Prostitution wieder verbieten?

Das Ergebnis basiert auf 32 Abstimmungen

Nein, es ist ein Beruf wie jeder andere auch 56%
Ja, alles verbieten 19%
Ja, wenn dann wie in Schweden 9%
Nein, dann gibt es mehr Frauenhandel und Vergewaltigungen 9%
Ja, aber ich habe einen anderen Vorschlag 3%
Nein, die Frauen haben genug gelitten 3%

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ja, aber ich habe einen anderen Vorschlag

Naja die Prostitution ist eine Erfindung und ein Gewerbe um mit jungen Frauen Geld zu machen für sie selbst oder die Zuhälter und es bringt auch Steuern ein und gab es seit der Antike um Geld zu machen

für die Freier brachte es Spaß und für das Bordell das Geld daher sagte man es ist ein Gewinn für beide

Notwendig ist es nicht da nicht alle Männer Freier sind und ein Mann kann auch masturbieren oder eine Beziehung haben

somit sind die Freier in Schweden selbst schuld denn sie können es ja lassen

Prostitution ist nur Kommerz ohne Liebe und zT auch unfreundlich und brutal und das Rotlichtmilieu gibt es nur in Großstädten wie Hamburg, Berlin, München, Frankfurt, Köln, Stuttgart zb

es prostituieren sich fast nur Ausländerinnen

Nein, es ist ein Beruf wie jeder andere auch

Das Problem, welches die meisten Menschen, die sich gegen Prostitution engagieren, ist ein moralisches Problem. Allerdings ist es NICHT Aufgabe des Staates seinen Bürgern vorzuschreiben welche Handlungen zwischen mündigen Erwachsenen nun moralisch erlaubt oder verboten sind.

Es gab Zeiten (auch in Deutschland), wo homosexueller Sex (seltsamerweise meist nur zwischen Männern) verboten waren - ebenso wie Ehebruch und andere "Unkeuschheiten". Diese dunklen Zeiten haben wir glücklicherweise überwunden und ich sehe keinen Sinn darin dorthin zurückkehren zu wollen.

Daher verlegen sich die Gegner auf Argumente wie die Gesundheitsvorsorge und Verbrechensbekämpfung und schicken sich an Frauen aus einem Beruf zu "retten", die gar nicht gerettet werden wollen. Nur weil sich viele Menschen nicht vorstellen können mit einem Menschen Sex zu haben, den sie kaum kennen, sprechen sie anderen Menschen, die dies zu ihrem Beruf gemacht haben, die geistige Gesundheit ab und stellen fest, dass diese "wohl gezwungen werden".

Seltsamerweise sind aber Swingerclubs und Pornoproduktionen, wo ja ebenfalls wildfremde Menschen miteinander Sex haben, in deren Augen kein Problem. Dabei läuft man ja auch nicht so schnell Gefahr, dass der eigene Partner diese Spielarten in Anspruch nimmt... . Warum eine Frau ihre Anonymität aufgibt für ein paar hundert Euros und sich bei Praktiken filmen lässt, welche die meisten Prostituierten mitleidig lächelnd ablehnen würden, dies grundsätzlich freiwillig macht, aber eine Sexworkerin, die ein Vielfaches verdient, ohne sich in der ganzen Welt zu outen, gezwungen werden muss, können die Prostitutionsgegner nicht erklären.

Natürlich kommt es vor, dass Frauen (welche die Mehrheit der Sexarbeiter stellen) auf Partner eingelassen haben, die sich weniger für den Menschen, als vielmehr für deren gutes Einkommen interessieren und unter Vorspiegelung von "Liebe" und "gemeinsamer Zukunft" dann auf ihr sauer verdientes Geld "aufpassen" (und sich damit irgendwann aus dem Staub machen). Aber solche Ausnutzung gibt es auch in anderen Konstellationen!

"Sex gegen Vorteile" ist das älteste Geschäft der Welt - wobei dies nicht nur die klassische Prostitution ist. Auch Adelstitel, Macht, soziale Stellung, finanzielle Unabhängigkeit machen "sexy". Wo wollte man die Grenze ziehen, denn eine "Vernunftehe" bei der die finanzielle Ausstattung des Gatten wichtiger ist, als Gefühle, ist Prostitution auf hohem Niveau!

Wenn man schon für die Freiheit und die Selbstbestimmung über den eigenen Körper der Frau eintritt, dann gehört zu dieser Freiheit auch, mit diesem Körper Geld zu verdienen - sei es als Schauspielerin, Ballett-Tänzerin oder eben als Sexworkerin!

