gelächter auf. Gefühlt stand ich jedenfalls nackt am Altar.

Auch der längste Tag hat mal ein Ende, aber damit waren noch nicht alle Auswirkungen der 1. Heiligen Kommunion für mich beendet.

Eine Woche später holte mein Vater beim Fotografen die einmaligen Bilder ab, die mich so voller Lebensfreude zeigten. Das sah mein Vater leider völlig anders, als er mit den Fratzenbildern nachhause kam. Sein vernichtendes Urteil: „Bei der Verwandtschaft nicht vorzeigbar“ und damit hatte ich keine Chance mehr einen körperlichen Verweis mittels einer heftigen Backpfeife als Nachtrag zu meiner Kommunion zu entgehen.

So, ich hoffe, dass Euch meine kleine Geschichte jetzt zum gesunden Lachen des Tages verholfen hat. Ich sage vielen Dank für manchen Beitrag, den ich hier lesen durfte und auch den Zuspruch, den ich von vielen Seiten selbst bekommen habe.

Also sage ich zumindest vorläufig und für längere Zeit Adé und macht es gut und wünsche Euch stets eine gute Zeit in der Gugumo und auch darüber hinaus.

Hacklberg

Ein einziges Bild konnte ich noch retten:

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung
 - (Dummheit, Erlebnis, Panne)

Was für ein Bericht, da brauchte ich jetzt doch direkt erst mal einen frischen Kaffee! ☕️

Auf dem Bild drückst du in der Tat sehr viel Lebensfreude und positive Einstellung zum Ereignis aus! 😃

Aha, jetzt relativierst du schon auf "vorläufig und für längere Zeit"... Das klingt ja dann hoffentlich doch nicht so ganz endgültig...

Meine Erfahrung hier ist, dass die User, die wirklich gehen wollen, einfach sang- und klanglos verschwinden. Aber diejenigen, die das groß ankündigen, kommen immer wieder. Die Hoffnung stirbt also weiterhin zuletzt...

Dann wünsche ich dir mal für die nächste Zeit alles Gute, viele interessante Ausflüge und Reisen und viel Freude bei allem, was du tust!

Danke für's Mitmachen und liebe Grüße! 🌻

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@Chumacera

Hallo Chum, nachdem ihr mich hier schon ein wenig bekniet habt, habe ich mich entlassen erst einmal 3 Monate Pause zu machen und dann sehe ich weiter. Der Advent ist immer eine Zeit der Hoffnung, um Deinen Worten zu folgen. LG Günni

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ach, wie kann ich dir deinen Gemütszustand nachfühlen. Ich lache JETZT darüber, du hast es auch so lustig und gefühlsecht rüber gebracht, aber es ist kein Auslachen! Schon schlimm, was man jungen Menschen antun kann. Übrigens war meine Konfirmation ähnlich an Missgeschick nur ich kann nicht so schön erzählen. Die liebe Verwandschaft, alles Erwachsene, und ich bin einfach runter auf die Straße zum spielen gegangen. Hatte ein Silberkettchen mit Blattanhänger geschenkt bekommen und genau noch an diesem Tag verloren. Auch die Verabschiedung der meisten Gäste habe ich versäumt..... naja, dann gab es Stubenarrest, nichts zum Abendessen und ich wurde eine Woche psychisch gefoltert. Hab's überlebt und bin trotzdem ein fröhliches Menschlein geworden. Herzliche Grüße und Dank an dich, lieber Günni, wir lesen uns wieder, das weiss ich.

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@witha

Hallo Witha, es ist sicher gut, dass diese miefige Zeit vorbei ist, in der wir doch mit einigen Pflichten und Zwängen aufgewachsen sind. Doch heute beobachte ich, dass selbst Pflichten bei den Blagen nicht mehr eingefordert werden, von Zwängen gar nicht erst zu reden. Kein Respekt vor nichts ist auch keine gute Entwicklung. LG Günni

