Konsumverändeung für artgerechte Tierhaltung?

Das Ergebnis basiert auf 11 Abstimmungen

Ich möchte Konsum von tierischen Produkten senken/vegan leben. 64%
Ich möchte/werde nichts ändern. 18%
Bereit mehr Geld für Produkte aus artgerechter Haltung zu zahlen 18%
Ich akzeptiere beim Fleisch intensiveren Geschmack z. B. Huhn 0%
Höherer Fettanteil beim Fleisch ist kein Problem. 0%
Ich akzeptiere Bock-/Ebergeruch. 0%
Ich kaufe nur bei vertrauten Bauern/Läden in der Region ein. 0%

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ich möchte Konsum von tierischen Produkten senken/vegan leben.

Ich ernähre mich schon vegan und mehr kann ich nun wirklich nicht tun. Wobei ich auch bei hygieneartikeln, Putzmittel und Make-up darauf achte dass diese ohne tierische Produkte auskommen. Und bei allem anderen was mit Lebensmitteln zu tun hat achte ich darauf dass ich zu einem Großteil regionale Produkte benutze (Gemüse und Obst direkt vom Bauern aus der Umgebung) und nur wenig aus Übersee (Hülsenfrüchte die hier zum Beispiel nicht wachsen oder Reis).

Ich möchte Konsum von tierischen Produkten senken/vegan leben.

Zum Ebergeruch: Es betrifft nicht alle der unkastrierten Eber. Manche Leute merken das kaum, andere rennen jedoch würgend aus der Küche.

Ich habe jedoch kein Problem mit Kastrieren (sofern mit Betäubung) oder dem Schlachten von ganz jungen Tieren (obwohl ich Hammelfleisch mag, mit dem "böckeln" also kein Problem habe). Ich finde, dass hat auch nicht so viel mit artgerecht zu tun.

Mir geht's bei der Reduktion von tierischen Produkten inzwischen primär um Ressourcenschonung, weshalb ich die Aufzucht von Bruderhähnen der Legerassen nicht wirklich sinnvoll finde, da sie mehr fressen und deutlich weniger ansetzen, als Mastrassen - sinnvoller wären weniger Eier zu konsumieren in Verbindung mit dem Aussortieren der Eier mit männlichen Föten.

Naja ich finde ja schon, dass es artgerechter ist, den Tieren mehr Zeit zu geben und keine Tierbabys zu schlachten, meine Meinung.

Und was sagst du zu Zweinutzungshühner? Ich finde halt das das konventionelle Masthuhn eine Qualzucht ist und gar nicht artgerecht gehalten werden kann, weil es grundsätzlich leidet. Deshalb sehe ich in Zweinutzungshühnern die einzige tierverträgliche Variante.

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@tigergirl123

Zweinutzungshühner sind ein Kompromiss - sie fressen aber auch mehr, als die reinen Lege- und Mastrassen und produzieren weniger. Dadurch würden aber Fleisch und Eier deutlich teurer, was ich begrüssen würde - tierische Produkte sind eh viel zu billig.. Masthühner und Masttruten sind klar Qualzuchten, die können gegen Ende der Mastzeit nicht mehr laufen und haben Knochenschäden.

Sehr junge Tiere zu schlachten hat für mich halt nicht so viel mit artgerecht zu tun, ist aber natürlich eine tierethische Frage, die übrigens schon seit Jahrtausenden ein diskutiert wird.

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@SamaMoldo

Ersten Teil kann ich nur zustimmen.

Im zweiten Teil verstehe ich deinen Punkt, dass es eine ethische Frage ist. Spätestens dann, wenn man Jungtier seiner Mutter entreist, die es noch säugt, um es zu schlachten, ist es jedoch eine Frage der Artgerechtheit. Außerdem werden viele Jungtiere wie "Milchlämmer" zu lange nur mit Milch ernährt, damir ihr Fleisch zart und hell bleibt, was natürlich auch keine artgerechte Haltung ist.

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Bereit mehr Geld für Produkte aus artgerechter Haltung zu zahlen

Intensiverer Geschmack ist auch kein Problem. Wenn die Hühner vom Landwirt nicht mehr legen, werden sie geschlachtet. So ein Huhn nehme ich gerne. Da ist immer noch genug Fleisch dran.

Ich möchte/werde nichts ändern.

Wir essen größtenteils nur eigene Tiere.

Oder zur Abwechslung mal Wurst aus dem Fleischerei-Fachgeschäft.