Das "Schwedische Modell" ist eher zum Nachteil der Sexarbeiterinnen, denn statt ihre Position zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu bieten in einer hygienisch einwandfreien und sicheren Umgebung zu arbeiten, drängt man sie in den Untergrund, wo sie kriminellen Strukturen und übergriffigen Freiern schutzlos ausgeliefert sind. Das "nicht die Frauen, sondern NUR die Freier werden bestraft" ist eine Farce und ist auch in Schweden nicht unumstritten.

Verboten hat der deutsche Staat - völlig zurecht - nur eines, nämlich Zuhälterei d.h. die Ausbeutung von Prostituierten. Damit schafft er Rechtssicherheit für Sexarbeiter, denn diese können sich gegen ausbeuterische Vermieter, Agenturen und Manager nun besser wehren. Gleichzeitig erhalten Investoren die Möglichkeit ein sicheres und hygienisch einwandfreies Arbeitsumfeld zu schaffen, wo übergriffiges Verhalten der Gäste gegenüber den Dienstleisterinnen erkannt und geahndet werden kann - ggf. unter Hinzuziehung der Polizei.

Politiker versuchen in erster Linie dem Volk DAS zu geben, was es SCHEINBAR verlangt - in dem Bestreben auch bei der nächsten Wahl wiedergewählt zu werden. Finden sich genug Menschen, die sich über Prostitution aufregen, dann denkt man laut darüber nach hier etwas zu ändern. Demonstrieren tausende gegen den Klimawandel, dann postuliert man, dass man hier um Lösungen bemüht ist. Hier wie dort machen oft die Menschen den meisten Lärm, die sich am wenigsten mit einem Thema auskennen. Die meisten Prostitutionsgegner haben noch nie persönlich mit einer Prostituierten gesprochen...

Es bleibt also zu hoffen, dass sich genügend vernünftig denkende Politiker finden, die nicht auf die Moralapostel hören, welche Erwachsenen vorschreiben möchten wie sie ihr Sexualleben gestalten dürfen.

Wenn Dich das Thema näher interessiert, dann solltest Du mal "Mein Hurenmanifest" von Undine de Riviere lesen und was Amazon sonst so zum Stichwort "Paysex" listet.

Wir sehen uns im Puff!

R. Fahren

Woher ich das weiß:Beruf – Bekennender Paysex-Nutzer und Autor von Fachliteratur

Wohl kaum. Es hat mit Moral nichts zu tun. Sogenannte Sexarbeit ist nichts anderes, als moderne Sklaverei.

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@meg2015

So so - wie bist Du denn zu dieser "Erkenntnis" gekommen? Wie viele Sexarbeiterinnen kennst Du persönlich? Wie viele hast Du über ihre Lebens- und Arbeitssituation persönlich befragt? Wer gibt Dir das Recht über Beruf und Existenzgrundlage anderer Menschen zu urteilen? Oder plapperst Du hier einfach nur Slogans der Emma und anderer "Sittenwächter" nach?

Wer sich mit solchen Themen beschäftigt, sollte MIT und nicht nur ÜBER Prostituierte reden!

Nur weil DU Dir nicht vorstellen kannst gegen Geld Sex mit Fremden zu haben, bedeutet das noch lange nicht, dass man Menschen, die dies tun, dazu "zwingen" oder als "Sklaven halten" muss!

Wie ist das denn mit Pornofilmen? Werden die Darstellerinnen dazu ebenfalls "gezwungen" oder "versklavt"? Obwohl ich auch Sexworkerinnen kenne, die schon Pornos gedreht haben, so schütteln doch 99% der Prostituierten den Kopf, dass Frauen sich dabei teils bei Praktiken filmen und öffentlich zur Schau stellen lassen, welche sie ihren Gästen nicht einmal für das zehnfache der Gage anbieten würden. Abgesehen davon verdienen Sexworkerinnen ein Vielfaches eines Pornosternchens!

Wie ist das mit Frauen, die in Swingerclubs gehen - werden die auch alle gezwungen?

In Diskussionen um Sexarbeit geht es IMMER um Moral - wobei bei Frauen noch eine Mischung aus Angst und Eifersucht dazu kommt. Eifersucht auf die Macht und Anziehungskraft einer Prostituierten über/auf die Männer - sowie die Angst, dass der eigene Partner beim nächsten (bewusst oder unbewusst eingesetztem) Sexentzug sich beim Paysex schadlos halten könnte...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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https://de.wikipedia.org/wiki/Prostitution_in_Schweden