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@verreisterNutzer

Wie Recht du hast! Ich habe kein Auto mehr und muss mit ÖPNV fahren, du glaubst nicht was ich in den Bahnen und Bussen so alles erlebe. Meine Einstieghaltestelle ist Gymnasium, wenn dort die Schüler warten ist meist eine Rauferei, Treterei und Ranzenumsichschlagen Bewegung angesagt, ich warte mit 5 m Abstand. Vor lässt mich sowieso keiner von denen. Ist aber Erziehungssache. Ach, in der Sachsentherme ist es nicht besser in den Ferien. Aber ich sage mir, wir waren doch auch mal jung und haben böse Blicke der "Erwachsenen" geerntet, wenn wir laut waren. Doch hatten und haben wir immernoch Respekt anderen Personen gegenüber und "Alten" erst Recht. Ist ne völlig andere Zeit ... Alles Liebe und Gute dir und deiner besseren Hälfte. Bis bald wieder :)) Herzliche Grüße, witha.

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Eine Wahnsinns-Geschichte, absolut perfekt und mitreißend erzählt!

Es ist äußerst schade, dass Du "uns" verlassen willst / musst.

Manche Menschen sind einfach nicht da, andere fehlen.

Kannst Dir ja denken, wozu DU gehören wirst.....

Alles Gute für Dich, Günni und hoffentlich bis irgendwann!

Ganz viele liebe Grüße
PoisonArrow

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Da kann man nur lachen, ist kein Aus-, sondern ein Mitlachen!

Fred wünscht dir einen sehr schönen Mittwoch und grüßt dich herzlich aus einem sonnigen 26,3 Grad warmen Wien.

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Ich wünsche dir alles Gute und habe dich immer gerne gelesen. Viele Grüße aus dem Frankfurter Raum und alles Gute für die Zukunft sowie für alles was du machst und gib deine Träume nie auf...!

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Hallo liebe Chumachera und Gruß an alle Mitleser.

Ja deine Butter die hat mir viele Freude bereitet, und wenn ich mal schlechte Laune habe, dann stelle ich mir einfach deinen entsetzten Gesichtsausdruck vor, den du gehabt haben musst, als dir die Butter einfiel, die noch auf der Heizung liegt.

Missgeschicke.. da gibt es einige.

Mit der Firma eine nagelneue Halle bezogen. Ich soll die Montage der ersten Maschine auf der linken Seite der Halle übernehmen. Pläne bekommen, mit den Bezugsmaßen von der Hallenwand, zur Mittellinie der Maschine.

Alles klar da kommt sie also hin. Der Boden. Ölfeste Epoxidharzversiegelung, arschglatt und wunderschöne Bodenlegerarbeit. Keine Unebenheit, keine Macke drin, die Hallenlichter spiegeln sich im Boden. Mit der Schlauchwasserwaage, das Gefälle vermessen, 5 mm auf 25 Meter, kann man ohne Ausgleichshölzer arbeiten.....bin begeistert.

Gut, dann ziehen wir mal eine Mittellinie, an der wir die Maschine dann ausrichten, sagt der Kollege. Auf Betonböden haben wir immer einen Draht gespannt, zu dem wir dann gemessen haben. Ich sag, ok hier kommen ja immer wieder die Maschinen hin, dann können wir bei diesem tollen Boden eine permanente Markierung machen, die wir später dann auch für andere Maschinenandere nutzen können. Ja ok, machen wir sacht er. Wir ziehen einmal einen Draht, und dann zeichnen wir das mit einem Wasserfesten Edding an. Gesagt getan. Zwei Stunden später hatten wir eine schöne Linie auf dem Boden, 20 Meter lang, schurgerade, knallrot. Es war dann drei Uhr, und der Kollege machte Feierabend. (Gleitzeit). Ich hatte noch eine Stunde in der ich unser Meisterwerk bewundern konnte. Naja, dachte ich die Farbe ist zwar wasserfest, aber in drei Monaten ist davon nicht mehr viel zusehen, und dann fangen wir wieder an, eine neue Line zu malen. Die Zeit kann man sparen!

Ein zwei Meter Lineal geholt, und losgelegt. Eine Stunde später hatte ich mit einem angeschliffenem Stück Werkzeugstahl, einen sauberen ca. 1mm breiten Kanal in den eben noch makellosen Boden geritzt... 3 mm tief.

So, der verschwindet nicht mehr!

