Wieso ist Fleischkonsum in Deutschland so drastisch zurückgegangen?

7 Antworten

Dre Konsum von fast Allem geht zurück weil man nach dem Geld schauen muss und nichtmehr einfach nach Lust und Hunger einkaufen kann sondern sehr genau rechnen was geht. Inflation ohne Lohnanstieg macht nunmal arm.
Wenn man dann noch gewissen Ansprüche an die Qualität und Erzeugung von tierischen Lebensmitteln hat bleibt oft nur noch wenig Spielraum. Da muss man zwangsläufig verzichten oder seine Moral über Bord werfen :(

In EU ist der allgemeine Fleischkonsum nur um 1,5 Kilogramm pro Person zurückgegangen. Sicher haben alle anderen EU-Länder genauso mit Inflation zu kämpfen.

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@TenPiece

Aber in den anderen EU Ländern wurde schon immer mehr Geld für Lebensmittel ausgegeben, das sind die Deutschen besonders kniepig.

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Fleisch kostete ein Jahr nach 2021 fast 40% mehr. Da ist ein Rückgang des Konsums um ca. 8% nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass viele sowieso mehr essen als empfohlen wird.

teuer isses worden. kostet das doppelte die haltungsstufe 2. und manchmal cauch das 3 fache

Zu teuer

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Was glaubt ihr, sind die Hauptgründe für den starken Rückgang?

Zunehmende Armut bzw. sinkende Reallöhne in der Bevölkerung.

Alex

Ja, auch dass laut WHO rotes Fleisch krebserregend ist ... ¯⁠\⁠_⁠(⁠⊙⁠_⁠ʖ⁠⊙⁠)⁠_⁠/⁠¯

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@Knochenjimmy
auch dass laut WHO rotes Fleisch krebserregend ist

Das ist so nicht richtig.

Tatsächlich steigt das individuelle Krebs­risiko laut IARC mit der konsumierten Fleisch­menge, ist aber absolut betrachtet gering. Schät­zungs­weise 34 000 Todes­fälle pro Jahr verursache verarbeitetes Fleisch demnach – welt­weit. Tabak zum Beispiel sei ungleich gefähr­licher und fordere alljähr­lich ungefähr eine Millionen Krebs­tote.

Dass beides, Rauchen wie Wurs­tessen, nun als krebs­er­regend einge­stuft wird, heißt also nicht, dass das Krebs­risiko gleich groß ist, sondern nur, dass der Zusammen­hang von Konsum und Krebs ähnlich gut belegt ist.

Eine Aussage von rotem Fleisch bekommt man Krebs ist nach wie vor Nonsens.

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@EinAlexander

"Eine Aussage von rotem Fleisch bekommt man Krebs ist nach wie vor Nonsens."

Es bekommt auch nicht jeder von Rauchen Krebs.

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@Knochenjimmy
Es bekommt auch nicht jeder von Rauchen Krebs.

Richtig. Schät­zungs­weise 34 000 Todes­fälle pro Jahr verursacht verarbeitetes Fleisch – welt­weit. Tabak fordert alljähr­lich ungefähr eine Millionen Krebs­tote.

Und das obwohl es sehr viel mehr Fleischesser als Raucher gibt.

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@Ursusmaritimus

Es stirbt auch nicht jeder am Rauchen ... Wie gesagt. Ob Reis Arsen enthält ist eine andere Aussage als ob Reis Krebs verursacht.

Laut WHO verursacht der Konsum von rotem Fleisch Krebs.

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@Knochenjimmy
Laut WHO verursacht der Konsum von rotem Fleisch Krebs.

Nochmal. Diese Aussage ist falsch. Für rotes Fleisch wurde pro 100 Gramm täglich ein Anstieg des Darmkrebsrisikos um 17 Prozent ermittelt.

Das ist die Aussage der WHO. Aber nicht „rotes Fleisch verursacht Krebs“.

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@Knochenjimmy

Laut WHO erhöht! der Verzehr von rotem Fleisch das Risiko einer Krebserkrankung.

Der Verzehr von rotem Fleisch verursacht keinen Krebs........

Wenn wir schon beim Erbsen spalten sind......

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@Ursusmaritimus

Warum steht dann auf den Zigarettenpackungen "Rauchen ist tötlich" und "Rauchen verursacht Krebs"?

Das mit dem Reis behalte ich aber im Auge. Ungeschälter soll besonders schlecht sein. Genieß halt sein rotes Fleisch und dazu eine schöne Portion Reis. Es ist ja nicht so, dass du deshalb auf Reis verzichtest.

Edit: Es heißt richtig "Rotes Fleisch ist krebserregend".

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@Knochenjimmy

Schockargumente und Bilder auf Zigarettenpackungen haben einen anderen Kern als Gesundheitswarnungen/Gesundheitsaussagen der WHO, oder?

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@Ursusmaritimus

Mir ist das eh alles egal, isst so viel Wurst wie du willst. Aber das mit dem Reis schau ich mir an.

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@Knochenjimmy

Nicht ganz, "wahrscheinlich krebserregend" ist nicht das selbe krebserregend. Das Wörtchen "Assoziation", wie das in der Erklärung vorkam, passt da schon eher.

Einer der beteiligten, Dr. David Klurfeld, hat einen Einblick zur Entscheidung gegeben: https://www.peak-human.com/post/dr-david-klurfeld-on-meat-not-causing-cancer-bogus-vegetarian-scientists-and-balanced-nutrition

Er schätzt, dass ein Viertel bis ein Drittel des Komitees Veganer und Vegetarier waren und ein Teil davon bemüht war, andere davon ebenfalls zu überzeugen. 2 gute Kontrollstudien wurden einfach "rausgeworfen", wo rotes Fleisch und Fett keine Probleme bereiteten sowie eine Reihe von Tierstudien mit ähnlichen Ergebnissen. Übrig blieben epidemiologische und mechanische Studien, die keine Kausalität zeigten.

Ein Beispiel für eine Studie, die mehrere Faktoren berücksichtigt ( "total energy intake, family history of cancer, personal history of chronic disease, rural/urban residence, smoking status, alcohol use, Body Mass Index, physical activity, and education") ist diese: https://www.mdpi.com/2072-6643/12/8/2265. Fleischkonsum wurde jeweils Obst- und Gemüse-, Vollkorn- und Ballaststoff-Konsum gegenübergestellt. "Hazard Ratio" ist hier das Verhältnis der Krebsvorfälle der betrachteten Gruppe durch die Anzahl der Vorfälle der Kontrollgruppe ("Ref.", jeweils "oben rechts" in der Tabelle, also wenig Fleisch und viel "Gutes"): https://ibb.co/QYSpx07
https://ibb.co/VNsk7dd

Interessant ist die mittlere Spalte für die, die "normal viel vom Guten" essen (für unter 55-Jährige: 4-6 Portionen Obst und Gemüse). Die Anzahl der Vorfälle dort war nicht wesentlich höher als bei der Kontrollgruppe. Das sieht man am Hazard Ratio nahe 1. Die, die mehr als 6 Portionen Obst und Gemüse UND mehr als 250g rotes Fleisch aßen, standen sogar noch besser da!

Anders sah es beim verarbeiteten Fleisch aus, weniger war fast immer besser.

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@bert00712

Die Vegane Weltverschwörung ... Viel haben die aber noch nicht zusammengebracht.

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