Cannabis Legalisierung?

Das Ergebnis basiert auf 40 Abstimmungen

Ich bin dafür 65%
Ich bin dagegen 33%
Ich enthalte mich (neutral) 3%

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ich bin dafür

Hier ein paar gute Gedanken dazu. Quelle: Schildower-Kreis.de

"Cannabis-Regulierung in Deutschland: Wichtige Eckpunkte

Grundsätzlich besteht kein Grund, Cannabis stärker zu regulieren als Alkohol. Insbesondere für Erwachsene ist das Risiko des Cannabiskonsums geringer einzustufen als der von Alkohol. Regulierungsvorschläge, die hier für Cannabis unterbreitet werden, sollten demnach in ähnlicher Form auch für Alkohol und zum Teil auch für Tabak Anwendung finden. In der Konsequenz bedeutet das eine deutlich stärkere Regulierung für die beiden bisher legalen Drogen, aber auch für den bisher unregulierten Cannabis-Schwarzmarkt.

Die vorgeschlagenen Regulierungen für Cannabis gehen davon aus, dass zum Zeitpunkt ihrer Einführung nicht jedes Nachbarland ebenfalls Cannabis legalisiert hat.

Verkauf in Fachgeschäften

Cannabis sollte nur in Fachgeschäften verkauft werden, kein Verkauf in Supermärkten, Tankstellen, Kiosken etc. Auch Apotheken sind nicht geeignet, Cannabis zu Rauschzwecken zu verkaufen, ebensowenig wie für Bier und Spirituosen.

Die Fachgeschäfte brauchen eine Lizenz, so dass die Kommunen die Zahl der Verkaufsstellen steuern können.Die Fachgeschäfte sollten optional Konsum vor Ort anbieten dürfen, ähnlich wie die niederländischen Coffeeshops.

Verkauft werden darf ausschließlich an Personen ab 18 Jahren mit Ausweiskontrollen. Bei einer begrenzten Zahl von lizenzierten Fachgeschäften wäre die Einhaltung dieser Regel kontrollierbar -im Gegensatz zu den aktuell extrem vielen Alkohol-Verkaufsstellen.Um die staatliche Kontrolle des Marktes aufrecht zu erhalten und solange nicht auch die Nachbarländer legalisiert haben, sollten Privatpersonen im öffentlichen Raum höchstens 10 Gramm Cannabis besitzen bzw. transportieren dürfen. Entsprechend dürfen in den Fachgeschäften nicht mehr als 10 Gramm Cannabisprodukteauf einmal an einen Kunden verkauft werden.

Das Personal in den Fachgeschäften muss geschult sein in Bezug auf Sorten und Konsumberatung, aber auch in Bezug auf Hilfsangebote.

Ausführliches Info-Material zu Hilfsangeboten sowie zu Wirkungen, THC-CBD-Ratiound den Risiken des Konsums muss in den Fachgeschäften sichtbar zur Verfügung stehen.

Produktinformationen/Qualitätskontrollen

Auf jeder Verkaufseinheit müssen Angaben gemacht werden zu Herkunft, Produktionszeit, THC-und CBD-Gehalt. Optional können weitere Cannabinoide und Terpene zur Verbraucherinformation angegeben werden.

Wie bei anderen Lebensmitteln/Genussmitteln sollte die Qualität der Waren stichprobenartig von den zuständigen Ämtern geprüft werden um sicherzustellen, dass das Cannabis frei ist von Streckmitteln, Pestiziden, Fungiziden, Düngerrückständen, Schimmel etc. Außerdem sollten bei den Kontrollen die angegebenen Wirkstoff-/Cannabinoidmengen sowie die Haltbarkeit überprüft werden.

Produktion/Import

Neben Hanfblüten und Haschisch sollte auchder Verkauf von Konzentraten möglich sein.Die Produzenten im Inland werden dafür lizenziert und ihre Produktionsstätten stichprobenartig kontrolliert.

Import aus anderen Ländern -auch traditionellen Produktionsländern wie Marokko, Afghanistan, Nepal, Libanon etc. -sollte möglich sein, sofern dort zukünftig entsprechende offizielle Regulierungen bestehen. Auch hier gelten natürlich die gleichen Vorschriften zu Qualitätskontrollen. Für die Kontrolle der Produktionsstätten sind die Importeure zuständig.

