Warum dürfen die Rabbis bei der Beschneidung immer noch mit ihrem Mund das Blut vom Penis des Säuglings absaugen?

10 Antworten

Die Praxis hat ihnen Ursprung sicher darin, die Wunde durch Speichel zu sterilisieren. Vor 3000 Jahren gab es noch keine modernen Desinfektionsmittel.

Es mag befremdlich sein, aber als pädophil zu bezeichnen, ist eine bösartige Unterstellung, die von Beschneidungsbefürwortern leicht wegzubügeln ist. Auch wenn es sicher einzelne Pädophile Rabbis gibt, denen dabei einer abgeht.

Dennoch ist die ganze Praxis der  religiösen Kinderbeschneidung ein Kindesmissbrauch. Kein sexueller, aber wenn religiöser:

Um ihre eigenen religiösen Bedürfnisse zu befriedigen, verrichten Erwachsene an den Geschlechtsteilen unmündiger Kinder schmerzhafte Handlungen mit lebenslangen Folgen für das Kind. Zudem wird das Kind als Anhänger einer Religion “gebrandmarkt“, auch wenn es sich später nicht zu dieser Religion hinwendet.

Gestörte, das macht doch kein normaler Mensch.
Wie man alleine schon von seinem Neugeborenen was wegschnippeln kann...Als wie wenn die Vorhaut grundlos da wäre.
Dass das nicht unter Kindesmisshandlung zählt wundert mich sowieso....aber im Zuge der Religionsfreiheit darf man ja so einiges.

Na ja, bei den etwas älteren Knaben ist das auch Mißhandlung, da muss nämlich noch mindestens 1 Naht gemacht werden, oft 2 Nähte, wenn sie älter sind.

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Das ist es generell, außer aus medizinischen Gründen.

Meiner Auffassung nach sollte überhaupt nichts aus kulturellen oder religiösen Gründen weggeschnitten werden. Ganz egal mit welchen Methoden oder wie harmlos jemand sagt dass es sei.

Der Fakt ist nämlich schlichtweg, dass ein Teil des Körpers entfernt wird weil sich irgendwelche Leute (Eltern, Rabbis, etc) einbilden dass sich das so gehöre, und das ist einfach nur krank, und selbst wenn es 99% der Menschheit so machen würde, wäre es trotzdem noch krank.

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Das ist ein Thema, das im Judentum selbst viel diskutiert wird. Viele Haredische (Ultraorthodoxe) Beschneider machen es garnicht nicht (Hatam Sofer war streng dagegen). Andere machen es nur mit Röhrchen, andere noch mit dem Mund.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Rabbinerseminar zu Berlin, Judaistik FU-Berlin

Erstaccount - gleich mit einer Aufmischfrage / Hetze...

In Deutschland ist diese Praxis verboten, weil sie gegen § 1631d BGB verstößt.

Außerdem:

"Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich dagegen ausgesprochen - wer sie praktiziert, soll keine Zertifizierung als Mohel erhalten." http://www.sueddeutsche.de/wissen/ein-jahr-nach-dem-koelner-urteil-neue-debatte-um-beschneidung-1.1666568-2
Deine "Quelle" ist in den USA aufgenommen, wo dieses Ritual noch in ultraorthodoxen Kreisen praktiziert wird.

Wie soll es nach §1631d verboten sein? Das leuchtet mir nicht ein.

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@Itkin

"2Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird."

Aus dem verlinkten Zeitungsartikel: "Das neue Gesetz erlaubt die Beschneidung schließlich nur, wenn sie nach den Regeln der ärztlichen Kunst erfolgt. Dagegen verstoße die Metzitzah B'peh jedoch." Schließlich ist diese nicht steril...

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