Bei uns in der Gegend herrscht Fachkräftemangel in der Landwirtschaft. Da bleibt keine Zeit, die Tiere noch den ganzen Tag zu quälen. Es braucht schon viel Zeit, die Tiere zu versorgen und dann noch die Feldarbeit, so ein Tag ist auch schnell rum.

Und zum Ebergeruch: fahr in die Niederlande und kaufe dort mal eine Wurst. Du merkst den Unterschied ....

https://www.bauerwilli.com/juergen-jochen-und-das-tierwohl/

In deinem Fall hätttest du auch für den letzten Punkt abstimmen können.

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@DerJens292

Ich verstehe das Problem des Fachkräftemangels, aber es braut keine "extra Zeit um Tiere den ganzen Tag zu quälen" das passiert schon durch die Auswahl von Qualzuchten oder der Haltung auf Spaltenböden.

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@tigergirl123

Qualzucht wie Boxer oder Sphynx-Katzen?

Die Haltung auf Stroh ist teurer und macht mehr Arbeit, als die Haltung auf Spaltenboden. Spaltenböden sind auch wissenschaftlich untersucht.

Kein Landwirt darf einen Stall bauen, ohne die Regeln und Gesetze einzuhalten. Spaltenboden war und ist Gesetzeskonform.

Wenn DU Tiere hälst, kannst du sie in einem Tierwohlstall umsorgen. Spätestens beim Verkauf merkst du, daß die Abnehmer , der Einzelhandel und der Verbraucher vollmundig Tierwohl fordern, aber nicht bereit sind, das zu bezahlen. Stattdessen wird billige ausländische Ware konsumiert, die nicht nach den hohen deutschen Standarts produziert wurden. Geiz ist eben geil. Siehe Käfigeier.

Alle NGO's, die Tierleid verurteilen können es doch vormachen, wie ein Tier ohne "Qual" gehalten werden kann. Einfach mal, um zu beweisen , wie zukünftig produziert werden soll.

Ich habe letzte Woche einen Mann gesehen, der ein Kind aus dem Kindergarten geholt hat. Das Kind hat geweint. OB DAS KIND WOHL VON DEM MANN GEQUÄLT WIRD?

Höre nicht auf die Panikmache der NGO's. Die wollen nur Spendengelder. Vertraue doch einfach mal auf die Gesetze. Die Grünen sind an der Macht und es gibt nicht mehr Skandale als vorher. Da wird wohl sehr viel übertrieben werden.

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@DerJens292

Spaltenböden sind tatsächlich gesetzeskonform das heißt aber nicht, dass die gut für die Tiere sind, das sind sie nämlich nicht. Immer wieder kommen da Beweise über Verletzungen ans Licht.

Ich unterstütze keine Art der Qualzucht, weder die von dir genannten Katzen- und Hunderassen, noch schnell wachsendes Geflügel und Schweine, welche regelmäßig Kreislaufprobleme bekommen oder sogar unter ihrem eigenen Gewicht einbrechen. Auch nicht Kühe wie Holstein Frisian mit einer viel zu hohen Milchleistung, welche immer unterernährt sind zun Zeitpunkt der Hauptlaktation. Auch nicht Hühner, die fast jeden Tag ein Ei legen müssen und dadurch regelmäßig Knochenprobleme bekommen. Deshalb spreche ich mich für eine kleinstrukturierte Landwirtschaft aus, weil das die einzige Möglichkeit ist, die Tiere nicht zu quälen.

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@tigergirl123

Und nochmal zur Haltung auf Spaltenböden: tust und lässt du Dinge nur, weil der Gesetzgeber es dir sagt? Aka du könntest zwar mangels Tempolimit auf der Autobahn über 300km/h fahren, trotzdem ist das aufgrund vieler negativer Aspekte nicht zu empfehlen.

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@tigergirl123

Hast du schon einmal einen Spaltenboden gesehen? Da gibt es Vorschriften, wie breit die Spalten sein dürfen, damit sich das Tier nicht verletzt.

Wenn Kinder barfuß von der Wiese zum See laufen und vor dem See ist ein geschotterter Weg, dann werden die Kinder "gequält", weil sie bei den spitzen Steinen gaaaaanz langsam laufen. (Kein Ausleben des natürlichen Bewegungsdranges) Das muss verboten werden! Diese Kinderquälerei.

Kleinstrukturierte Landwirtschaft ist schön.

Nur leider wird dort kein ausreichendes Einkommen erwirtschaftet. Du kannst ja so einen Betrieb bewirtschaften. Ich würde dich sogar beratend unterstützen.

