Warum werden im Internet inzwischen sogar Opfer von Gewaltverbrechen verhöhnt?

Guten Morgen an die Community! Als ich mit dieser Geschichte konfrontiert wurde, hat es mich wirklich ein Stück weit fassungslos gemacht.

Nicht weit entfernt von der Gegend, in der ich lebe, wurde ein Mensch ermordet. Der Täter ist (Stand heute) noch nicht gefasst, die Ermittlungen laufen noch. Es ist leider sogar fraglich, ob der Täter überhaupt gefunden wird, da es kaum verwertbare Informationen und erst recht keine Zeugen gibt... Aber darum geht es in der Frage nicht hauptsächlich.

Denn in gewissen Kreisen "weiß" man natürlich schon wieder sehr viel mehr als die Polizei: der Täter muss definitiv ein Flüchtling/Migrant oder sonstiges sein! Und es kommt noch besser: das Mordopfer wird im Internet lächerlich gemacht und als "abschreckendes Beispiel" hingestellt!

Ich muss dazu sagen, dass dieser Mensch wohl eine ziemlich weltoffene, liberale Grundeinstellung hatte und intellektuellen Kreisen entstammte. Womit manche, am politischen Rand angesiedelte Bürger ja bekanntlich so ihre Probleme haben.

Da kommen dann Kommentare wie (aus dem Gedächtnis zitiert):

"Natürlich ist jeder Mord an einem Deutschen traurig. Aber besser, es erwischt so einen linksgrün versifften Gutmenschen, als einen strammen Nationalisten."

oder:

"Naja, wenigstens haben wir jetzt einen Merkel-Wähler weniger."

oder:

"Selber Schuld, wenn man sich mit Muttis Goldjungs einlässt."

Ich wiederhole noch einmal, dass über die Identität oder das Motiv des Täters NICHTS bekannt ist!

Ganz ehrlich: ist das noch normal? Sich über einen Menschen lustig machen, dessen Leben auf so schlimme Art und Weise enden musste? Muss man selbst solche Taten noch instrumentalisieren? Merken diese Menschen nicht, dass sie ihrer Partei oder Ideologie durch dieses Verhalten Schaden, indem sie sich selbst bloßstellen?

Diskussion Politik Recht Gewalt Psychologie Gesellschaft Kriminalität Meinung Moral Mord Verbrechen afd Philosophie und Gesellschaft
23 Antworten
Wieso meinen viele, dass man ohne Abitur nichts ist und auch im Leben nie was erreichen wird?

Ich sehe immer wieder, dass viele den Haupt- und Realschulabschluss als 'Nichts' werten und der Meinung sind, dass man ohne Abitur keinen richtigen Abschluss hat und im Leben nie was erreichen wird. Viele legen auch Wert drauf, dass es unbedingt Abitur sein muss und ein Realschulabschluss alleine nicht ausreichen kann. Ich habe auch schon oft gelesen, wie einige schrieben, dass das Abitur in der heutigen Zeit sowieso jeder schafft und dass es ein Klacks ist. Wo anders habe ich z.B. gelesen, dass man ohne abgeschlossenes Studium keine Chance am Arbeitsmarkt hat und deshalb legen auch viele Menschen Wert darauf, dass es unbedingt Abitur sein muss und ein niedriger Abschluss niemals ausreichen würde.

Ich verstehe das nicht, da ich persönlich aus meinem Umfeld nie jemanden gekannt habe der das Abitur bzw. ein Abgeschlossenes Studium hat. Ich kenne aber viele, die eine Ausbildung gemacht haben und jetzt normal bis überdurchschnittlich gut verdienen. Dann kenne ich noch welche die sogar ohne Ausbildung eine Arbeit bekommen haben und über 1500€ verdienen. Ich habe auch schon Menschen gesehen, die mit einem Hauptschulabschluss mehr erreicht haben als andere mit Abitur.

Ich wohne in einer sehr ländlichen Gegend. Glaubt ihr vielleicht dass es daran liegt und man am Land mehr Wert auf eine Ausbildung als auf ein Studium legt ? An was könnte es sonst noch liegen, dass in der heutigen Zeit viele das Abitur als notwendig ansehen? Stimmt einfach ab welchen Abschluss ihr mindestens voraussetzen würdet, um nicht als jemand dargestellt zu werden der nie was erreicht hat oder welchen Abschluss ihr mindestens haben würdet.

Arbeit Schule Menschen Abschluss Forderung Gesellschaft Meinung Ausbildung und Studium Beruf und Büro
20 Antworten
Wieso kann ich mit dieser Gesellschaft einfach nicht mehr mit 24 schon?

Hallo, ich bin 24, war bis vor ein paar Jahren sehr in diese Gesellschaft integriert, habe mir um nichts gedanken gemacht und mir ging es zudem auch noch gut. Dann begann ich, vieles zu hinterfragen, warum die Menschen so und so ticken, wo unser Essen herkommt, ich habe mir meine eigene politische Ideologie im Hirn zusammengestellt, die bis heute ziemlich fest sitzt. Früher wurde ich immer geärgert, gemobbt, sogar aus dumm verkauft. Und das sogar von Menschen (zb aus dem Verein), die selbst nicht arg viel geleistet haben bzw nicht die hellsten leuchten sind. Ich ging auf jedes große Fest mit, ließ mich mit Alkohol volllaufen, aß Hähnchen vom Hähnchenwaagen, ernährte mich ungesund und schloss mich oft irgendwelchen Meinungen an, auch politisch, meist Richtung rechts. Ein klein bisschen rechts ist immer noch in mir, aber ich denke es ist nicht radikal. In meinem politischen Denken bin ich sehr vielfältig, meine eigene Ideologie besteht aus allen möglichen Ideologien und Parteiansichten.