Umgang mit Jugendlichen

Auch hier schlagen wir eine Angleichung zu Alkohol vor. Jugendliche, die wiederholt mit Eigenverbrauchsmengen auffallen, sollten nicht bestraft, aber zu Präventionsschulungen verpflichtet werden, ebenso bei Alkohol. Lediglich der kommerzielle Verkauf von Cannabis an Jugendliche mit Gewinnerzielungsabsicht sollte bestraft werden. Erziehungsberechtigte, die Jugendlichen ab 14 Jahren den Konsum in der Öffentlichkeit ermöglichen, begehen eine Ordnungswidrigkeit. Wird Kindern der Konsum ermöglicht, handelt es sich um eine Straftat. Eine Zunahme jugendlicher Konsumenten durch die Regulierung des Marktes ist nach den bisherigen Erfahrungen aus den USA und den Niederlanden nicht zu erwarten. Mit den Einnahmen aus der Cannabissteuer sollten Präventionsmaßnahmen und Hilfsangebote insbesondere für Jugendliche verstärkt werden.

Werbung

Werbung für Cannabisprodukte und -marken sollte ausschließlich in den Fachgeschäften und in Fachzeitschriften erlaubt sein, wie es für Alkohol und Tabak längst überfällig ist. Diese Werbung sollte weitgehend den Charakter von Produktinformation aufweisen und daher selbst Regulierungen unterworfen sein, z.B. keine suggestiven Botschaften etc.

Besteuerung

Die Besteuerung der Cannabisprodukte sollte nach THC-Gehalt gestaffelt werden, damit risikoarme Konsumformen bevorzugt werden. Sie sollte so gestaltet werden, dass der Staat einerseits gute Einnahmen generieren kann wie bei anderen Genussmitteln und keine Schleuderpreise entstehen, aber andererseits das Schwarzmarktniveau nicht wesentlich 3überschritten wird. Nur so kann eine Verdrängung des Schwarzmarktes gewährleistet werden. Der hohe Risikoaufschlag illegaler Händler entfällt in einem legalen Umfeld, wodurch Raum für eine Besteuerung entsteht.

Marktbedingungen

Insgesamt sollten die Marktbedingungen so gestaltet sein, dass auch kleine Anbieter bei Produktion und Einzelhandel eine Chance haben. Die Bildung großer Einzelhandelsketten mit großer Marktmacht sollte verhindert werden. Der Konsument sollte die Wahl haben, ob er preiswerte Ware aus der industriellen Produktion oder Bio-Cannabis aus der Region kauft.

Konsum in der Öffentlichkeit und in Gaststätten

Neben den Fachgeschäften selbst sollte es auch anderen Gastronomen gestattet werden, den Konsum von Cannabis zu gestatten. Wie beim Rauchen von Cannabis in der Öffentlichkeit sollten dabei die gleichen Regeln gelten wie bei Tabak. Konsum auf Spielplätzen in unmittelbarer Nähe von Schulen, Kindergärten o.ä. soll untersagt sein.

Eigenanbau und Anbauclubs

Der Eigenanbau von Cannabis zur Deckung des eigenen Konsums sollte legal möglich sein. Die mögliche Erntemenge sollte so gedeckelt werden, dass sie den maximalen Jahresbedarf einer Person nicht überschreitet, um nicht lizenzierte kommerzielle Produktion zu verhindern. Die Ernte darf bis zur Menge von 1.000 Gramm Zuhause gelagert werden.Im Rahmen dieses privaten Eigenanbaus sollten auch Anbauclubs wie in Spanien und Uruguay möglich sein, in denen gemeinsam angebaut und die Ernte an die Mitglieder ausgegeben wird. In entsprechenden Vereinsräumlichkeiten sollte der Konsum vor Ort möglich sein.

Im Zuge dessen sollte auch das in Deutschland geltende Verbot von Hanfsamen aufgehoben und eine regulierte Produktion von Saatgut ermöglicht werden.

Kein Führerscheinentzug bei nüchternen Fahrern

Aktuell wird in Deutschland schon ab 1 Nanogramm THC pro Milliliter Blut eine Drogenfahrt unterstellt. Der langfristige Führerscheinentzug ist oft die Folge. Dieser Wert markiert aber nur Restwerte im Blut, lange nachdem die Wirkung nachgelassen hat. In fast allen Ländern der Welt, die einen Grenzwert festgelegt haben, liegt dieser höher. Diese Regelung muss so umgestaltet werden, dass nur tatsächlich beeinträchtigte Fahrer führerscheinrechtlich sanktioniert werden.

Schildower Kreis, November 2019"

Woher ich das weiß:Hobby – Interessierter Laie ✔️ Kein Fachmann, kein Arzt ❌

Danke für den Stern : )

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Ich bin dafür

Here we go again.

Ich bin für eine Legalisierung!

Eine Legalisierung ist schon lange überfällig. Diese BTM Gesetze sind weder sinnvoll, gerechtfertigt noch zeitgemäß.

