Würdet ihr einen Schwulen Sohn oder eine Lesbische Tochter akzeptieren?

13 Antworten

Ich fänd's irgendwie schade, denn ich bin sozusagen der Letzte meiner Art, aber würd's am Ende akzeptieren. Worin läge der Sinn, dann Sohn oder Tochter noch zu verstoßen?

Meine Eltern würden mich verstossen, das weiß ich.

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@MeinNeuerName

Leider es ist furchtbar so was als Eltern zu haben, die schämten sich sogar weil ich viele Jahre schwere Depressionen hatte und sagten das auch zum mir.

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@Mamue1968

Die schämen sich, weil sie sich fragen, ob sie was falsch gemacht haben.

Ich kenn' die Situation: Man fühlt sich verantwortlich für sein Kind (ist man ja auch ...) und wenn das Kind ein Problem hat, fragt man sich natürlich, warum. Ist ganz normal.

Kniffelig wird es, wenn man gar nix falsch gemacht hat, das Problem von woanders kommt, oder es nicht mehr zu ändern ist. Dann hat man das Problem, dass man Angst bekommt, die Leute in der Umgebung würden einen für 'schlechte Eltern' halten, man fühlt sich also sozial zurückgesetzt. Nicht jeder hat das Selbstbewusstsein, damit fertigzuwerden.

Überleg' mal, wie heftig das in der Schule abgeht, wenn ein Mitschüler von den anderen nicht akzeptiert wird, und was das für Konsequenzen für ihn oder sie hat. Das ist für Eltern letztlich nicht weniger heftig.

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@MeinNeuerName

Wenn die Eltern das Kind lieben und es auch zeigen dann braucht man sich nicht schämen, aber zu seinem eigenen Kind zu sagen wir schämen Uns wegen Deiner Krankheit sowas kann ein Kind in den Suizid treiben und Sie haben es fast auch geschafft, aber mein Glauben an Jesus Christus hat mich gerettet und bin wieder zurück gekommen.

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@Mamue1968

Eltern sollten solche Schuldzuweisungen nie auf das Kind abladen, aber nicht alle Eltern sind stark genug, es selbst auszuhalten. Es lastet sehr auf ihnen. Da mag es verlockend erscheinen, einen anderen Schuldigen zu benennen, sei es das eigene Kind, um vor sich selbst besser bestehen zu können. Das ist natürlich ein Trugschluss und funktioniert nicht nachhaltig. Vemutlich passiert es auch nicht absichtlich, sondern aus emotionaler Überforderung.

Auch hier kann Vergebung eine Lösung sein, denn sowas hat immer zwei Seiten.

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@MeinNeuerName

Ich habe 20 Jahre Therapie gebraucht um das zu vergeben was Sie mir angetan haben, aber einen schwulen Sohn zu verstossen das kann man nicht verzeihen.

Ausserdem ist die Vergebung für mich wichtig gewesen sonst hätte ich nie gesund werden können.

Meine Mutter hat mich letztes Jahr angerufen und geweint und um Verzeihung nach 10 Jahren meines Kontaktabruchs gebeten und seither ist Sie der wichtigste Mensch meines Lebens und würde alles für Sie tun, aber meinen Vater bin ich nichts wert.

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Ich würde es schade finden da ich die Hoffnung habe eines tages Oma zu werden.

Bin da aber sonst offen.

Du kannst trotzdem Oma werden, dem steht nichts im Wege.

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Selbstverständlich würde ich ein homosexuelles Kind akzeptieren. Bin ja selber nicht standardkonform. Wer das nicht tun würde, sollte besser erst gar keine Kinder in die Welt setzen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Selbst queer: Nichtbinär & asexuell.

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