Was aber mein Problem ist: ich halte die Menschen und die Gesellschaft mittlerweile kaum noch aus. Ich bin wirklich gerne alleine oder wenn dann nur mit einem Kumpel zusammen oder auch 3,4. Aber nicht mehr wie sonst in großen Mengen. Ich empfinde die Gesellschaft als abgestumpft. Es geht nur noch um Status, Leistung, Ansehen und zum anderen wieder kaufen die Leute unbewusst Lebensmittel ein, die Ernährung allgemein und die Lebensmittel sind einfach nicht gesund. Die Leute essen einfach, egal, wo das Fleisch herkommt. Was ich auch empfinde ist, dass unsere Gesellschaft so eine Art "Sensations-gesellschaft" geworden ist. Man muss überall auf jeder Party gewesen sein, auf jedem Public viewing, man muss immer Spaß haben usw. Und alles möglichst schnell.

Ich habe es mir mittlerweile sehr gemütlich gemacht zuhause, mein Zimmer ist schön eingerichtet nach meinem Geschmack, ich habe einen schönen Garten hinter unserer Wohnung mit Grillstelle und während andere feiern usw sitze ich da manchmal auch alleine mit einem Bier und genieße den Sommerabend zb. Ich genieße es einfach, wenn nicht so viele Menschen um mich herum sind. Viele Bekannte von früher oder auch Freunde kritisieren mich und sagen "du bist ein komischer Kauz geworden, kein Wunder musstest du in eine Klinik wegen Depressionen" (ich hatte Depressionen, die ich aber fast besiegt habe).

Was denkt ihr? Bin ich echt komisch?????

Leben Menschen Politik Psychologie Gesellschaft Meinung
12 Antworten
Warum ist unsere Gesellschaft so. Wie findet ihr das?

Ich war heute in der Pause mir was zu Essen holen und musste etwa fünf Minuten zu Fuß laufen. Ich hab mir was gekauft. Auf dem Rückweg hab ich dann gesehen wie 20 Meter vor mir zwei Person neben einer Person knieten die anscheinend hingefallen war. Ich hab nicht lang gezögert und bin hingerannt und hab gefragt was passiert war und ob ich helfen könne. Die zwei Leute die dem Mann geholfen hatten, erzählten dass er auf einmal zusammengebrochen sei. Er hatte auch ne Platzwunde an der Stirn aber er wollte nicht zum Arzt. Die Leute beteuerten mir dass sie schon klarkommen würden zum Glück kam dann auch einer der helfen könnte. ABER was ich bemerkt hab als ich dahin gerannt bin haben mir die ganzen Leute erstmal dumm nachgeschaut und wollten dann auch als ich bei dem Mann war dass ich beiseite gehe weil ich angeblich im Weg stand. Und manche Leute sind vorbeigegangen haben gesehen was passiert war aber sind einfach weitergegangen. Wie kann man denn nur so etwas machen? Was ist denn mit Zivilcourage und sozialem, menschlichen Verhalten geworden? Wenn jemand hinfällt dann hilft man demjenigen. Die Leute erzählten auch dass die Leute auf der anderen Straßenseite es gesehen haben aber weitergegangen sind. Wie findet ihr das? Ich find dass ungeheuerlich. Das geht nicht dass wir so rücksichtslos durchs Leben latschen ohne auf Mitmenschen zu achten. Unsere Gesellschaft ist wirklich am Ar***.

Freundschaft Zivilcourage Menschen Psychologie Gesellschaft Hilfsbereitschaft Ignoranz Liebe und Beziehung Meinung Rücksicht
10 Antworten
Psychologe sagt diese Faktoren machen Menschen und eine Gesellschaft krank?

Bei einer Gruppensitzung beim Psychologen sagte dieser, dass folgende Faktoren krank machen : befristete Arbeitsverträge, schlechte Bezahlung, keine Anerkennung im Job, Arbeitsplatz weiter als 20km vom Wohnort entfernt, keinen festen Wohnsitz fürs Leben (beeinflusst durch ständige Bereitschaft zur "Flexibilität" - er sagt der Begriff Flexibilität macht nur den Begriff austauschbarer Roboter schöner) und einen Wohnsitz in einem Block (man soll als besten so nah am Grund wohnen wie möglich - >"auf dem Boden bleiben").

Er meint (vorallem zu uns Jungen) : heutzutage ist es schwer in der arbeitswelt und wir sollten uns nicht von der propaganda vieler Unternehmen begeistern lassen wie "man muss flexibel sein" usw. Wir sollen uns einen bodenständigen Job suchen, der wohnortnah ist und gute Aussichten bietet. Damit meint er nicht die Karriere, er meint die Sicherheit. Er sagt, dass dieses "immer mehr erreichen müssen" eine typisch deutsche Krankheit sei, die viele krank mache. Weiterhin sagt er eben, dass viele heute befristete Arbeitsverträge haben und ständig umziehen müssen wegen dem Job. Das sei keine gesunde Basis. Vorschlagen tut er : "auch wenn ihr Abi habt, überlegt euch genau, was ihr wirklich wollt. Ihr könnt auch einfach einen bodenständigen Beruf erlernen wie Zerspanungsmechaniker und dennoch glücklicher sein als ein studierter, der von Praktikum zu Praktikum hetzen muss und im Berufsleben sehr hohe Verantwortung hat und vor 19 Uhr abends nie zuhause ist ".

Hat der Psychologe recht???

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