Hoher Aufwand bei der Polizei

für die Verfolgung einfacher Konsumenten

Im Jahr 2019 wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik 225.120 Strafverfahren wegen Cannabis eröffnet. Knapp 83 % davon, also über 186.000 Strafverfahren, richteten sich gegen einfache Konsumenten.

Die Polizei konzentriert sich bei ihrer Arbeit auf die Verfolgung von Konsumenten. Nur in 17 % der vielen Strafverfahren ging es um Handel sowie Einfuhr und Produktion von Cannabis in großen Mengen.

Aufteilung von 225.120 Strafverfahren wegen Cannabis (2019)

  • allgemeine Verstöße 83%
  • Handel/Schmuggel 17%

In den vergangenen Jahren nahm die Zahl der Strafverfahren im Zusammenhang mit Cannabis stetig zu. Seit 2010 stieg die Gesamtzahl der Verfahren um 74,6 %, die der Verfahren gegen Konsumenten sogar um 87 %. Die steigenden Zahlen wurden vom BKA mehrfach mit verstärktem Kontrolldruck begründet.

Auch hier zeigt sich wieder: Dieser Druck steigt speziell bei Konsumenten, während die Zahl der Strafverfahren wegen Handel und Schmuggel auf ähnlichem Niveau bleibt.

  • Insgesamt
  • Allgem. Verstöße
  • Handel/Import

https://www.youtube.com/embed/Qh13ct5eAgM?rel=0&wmode=opaque

Video  Rainer, fristlos gekündigt wegen Cannabis im Urlaub. Mit Bier auf der Arbeit hätte er wahrscheinlich eine Chance gehabt.

Job verloren wegen 0,6 Gramm Gras –

Ein Betroffener berichtet

Rainer, ein Sozialpädagoge aus Brandenburg, berichtet, wie er wegen 0,6 Gramm Gras seinen Job verloren hat. Bis dahin hatte er in einer Einrichtung in Berlin mit Jugendlichen gearbeitet. Solche Einrichtungen müssen regelmäßig das erweitere Führungszeugnis ihrer Mitarbeiter überprüfen – ursprünglich eingeführt, um sexuellen Missbrauch zu verhindern. Gekündigt wird allerdings auch, wenn dort „BTM-Einträge“ zu finden sind. Ein uraltes Verfahren wegen Eigenanbau von Hanf hätte eigentlich längst gelöscht werden müssen. Bei Rainer leider nicht, was ihn dann Jahre später, als er im Urlaub in einem anderen Bundesland auf einer Parkbank mit 0,6 Gramm Cannabis „erwischt“ wurde, auf die Füße fiel.

Hohe Strafen auch bei Eigenbedarf –

Trugschluss der „geringen Menge“

Selbst der Besitz geringster Mengen Cannabis oder auch Anhaftungen an Gegenständen führen zu einer Strafanzeige. Bis zu einer je nach Bundesland unterschiedlich ausfallenden „geringen Menge“ können diese Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt werden, seit das Bundesverfassungsgericht 1994 ein entsprechendes Urteil fällte.

Nicht nur die Definition der „geringen Menge“ ist mit 6 bis 15 Gramm Marihuana oder Haschisch in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich, sondern auch die Details der Einstellungsrichtlinien. Mal haben die Staatsanwälte mehr, mal weniger Spielraum, Konsumenten auch mit kleinen Mengen anzuklagen. Unterschiede gibt es vor allem bei der Beurteilung von „Wiederholungstätern“, Jugendlichen sowie Menschen, die noch andere Vergehen in den Akten haben, darunter zum Beispiel auch „banale“ Verkehrsdelikte. So kommt es oft trotz „geringer Menge“ zu teilweise harten Strafen.

Wichtig: Auch bei einer Einstellung wird ein Hinweis auf das BTM-Strafverfahren im Polizeicomputer gespeichert. Das kann bei jeder folgenden Verkehrs- und Personenkontrolle zu Problemen führen. Außerdem wird in jedem Fall die Führerscheinstelle über den Vorgang informiert.

Unvorstellbar, dass das Gleiche passieren würde, wenn jemand mit einer Flasche Bier von der Polizei „erwischt“ würde.

https://www.youtube.com/embed/6MSV3das--A?rel=0&wmode=opaque

Video Marvin wird nach 13 Tagen Abstinenz eine Drogenfahrt vorgeworfen.

