Warum schnarcht man, wenn man Alkohol getrunken hat?

4 Antworten

Im Focusartikel werden leider Äpfel mit Birnen verglichen: eine Schlafapneu und "normales" Schnarchen sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, die allerdings manchmal zusammen kommen.

Schnarchen entsteht in Rückenlage des Schläfers und zwar durch starke Vibrationen des Zäpfchens im Rachenraum. Mit zunehmendem Alter und damit abnehmender Gewebestraffheit nimmt auch das Schnarchen zu, bei Männer genauso wie bei Frauen.

Alkohol wirkt darüber hinaus muskelentspannend und lockert dadurch das Zäpfchen und das Gewebe im Rachen, es flattert beim Luftholen dadurch noch mehr hin- und her als unter normalen Umständen: der Schläfer schnarcht, sägt ganze Wälder ab ;-)

Durch den heftigen Tiefschlaf, den der Alkohl zusätzlich mindestens zu Beginn des Schlafes auslöst, bewegt sich der Schläfer weniger und nimmt lange keine andere Lage ein, das Schnarchen hält länger an als beim Nüchternen. Auch wird er nicht durch seine eigene Geräuschkulisse wach, was ihn sich normalerweise umdrehen läßt.

Durch den Alkoholgenuss können die Muskeln und Bänder erschlaffen. Damit kommt es verstärkt zum Schnarchen, weil das Zäpfchen "stärker durchhängt".

Alkohol lässt den Atem stocken Wer gern Alkohol trinkt, leidet häufig unter nächtlichen Atemaussetzern. Das gilt zumindest für Männer.

Wer nachts zu wenig Luft kriegt, ist tags erschöpftMit jedem alkoholischen Getränk steigt für Männer das Risiko für eine sogenannte Schlafapnoe. Das haben Paul Peppard und seine Kollegen von der University of Wisconsin in einer Studie mit rund 1400 Probanden herausgefunden. Während solcher nächtlicher Atemstörungen stockt der Atem kurzzeitig. Anschließend schnappt der Betroffene lautstark nach Luft. Das ist nicht nur für ihre Bettgenossen unangenehm: Menschen mit Schlafapnoe leiden häufiger unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, fühlen sich tagsüber schlapp und sind weniger belastbar.

Für ihre Untersuchung beobachteten die Wissenschaftler die Nachtatmung von 775 Männer und 645 Frauen im Schlaflabor. Anschließend verglichen sie die Zahl der Atemaussetzer mit schnarchfördernden Faktoren wie Übergewicht, Alter und Alkoholkonsum. „Personen die unter einer Schlafapnoe leiden oder schnarchen, sollten Alkohol vor dem Zubettgehen möglichst vermeiden“, empfiehlt Studienleiter Paul Peppard.

Für Frauen konnten die Forscher keinen derartigen Zusammenhang feststellen. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Probandinnen vergleichsweise wenig Alkohol konsumierten.

Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/schnarchen_aid_53653.html

Nicht nur der Alkoholkonsum verstärkt das Schnarchen. Aber beim Alkohol ist die Ursächliche Verbindung leicht Nachzuvollziehen. Man braucht im Netz nicht lange Suchen um fündig zu werden. Muskulatur im Rachenraum, die Verängung der Luftwege. Die Muskelentspannende Wirkung von Alkohol... und schon wird das Thema klar. Ausführlicher erklärt unter http://schnarchen-ratgeber.de/schnarchen/schnarchen-und-alkohol.html

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