Kein Feminismus sondern Humanismus?

Auf gf.net kommt es mir so vor als ob sich viele Feministen ein recht einfaches Weltbild kreiert haben:

Frauen werden allgemein von Patriarchat (unserer Gesellschaft) unterdrückt und ihnen muss geholfen werden, Männer im Gegensatz dazu sind entweder Täter oder eben selbst Schuld.

Probleme die spezifisch Männer treffen werden nicht als Problem bezeichnet oder einfach abgetan und die Männer werden als ihres eigen Glückes Schmidt bezeichnet. Frauen hingegen können natürlich nichts für ihre Probleme und diese werden überwiegend durch die männliche Gesellschaft verursacht. Wer auf Benachteiligungen der Männer aufmerksam macht wird zur Heulsuse oder dem gekränkten Matscho erklärt, wer aber für Frauenrechte eintritt ist der Ritter in der strahlenden Rüstung.

Ich sage nicht dass alle Feministen diesen Ansatz teilen, vermutlich nicht mal die meisten, aber es gibt genug die Alice mit 2. Vornamen heißen könnten.

Ist so eine Einstellung nicht extrem naiv, einseitig und sexistisch? "Frauen sind Opfer und Männer sind Täter" sollte so ein Schwarzweißbild nicht im Laufe des Feminismus mal langsam abgelegt werden und man versucht Probleme mit einander zu lösen?

Feminismus sollte doch Richtung Humanismus erweitert werden oder nicht?

Wer das genauso sieht kann ja gerne seine Eindrücke gegenüber dieses Phänomens mitteilen :)

Auch wenn ich hier von Männern und Frauen schreibe ist ja klar, dass ein Mann genauso Feminist sein kann und verbal auf alles einprügeln kann was seinem linken feministischen Weltbild widerspricht. Frauen umgekehrt sind auch sehr oft in der Lage die Wirren und Irren des heutigen Feminismus zu durchschauen.

Deutschland Politik Frauen Psychologie Argumentation Feminismus Frauenrechte Gesellschaft Intoleranz sexismus Philosophie und Gesellschaft
10 Antworten
Kann man von Rassismus sprechen, wenn Ausländer sich abwertend in Deutschland über Deutsche äußern?

Letzte Woche, als es so heiß war, fuhr ich mit meiner Familie zum Baggersee. Da dieser sehr gut besucht war, hatte ich deshalb meine Schwierigkeiten einen Parkplatz für mein Auto zu finden.

Plötzlich sah ich ein Auto, dass gleich zwei Parkplätze schrägstehend belegte. Ich konnte mich zwar mit Mühe und Not noch reinquetschen, streifte aber die rechts liegenden Hecken (was dem Autolack nicht gut tat) und hatte meine Probleme beim aussteigen, weil ich ja das Auto von dem Parkschwachmaten nicht beschädigen wollte.

Verärgert schrieb ich auf einen Zettel "Egoist" und steckte dem Parkschwachmaten an die Windschutzscheibe.

Als ich zurück kam fand ich den selben Zettel ergänzt mit weiterem Inhalt an meiner Windschutzscheibe. Was da Stand könnt ihr dem Foto entnehmen.

Meine Frage ist: "Kann man dies als eine rassistische Äußerung betrachten? Schließlich beschimpfte mich der Parkschwachmat als" deutsche Kartoffel" ohne überhaupt zu wissen, ob ich ein Deutscher bin. Ist denn die deutsche Kartoffel besonders abwertend als einfach nur eine Kartoffel, oder als eine sagen wir mal belgische Kartoffel?

Klar. Im ersten Augenblick musste ich über den Inhalt des Zettels erstmal lachen. Später stellte sich mir die Frage, ob so eine Aussage als rassistisch gewertet werden könnte.

Was meint ihr dazu?

