Theaterstueck - neue und gute Antworten

  • Wer kennt eine tolle Piratengeschichte, die man für ein Kindertheater Stück umschreiben kann?
    Antwort von Elefantastin ·

    Bei der Theaterbörse Braunschweig (www.theaterboerse.de) gibt es ein Stück mit dem Titel "Die Schule der Piraten" (Autor Peter Haus), das mir für Grundschüler geeignet scheint. Sicher kann man das auch noch umschreiben, wenn es mit der Rollenanzahl oder der Textlänge nicht passt. Man kann sich dort eine kostenlose gekürzte Leseprobe herunterladen, so dass ein erster Eindruck möglich ist, ohne gleich das Stück zu kaufen.

    Die Theaterbörse hat übrigens generell ganz schöne Stücke für Kinder- oder Jugendgruppen, denn der Verlag ist hauptsächlich auf Schul- und Laientheater spezialisiert. Die meisten Stücke sind auch von Spielleitern/ Lehrkräften für Darstellendes Spiel o. ä. geschrieben und daher recht praxisnah zu verwenden. (Ich veröffentliche da übrigens auch regelmäßig meine für bzw. nach Anregungen von Schülergruppen geschriebenen Stücke; leider gibt's von mir keine Piratengeschichte, aber z. B. eine Märchenpersiflage - "Rotkäppchen & Co. - Die wahren Geschichten" und noch ein paar andere. Ich freue mich natürlich auch immer über Interesse ;-) ...).

    Aber mal abgesehen von meiner "Eigenwerbung": in meiner Anfangszeit als Lehrerin für DS habe ich tatsächlich oft Stücke bei dem Verlag gesucht und gefunden, die für meine Gruppen richtig gut waren. Also Stöbern lohnt sich m. E. auf jeden Fall!

  • Was für Erwartungen kann man für ein Theaterstück haben?
    Hilfreichste Antwort von Elefantastin ·

    Deine Frage ist sehr allgemein gestellt; daher gibt es sicherlich mehrere mögliche Antworten: als Zuschauerin finde ich ein Theaterstück immer dann gut, wenn es mich inhaltlich berührt - ob es das tut, hängt für mich nicht unbedingt davon ab, ob das Stück alt oder neu ist, sondern davon, ob ich mich in die Thematik hineinversetzen kann und ob ich den Akteuren ihr Spiel "abnehmen" kann. Auch ist es für mich wichtig, die Zielgruppe des Stücks zu kennen: Von einem Jugendstück erwarte ich weniger Tiefgang als beispielsweise von einem Klassiker mit gesellschaftskritischem Anspruch o. ä.

    Geht es eher darum, Kriterien für ein gut für eine eigene Aufführung geeignetes Theaterstück zu nennen, so würde ich zunächst überlegen, wer für welches Publikum spielen wird. Ein Profi-Theater mit zahlendem Publikum wird sicher andere Stücke auswählen als z. B. ein Schultheatergruppe.

    Ich selbst habe langjährige Erfahrungen als Lehrerin für Darstellendes Spiel in einer allgemeinbildenden Schule. Ich versuche immer, Stücke zu finden, die viel mit der Lebenswirklichkeit der Schauspieler zu tun haben, denn meine Gruppen bestehen aus den Schuljahrgängen 7 - 10 (die Teilnehmer sind also ca. 12 - 16 Jahre jung) und es sind auch nicht alle schauspielerfahren, sondern es sind oft einfach Jugendliche, die Spaß am Spiel haben und sich in dieser Hinsicht mal ausprobieren wollen.

    Oft sind die Gruppen auch sehr groß (bis zu 30 Mitglieder); man muss also auch die mögliche Rollenzahl bedenken, wenn man ein Stück auswählt, denn nichts ist frustrierender, als wenn spielbegeisterte Menschen keine Rolle in einem noch so schönen Stück bekommen können, weil es viel zu wenige Rollen gibt.

    Daher muss man oft auch kreativ noch ein bisschen was verändern oder hinzufügen, um auf die erforderliche Rollenzahl zu kommen. Ich habe von Anfang an meine Stücke meist bei der "Theaterbörse Braunschweig" bezogen (www.theaterboerse.de) - dies ist ein Verlag für Schul- und Laientheater, wo man genau für die genannten Bedürfnisse oft gut geeignete Stücke findet, weil oft Spielleiter genau solcher Gruppen wie oben beschrieben dort ihre mit diesen entstandenen Werke anbieten.

    Seit einigen Jahren habe ich auch eigene Stücke dort veröffentlicht (ich freue mich natürlich über jeden, der sich vielleicht auch für eines von mir interessiert ;-) - mittlerweile sind es sieben, eins heißt z. B. "Rotkäppchen & Co. - die wahren Geschichten").

    Interessant für mich ist rückblickend, dass die Jugendlichen, deren Ideen ja immer mit einfließen, eigentlich durchgehend Stücke zu teilweise sogar recht heftigen Jugendproblemen spielen wollten. So geht es in fast jedem meiner Stücke irgendwie um Mobbing, Drogen, Liebeskummer, Selbstmordgefahr oder ähnliches, weil dies die Schauspieler immer sehr anspricht - oft sagen sie auch, sie wollen genau den Negativcharakter, den sie selbst im wahren Leben gerade nicht verkörpern, im Theater mal spielen.

    Ein letztes Kriterium für ein meiner Ansicht nach gutes Stück fällt mir noch ein: egal ob ich ein Stück ansehe oder es selbst auf die Bühne bringe - ich finde es immer gut, wenn es neben einer thematisch auf die Zielgruppe ausgerichteten ernsthaften "Botschaft" auch unterhaltende Elemente hat - ich persönlich mag keinen reinen "Klamauk", aber auch nicht so gerne eine ernste Thematik, die nur mit einem "moralischen Zeigefinger" verknüpft daherkommt.

    Dies alles ist natürlich eine sehr persönliche Sichtweise und erhebt keinen Anspruch darauf, das meine Antwort "richtig" ist! Vielleicht gibt sie ja zumindest ein paar hilfreiche Denkanstöße ... :-)

  • Was für Erwartungen kann man für ein Theaterstück haben?
    Antwort von BeviBaby ·

    Das kommt drauf an, grundsätzlich sollte es spannend sein, eine gute und vor allem schlüssige Handlung haben (Deus ex machina bitte nur in einer Komödie) und vor allem gut besetzt sein. Das bezieht sich nicht unbedingt auf das Stück an sich, sondern eben auf die Umsetzung.

    Außerdem stehe ich eher auf klassische Stücke. Moderne Thematiken oder auch moderne Umsetzungen finde ich etwas weniger reizvoll

  • Wer kennt eine tolle Piratengeschichte, die man für ein Kindertheater Stück umschreiben kann?
    Antwort von atzef ·

    Ich komme nicht mehr auf den Buchtitel...

    Handlung. Der Piratensohn darf zum ersten Mal mit seinem Piratenkapitän in See stechen. Söhnchen hat Geburtstag und ist daher sehr aufgeregt. Nachts kann er auf dem schaukelnden Piratenschiff kaum einschlafen und unterhält sich mit seinem Papagei...

    Am nächsten Morgen bekommt er dann als Geburtstagsgeschenk eine Piratenschatzkarte und von Papa offeriert, dass sie sich auf dem Weg zu der Insel machen, wo der Schatz versteckt ist. Dort finden sie nach diversen Abenteuern schließlich auch den Schatz...

    Habe ich mal meiner Patentochter geschenkt und ihr dann ständig vorlesen müssen...:-)