Einerseits wollen die auf das Dorf gezogenen Städter keinen Misthaufen in ihrer Umgebung. Deshalb werden alle Stallneubaumaßnamen von Bürgerinitiativen bekämpft.

Andererseits brauchst du ein sehr hohes Maß an Wissen, wenn du sehr viele Betriebszweige hast. Jemand der eine Tierart betreut, kann sich Fachwissen aneignen und Fach-Arbeitskräfte auslasten, auch ein Wochenende frei und Urlaub sind möglich.

Drittens werden viele Hofnachfolger von der unbeständigkeit der Politik und den Anfeindungen der NGO's abgeschreckt.

Da sind viele Lügen und teilwahrheiten im Gespräch, um der Landwirtschaft zu schaden. Ein Beispiel sind die 15 000 liter Wasser für 1 kg Fleisch.

Da stecken ganz andere Pläne dahinter, als das Tierleid zu senken. Eher geht es um Profit der Spendenindustrie, Export von Industriegütern gegen billige ausländische Agrarerzeugnisse oder die Einführung von (Fabrik)Kunstfleisch.

Und die Politik weiß, daß die deutsche Landwirtschaft durch die Gesetze benachteiligt wird, will aber nichts dagegen tun. (Sie ist ja die Ursache)

https://www.bauerwilli.com/bmel-wir-finden-es-falsch-werden-es-aber-nicht-aendern/

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@DerJens292

Ich versteh nicht wie du die Haltung auf Spaltenböden mit Kindern vergleichen kannst...Kinder können den ganzen Tag tun und lassen was sie wollen-Tiere im Stall auf Spaltenböden müssen die ganze Zeit darauf stehen, riechen ständig ihre eigenen Ausdünstungen durch das Gitter und können oftmals nicht den Liegeplatz vom Kotplatz trennen. Das ist tierunwürdig. Das mit dem Wasser ist übertrieben, dass weiß ich. Das man mehr Fachwissen braucht um verschiedene Tierarten halten zu können weiß ich auch, ich mache gerade meinen Master. Dass du allerdings alle NGOs zusammen in einen Topf mit Vorurteilen wirfst, zeugt jedenfalls nicht von Fachwissen. Du würdest ja auch nicht wollen, dass das jemand mit allen Landwirten macht.

Ich schätze du bist auf den Aspekt der Qualzucht nicht mehr eingegangen, weil du meine Argumente nicht leugnen kannst.

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@tigergirl123

Es ist aber keider so, daß von den NGO's alle Landwirte in einen Topf geworfen werden. Du jannst mir ja eine Nennen, die die Landwirte und deren Kühe nicht für den Klimawandel veranteortlich macht.

Amnesty International mal ausgenommen. Und die Welthungerhilfe.

Das mit der Qualzucht ist nicht so eindeutig. Dei den Puten und Masthähnchen gebe ich dir Recht. Manche meinen aber, die Wolle beim Schaf sei auch Qualzucht.

Und mich wundert, daß niemand sich aufregt, daß kleine Kinder ihren Müttern entrissen werden, um sie aus proftigier in den Kindergarten zu stecken. Später die Schulzeit ...

Scheinbar stört es keinen, weil wir wissen, daß die Kinder keinen Schaden nehmen.

Bloß bei den Tieren "fühlt" man ja, daß sie leiden. Jeder hat Ahnung, bloß der Fachmann( Landwirt ) nicht.

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@DerJens292

Schon wieder das Beispiel mit den Kindern. Niemand quält Kinder. Tiere schon. Kühe haben ihr Kalb gerade erst genoren da wird es ihnen weggenommen. Menschenkinder bleiben mindestens 3 Jahre bei ihren Eltern und dann entscheiden die Eltern dass es in den Kindergarten kann. Die Kuh darf das nicht entscheiden.

Ich bin Mitglied bei Pro Vieh. Die stecken nicht alle Landwirte in eine Kategorie sondern kämpfen für und fördern artgerechte Tierhaltung.

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@tigergirl123

OK, dann habe ich dich falsch eingeschätzt. Als Mitglied von Pro Vieh bist du nicht gegen die Tierhaltung, wie all die Veganer.

Doch auch deine Organisation ist nicht davor gefeit, pauschal gegen Landwirte zu hetzen.

Beispiel: Auch das Schwanzkupieren bei Schweinen und Rindern ist an der Tagesordnung.