Deutschland Recht Psychologie Auslaender diskriminierung Gesellschaft Rassismus
14 Antworten
Warum werden Abtreibungen ständig kritisiert?

z.B sagen die Abtreibungsgegner, dass es töten wäre, wenn man einen Zellhaufen abtreibt. Seid wann bestimmt denn z.B die Kirche das Strafrecht? Es kann doch nicht sein, dass wenn man weiß, dass es ein behindertes Kind wird, oder die Frau vergewaltigt wurde, dass man das Kind dann nicht möchte. Und ob wir jetzt in den Augen der Gläubigen Gott spielen oder nicht ist doch sowieso egal. Ich meine wo spielen wir nicht schon Gott? Wie erschaffen doch selber neue Dinge und das ständig und bis jetzt hat es diesem Gott nicht die Bohne interessiert, was wir da anstellen.

Ich denke einfach, dass Leben dann beginnt, wenn das Kind ein Bewusstsein entwickelt. Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich irgendwas gemerkt hab vor meiner Geburt :). Wann wachen die Moralapostel endlich aus ihrem Tiefschlaf auf und blicken in Richtung Zukunft. Ich bin froh, dass wir die biotechnologischen Möglichkeiten heutzutage haben, sodass keiner mehr leiden muss! Aber anscheinend wird das ja als "Prüfung" gesehen. Was ein Schwachsinn denke ich mir da.

Last but not least eine Abtreibung ist kein Mord und wird es auch nie sein. Solche Gedankengänge haben in einer fortschrittlichen und modernen Gesellschaft nichts aber rein garnichts zu suchen.

PS: Ich lasse mich immer gerne vom Gegenteil überzeugen.

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Wie kann es sein, dass offenkundig Unethisches, Falsches für (politisch) richtig gehalten und zur gesellschaftlichen Diskussion gestellt wird?

Als Beispiel: Ein Großteil der Kirchenanhänger wird sicherlich nicht aus schlechter Absicht heraus schlecht denken und handeln, also Homosexualität z. B. nicht aus Boshaftigkeit ablehnen, sondern aus der - wenn auch falschen - Überzeugung, dass sie etwas Sündhaftes ist. Da kann man an der Stelle eine Lanze für Gläubige brechen. Aber was ist mit Nazis, die einfach bestimmten Rassen und Minderheiten ihre Daseinsberechtigung absprechen, wofür es null Argumente gibt?

Ich kann nachvollziehen, dass man bis zu einem gewissen Grad indoktriniert werden kann. Z. B. wird ja behauptet, dass das schlechte Gewissen ein mahnendes Signal Gottes wäre, wobei es in Wirklichkeit daher rührt, dass wir von klein auf beigebracht bekommen, dass wir nicht stehlen oder morden sollen.

Neulich habe ich allerdings eine Dokumentation über Massentierhaltung gesehen, wo Schweine aus den schlimmen Bedingungen geholt und dann artgerecht gehalten wurden. Sie lebten auf dem neuen Bauernhof ganz ihrer Art entsprechend, suhlten sich im Schlamm etc., obwohl sie dies nie beigebracht bekamen. Es muss also in den Genen etwas verankert sein, dass man nicht umpolen kann - so muss das doch eigentlich auch beim Menschen sein, der doch zumindest erkennen muss, dass Dinge allein schon wegen ihrer Unnötigkeit her schlecht sind - z. B. das Vergasen einer ganzen Religionsgruppe.

Ich verstehe nicht, wie es sein kann, dass Nazis ihre Ideologie so verfolgen. Irgendwo sind es doch auch Menschen, die zu Empathie etc. fähig sind, die auch mal schwach sind und sich nach Geborgenheit sehnen?

Und wenn zumindest die Mitte der Gesellschaft doch darum weiß, dass es bestimmte Dinge gibt, die nicht zur Diskussion gestellt werden dürfen, warum wird das dann doch zugelassen? Warum wird in Talkshows mit ausgewogenen Gästen über Homosexualität diskutiert, als wäre es ganz normal, dass man hierzu zwei Meinungen haben kann? Als wenn es normal wäre, dass man auch eine rechtliche und gesellschaftliche Situation haben kann, in der sich junge Erwachsene vor Verzweiflung das Leben nehmen wie in der Adenauerzeit geschehen?

