Darf der Arbeitgeber einem Mitarbeiter die Teilnahme eines Seminares verweigern, weil dieses fachlich nicht in erster Linie zum täglichen Arbeitsablauf gehört?

Hallo zusammen,

wie im Titel beschrieben geht es mir um die Fragestellung, ob der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter ein Seminar, das zugegebenermaßen auch nicht für die tägliche Arbeit benötigt wird, jedoch eine schöne Ergänzung zum Erlernen neuer Methoden wäre, verweigern? Da die Beantwortung dieser Frage evtl. von mehreren Faktoren, wie Größe des Betriebs, abhängt, hier ein paar Fakten zur besseren Entscheidungsfindung:

Mitarbeiteranzahl des Betriebs: Etwas über 1000 Dauer des Seminars: 2 Tage jeweils ca. 8 Std. Einfache Entfernung vom Seminarort zur Dienststelle: ca. 110 km Inhalt der täglichen Arbeit: buchhalterische Tätigkeiten (keine Präsentationen erforderlich) Thema des Seminars: Lampenfieber abbauen, Erlernen von Präsentationstechniken

Meine Meinung dazu ist, dass der Mitarbeiter ja nicht immer nur Seminare belegen muss, die auf sein Fachgebiet basierend sind, sondern der Arbeitgeber es doch befürworten sollte, wenn der Mitarbeiter über den Tellerrand hinausschauen möchte, um neue Methoden zu erlernen. Vielleicht habt ihr eine andere Meinung dazu oder ihr könnt mir einen Ratschlag geben oder aber auch evtl. mitteilen, ob man sich auf Rechtsvorschriften o. ä. berufen kann. Ein innerbetriebliches Fortbildungsprogramm gibt es zwar, jedoch bietet dieses ein Seminar von o. g. Inhalt nicht an.

Ich freue mich auf eure Antworten und danke euch schon einmal :-)

LG Senso

Arbeitsrecht seminar Arbeitgeber Arbeitnehmer Betriebskosten Fortbildung Mitarbeiter Weiterbildung personalkosten
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Rückzahlung von freigestellten Stunden für Fortbildung?

Folgende Situation:

Ich mache berufsbegleitend eine 18 monatige Weiterbildung mit einem Wert von ca. 3500 Euro. Die Kosten für diese Weiterbildung trage ich selbst zu 100%, es gibt keinerlei Zuschüsse vom Arbeitgeber. Mit dem Arbeitgeber wurde ein Vertrag geschlossen, dass ich für insgesamt ~200 Stunden (bezahlt) von der Arbeit freigestellt werde, was einem "Kostenvorteil" von rund 3000 Euro entspricht. Im Gegenzug verpflichte ich mich für 2 Jahre nach Beendigung der Weiterbildung im Betrieb zu verbleiben. Sollte ich vor Ablauf der 2 Jahre kündigen oder verhaltensbedingt gekündigt werden, so habe ich die besagten ~3000 Euro anteilig zurück zu zahlen (1/24 für jeden nicht abgeleisteten Monat der zweijährigen Bindung).

Nun der springende Punkt: Ich habe nun 7 von 18 Monaten der Weiterbildung absolviert und dabei für jeden Monat 10 Stunden in meinem Dienstplan an "Plusstunden" erhalten und diese auch in Form von dienstfreien Tagen genutzt. Nun möchte ich kündigen.

Im Weiterbildungsvertrag mit meinem Arbeitgeber wird die Situation der arbeitnehmerseitigen Kündigung während der Weiterbildung weder erwähnt noch geregelt. Wie oben beschrieben, wird die Pflicht einer Rückzahlung nur für den Fall erwähnt, dass die arbeitnehmerseitige Künding nach Abschluss der Weiterbildung erfolgt.

Muss ich die erhaltenen 70 "Plusstunden" zurück zahlen, wenn ich kündige?

Kündigung Rechtsanwalt Recht Arbeitsrecht Arbeitgeber Arbeitnehmer Vertrag Weiterbildung
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