warum kann ich nicht mit dem Rauchen aufhören?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es gibt Kinder, die machen die Erfahrung, wenn sie etwas von den Eltern wollen, müssen sie nur hartnäckig quengeln. Das halten die Eltern nicht aus und geben nach.

Genauso hast Du Dein Unterbewusstsein diesbezüglich erzogen: Es muss nur "quengeln", dann wirst Du schon nachgeben und wieder qualmen. Die Erfahrung hat Dein Unterbewusstsein nun schon mehrmals gemacht.

Das ist die eine Seite

Die andere ist wenig bekannt: Die Hauptsucht gilt nicht dem Nikotin, sondern der Handlung des Rauchens: wann, mit wem, Gewohnheit der Bewegungen, das Hören des Knistern beim Schachtel öffnen, beim Feuerzeug anmachen ... Das ist wie bei Spielsüchtigen. Die sind ja auch nicht nach einem Stoff süchtig, sondern nach den Handlungen, an die sie gewöhnt sind.

Google mal nach

rauchstopp forum

oder nach

mit dem rauchen aufhören forum

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rauchstopp ohne zunehmen

Es gibt Foren, in denen sich die Teilnehmer liebevoll gegenseitig unterstützen und Mut machen. Schau mal, wo Du Dich engagieren möchtest.

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Das wichtigste beim Rauchstopp ist Dein Wille, also dass Du wirklich mit dem Qualmen aufhören willst. Schmeiß dazu alle Raucherutensilien weg beziehungsweise verschenke sie. Reinige die Klamotten, die nach Tabakrauch stinken beziehungsweise wasche sie. Damit Du den Rauchgestank aus Deiner Wohnung wegkriegst, soll helfen, wenn man Schalen mit Kaffee aufstellt (wird hier oft empfohlen). Falls Du ein Auto hast und darin rauchst, lass es so reinigen, dass der Gestank davon raus geht.

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Wenn so ein Schmacht kommt, beobachte ihn. So ein Schmacht kommt meist wellenförmig. Beobachte dann, wie er kommt, anschwillt und wieder abschwillt.

FALLS Du Dich dabei erwischt, doch zu qualmen, weil Du vielleicht ein Blackout hattest, mach sofort die Zigarette aus und entsorge sie. Wasche Dir danach wenn möglich die Hände. Vielleicht magst Du Pfefferminz oder anderes frisches lutschen, um den Geschmack schnell wieder loszuwerden.

Ach ja, hier schrieb auch mal jemand, wie er sich hilft: Er hat immer ein Döschen bei sich mit alter stinkender Asche. Kommt ein Schmacht: Döschen auf, Nase rein, Schmacht ist weg.

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Hast Du ein Smartphone? Es gibt sehr gute Apps (habe bei Android = Play Store reingeschaut). In dem Fall gib im Play Store als Suchwort "rauchen" ein, klick die Angebote an, achte darauf, wieviele die App schon runtergeladen haben (5 Sterne und nur zwei haben die runtergeladen ist ja gaga, sind die Hersteller selbst), lies die Info und unbedingt die Bewertungen darunter. Da wird beschrieben, welche Apps besonders gut helfen und Mut machen.

In meiner ausführlichen Antwort an SchreibVehler auf die Frage

mit dem rauchen aufhören was tun?

https://www.gutefrage.net/frage/mit-dem-rauchen-aufhoeren-was-tun?foundIn=answer-listing#answer-182022200

gebe ich viele hilfreiche Tipps und Hinweise fürs Aufhören mit der Qualmerei.

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Und dann noch dies, das wissen wohl wenige:

In Dir ist ein Teil fleißig und will Dich verführen, in das alte Verhaltensmuster zurückzufallen ‹(•‿•)›

Wir haben in uns so etwas wie einen Autopiloten, man kann auch sagen „Gewohnheitsviech“. Dieser Autopilot ist sehr wertvoll, denn ohne ihn müssten wir täglich alles neu lernen: essen, sitzen, laufen, Nase putzen - einfach alles. Sobald unser Unterbewusstsein eine erlernte Handlung für lebenserleichternd oder lebenserhaltend befunden hat, wird diese Handlung in den „Autopiloten“ integriert.