Deutschland Politik Psychologie Gesellschaft verstehen Philosophie und Gesellschaft
9 Antworten
Warum behandeln einen auswärtige Dienstleister oft besser als die im Wohnort?

Hallo!

Habe heute eine handwerkliche Dienstleistung in Auftrag gegeben und mich vorher bei diversen Firmen erkundigt. Nachdem zwei lokale Firmen sich nicht einmal mit Angeboten meldeten (es ging nicht um eine 100-Euro-Arbeit) und auf Rückfrage nur "versprachen", aber nix machten habe ich mich bei einem Unternehmen 30 Kilometer weiter bemüht, das mir in den Sinn kam, weil ich vor einiger Zeit dran vorbeifuhr.

Dort wurde ich sofort unglaublich bemüht, herzlich und mit konkreten Angeboten sowie einem sofort vereinbarten Vor-Ort-Termin in meiner Wohnung empfangen, das war Service vom Feinsten.

Schon öfters habe ich die Erfahrung gemacht, dass Handwerker oder Firmen vor Ort einen zweitklassig behandeln, sofern man da kein Stammkunde ist ----> ein Kollege von mir und diverse Nachbarn haben schon Ähnliches empfunden und sagen dazu, der Prophet zähle nichts im eigenen Land.

Ich bin kein schwieriger oder extrem anspruchsvoller Kunde, habe alle Rechnungen immer direkt bezahlt, bin kein hier wegen irgendwas verrufener Mensch, aber das fällt mir einfach immer wieder auf und ich bin inzwischen auch soweit, dass ich keine örtlichen Firmen mehr aufsuche, wenn was ist -----> man wird sowieso nicht bedient oder nur mit Ausflüchten abgespeist, wenn man nciht unbedingt jede Woche als Stammkunde kommt.

Aber warum können das dann Unternehmen, bei denen man nie vorher war und die einen nur vom Telefon kennen und bieten sofort Rundumservice an? Dieser Handwerker war kein Einzelfall.

Wie seht ihr das und habt ihr diesbezüglich Erklärungen oder eigne Erlebnisse? Wäre mal interessant.

Technik Menschen Deutschland Psychologie Geschäft Gesellschaft Handel
6 Antworten
Meine Mutter sagt ich werde niemals Deutscher sein?

Also meine Eltern sind in Äthiopien geboren und aufgewachsen und in den 80ern nach Deutschland gekommen. Ich bin dann hier geboren und aufgewachsen, meine Eltern haben mittlerweile aber auch die deutsche Staatsbürgerschaft, sehen sich aber nicht als Deutsche an.

Als ich sie fragte wo sie am liebsten leben würden, sagten sie ganz selbstverständlich, dass Äthiopien ihre Heimat ist und sie dort leben würden, wenn sie könnten (was aber wegen politischer Gründe nicht geht).

Allerdings meinen sie auch, dass Äthiopien ebenfalls meine Heimat ist und als ich entgegnete Deutschland wäre meine Heimat, meinten sie, das bilde ich mir nur ein und Deutsche würden einen Dunkelhäutigen wie mich niemals als Deutschen ansehen.

Mit Äthiopien kann ich jedoch nicht allzu viel anfangen, ich passe in die Kultur nicht rein und bin sogar für deutsche Verhältnisse sehr liberal, wie ich es dort nie sein könnte. Da ich nichts anderes kenne als Deutschland und ich mich mit den hiesigen freiheitlichen Werten identifiziere und als weitestgehend als Deutscher sozialisiert wurde, sehe ich mich auch eher als Deutschen.

Haben nun meine Eltern recht und ich werde niemals ein Deutscher sein?

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