Führerscheinentzug

trotz nüchterner Fahrt

Neben der Strafverfolgung müssen Cannabiskonsumenten in Deutschland auch mit dem Entzug des Führerscheins rechnen, selbst wenn sie nie berauscht gefahren sind. Hier gilt eine der strengsten Regelungen weltweit. Wem mehr als nur gelegentlicher Konsum nachgewiesen wird, sei es durch eigene Aussagen oder durch mehrfache Strafverfahren wegen Besitz von Cannabis, der kann seinen Führerschein verlieren. Zusätzlich gilt ein extrem niedriger THC-Grenzwert von 1 ng/ml Blutserum beim Autofahren, der häufig noch mehrere Tage nach Abklingen der Wirkung übertroffen wird. Genaue Statistiken zur Anzahl der Führerscheinentzüge liegen nicht vor, Verkehrsexperten schätzen die Zahl auf mehrere 10.000 pro Jahr.

Wie soll man diese Gesetze noch rechtfertigen? Sie sind unsinnig, überflüssig und schon lange nicht mehr zeitgemäß.

Wenn ihr genauso denkt und diese BTM Gesetze im Bezug auf Cannabis auch sinnlos findet, dann können wir alle dieses Jahr die Weichen Richtung Legalisierung stellen. Im September wird gewählt, also macht was daraus.

 - (Politik, Drogen, Meinung)  - (Politik, Drogen, Meinung)
Ich bin dafür

Man sollte Kuchentvs video dazu angeguckt haben

Ich bin dagegen

Immer noch dagegen. Und nein: Ich habe keine Lust, das zum 1000. Mal zu diskutieren.

Woher ich das weiß:Hobby – Beobachte politische Entwicklungen seit meiner Jugend.

Dann lass es doch, keiner zwingt dich zu antworten.

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Dan bring doch Gründe warum du dagegen bist

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@Klaass41

(Hat er in der Vergangenheit bereits versucht, jedoch ohne nennenswerten Erfolg)

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Ich bin dagegen

Finde es Ethisch nicht korrekt Drogen (Auch Alkohol, Nikotin und Koffein) zu legalisieren weil die Gesellschaft dann all ihre Sorgen und Freuden in Drogen ertränken.

Wer „Schöne neue Welt“ gelesen hat weiss was ich meine.

Man sieht ja schon wie viele ihre Probleme in Alkohol ertränken ohne Nikotin nicht mehr glücklich sein können und ohne Koffein müde und gestresst sind.

Da werden neue legale Drogen nichts dran ändern.

Wäre ein gutes Argument, würde ein Verbot wirklich Leute daran hindern, es zu konsumieren. Tut es aber nicht.

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@DieserTIMO

Daran zerbrechen aber meine Argumente nicht wie du jetzt denkst.

Das sich Leute trotzdem Drogen besorgen können tragt nicht dazu bei ob meine Aussage Wahr oder Unwahr ist.

Man sollte den Leuten vielleicht mal mehr Ethik beibringen damit sie freiwillig darauf verzichten nur Freude in Drogen zu haben oder ihre Sorgen darin zu ertränken.

Und Drogen sind ein Problem der Gesellschaft schau die mal genau an warum Drogen konsumiert werden.

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@Unkreativ661

Das Problem ist halt nur, es liegt nun mal in der menschlichen Natur sich zu berauschen. Wissenschaftler gehen heute davon aus, das der Drang nach Belohnung bei Menschen (und Tieren) hierbei eine große Rolle spielt. Selbst im Tierreich kann man dieses Verhalten in freier Natur beobachten.

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@Zwart

Tiere berauschen sich aber nicht aus dem Grund ihre Sorgen zu vergessen oder das sie ohne es nicht leben können.

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@Unkreativ661

Die Gründe sind unterschiedlich und nebensächlich. Wenn man ohne Rausch nicht leben kann, dann hat man sowieso ein Problem, egal ob Mensch oder Tier.

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@Zwart

Ein Tier berauscht sich höchstens weil es Früchte oder Blätter isst die bestimmte Substanzen beinhalten und meistens sind die Tiere daran auch Evolutionär angepasst und haben keinen „Rausch“ in dem Sinne.

Ein Mensch hat keinen Grund solche Dinge zu essen da er Auswahl hat das Tier eben nicht.

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@Unkreativ661

Du scheinst dich im Tierreich in dieser Hinsicht nicht sonderlich gut auszukennen.

Wir alle kennen den Film "die Götter müssen verrückt sein" und auch die Tiere, welche vergorene Früchte fressen um sich zu berauschen.

Ein Jaguar frisst vor der Jagt berauschende Pflanzen um seine Sinne zu schärfen.

Hast du mal gesehen was passiert, wenn eine Katze Katzenkraut entdeckt? Das solltest du vielleicht mal beobachten.

Und das machen die ja alle nicht mit Absicht.

Es gibt hunderte Beispiele, aber genug davon.

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