§ 850c ZPO - Taschenpfändung Finanzamt

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

ja, die Taschenpfändung ist überwiegend unbeschränkt möglich und hat auch mit der Pfändungsfreigrenze gem. § 850c ZPO nichts zu tun, das sind schlicht völlig unabhängige Vorschriften, die nichts miteinander zu tun haben.

Bei dem Bargeld, dass Sie in der Tache, in der Schrankwand oder sonstwo haben, hat das Problem, dasss nicht drauf steht, wo Sie es her haben. Es hätte ja sein können, dass Sie z.B. vorher gerade Ihren Lottogewinn über 65,00 € abgeholt haben. Wenn Sie hätten beweisen können, dass das Bargeld unmittelbar und direkt aus Ihrem pfandfreien Einkommen stammt, dann hätte es theoretisch nicht gepfändet werden dürfen. Da solcher Nachweis gemeinhin aber nicht zu erbringen ist, scheitert unsere hiesige Philosophie!

Es gibt auch keine spezielle Vorschrift für die Taschenpfändung. Das fällt alles unter das grosse Sachgebiet "Sachpfändung" und im Hinblick auf beim Schuldner vorgefundenes Bargeld gibt es im Grunde kaum Beschränkungen bei der Pfändung.

Tut mir leid!

Viele Grüsse

Die von Dir zitierten Vorschriften betreffen die Pfändung von Forderungen. Sie gelten nicht für die Pfändung von Bargeld.Dafür gilt § 815 ZPO Dort gibt es keine Vorschriften über das Existenzminimum. Es kann allenfalls geltend gemacht werden, das Geld im Geldbeutel gehört eiener anderen Person. Also hat der Vollziehungsbeamte keinen Gesetzesverstoß begangen.

Hallo, danke für diese Rückantwort. Aufgrund das Du Steuerberater bist, nehme ich an das Du weist von was Du schreibst.

Hoch Leben die Gummiparagraphen.

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@renesch86

Das hat nichts mit meinem Beruf und Gummiparagrafen zu tun. Aber es tut mir leid: Wenn Du Dich auf Vorschriften berufst, solltest Du sie wenigstens genau gelesen haben. Und in keiner der von Dir zitierten Vorschrift steht etwas von Bargeld. Forderungen sind nun mal ein anderer Begriff als Bargeld. So gibt es auch Unterschiede bei unpfändbaren Gegenständen. Einem aktiven Landwirt darf nun einmal nicht ein Traktor gepfändet werden. Wenn ich jedoch einen Traktor hätte, könnte der durchaus gepfändet werden, denn ein Steuerberater kann seinen Beruf durchaus ohne Traktor ausüben.

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Im einen sollte man sich hier im klaren sein,so lange man sich nicht wehrt werden sie es immer wieder tun.Es ist bei mir aber noch viel schlimmer,obwohl ich viel Geld zurück bekommen müßte vom Finanzamt tun sie mich bis aufs Blut Pfänden und somit meine Firma zerstören.Im meinem Fall denke ich an verklagen und mitteilung ans Bundesfinanzministerium,denn so werden hier in Deutschland tag täglich Firmen kaputt gemacht.Denen scheint es nicht zu interessieren ob du noch leben kannst,besonders deine Kinder.Und der eine Spinner errechnet 47millarden euro mehr Einnahmen vor.Ich frage mich woher und wie der das errechnet

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