Feierabend gemacht und zufrieden nach Hause gegangen. Am nächsten Tag wollte ich den Kanal dann noch mit transparentem Epoxidharz versiegeln, damit der wieder öl dicht ist. Blöderweise ist ein Kolleg krank geworden, und ich musste dann nächsten Tag für ihn auf Montage fahren, war dann sechs Wochen weg. Als ich wieder kam erfuhr ich das unser Meister, der kurz vor der Rente stand, fast einen Herzinfarkt bekam als er mein Meisterwerk entdeckte.

Nicht das es jetzt falsch war was ich da gemacht habe, hat auch jahrelang funktioniert, aber der Boden war schließlich neu, da macht man sowas nicht.

Ein hab ich noch.

Freitag in der Firma. Montag soll ich nach Chikago fliegen. Ich soll ins Büro kommen meine Reiseunterlagen abholen. Ich latsch hoch ins Büro, denk, sechs Wochen Chikago, voll geil, nur Produktionsüberwachung, und Dokumentierung der Leistungsfähigkeit der neuen Maschine., das wird ein lockerer Job. Der Kollege mit dem ich die Maschine vor ein paar Wochen aufgestellt habe ist schon da, hab mit ihm telefoniert.. alles gut Karre läuft, wir haben nur Probleme mit dem ständig bekifften Bedienungspersonal in der Spätschicht, aber die sind umgänglich.

So hier sind ihre Reiseunterlagen, die Unterlegen zur Dokumentation... bla bla sorgfältig ausfüllen..bla bla... und melden sie mal zwischendurch, wie es aussieht.. bla bla... ein Mietwagen ist abholbereit, haben wir ja schon besprochen... bla bla...gute Reise, und denken sie daran, die A7 ist ab xxx nur einspurig befahrbar ( ich arbeite in Stuttgart und fliege von Frankfurt).. bla bla...rechnen sie mit Stau... bla bla... fahren sie rechtzeitig los. Ja, ok ich hole dann den Mietwagen, lade alles ein und mach dann Feierabend. Tschüss, schönes Wochenende. Alles nix aufregendes.

Klamotten zu Hause alle fertig, nur noch in die Tasche packen, Flug ist um 15:00, machst du abends deine Tasche fertig, dann kannste noch ausschlafen und in Ruhe frühstücken. Fährst du so gegen 10:30 los, das reicht, sind so 2 1/2 Stunden bis Frankfurt. (war vor 9/11).War dann noch in Stuttgart auf dem Sommerfest in der Stadt, am Samstag.

Montagmorgen dann auch um kurz nach halb elf los gefahren, super gut Laune, tolles Wetter, noch mal im Geiste durchgegangen, ob ich auch an alles gedacht habe, nix gefunden was ich vergessen haben könnte. Fahr auf die Autobahn und geb Gas. Auf der A 7 ist um diese Zeit normalerweise nicht viel Verkehr. 50 Km vor Würzburg auf einmal zäh fließender Verkehr. Mi st Unfall. Mal von CD auf Radio umschalte. Warten auf die Verkehrsnachrichten. Man, hier geht ja nichts vorwärts. über den nächste Hügel gefahren, da kann man weit sehen. Ach du Sch ei ße, das sind ja mindestens zehn Kilometer, das könnte eng werden. Langsam macht sich leichte Erregung breit. Dann kommen die Verkehrsnachrichten....bla bla A soundso,, bla bla ... A7: 25 Km zäh fließender Verkehr, da nur eine Fahrspur wegen einer Baustelle zur Verfügung steht. Jau toll, die Erregung wird intensiver. Umleitung??? Keine!! Würde auch keinen Sinn machen, da MUSST du durch. Äh was hat die noch am Freitag gesagt???

gute Reise, und denken sie daran, die A7 ist ab xxx nur einspurig befahrbar.....

Ich bin im Ar sc h.

Die Erregung hat Dimensionen angenommen die mir bisher unbekannt waren. Hilft nix, Radio aus, Musik aus, nachdenken. Du musst in der Firma anrufen, die Lage schildern und sagen das du mehr als die doppelte Fahrzeit eingeplant hast, aber es nicht reicht. Selbst wenn ich den Flug verpasse ist das kein Weltuntergang, flieg ich halt einen Tag später. Handy nehme anrufe... hallo Herr Grautvornix die Frau xxx ist nicht an ihrem Platz kann ich ihnen helfen? (unwahrscheinlich). In den Verteidigungsmodus schalte: Völlig aufgeregt ein Stakato an Wörtern und Sätzen ins Handy stopfe, und warte was als Antwort kommt. Ich soll mich beruhigen, und nochmal langsam erzählen.

