Sollten Väter beim Thema Abtreibung ein Vetorecht haben?


12.05.2021, 08:24

Ich persönlich bin dafür da es eben auch sein Kind ist


12.05.2021, 09:49

Also der man darf nur die Abtreibung verhindern

Das Ergebnis basiert auf 24 Abstimmungen

Nein, nie 63%
Ja, aber nur wenn es einvernehmlich gezeugt wurde 17%
Ja, gennerel 13%
Andere Antwort 8%
Ich bin mir nicht sicher 0%

13 Antworten

Von Experte Kajjo bestätigt
Nein, nie

Ich habe jedes Verständnis dafür, dass sich ein Mann (ob er nun für das Austragen der Schwangerschaft oder für einen Schwangerschaftsabbruch plädiert) mies und außen vor gelassen fühlt.

Wir sind ein freies Land uns so hat jeder das Recht auf freie Meinungsäußerung.

So gesehen hat der Erzeuger ein "Mitspracherecht" und eine Kommunikation zwischen den Partnern, ob eine Schwangerschaft ausgetragen oder abgebrochen wird, ist durchaus wünschenswert.

Der beste Fall ist ein gemeinsam gefundener und getragener Entschluss.

Aber ein "Vetorecht" - und was dann?

Der Mann hat kein "Entscheidungsrecht" - das kommt allein der schwangeren Frau zu. Denn es ist nun mal die Frau, ohne deren Körper weder das eine noch das andere möglich ist.

Wie soll denn das aussehen? Wie kann dieses "Recht" umgesetzt werden? Denn der Mann kann die Schwangerschaft ja schlecht übernehmen und austragen. Und er kann auch nicht die Schwangere zum Austragen einer ungewollten Schwangerschaft mit allen möglichen Komplikationen und Risiken, zu einer ungewollten Geburt mit allen möglichen Komplikationen und Risiken und zu eine ungewollten Mutterschaft zwingen.

Genauso wenig aber auch zu einem operativen oder medikamentösen Eingriff.

Alles Gute für dich!

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin seit über 30 Jahren Hebamme
Nein, nie

Aber sie sollten mit der Geburt automatisch das gemeinsame Sorgerecht haben, wenn sie die Vaterschaft anerkannt haben.

Ist natürlich auch ein schwieriges Thema. Es ist der Körper der Frau und darüber hat sie nun mal alleine zu bestimmen.

Auf der anderen Seite kann ich schon das Unverständnis eines Mannes nachvollziehen, wenn sie gegen seinen Wunsch abtreibt. Denn es ist ja auch sein Baby. Wobei das auch in einigen Fällen zum Beziehungsaus führen dürfte.

Der umgekehrte Fall, sie will das Baby und er nicht, ist hingegen für mich klar. Denn er weiß immer worauf er sich einlässt, wenn er mit einer Frau ins Bett steigt. Und das auch Verhütungsunfälle passieren dürfte somit klar sein.

Das er eine Meinung zum Thema haben darf und die auch äußert, ist wohl klar. Aber als Paar sollte man sich schon frühzeitig mit dem Thema beschäftigen und nicht allzu blauäugig mit dem Thema umgehen.

Ist man kein Paar, dann wird das Ganze natürlich noch schwieriger. Aber hier dürfte eine Frau die abtreiben will ihre Affäre ohnehin nicht den Abtreibungswunsch kund tun. Bekommt sie aber das Baby, dann müsste ihr aber klar sein, dass er das gemeinsame Sorgerecht bekommt (automatisch nach Vaterschaftsanerkennung) und es müsste auch was am Unterhaltsrecht gemacht werden. Hier müssten eindeutig mehr Modelle entwickelt werden als das Wechselmodell oder das Residenzmodell. Sich mehr kümmern muss für eine spürbare Entlastung sorgen und Frauen müssten meines Erachtens auch früher in die finanzielle Unterhaltsverpflichtung eingebunden werden, vor allem wenn er sich tatsächlich kümmert.

Von Experte isebise50 bestätigt
Nein, nie

Nein, auf gar keinen Fall! Es ist ihr Körper und eine Zwangsschwangerschaft ist nicht zumutbar. Die Frau muss immerhin die gesundheitlichen Risiken alleine tragen, ebenso wie die Schmerzen und Risiken der Geburt. Die Mütter- und Wochenbettsterblichkeit ist auch in Deutschland deutlich von Null entfernt.

Die Situation mag aus Sicht des Mannes oftmals unbefriedigend erscheinen, aber letztlich gibt es keine andere Lösung, als das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren eigenen Körper anzuerkennen. Die biologische Asymmetrie, also dass halt die Frau schwanger wird, lässt sich nicht ignorieren und nicht durch Gesetze aufheben.

Bedenke zudem, dass die Identität des Erzeugers zu Beginn einer Schwangerschaft ja gar nicht feststeht. Die Frau könnte quasi einen beliebigen Mann als potentiellen Vater angeben, der dann zustimmen würde.

Ich finde nicht wirklich nein.

Immerhin geht es um den Körper der Frau. Der Mann ist ja nicht der, der Schwanger wird und das Kind Monatelang in seinem Körper hat. Der Mann ist nicht der, der später die Schmerzen bei der Geburt aushalten muss

der Mann ist nicht der, der das Kind stillen muss...

Alleine schon aus diesen Gründen, sollte die Entscheidung bei der Frau bleiben

Sie kann sich natürlich mit ihrem Mann beraten und klar der Mann darf seine Meinung sagen, aber am Ende sollte es die Frau sein die Entscheidet

Andere Antwort

Meiner Meinung nach hätte er auch das Recht seine Meinung zu äußern, aber wenn der Mann eine andere Meinung hat als die Frau, dann sollte die Frau entscheiden, da das Kind in ihrem Bauch drin ist.

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