Durch den Streik der Lufthansa sitze ich während einer Dienstreise mehrere Tage im Ausland fest. Muss der Arbeitgeber diese Zeit als Arbeitszeit bezahlen ?

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3 Antworten

Es ist völlig egal, ob du im Hotel sitzt oder in Acapulco am Strand, mit Cocktail in der Hand, auf Deinen Flug wartest - du bist beruflich unterwegs.

Die Dienstreise liegt vor, wenn Du aus rein beruflichen Gründen von zuhause fort bist. Das scheint ja der Fall zu sein. Da Du über deine Freizeit zu entscheiden hast, und nicht der Arbeitgeber, kann er dir hier so nicht kommen. Du musst dich halt bemüht haben, einen Alternativflug zu finden.

Stattdessen muss er seinen Schaden dann bei der Lufthansa geltend machen. Das wird zwar wahrscheinlich nicht gelingen, ist aber nicht dein Problem.

Dies ist natürlich nur oberflächlich und keine Expertenmeinung, jedoch bin ich mir recht sicher, daß jeder Fachanwalt das so bestätigen kann. Andererseits - wenn Du auf Dienstreise an einem so gefährlichen Ort bist, sollte sich dein Arbeitgeber auch mit solchen Unwägbarkeiten auskennen und damit planen.

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Ja muss der Arbeitgeber bezahlen, er kann von der Lufthansa dann Entschädigung verlangen. Ist aber sehr schwierig. Ich hab auch grade so ein Fall. Dir kann das aber egal sein du bekommst dein Geld\\\\Stunden trotzdem :)

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kommt darauf an

als die Titanic sank, endeten die Zahlungen an die Besatzungsmitglieder

wollen hoffen dein Brötchengeber ist kulanter als die White Star Line und  Herr Ismay

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Kommentar von Nightstick
11.11.2015, 16:48

(Zitat): "kommt darauf an" (Zitat Ende)

Genau das sagen die Arbeitsrechtler.

Grundsätzlich wird die Zeit, in denen nicht gearbeitet wird, nicht vergütet (ohne Arbeit kein Lohn). Aber in diesem speziellen Fall sollte das offene Gespräch mit dem Arbeitgeber gesucht werden, wobei es aus meiner Sicht angebracht wäre, gegenseitiges Verständnis, Entgegenkommen und Kompromissbereitschaft zu zeigen, wenn das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber bisher von gegenseitigem Vertrauen geprägt war.

Ich als Arbeitgeber würde (nach Abwägung aller Umstände) wohl die meiste Zeit vergüten, damit der Mitarbeiter auch zukünftig noch gerne für mich diese nicht ganz gewöhnlichen Arbeitseinsätze ausführt.

Sollte es sich allerdings herausstellen, dass der Arbeitgeber kleinlich und wenig kompromissbereit ist, würde ich die Fragestellung von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht prüfen lassen, und mir mittelfristig einen besseren Arbeitgeber suchen.

Ich wünsche dem Fragesteller viel Erfolg bei seiner Verhandlung.

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