Könnte ein freier Verkauf von Cannabis den Tourismus in Deutschland ankurbeln, und den Ruf des Landes stark fördern?

8 Antworten

Aktuell ist nicht bekannt, unter welchen Bedingungen man in Zukunft Cannabis kaufen dürfen wird. Noch ist nicht einmal bekannt, ob es tatsächlich zu einer Legalisierung kommt. Warum ich das denke, habe ich hier ausführlicher beantwortet: »"Ampel"-Koalition kann Cannabis nicht legalisieren?«, https://www.gutefrage.net/frage/ampel-koalition-kann-cannabis-nicht-legalisieren#answer-427000749

Nun gibt es aber schon den Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes der Grünen und ich halte es für plausibel, dass sich die Ampelparteien bei der Ausarbeitung ihres eigenen Cannabisgesetzes an diesem orientieren würden. Auf Basis dieses Entwurfes lässt sich vortrefflich spekulieren.

Als Referenz: "Entwurf eines Cannabiskontrollgesetzes  (CannKG)", https://dserver.bundestag.de/btd/19/008/1900819.pdf

So weit ich das erfasst habe, gibt es in diesem Entwurf keine Einschränkungen, die es volljährigen Touristen verbieten würden, in deutschen Cannabisfachgeschäften einzukaufen.
Entsprechend könnte es durchaus sein, dass - sollte Cannabis tatsächlich legalisiert werden - Deutschland in Zukunft ein bisschen Drogentourismus erfahren wird. Also zusätzlich zu dem, den z.B. regelmäßig (Corona ausgenommen) durch das Oktoberfest entsteht, wo hektoliterweise flüssige Trinkdrogen ausgeschenkt werden. Dass Deutschland hier ähnlich attraktiv werden könnte, wie es die Niederlande schon seit Jahrzehnten sind, weiß ich nicht. Ein Cannabisfachgeschäft ist kein Coffeeshop, hat schon einen anderen Flair.

Das Thema von unliebsamen "Drogentouristen" würde sich natürlich erübrigen, sollten weitere Länder Cannabis legalisieren, so dass die dort Wohnenden nicht mehr ihr Land verlassen müssen, wenn sie mal legal ein bisschen was kiffen wollen.

Woher ich das weiß:Hobby – Interessierter Laie ✔️ Kein Fachmann, kein Arzt ❌

Nein, hatte auch keinen positiven Einfluss auf den Görlitzer Park in Berlin, wo man 15 Gramm legal besitzen darf. Touristen sind deswegen auch nicht extra angereist, nicht mal aus anderen Stadtteilen.

Man darf in Berlin nicht 15 Gramm legal besitzen. Es kann nur sein, dass eine Anzeige unterhalb der "geringen Menge" fallengelassen wird. Die Anzeige gibt es in jedem Fall und das Gras darf man nicht behalten - wenn man erwischt wird.

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Legal ist falsch. Aber eventuell wird wegen Eigenbedarf das Ganze nicht weiterverfolgt, aber legal ist Quatsch. Eine Bundesland kann nicht das BtMG aufheben, das muss der Bund tun. Wäre es nur in Berlin legal, würde das ja auch den Markt in die restliche BRD öffnen.

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Tourismus halte ich für unwahrscheinlich, die Niederlande haben einfach einen unschlagbaren Ruf und eine Anziehungskraft für Drogentouristen. Eventuell würden ein paar mehr Österreicher und Schweizer rüberkommen, aber ich glaube, wenn Deutschland tatsächlich legalisiert, dann werden die anderen europäischen Länder recht schnell nachziehen. Dann wird das Verbot nicht mehr besonders lange halten.

Das fehlt uns gerade noch, ein Hotspot für den Drogentourismus zu werden.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ehemaliger Kommunalpolitiker und Mandatsträger

Sind wir doch schon, jedenfalls ohne Corona, oder nicht? Ich denke da speziell an das Münchener Oktoberfest.

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Was ist denn dagegen zu sagen? Die Drogentouristen sind eben meistens keine Kriminellen oder abgerissenen Junkies, denn die würden sich nie die Mühe machen bis nach Deutschland zu fahren. Die kaufen das zeug illegal, billiger und mit höherem THC Gehalt auf dem Schwarzmarkt. Zu uns würden nur die kommen, die gerne mal was ausprobieren.

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