In Schweden wurde jedoch auch Kritik an der Gesetzgebung von 1998 geübt. Laut einer Studie von 2004 sei die Prostitution vordergründig von den Straßen verschwunden und in den Untergrund gedrängt worden, so dass sich die Situation für die Frauen deutlich verschlechtert habe. Die Kontaktaufnahme habe sich ins Internet verlagert und in Kneipen, in denen Telefonnummern diskret verteilt werden. In der Praxis behandele die Polizei die Frauen offenbar weniger als Opfer, die vor ihren Kunden gerettet werden müssen, denn als Mitwissende von Straftaten; so können sie sich keine Hilfe mehr holen, wenn ihnen Gewalt und Gefahr begegnet. Die Sozialarbeiter hätten Probleme, die Prostituierten noch zu erreichen. Diese sind jetzt gezwungen, sich  Zuhälter zu ihrem Schutz zu suchen. Bei Stichproben gaben nur noch ein Bruchteil der betreffenden Frauen an, sich beim letzten Geschlechtsverkehr mit Kondomen vor  HIV geschützt zu haben, da sie Angst haben, auch diese Kunden zu verlieren. Nicht wenige schwedische Männer reisten auch als  Sextouristen in die benachbarten  baltischen Staaten. [13]
In einer im August 2005 veröffentlichten  EU-Studie wird angeführt, dass in Schweden mit Einführung des Gesetzes die Anzahl sexuell ausgebeuteter Personen im Innenbereich innerhalb von zwei Jahren um knapp 15 % gestiegen sei; im Jahr 2000 seien 80 % der Prostituierten im Innenbereich sexuell ausgebeutet worden. [14]
Im April 2006 forderte der schwedische Beauftragte für die Gleichstellung von Mann und Frau, Claes Borgström, die  schwedische Fußballnationalmannschaft zum Boykott der  Weltmeisterschaft 2006 in  Deutschland auf, da der deutsche Staat durch seine Legalisierung der Prostitution permanente Menschenrechtsverletzungen an Frauen begehe.
Im November 2013 beschloss die schwedische Regierung, die Situation der Prostitution in Schweden erneut untersuchen und bewerten zu lassen. [15] Die Gleichstellungsministerin  Maria Arnholm vermutete, dass der  Menschenhandel trotz der schwedischen Gesetzgebung stark zugenommen habe. [15]
Ja, alles verbieten

Es ist schlecht für die Gesellschaft.

Woher kommt denn sonst slut shaming? Die Idee dahinter ist ja, dass Frauen die Spaß an Sex mit Männer haben 'billig' sind weil sie dafür kein Geld wollen sondern der Sex selbst ihnen genügt.

Die Männer die Bezahlen werden dadurch nur noch weniger selbstbewusst und depressiver.

Und es gibt nichts sexistischeres. Die Idee von Prostitution ist, dass Frauen dass schöne und Männer das starke und arbeitende Geschlecht sind. Männer müssen sich ihr Geld verdienen und es dann den Frauen hinterher werfen nur weil sie schön sind.

Prostitution hat auch nichts mit einem nornalen Markt zu tun. Da die Nachfrage vom Angebot abhängt. Was ich damit meine ist, dass je mehr Frauen Geld für Sex wollen desto weniger haben Interesse an normalem Sex.

die Prostitution verbindet halt Spaß, Freude, Lust mit dem Geld

weil Sex und Geld machen glücklich

also die Freier bekommen je nach Preis ein Erlebnis und das Bordell freut sich über die steten Einnahmen

ein Bordell hat immer einen Chef oder Chefin wo den Gewinn einsackt und die Mädchen sind Angestellte die einen Lohn bekommen und auch Unterkunft und Essen und im Bordell zusammen wohnen

wenn alles in Ordnung ist dann ist es auch legal

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@Markasian16

Nein.

Sex für Geld macht sicher nicht Glücklich. Es ist ein Grundbedürfnis, dass man sich attraktiv fühlen möchte und Genau das fehtl den Menschen die in den Puff gehen und dann werden sie noch usicherer und noch depressiver und gehen noch öfter.

Und nein die Frauen die da arbeiten verdienen sooooo viel Geld obwohl die nicht arbeiten. Ekelhaft. Der einzige Grund ausdem noch nicht alle Frauen genau das machen ist weil es noch ein bisschen schlecht angesehen wird.

Wir müssen was ändern weil sonst in der Zukunft alle Frauen einfach mit ihrem Körper reich werden während alle Männer sich wie Dreck fühlen.

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Nein, dann gibt es mehr Frauenhandel und Vergewaltigungen

es ist erwiesen, dass die Situation der Prostituierten in Schweden sehr viel schlimmer als bei uns ist -- durch das Abdrängen in die Illegalität fehlt dort den Frauen jeglicher Schutz.

Schweden ist ein rückständiges, überreguliertes Land. Die Frauen leiden dort, und erfahren sehr viel mehr Gewalt als bei uns.

Da hätte ich jetzt gerne einen Beleg für diese Aussage

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