Das ist eine Lüge. Mir ist nicht bekannt, daß das an der Tagesordnung wäre. Zumal so etwas gegen das Tierschutzgesetz verstoßen würde. Zwar habe ich schon einmal eine Kuh mit Schwanzstummel gesehen, sie hat ihn aber verloren, weil eine andere Kuh auf ihren Schwanz getreten ist.

Oder hier: Der Anbau von Futtermitteln und die Gewinnung von Rinderweiden sind die Hauptgründe für die Abholzung von Regenwäldern, für hohen Mineraldünger- und Pestizideinsatz sowie hohen Wasserverbrauch.

Damit werde ich, weil ich Futtermittel für meine Kühe anbaue, direkt für die Abholzung des Regenwaldes verantwortlich gemacht. Ebenso für den Spritzmitteleinsatz bei gentechnisch veränderten Sojabohnen oder bei Mais in Brasilien. Da kann ich meine Tiere nach biologischen Grundsätzen halten, ohne synthetischen Dünger, ohne Gülle oder Maisanbau, ohne chem.Pflanzenschutz, ohne Futterzukauf und ohne Wasserverbrauch. SCHULDIG ! Ohne Beweis, nur weil ich auf Wiesen Futter für den langen Winter anbaue.

Und Wasserverbrauch habe ich keinen, weil ich nicht beregne und durch natürlichen Niederschlag mehr Wasser herunterfällt als durch die Pflanzen wieder verdunstet wird. Demzufolge wird Grundwasser neu gebildet.

Dann werden noch die klimaschädlichen Gase bemüht.

Kühe nehmen am natürlichen Kohlenstoffkreislauf teil und sind dadurch Klimaneutral. Wenn ihre Futterfläche Humus speichert, sind sie sogar Klimapositiv.

Einerseits werden die Viehhaltung für 5% der deutschen Emissionen veranteortlich gemacht. Im Jahr 2022 hat die UNO neue werte für die Klimawirksamkeit für Methan festgelegt. Die neuen Werte sind nur noch bei 1 Drittel der alten Werte. Das Umweltbundesamt rechnet jetzt mit den Werten von 2007, in 2 Jahren wollen sie mit den (jetzt schon veralteten) Werten von 2015 zu rechnen beginnen. Es werden absichtlich falsche Werte generiert.

https://www.agrarheute.com/tier/rind/rinder-verursachen-deutlich-weniger-kohlendioxid-bisher-angenommen-597538

Die Landwirtschaft ist auch der einzige Wirtschaftszweig, der seine Klima- Ziele für 2030 jetzt schon erreicht hat. Das erfährst du aber nicht.

Andererseits werden mit angeblich 8% der deutschen Gesamtemissionen 100% der Lebensmittel produziert. Wieviele Lebensmittel werden denn mit den anderen 92% der deutschen Emissionen produziert?

Mit der Agrarpolitik ist es so eine Sache. Es dürfen keine produktionsbezogenen Beihilfen gewährt werden. Da ist die USA dagegen. So wie die Agrarpolitik derzeit ist, hat hauptsächlich mit den Zielen der GRÜNEN zu tun. Die Ausgestaltung der Agrarpolitik trägt vorrangig die Handschrift der Grünen Landwirtschaftsministerin Renate Künast.

Eine Folge der neuen Förderpolitik war, daß Neueinsteiger einen höheren Kapitalbedarf haben und damit die Neugründung eines Landwirtschaftsbetriebes erschwert wurde.

Auch solltest du darauf achten, wer deine Mitkämpfer für mehr "Tierwohl" sind. Veganer wollen die Nutztierhaltung abschaffen, demzufolge auch deine seltenen Rassen.

Was ist denn eigentlich Massentierhaltung? Wikipedia: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) definiert intensive Tierhaltung als Systeme, in denen weniger als 10 % der Futtertrockenmasse dem eigenen Betrieb entstammt und in denen die Besatzdichte 10 Großvieheinheiten pro Hektar betrieblicher landwirtschaftlicher Nutzfläche übersteigt.[1]

Auch mit dem Kälbchen wegnehmen und dürfen wir das? Eine meiner Kühe war total kälbchenverrückt. Wenn ein fremdes Kälbchen bei seiner Mutter trinken wollte, hat sie sich dazwischen gedrängelt, daß das Kälbchen bei ihr saufen musste.

Wohingegen die braune Kuh ihr 1. Kälbchen vollkommen ignoriert hatte. Ich musste sie erst 1 Woche gemeinsam einsperren, damit sie begreift, daß das Kälbchen zu ihr gehört.