Nun, dann hab ich gesagt wo ich bin, und das ich es noch schaffen kann wenn es weitergeht. Gut, wir rufen am Flughafen an und sagen der Mietwagenfirma das es sehr eng wird, und man ihnen den Wagen in der Garage gleich abnimmt, wenn es nicht schon zu spät sein sollte, den Flug überhaupt noch zu bekommen. Melden sie sich wenn es weiter geht.

So ist es dann gewesen, irgendwann ging es weiter, ich hab richtig Gas gegeben, nach dem Stau war die Strecke frei, wie zu der Uhrzeit erwartet. Zum Schluss ging es um wenige Minuten, die Boardingzeit lief schon, aber die heldenhaften Damen im Büro, haben auch da angerufen, das ich in zwei Minuten da bin, nachdem ich der Dame von der Mietwagenfirma, die mich an dem Eingang, der der kürzesten Weg zum Gate ist, erwartete, den Autoschlüssel übergab. Wie das mit dem Gepäck lief weiß ich nicht mehr, aber das Flugzeug ist pünktlich abgeflogen.... mit einen völlig erschöpften Grautvornix an Bord.

Was haben wir daraus gelernt?

NIx, ist ja noch mal gut gegangen.

Fred wünscht dir einen sehr schönen Mittwoch und grüßt dich herzlich aus einem sonnigen 29,8 Grad warmen Wien.

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Boah, ich bin auch immer so hibbelig, wenn ich einen Flug oder einen Zug erreichen muss und kann gut nachvollziehen, wie dir das Zäpfchen gegangen ist.

Hatte sowas vor Jahren auch mal, sollte mit dem Taxi zum Bahnhof fahren, das kam nicht, dann konnte es nicht in die Straße rein wegen einer Baustelle usw. Irgendwann kam es und ist dann unter Missachtung sämtlicher Regeln der StVO zum Zug gebraust, den wir gerade noch bekommen haben. Zum Glück ist bei dir auch alles gutgegangen, auch wenn du nichts gelernt hast! 😏

Danke für's Mitmachen und liebe Grüße! 🌻

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@Chumacera

Hibbelig nur weil ich das ganze Wochenende nicht an die Baustelle gedacht hatte, es also mein Fehler gewesen wäre, und man mich noch darauf hingewiesen hat.

Hätte ich daran gedacht, dann wäre ich um neun gefahren, am Flughafen zu warten, wenn ich dann viel zu früh da gewesen wäre, wäre ja auch bezahlt worden, und langweilig wird es mir da auch nicht werden.

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@Grautvornix

Weiß ja nicht, wann das war, aber heutzutage muss man ja auch noch durch gefühlte fünfeinhalb Stunden Sicherheitscheck usw. Da hättest du vermutlich keine Chance mehr gehabt. ☹️

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Guten Morgen Chumacera und auch alle anderen Usern.

Ich kann mich erinnern, mit zwei verschiedenen Schuhen aus dem Haus gegangen zu sein.

Da war ich am Morgen wohl noch nicht ganz wach und bin in einen schwarzen und einen dunkelbraunen Schuh geschlüpft. Bemerkt habe ich das allerdings erst im Betrieb, als ich meine Schuhe wechseln wollte.

Eigentlich hatte ich nach der Arbeit einen Einkauf geplant. Den habe ich allerdings verschoben, da ich nicht mit verschiedenen Schuhen unterwegs sein wollte ;-)

Euch einen schönen Tag, egal ob bei der Arbeit oder sonstwo.

Wärst du ein Promi, so wäre das am nächsten Tag die neueste Mode gewesen!

Danke für's Mitmachen und liebe Grüße! 🌻

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Ist ja sogar modern, also du warst es der das erfunden hast, alle Achtung!

Fred wünscht dir einen sehr schönen Mittwoch und grüßt dich herzlich aus einem sonnigen 28,6 Grad warmen Wien.

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