Willst Du nun eine fest integrierte Handlung im Autopiloten ändern, und das Unterbewusstsein sieht keinen zwingenden Überlebensgrund dafür, wird es versuchen, Dich (= Wachbewusstsein) mit aller Kraft daran zu hindern. Denn das Unterbewusstsein ist sich sicher, dass Du MIT dieser Handlung überlebst (schließlich lebst Du ja), und es weiß nicht, ob Du auch mit der neuen Handlung überlebst. (Es will also Dein Leben schützen und weiß nicht, dass es in diesem Fall so Dein Leben erschwert.)

Das Unterbewusstsein ist sehr weise und kann enorm viel, es managt den ganzen Körper und noch viel mehr. Und es hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes. Du als erwachsene Person, die erkannt hat, dass Deine alte Handlung Dein Leben erschwert und Dich vielleicht sogar krank macht und überhaupt willst Du jetzt damit aufhören, musst jetzt die Führung übernehmen.

Dazu brauchst Du Geduld und Durchhaltevermögen. - Das Unterbewusstsein ist natürlich nicht faul und versucht mit aller Raffinesse, Dich von Deiner Verhaltensänderung abzubringen (schließlich weiß es ja nicht, ob Du mit Deiner neuen Art zu handeln überlebst). Sei wachsam! Es wird sich vermutlich allerlei Tricks einfallen lassen, um Dich wieder zur alten Gewohnheit zu locken.

Boss über Dein Leben bist aber Du, nicht Dein Autopilot! Der ist nämlich Dein Diener.

Unser Autopilot reagiert wie ein großer Dampfer auf dem Meer: Will der Kapitän (also Du) den Kurs ändern, muss er (anders als beim Fahren eines Autos) lange das Steuer in die neue Richtung lenken. Hält er das Steuer nur kurze Zeit (wie bei einem Auto) in die neue Richtung, ändert sich sein Kurs nicht.

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Viele vor Dir haben erfolgreich mit der Qualmerei aufgehört - Du schaffst das auch. Hole Dir dazu die Hilfe, die Du dafür brauchst.

Viel Erfolg!

Vielen vielen Dank!

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@Hanslsebbe

Ach ja - noch etwas:

Vielen hilft, wenn sie Wasser trinken, wenn der ungebetene Gast = Schmacht kommt.

Ich war mal schwer süchtig nach Süßigkeiten, echt, schwer süchtig. Bin nachts wie ein Zombi losgegangen, um aus irgendeinem Automaten mir was rauszuziehen. Dann las ich, dass man das schlimmste überstanden hat, wenn man 72 Stunden ohne den Suchtstoff geschafft hat. Ich versuchte das immer wieder. Besonders gemein war es mal, als ich nach 68 Stunden schwach wurde, also wie ein Zombi mir etwas kaufte und gierig reinzog.

Einmal stand ich draußen vor der Tür eines Süßigkeitenladens - die Tür hinter meinem Rücken, in der Hand eine Tüte mit Schoko-Teilen. Ich konnte mich nicht erinnern, im Laden gewesen zu sein und diese Sachen gekauft zu haben. Das fand ich soo erschreckend!

Nachdem ich die 72 Stunden geschafft hatte und dann schon mehrere Tage ohne den "Stoff" war, bemerkte ich, dass ich in einer Süßigkeiten-Abteilung vor den Schokoladentafeln stand und überlegte, "nimm ich die - oder die - oder die ..."? Es war wie aufwachen, ich war mir dessen gar nicht bewusst gewesen. Ich war wieder wie ein Zombie.

Innerlich sagte ich zu mir langgezogen: "N-e-i-n" und überlegte dann: Was will ich wirklich? - Neben diesen vielen Schokotafeln stehend probierte ich in meiner Vorstellung verschiedenes: Brot mit Belag (nein, das war's nicht), Suppe (nein, auch nicht), ein Apfel (nein) ... schließlich trank ich in dieser inneren Vorstellung Wasser. Und ja, DAS war's.

