Würdet Ihr euren Sohn verstoßen, wenn er drogensüchtig wäre?

28 Antworten

Das ist wirklich eine schwere Frage ...

... Also ich fände es schön traurig wenn mein Sohn mal so wird aber jeder muss das für dich selbst entscheiden und solang er glücklich ist und an der Situation gerade nichts ändern will muss er das ja auch nicht. Aber sobald er seinen Job verliert würd ich ihm glaub ich schon die Augen öffnen und nicht mehr ganz hinter ihm stehen (obwohl ich wenn mein Sohn Drogen nehmen würde das eh nicht könnte) aber sofort Kontakt abbrechen würde ich nicht, wenn der drüber reden will kann man das ja machen und dann würde ich ihm da auch meine ehrliche Meinung dazu sagen und ihn vllt das ein oder andere mal rausschmeißen wenn er high zu mir kommt weil ich absolut gegen Drogen bin.

Wenn die Situation genau so ist, habe ich seine Drogensucht schon akzeptiert, als er 14 war und ich die Aufsichtspflicht hatte. Zu einem gewissen Teil habe ich und meine Erziehung also dazu beigetragen, dass er statt eines erfüllten und selbstbestimmten Leben zu führen lieber in Drogen Zuflucht sucht. Ihn dann zu verstoßen wäre nur sinnvoll, wenn ihm das etwas bringt.

Ich kenne Alkoholsucht aus meiner Familie., wie wohl viele andere auch. Es blieb oft nichts andere übrig als den Kontakt abzubrechen. Wenn das Verhalten der Süchtigen sehr zerstörerisch wird, ist das irgendwann reiner Selbstschutz. "Verstoßen" passt da nicht wirklich. Es ist eher, dass man dem Süchtigen nicht erlaubt, neben seinem eigenen auf das Leben der Mitmenschen zu zerstören. Sehr traurig.

Naja, Erziehung macht eigentlich nur einen geringen Teil bei sowas aus. Jedes Kind könnte irgendwann Drogen konsumieren, egal wie man es erzogen hat. Der Freundeskreis und die Schule spielen da ne große Rolle, aber auch Dinge wie Medien (Rap-Szene). Ich würde sagen, dass es nicht die Schuld der Eltern ist, und sie sich nicht selbst dafür belasten sollten.

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@NickK15

Wenn man die Selbstsicherheit des Kindes immer fördert und ihm vom Säuglingsalter an zuverlässig und vertrauensvoll zur Seite steht, kann man etwas dazu beitragen, dass das Kind als Jugendlicher gar keinen Bedarf hat, sich mit Drogen zu betäuben. Umgekehrt kenne ich Eltern, die ihre Kinder runtermachen, beleidigen und ihr Selbstwertgefühl massiv schädigen. Das fördert sicherlich nicht die Stärke des Kindes, so dass es sagen kann: "Alkohol und Gras? Brauche ich nicht. Mein Leben ist auch ohne prima."

Klar, "Schuld" ist ein Wort, dass niemandem weiter hilft. Aber Eltern tragen schon eine gewissen Verantwortung dafür, wie es dem Kind geht,

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@mjutu

Meine Eltern haben mich immer sehr gefördert, Dinge mit mir unternommen, Liebe ausgedrückt, etc. Meine Mutter ist selbst Pädagogin und weiß, wie man Kinder erzieht. Trotzdem finde ich Drogen einfach sehr interessant. Nicht einmal, weil es mir schlecht geht, sondern einfach, weil es mir Spaß macht. Man kann es quasi „Hobby“ nennen. Andere zocken halt gerne oder spielen Fußball - ich nehme Drogen.

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@NickK15

Okay.

Er kann und will damit absolut nicht aufhören, stumpft gefühlsmäßig sehr ab durch das ganze Xanax und ist immer high wenn er bei euch zu Besuch ist.

Das klingt nicht so, als würdest das nur sehr interessant finden, sondern nach einer Flucht aus dem echten Leben. Gefühlsmäßig sehr stark abzustumpfen klingt überhaupt nicht nach Spaß.

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Sollte er bereits abhängig sein, was bei der Beschreibung des Konsummusters und der bereits in Erscheinung getretenen Nebenwirkungen naheliegend ist, dann würde jede Unterstützung ihm mehr schaden als das es hilft. Man gibt dem Süchtigen damit keinen Anlass irgendwas zu ändern.

Die Kommentare hier die dich noch anpöbeln von wegen Drogen sind fresh, und du sollst ihn machen lassen vergiss mal ganz schnell. Es geht hier nicht darum, dass er ab und zu mal Speed konsumiert

Ich würde ihn keinesfalls verstoßen... Ich würde mich eher fragen warum er das möchte und welches Gefühl er genau betäuben möchte... Ich würde ihn genauso lieben wie vorher auch.... Trotzdem würde ich ihm immer wieder Lösungsvorschläge machen und ihm andere Wege zeigen und ihm viel Verständnis und Liebe entgegen bringen... Denn es gibt für alles einen Grund... Und wenn nichts hilft wird die Zeit es schon zeigen wo sein Weg ihn hinführt... Bei mir hätte er dennoch immer einen sicheren hafen

Fast keine der aufgezählten Substanzen sind zum betäuben geeignet. MDMA, Koks, aber vor allem Psychedelika verschärfen die Sinne und Emotionen um über 90%. Jemand der seine Probleme oder Gefühle betäuben möchte greift zu anderen Drogen wie Alkohol, Benzodiazepinen oder Heroin und andere Opiate.

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@FloraFinia17

Es vernebelt die Realität... Egal welche Droge... Habe genug Erfahrung gemacht um das sagen zu können... Es ist Bewusstseins verändernt... Z.b mdma.... Es macht glücklich..... Koks macht wach und aufgedreht.... Das sind alles Wirkungen die von der Realität abweichen... Es gibt immer einen Grund Drogen zu nehmen....

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@effiundiffi

Psychedelika vernebeln nicht die Realität. Der Rest schon, da hast du Recht. Aber solange man gelegentlich konsumiert (alle paar Monate) und Safer Use einhält finde ist es in Ordnung.

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Ich glaube ich würde mein Sohn nicht verstoßen oder den Kontakt abbrechen . Klar kann er auf Dauer so nicht weiter machen und ihm sollte irgendwann bewusst werden das Drogen scheiße sind und dass er am besten davon die Finger lassen sollte aber trotzdem ist es dein Kind und ich kann mir vorstellen wie schwer es seien wird wenn du kein Kontakt mehr zu ihm hast . Blöd gesagt es geht immer schlimmer .... er studiert hat seinen eigenen Job und eine Wohnung ...Ich glaube so Lage das alles noch so ist würde ich probieren damit zu leben und einfach hoffen das es sich irgendwann verbessert...vielleicht ist das nur eine Phase die halt etwas länger dauert Eventuell ist es auch vor allem der Freundeskreis und wenn er neue Freude findet ändert er seine Meinung .

Lg

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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