@ Chefs und Personaler: Was macht einen guten Mitarbeiter aus?

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2 Antworten

Interesse an der Tätigkeit und eine gewisse Begabung sagen noch nicht wirklich etwas darüber aus, ob die Person für die Stelle tatsächlich geeignet ist. Und auch jemand, dessen Hauptmotivation das Geldverdienen ist, könnte sich als geeignet erweisen. Daher würde ich nicht anhand der genannten Kriterien entscheiden wollen. Den richtigen Mitarbeiter einzustellen ist mittlerweile schon zu einer Wissenschaft geworden und daher greift man dazu auf teilweise sehr komplexe eignungsdiagnostische Methoden zurück. Nur aufgrund der Motivation des Mitarbeiters (beispielsweise Interesse an der Tätigkeit vs. Verdienst) zu entscheiden, würde oft zu falschen Entscheidungen führen.

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Kommentar von rigut
15.03.2012, 00:27

Danke für die Antwort. Es ist gut auch mal die Sichtweise eines Personalverantwortlichen kennen zu lernen. Wahrscheinlich spielt die Qualifikation die größte Rolle, aber wenn einer noch so viele Fortbildungen hat und dann nicht ins Team passt wird es wohl auch schwierig und am Ende entscheidet die Probezeit. Wenn ich mir meiner Schwächen und Stärken bewusst bin, ist es dann besser mit offenen Karten zu spielen und zu sagen, es ist besser wenn ich diese und jene Aspekte des Jobs abdecke und bei anderen Unterstützung bekomme – oder ist es besser zu versuchen sich durch zu „wursteln“.

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Wie soll ich bei einem Bewerber denn feststellen, dass er zum ersten Gattung gehört? Erzählen kann man viel wenn der Tag lang ist. Zunächst mal geht JEDER arbeiten, weil er Geld verdienen muss. Das ich dann evtl. das große Los gezogen mit einem MA gezogen habe, der seine Arbeit auch noch als sein Hobby ansieht, stelle ich mit Sicherheit erst später fest. Aber auch unter dieser Sorte Mitarbeiter gibt es welche die ihre Liebe zum Job dermaßen übertreiben, dass sie irgendwann mit BurnOut in der Ecke liegen oder zum "Ausgleich" irgendwelche menschlichen Marotten haben, die sie unfähig machen im Team zu arbeiten oder was auch immer.

Ergo: Es gibt in beiden "Lagern" motivierte und unbrauchbare Leute.

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Kommentar von rigut
15.03.2012, 01:03

Danke ebenfalls für die Antwort. Und was ist mit dem berühmten Bauchgefühl, die Begeisterung, die ein MA eventuell beim Einstellungsgespräch spüren lässt? Ein MA der echt Freude an der Arbeit hat, weil sie ihm Spaß macht und seinen Talenten und Fähigkeiten entspricht, müsste doch von vorneherein belastbarer sein als einer der ausschließlich die Motivation „Geld verdienen“ hat. Wenn jemand es mit dem Arbeiten übertreibt, dass er krank in der Ecke liegt – dann ist dieser MA sicher eher unsicher und gestresst, ob seine Leistung reicht und versucht das mit Umtriebigkeit und Mehrarbeit auszugleichen. So einer bräuchte öfter eine gute Rückmeldung, damit er sich sicherer wird und er beruhigt abends Feierabend machen kann – oder ist das schon zu viel an „Betreuung“ verlangt? Was ist besser: offener Umgang mit seinen Schwächen und Hilfe einfordern oder versuchen sich durch zu beißen und eventuell Schiffbruch zu erleiden mit seiner Aufgabe? Es ist doch gute Teamarbeit, wenn alle im Team um Stärken und Schwächen der anderen wissen und sich so gut es geht ergänzen, oder?

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