Ab dann merkte ich: IMMER, wenn so ein Schmacht kam (mit Übung merkt man das, bevor man ein Zombie wird), immer war es Durst nach klarem Wasser. - Das fand ich erstaunlich. So hatte ich immer eine kleine Wasserflasche mit Leitungswasser bei mir. War sie leer, bat ich in einem Café oder Restaurant, sie mir wieder aufzufüllen.

Später las ich: Sucht nach Süßem ist vergleichbar mit Morphium-Sucht. Und ich begriff, warum es sooo schwer war, da rauszukommen.

Teste Du doch auch mal, was Dein Körper wirklich will, wenn der ungebetene Gast Dich mal wieder verführen will. Wer weiß, vielleicht ist es ja auch bei Dir Durst nach Wasser.

Ich überlegte natürlich, womit das zusammenhängen kann. Ich glaube, wir werden schon als kleines Kind entsprechend programmiert: Haben wir Durst, können wir es ja noch nicht sagen, sondern fangen an zu quengeln oder zu weinen. Die anderen kommen gar nicht auf die Idee, dass es einfach nur Durst ist, und irgendwas wird den Kleinen in den Mund geschoben, an dem sie dann saugen oder herumknabbern.

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Und Dir Dank fürs Sternchen

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keine Zigarette mehr anzünden, egal was kommt, nach einer Woche wird es leichter. Angst zuzunehmen weil man mit Rauchen aufhört ist nur eine Rechtfertigung weiter zu rauchen, um das Gewicht normal zu halten, muss man überwiegend fettarm (wichtig) vollwertig pflanzlich essen, du wirst staunen.

das kann nur von einem Nichtraucher stammen. Sorry.

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@Hanslsebbe

dann, gehe andere Ratschläge nach, um sicher zu scheitern. Im Übrigen, was ich geschrieben habe stammt von Ärzte, ob sie Raucher sind oder nicht, weiss ich nicht.

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@Hanslsebbe

dann wirst du lebenslang Raucher bleiben, also beschwere dich nicht mehr, du hast es dir selber eingebracht, soll es aber ohne dein Zutun weggehen, das funktioniert nicht.

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Ich habe auch 10 Jahre geraucht und ich hab damals die Chance ergriffen, als ich eine ordentliche Erkältung hatte xD Rauche jetzt seit 2 Jahren nicht mehr und es war tatsächlich nicht so schwer, da ich auch kopfmäßig einfach nicht mehr wollte. Das scheint bei dir anders zu sein. Offenbar will ein Teil von dir nicht aufhören und in dem Fall gibt's nur eine Möglichkeit: Zähne zusammenbeißen und durch.

Am liebsten währ mir bei einem Bier zu rauchen und unter der Woche nicht. Aber das wird nicht funktionieren deshalb möchte ich gleich ganz aufhören.

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Wenn Alles bei Dir nicht hilft, versuche doch mal eine Nichtraucher-Hypnosetherapie! - Die ist zwar nicht billig, soll aber sehr erfolgreich sein.

Woher ich das weiß:Recherche

Daran dachte ich ehrlich gesagt auch schon. Ich will aber nicht 250€ ausm Fenster werfen und dann rauch ich in nem halben Jahr wieder wenns nix bringt.

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Es ist sehr schwer, aufzuhören.

Trotzdem bin ich der Meinung, wenn man 100% nicht mehr will, schafft man es.

So wie es klingt, musst du wohl deinen Freundeskreis ändern, wenn du das dauerhaft durchhalten willst.

in meinem Freundeskreis ist es so 50:50 mit dem Rauchern. Aber ich kann doch nicht meine Freunde wechseln nur weil ich mitn Rauchen aufhören will ^^ Zumal es eig. mehr die Arbeitskollegen sind welche mich verleiten als meine Freunde, da ich die nur einmal die Woche sehe.

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@Hanslsebbe

Ich weiß halt nur von einigen Ex-Rauchern, dass sich der Freundeskreis oft automatisch ändert.

Aber du brauchst doch bloß die Raucherpausen und das Daneben stehen nicht mehr mitzumachen.

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