Oder wie würdest du dich entscheiden? Angenommen du hast 2 Kühe mit Kälbchen und brauchst Milch. Du kannst beide melken, eine davon hält ruhig, eine schlägt nach dir.

Würdest du dich beim melken schlagen lassen, oder kämest du auf die Idee, nur noch die ruhige Kuh zu melken die dich nicht schlägt, und dafür ihr Kälbchen der anderen Kuh zu geben, damit sich diese um 2 Kälber kümmert?

"Menschenkinder bleiben mindestens 3 Jahre bei ihren Eltern und dann entscheiden die Eltern dass es in den Kindergarten kann."

https://oh-wunderbar.de/gastkolumne-arbeiten-bis-die-fruchtblase-platzt-die-usa-das-land-ohne-mutterschutz/

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Der Konsument hat nur immer wenig geändert.

Weder beim Fleisch, noch bei sonstigen Umweltangelegenheiten.

Erst durch die Pflicht zum Gurt wurde er benutzt, gleiches bei der Helmpflicht für Motorräder.

Niemand von uns würde ein Auto kaufen, mit hochkomplexer Abgasreunigung und 5 bis 10 000 Euro dafür hinblättern, wenn der Gesetzgeber diese nicht über Steuern ,Abgaben und Verboten eingeführt hätte.

So ist es auch beim Fleisch.

Unser Biofleisch verkauft sich gerade im Moment kaum noch, zielführend.

Unser Hauptabnehmer möchte uns unseren Werterhalt nicht mehr zahlen.

Denkst du es würde helfen, wenn die Konsumenten mehr aufgeklärt werden würden, vielleicht sogar eine schlechte und eine gute Haltungsform besichtigen?

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@tigergirl123

Es gibt in Deutschland keine schlechte Haltung, nur bei kriminellen Landwirten, die gegen die tierschutzrechtlichen Bedingungen verstoßen ist die Haltung schlecht.

Fleischmarkt ist globale, so muss man auch die Haltungs- und Schlachtbedingungen im globalen Vergleich sehen.

Wo willst Du den eine schlechte Haltung besichtigen? Wo eine gute?

Den wirtschaftlichen Betrieb der nur mit 10 Sauen und 50 Mastschweinen 70 000 Euro Jahresgewinn erwirtschaften kann möchte ich sehen. Die 70 000 Euro sind Gehalt des Landwirtes und Investitionsrücklagen.

Es hilft nur Handelsverbote von Erzeugnissen, die gewissen Standarts nicht entsprechen. So das auch kein Fleisch aus dem Ausland importiert werden darf, was die deutschen Haltungs-Schlachtungsstandarts unterläuft.

Auch nicht wenn es stark verarbeitet wurde oder Auszüge daraus. Ebenso die Verwendung von Nebenprodukten.

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@StRiW

Ja ich bin auch für eine stärkere Kontrolle an den Grenzen und Verbot von Lebendtierex/importen. Auch bei verarbeiteten Produkten sollte stärker hingeschaut werden, ob Haltungsstandarts eingehalten werden.

Ich verstehe zwar dein Argument, dass das mit den 10 Sauen nicht wirtschaftlich ist, finde aber dass viel mehr Leute kleinstrukturiert Tiere halten sollten, auch als Nebenerwerb, da die aktuelle Art und Weise Tiere zu halten einfach nicht tragbar ist. Ich möchte auch selbst bald einige Nutztiere zur Selbstversorgung halten. Das funktioniert wohl am besten in einem guten Umfeld, wo man sich gegenseitig unterstützt, wenn mal was ist und auch regionaler Handel betrieben werden kann. Nenne es Wunschdenken, ich werde es trotzdem versuchen.

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@tigergirl123

Nebenerwerb stirbt gerade aus, die Auflagen und Kosten kann sich kaum noch jemand leisten.

Auch machen die meisten Arbeitgeber, keinen Nebenbetrieb mehr mit.

Selbst für uns ist die Integration von unseren Nebenerwerbslandwirten immer schwerer. So fehlen sie uns ,bei der Haupttätigkeit oder sie fehlen am eigenen Hof.

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@StRiW

Offentsichtlich muss sich da was politisch verändern.

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@tigergirl123

Demografischen Wandel.

Da kann politisch kaum was gemacht werden.

Die Auflagen, müssen schon alle einhalten.

Weniger Personal muss mehr leisten, so sind Ausfälle überall schmerzhafter.

Auch wollen Nachbarn mehr Ruhe zuhause.

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